Es ist schon wild, wie viel Sexismus im Artikel steckt. Alleine schon die Teaser hier zeigen, wie kaputt die ganze Debatte ist.
"Können Männer Feministen sein?"
Der Artikel selbst:
Also die Überzeugung, dass alle Menschen unabhängig von Geschlecht und Sexualität gleich viel wert sind und gleichberechtigt leben sollten. Und ein Handeln, dass uns näher an diese Vision bringt. Ich will wissen: Sind Männer dazu in der Lage?
Schön erstmal reingetreten und gefragt, ob Männer pauschal allgemein überhaupt aus biologischen Gründen in der Lage sind zu glauben, dass Frauen gleich viel wert sind. Erstmal die halbe Menschheit abgekanzelt. Es ist jetzt nicht verwunderlich, dass so ein Diskurs dann für viele der Abgekanzelten eher etwas weniger anschlussfähig ist. Stellt euch einfach mal einen ähnlichen Diskurs über Frauen vor.
Ich finde es wild, uns Männern zu unterstellen, das wir nicht in der Lage wären zu erkennen wie wichtig der Feminismus für alle Geschlechter ist. Diskriminierung gegen ein Geschlecht geht immer mit Diskriminierung Gegenüber dem anderen einher.
Und umgekehrt Stelle ich mir die Frage, wie eine solche Headline mit Feminismus vereinbar ist.
Mehrere Gründe. Und ich sage nicht das wir alle das erkennen oder erkennen wollen. Von angezogenen Rollenbilder, Bequemlichkeit oder Angst vor Konkurrenz.
Vor 20 Jahren war ich einer der "Ja, aber Männerrechte". Mir wurde es später klar wie dumm das eigentlich war.
Nehmen wir doch mal das Thema Sorgerecht. In Deutschland als Mann das Sorgerecht für gemeinsame Kinder zu erhalten ist schwer.
Aber nicht weil hier Männer systematisch diskriminiert werden, sondern weil das Rollenbild Mutter so dermaßen verwurzelt ist.
Das zu erkennen und zu verstehen braucht Gespräche auf Augenhöhe. Und solche Gespräche sind nicht einfach zu führen. Ich hatte "Glück" mit meinem Umfeld. Andere leider nicht
Nehmen wir doch mal das Thema Sorgerecht. In Deutschland als Mann das Sorgerecht für gemeinsame Kinder zu erhalten ist schwer.
Aber nicht weil hier Männer systematisch diskriminiert werden, sondern weil das Rollenbild Mutter so dermaßen verwurzelt ist.
Schwieriges Beispiel weil die Väter-Lobby in Deutschland durchaus stark ist. Und der Hoax der Kindesentfremdung durch rachsüchtige Mütter sich hartnäckig halt.
Wieso denn noch mehr Spalterei? Ich kenne einige, überzeugte männliche Feministen..
Ich fände es sinnvoller Mal die Leute abzuholen, die immer noch glauben beim Feminismus ginge es um Männerhass oder dass Feminismus damit beginnt Frauen zusätzlich zur Care Arbeit auch noch an der Front zu verheizen.
14 Comments
JensSpahnpasta@feddit.org · 39 pts · 4d
Es ist schon wild, wie viel Sexismus im Artikel steckt. Alleine schon die Teaser hier zeigen, wie kaputt die ganze Debatte ist.
Der Artikel selbst:
Schön erstmal reingetreten und gefragt, ob Männer pauschal allgemein überhaupt aus biologischen Gründen in der Lage sind zu glauben, dass Frauen gleich viel wert sind. Erstmal die halbe Menschheit abgekanzelt. Es ist jetzt nicht verwunderlich, dass so ein Diskurs dann für viele der Abgekanzelten eher etwas weniger anschlussfähig ist. Stellt euch einfach mal einen ähnlichen Diskurs über Frauen vor.
Successful_Try543@feddit.org · 13 pts · 4d
Können Frauen mit ihren kleineren Gehirnen rein aus biologischen Gründen überhaupt verstehen, dass das kontraproduktiv ist?
(/s zur Sicherheit)
D_a_X@feddit.org · 5 pts · 4d
Du meinst, das Gemächt des Mannes zählt zur aktiven Denkmasse?
Shipgirlboy@sh.itjust.works · 6 pts · 4d
Bei manchen ist es die einzige Denkmasse
Zwuzelmaus@feddit.org · 22 pts · 4d
Krawalljournalismus. Kann weg.
vapeloki@lemmy.world · 8 pts · 4d
Ich finde es wild, uns Männern zu unterstellen, das wir nicht in der Lage wären zu erkennen wie wichtig der Feminismus für alle Geschlechter ist. Diskriminierung gegen ein Geschlecht geht immer mit Diskriminierung Gegenüber dem anderen einher.
Und umgekehrt Stelle ich mir die Frage, wie eine solche Headline mit Feminismus vereinbar ist.
D_a_X@feddit.org · 1 pts · 4d
Wenn wir Männer die Situation erkennen, warum handelt dann ein Großteil nicht danach?
Ich nehme an, das alte Rollenmodell ist bequemer.
vapeloki@lemmy.world · 3 pts · 4d
Mehrere Gründe. Und ich sage nicht das wir alle das erkennen oder erkennen wollen. Von angezogenen Rollenbilder, Bequemlichkeit oder Angst vor Konkurrenz.
Vor 20 Jahren war ich einer der "Ja, aber Männerrechte". Mir wurde es später klar wie dumm das eigentlich war.
Nehmen wir doch mal das Thema Sorgerecht. In Deutschland als Mann das Sorgerecht für gemeinsame Kinder zu erhalten ist schwer. Aber nicht weil hier Männer systematisch diskriminiert werden, sondern weil das Rollenbild Mutter so dermaßen verwurzelt ist.
Das zu erkennen und zu verstehen braucht Gespräche auf Augenhöhe. Und solche Gespräche sind nicht einfach zu führen. Ich hatte "Glück" mit meinem Umfeld. Andere leider nicht
ComfortableRaspberry@feddit.org · 1 pts · 3d
Schwieriges Beispiel weil die Väter-Lobby in Deutschland durchaus stark ist. Und der Hoax der Kindesentfremdung durch rachsüchtige Mütter sich hartnäckig halt.
vapeloki@lemmy.world · 1 pts · 3d
Genau deswegen habe ich exact dieses Beispiel gewählt. Weil es eben so massiv missbraucht wird , und eines der einfachsten zum verstehen ist
Weingeist@feddit.org · 2 pts · 4d
Hihi
eunieisthebus@feddit.org · 2 pts · 4d
Ich erwarte hier auch schon ein Womanuscript.
Ja ich finde selbst die Tür
RoflmasterBigPimp@feddit.org · 2 pts · 4d
ComfortableRaspberry@feddit.org · 2 pts · 3d
Wieso denn noch mehr Spalterei? Ich kenne einige, überzeugte männliche Feministen..
Ich fände es sinnvoller Mal die Leute abzuholen, die immer noch glauben beim Feminismus ginge es um Männerhass oder dass Feminismus damit beginnt Frauen zusätzlich zur Care Arbeit auch noch an der Front zu verheizen.