Bezahlung für Menschen mit Behinderung: Grundsicherung trotz Vollzeitjob
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/menschen-mit-behinderung-bezahlung-100.html
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/menschen-mit-behinderung-bezahlung-100.html
20 Comments
Dyskolos@lemmy.zip · 19 pts · 255d
celeste@feddit.org · 13 pts · 255d
Ja ist leider normal. Vielen Menschen mit Behinderung wird der Zugang zum "ersten Arbeitsmarkt" verwehrt. Deutschland ist ein Schweinesystem!
Dyskolos@lemmy.zip · 1 pts · 255d
RoflmasterBigPimp@feddit.org · 2 pts · 255d
Das macht es leider nicht besser .__.
Dyskolos@lemmy.zip · 2 pts · 255d
celeste@feddit.org · 2 pts · 254d
🤨
Flipper@feddit.org · 4 pts · 255d
Die 345€ am Tag wären utopisch. Knapp das 3,5 fache des Mindestlohns. Das wären 6900€ im Monat oder 82800€ im Jahr.
Das ist mit essen ausliefern einfach nicht realistisch.
Dyskolos@lemmy.zip · 3 pts · 255d
Ibuthyr@feddit.org · 1 pts · 253d
Sinnvoller Job, ja. Kann aber halt auch von jedem ausgeführt werden. Die Jobs in denen man >80k€ verdient setzen meist schon ein Studium oder ähnliches voraus. Und jeder der mal studiert hat, weiß dass man mit 30 noch eine arme Sau ist, die in WGs leben und sich von Knäckebrot mit Tomatenmark ernähren muss. Das ist dann schon gerechtfertigt.
Dyskolos@lemmy.zip · 2 pts · 253d
alsaaas@lemmy.dbzer0.com · 17 pts · 255d
Sind für den Kapitalismus anscheinend nicht Mensch genug für Mindestlohn und Menschenwürde gilt in der bürgerlichen Gesellschaft ja eh nur für produktive Zahnräder
celeste@feddit.org · 6 pts · 255d
Oh Menschen mit Behinderung können durchaus produktiv sein, aber wir müssen ja die Menschen voneinander trennen, dass sie sich nicht gegen die Herrschenden verbünden. Und Arbeitenden wird immer so wenig gezahlt wie sie sich erkämpfen konnten, wer sich nicht wehrt/wehren kann kommt unter die Räder.
RoflmasterBigPimp@feddit.org · 14 pts · 255d
Und hier sieht man es. Schwarz auf weiß.
Sobald sich die Möglichkeit bietet Menschen (noch mehr) unter ihren Wert zu bezahlen wird es getan.
Keiner soll sich einbilden dass das mit ihm ja nicht passieren würde!
Das einzige was Firmen von 12 Stunden Tagen und 7 Tage die Woche arbeiten abhält sind Arbeitsschutzgesetze. Und an denen wird konsequent gesägt!
brainwashed@feddit.org · 0 pts · 252d
Man siehts in den Sklavenkolonien Dänemark, Finnland und Schweden. /s
RoflmasterBigPimp@feddit.org · 2 pts · 252d
Schweden hat es tatsächlich besser gemacht als wir.
Die haben starke Gewerkschaftsverbände .__.
Während sich die Arbeiterklasse hier leider eher wie eine Karikatur ihrer selbst verhält.
Tartufo@lemmy.world · 6 pts · 255d
Der Betrag für den man sich als Unternehmen davon freikaufen kann ist auch lächerlich niedrig. Hab vor ein - zwei Jahren oder so mal gesehen was das bei einem kleinen Unternehmen (also knapp über der Pflichtgrenze) pro nicht eingestelltem Schwerbehinderten im Jahr kostet und dachte auch nur so "alter, das zahl ich für eine Stelle als Privatperson ja fast aus der Portokasse"...
Dyskolos@lemmy.zip · 4 pts · 255d
Tartufo@lemmy.world · 2 pts · 255d
Die Schuld seh ich da definitiv nicht bei den Unternehmen, die Vermeidung wird denen ja so bequem wie möglich gemacht. Ich kritisiere, dass die Vermeidung so bequem ist. Wenn eine Privatperson sich diesen Strafbetrag relativ locker leisten kann, dann taugt der Strafbetrag nichts um das Ziel zu erreichen. Unternehmen für die das überhaupt relevant werden könnte haben idR ja mehr Geld zur Verfügung als eine Privatperson.
Das Ganze ist definitiv politisch gewollt und mMn ein absolutes Unding.
Dyskolos@lemmy.zip · 1 pts · 255d
Tartufo@lemmy.world · 1 pts · 255d
Ich denke wir sehen das tatsächlich gleich. Vielleicht anders formuliert, aber einig sind wir uns da. Da muss auf jeden Fall die Politik ran und zwar richtig und nicht mit so einer "Lösung" die eigentlich gar keine ist.
Dyskolos@lemmy.zip · 1 pts · 255d
brainwashed@feddit.org · 1 pts · 252d
Wie viel ist das denn? Jahresgehalt dieser Mini-Mindestlohn oder gilt die geringere Grenze dafür nur in Werkstätten?
Tartufo@lemmy.world · 1 pts · 252d
Siehe hier für die Zahlen: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9_2018/__160.html
Also aktuell max. 720EUR pro Jahr pro trotz Pflicht nicht eingestelltem Schwerbehinderten.
celeste@feddit.org · -1 pts · 255d
Du liegst falsch, sie dürfen die Strafzahlung sogar noch von der Steuer absetzen. Solange wir von Mr. Burns regiert werden wird sich daran auch bestimmt nix ändern.
Tartufo@lemmy.world · 3 pts · 255d
Wie kann ich mit etwas falsch liegen, zu dem ich keine Aussage gemacht habe?
celeste@feddit.org · 0 pts · 254d
Der Betrag ist nicht nur niedrig, er ist effektiv 0!
Thallium_X@feddit.org · 4 pts · 255d
Ich hatte vor kurzem mit einer sehr großen Werkstatt zu tun und habe da Zahlen erfahren, die das ganze nochmal deutlich anders einordnen.
Der gesetzliche Mindestlohn für Personen mit Behinderung beträgt 1,31€. Den dafür nötigen Umsatz erwirtschaften gut 40% der Beschäftigten einfach nicht. Das liegt uA daran, dass die komplette Anwesenheit entlohnt wird, auch wenn in der Zeit Therapie stattfindet.
Die Werkstätten müssen aber 80% (iirc) der Kosten selbst tragen. Dadurch kriegen die, die mehr erwirtschaften weniger Lohn weil die 40% kompensiert werden müssen. Einzelne Beschäftigte liegen aber auch deutlich drüber, die gehen dann meist über kurz oder lang in den regulären Arbeitsmarkt. Zusätzlich müssen aus den Erträgen noch die regulären Arbeitskräfte (ca. 25% der Belegschaft) bezahlt werden.
Natürlich könnten jetzt öffentliche Gelder in die Subventionierung der Werkstatt fließen, das würde dann dazu führen, dass die Beschäftigten weniger sonstige Sozialleistungen empfangen würden und wäre nen reines verschieben der Ausgaben.
Tartufo@lemmy.world · 4 pts · 255d
Das mag ja sein, aber ich halte es trotzdem für massiv ungerecht die 60% der Behinderten, die es erwirtschaften, dazu zu missbrauchen das Ganze zu subventionieren. Auf je mehr Schultern sowas verteilt wird, desto weniger fällt das bei einem Einzelnen ins Gewicht und gerade am unteren Ende der Lohnkette (1,31€/h? Ich würde mich weigern oder aber alles in meiner Macht stehende tun, dass man mich da eben nicht haben will) spürt man alle Einschnitte stärker. Man ist als Mensch mit Behinderung schon gestraft genug, da muss nicht sowas noch oben drauf kommen. Ist ja jetzt auch nicht so als ob man sich seinen Status in Punkto Behinderung selber aussuchen kann...
Für die einen wäre es reines Verschieben der Ausgaben (gibt also nix was dagegen spricht!), für die anderen wäre es ein Schritt in gefühlt mehr Wertschätzung, weil man endlich von seinem Lohn besser über die Runden kommt und daher weniger nebenbei bei Ämtern Bittsteller sein muss. Die Verschiebung hätte also keine finanziellen Nachteile aber positive Effekte auf das Wohlbefinden der oben von dir genannten 60%. Ich sehe da gerade das Problem nicht.