Die deutsche Industrie befindet sich im freien Fall. Energiekosten, Klimaschutz und Bürokratie erdrosseln die Wettbewerbsfähigkeit. So die Erzählung. Ein Industrieexperte widerspricht. Ihm zufolge zeigen die Daten ein differenziertes Bild. Der Industriestrompreis ist etwa niedriger als vor zehn Jahren. "Warum ist die Industrie nicht damals untergegangen, wenn hohe Energiekosten das Problem sind?", fragt Harro Heilmann im Podcast "Das Klima-Labor von ntv". Der Professor für Produktion und Management sagt: Die Daten werden fehlinterpretiert. Absichtlich. "Die missbräuchliche Verwendung ist politisch motiviert. Es geht auch darum, Ausreden oder einen Sündenbock für unternehmerische Fehlentscheidungen zu finden." Deshalb auch der große Stellenabbau. "Über die Jahre sind viele Meta-Jobs ohne Wertschöpfung entstanden", sagt Heilmann. "Seien wir ehrlich: Solange es gut läuft, geht man diese harten Themen nicht an." Seine Botschaft lautet: Die deutsche Industrie schlägt sich besser als gedacht. Denn seit 2020 jagt ein Schock den nächsten. Speziell neue Branchen wie Raumfahrt und Energie haben hervorragende Zukunftsaussichten.
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12 Comments
SapphireSphinx@feddit.org · 21 pts · 21d
Kann es sein, dass diese Leistungsträger mehr so Nieten in Nadelstreifen mit Psychopathie und Narzismus Problemen sind? Ich frage für einen völlig verwirrten Kanzler der Leistungsträger. /s
DmMacniel@feddit.org · 5 pts · 21d
Frevler!
zaphod@sopuli.xyz · 17 pts · 21d
Aus der Veränderung kann ganz schnell ein Niedergang werden, wenn man zu stark dagegen ankämpft und versucht an Altem und Bekanntem festzuhalten.
Diplomjodler3@lemmy.world · 5 pts · 20d
Willst du damit etwa sagen, dass ich mir keinen neuen Diesel kaufen soll? *bekommt Schaum vor dem Mund*
SeductiveTortoise@piefed.social · 4 pts · 21d
Zum Glück haben wir so etwas in Deutschland noch nie erlebt. Wir sind immer offen und bereit, uns in neue Abenteuer zu stürzen 😐
LH0ezVT@sh.itjust.works · 16 pts · 21d
Mehrere Dinge können gleichzeitig wahr sein:
Durch Globalisierung, Fehlentscheidungen und falsche Wirtschaftspolitik gehen mehrere Industrieen hier kaputt
Politiker nutzen falsche Interpretation von Daten, um für ihre Klientel (also Industrielle) mehr raus zu holen und soziale Errungenschaften kaputt zu machen
Selbst sonst seriöse Medien kopieren Aussagen zum Industriestrompreis einfach unkommentiert, und mit einer Minute Googlen und Daten anschauen findet man raus, dass die einfach sachlich falsch sind.
trollercoaster@sh.itjust.works · 12 pts · 21d
Es gibt keine Deindustrialisierung. Die Industrialisierung findet jetzt nur woanders statt. Und das ist ein Problem, weil wir jedes Mal, wenn in den weltweiten Lieferketten, die das bedingt, ein Furz (oder ein Schiff im Kanal) quersteckt, die Industrieprodukte, auf die unsere Gesellschaft zum Funktionieren angewiesen ist, nur mit großer Verzögerung bekommen. Außerdem macht man sich gegenüber den Ländern, in die die Produktion verlagert wurde, erpressbar. China kann inzwischen gegen den Willen des Westens machen, was es will, ohne auch nur einen einzigen Schuss abfeuern zu müssen. Ein Embargo für Industriegüter reicht.
HaraldvonBlauzahn@feddit.org · 7 pts · 20d
voodoocode@feddit.org · 6 pts · 20d
Die Leute haben ein verdammtes Chemie Werk in der Nachbarschaft, aber Windräder gehen zu weit!?
DirtPuddleMisfortune@feddit.org · 4 pts · 20d
Die bayerische Politik hat auch lange genug die Stimmung gegen Windräder geschürt. Ich frage mich, warum die Bevölkerung jetzt dagegen ist ...
HaraldvonBlauzahn@feddit.org · 2 pts · 20d
Äähh... können wir nicht lieber Windräder haben?
HaraldvonBlauzahn@feddit.org · 6 pts · 20d
*geier*
Was für ein Hammer Interview. Ich wünschte, ich hätte einen Chef mit einer derartigen Kombination aus Witz, Ehrlichkeit, und Diplomatie.