Da ich mit dem Mieterschutzverein unzufrieden bin, weil sie langsam sind, während der angegebenen Öffnungszeiten nicht ans Telefon gehen und sich weigern, mir Termine mit dem Anwalt per E-Mail zu geben, sondern dies nur telefonisch tun (aber die Sekretärin ist nicht da), muss ich möglicherweise einen Anwalt für Mietrecht & Wohnungseigentumsrecht beauftragen, falls sich die Situation mit dem Vermieter verschlechtert. Ich kann nicht ständig hoffen, dass diese Sekretärin sich entscheidt, am Telefon zu kommen und dann zwei Wochen warten, um nur 30 Minuten mit einem Anwalt zu sprechen, der nicht alle Unterlagen ausdruckt, und dann weggeschickt zu werden, ohne dass alle meine Fragen beantwortet wurden.
Ein Anwalt mit einer Sekretärin, die ans Telefon geht, teilte mir mit, dass sie 190 Euro für ein erstes Gespräch zuzüglich Mehrwertsteuer berechnen. Gilt das nur für 30 Minuten wie bei der Erstberatung mit dem Mieterschutzverein oder für die gesamte Zeit, die ich für notwendig erachtet? Denn meine Geschichte mit dem Vermieter ist lang und es gibt mehrere merkwürdige Dinge.
Ich habe keine Ahnung von deutschem Recht, und die deutsche Sprache fällt mir noch schwer. Ich brauche einen Anwalt, der gemeinsam mit mir eine Verteidigungsstrategie ausarbeitet und mir realistische Optionen erklärt sowie aufzeigt, wie die Gegenseite versuchen wird, mir Fallen zu stellen, was der Anwalt der MSV einfach nicht getan hat.
Dass es teuer wird? Na gut, aber die Alternative könnte sein, dass ich aus meiner Wohnung geworfen werde.
Gleichzeitig: Wenn ihr so etwas schon einmal gemacht habt, wie teuer kann es denn schon sein? Es geht um einen Fall von Lärm durch die Nachbarn. Im Grunde behaupten sie, ich würde nachts Lärm machen, obwohl ich das tue, damit sie keinen Lärm machen (sie knallen Türen zu, schlagen auf Möbel ein und schreien). Es gibt momentan Abmahnungen, kein gerichtlicher Prozess.
Was sollte ich vor der Beauftragung noch fragen?
Wie viele Anwälte habt ihr verglichen, bevor ihr einen beauftragt habt?
Was für Webseiten habt ihr benutzt?
danke
3 Comments
Gieselbrecht@feddit.org · 4 pts · 19d
Das klingt so, als würdest du auch tatsächlich Lärm machen, ist das einfach nur missverständlich ausgedrückt?
Falls ich es richtig verstehe, würde ich damit aufhören. Stattdessen solltest du gut protokollieren, wann der Lärm der Nachbarn auftritt, dem Vermieter jedes Mal (dokumentiert, z.B. per Mail) Bescheid sagen und ggf die Polizei rufen.
Zu den Kosten für einen Anwalt kann ich dir leider nichts sagen. Ich würde aber mal grundsätzlich in Frage stellen, ob es sinnvoll ist, diese zusätzlichen Kosten in Kauf zu nehmen. Aktuell hast du ja noch keine Kündigung bekommen und es scheint mir nicht schädlich, dann auch zwei Wochen auf einen Termin zu warten.
molker348@feddit.org · 1 pts · 19d
Den Unterschied verstehe ich nicht: ich mache Lärm, sodass sie mit ihrem Lärm aufhören. Ich bin nicht der erste, der anfangt, Larm zu machen.
Das Protokoll habe ich schon. Ich habe den Vermieter nicht kontaktiert, weil er offenbar nur dem Nachbarn Glauben schenkt.
Polizei anrufen? Laut Erfahrung sage ich dir, sie nehmen mich nicht ernst: Lärm zwischen Nachbarn um 23:30 ist für sie keine Priorität.
Don_alForno@feddit.org · 5 pts · 19d
Ist egal. Das eine Unrecht rechtfertigt nicht das andere. Alles was du damit erreichst ist, dass jetzt beide Parteien wegen Lärm dran sein können.
Von deinem "Gegenlärm" werden ja unter Umständen auch wieder Dritte gestört, die mit der ganzen Sache nichts zu tun haben.
Ist egal. Es schafft einen paper trail, dass du wiederholt versucht hast, über den Vermieter den Nachbarn dazu zu bringen, den Lärm einzustellen. Das macht deine Aussage, dass der Nachbar der Störenfried ist, vor Gericht evtl. glaubwürdiger.