Aus dem Gefängnis heraus soll ein Mann mit zwei Komplizinnen mutmaßlich Autos, über die er nie verfügte, im Internet verkauft haben. Nach Angaben der Rostocker Polizei geht es bundesweit um 49 Betrugsfälle und einen Schaden von insgesamt rund 129.000 Euro. Die Zahl der Fälle sowie der Gesamtschaden könnten im Zuge der Ermittlungen noch wachsen.
Am Donnerstag (30. Juli) durchsuchte die Polizei nach eigenen Angaben in Warnemünde die beiden Wohnungen der 56- und 84-jährigen mutmaßlichen Komplizinnen. Der 44-jährige Dritte im Bunde befindet sich laut Polizei schon seit 2016 in einer Justizvollzugsanstalt, nach dpa-Informationen in Berlin.
Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Mann mindestens seit Februar 2023 im Internet Fahrzeuge zum Kauf angeboten, über die er nie verfügte. Fahrzeugdaten und Bilder habe er sich von anderen Verkäufern besorgt, indem er auf Angebote als Interessent reagierte. Seine vermeintlichen Fahrzeuge habe er dann besonders günstig angeboten. Interessenten hätten Reservierungsgebühren oder sogar den vollständigen Kaufpreis vorab gezahlt. Zu einer Übergabe der Fahrzeuge kam es demnach jedoch nie.
Bundesweit Tatorte und Strafanzeigen
Das Geld hätten derzeitigen Erkenntnissen zufolge die beiden Frauen erhalten. Sie sollen so zumindest teilweise ihren Lebensunterhalt bestritten haben. Es bestehe der Verdacht, dass sie den 44-Jährigen aktiv bei den Taten unterstützt haben. Gegen die 56-Jährige sei ein Haftbefehl vollstreckt worden. Zudem sei Vermögen in Höhe von 85.000 Euro eingezogen worden.
0 Comments
No comments yet.