Im RND-Interview erklärt der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, warum er mit Fridays for Future gemeinsame Sache macht, aber dennoch nicht zum Klimastreik am Freitag geht.
Im RND-Interview erklärt der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, warum er mit Fridays for Future gemeinsame Sache macht, aber dennoch nicht zum Klimastreik am Freitag geht.
21 Comments
taladar@feddit.de · 51 pts · 2y
Wir können Sie für Veränderung verlieren oder dann 2-3 Jahrzehnte später einfach mal große Teile der Bevölkerung verlieren.
Wir haben jetzt Jahrzehnte versucht langsam zu machen um bloß keinen zu überfordern und dadurch sind wir jetzt in so einem Jahr wo gefühlt alles schmilzt, brennt oder weg schwimmt. Wir haben einfach nicht mehr die Zeit zu warten bis alle Ewig-Gestrigen von Veränderungen überzeugt sind.
Syndic@feddit.de · 15 pts · 2y
Genau, dem Klimawandel ist es nämlich scheissegal ob wir drastische Veränderungen wollen oder nicht.
DarkThoughts@kbin.social · 10 pts · 2y
Eben. Das Problem ist mittlerweile so groß, dass wir mittlerweile keine andere Wahl haben als das kleinere Übel als Lösung zu wählen. Das ist Scheiße, aber man muss eben auch einsehen, dass man nicht jeden politisch abholen & mitnehmen kann, wenn die es ganz einfach auch gar nicht wollen.
amiuhle@feddit.de · 4 pts · 2y
One solution:
TheBawbe83@discuss.tchncs.de · 3 pts · 2y
taladar@feddit.de · 4 pts · 2y
Ja, es wird leider immer klarer dass die Demokratie einige, nennen wir es mal "offene Sicherheitslücken" hat wenn es um Propaganda. Information, Bildung und emotionale Reaktionen geht. Die Frage ist nur wie man die beheben kann.
TheBawbe83@discuss.tchncs.de · 1 pts · 2y
Syndic@feddit.de · 3 pts · 2y
Ist alles eine Frage der Einstellung. Der Begriff Diktator kommt schliesslich aus dem alten Rom und da hat das Konzept verdammt lange gut funktioniert. Aber auch da war es natürlich viel einfacher die Leute von der Gefahr der Barbaren welche Rom aktiv bedrohen zu überzeugen als von der "leider" nicht direkt spürbaren Gefahr des Klimawandels.
Aber das spielt eh keine Rolle, da wir heute einfach gar nicht mehre diese Auffassung von diesem Konzept haben. Sowohl in der Bevölkerung als auch bei den Leuten welche die Rolle potentiell besetzten könnten.
Darauf wird es wohl leider hinaus laufen und dann ist es auch schon viel zu spät um das schlimmste abzuwenden. Ich bin wirklich nicht schade, dass ich keine Kinder zeugen werde, denn die Zukunft sieht düster aus. Vor allem wenn man es mit der Zeit vergleicht in der ich als Kind der 80er Jahre aufgewachsen bin.
Killing_Spark@feddit.de · 2 pts · 2y
Das ist denke ich das Hauptproblem. Demokratie ist ne super Sache wenn die Probleme halbwegs reversibel sind. Dann kann man das Fass überlaufen lassen, die Massen kommen in Bewegung und die Situation wird wieder besser. Der Klimawandel ist kein solches Problem.
theoretiker@feddit.de · 2 pts · 2y
Alternativen zur Demokratie fahren gerade auch nicht viel besser.
taladar@feddit.de · 2 pts · 2y
Ich denke letztlich brauchen wir keine Alternative zur Demokratie die total anders ist sondern wahrscheinlich eher eine Verfeinerung der Demokratie und der Teile der Gesellschaft drum herum die die Demokratie beeinflussen. Das Problem ist dass das auch ein Mammutprojekt ist was Jahrzehnte braucht und die haben wir aktuell nicht beim Klimaproblem.
Killing_Spark@feddit.de · 2 pts · 2y
Am Ende kommt das wahrscheinlich auf die alte Regel zurück, dass Demokratie nur funktioniert, wenn auch eine kritische Menge des Volkes in der Demokratie aktiv sein will und kann um die Interessen des Volkes zu vertreten. Sonst sammelt sich in der Politik neben den letzten Idealisten ein Haufen Opportunisten.
Killing_Spark@feddit.de · 1 pts · 2y
Das stimmt.
AntonMuster@discuss.tchncs.de · 33 pts · 2y
Ist halt schwierig, wenn der allergrößte Teil der Bevölkerung keine Verbesserung will, sondern vor allem, dass alles so bleibt wie es ist.
golli@lemm.ee · 26 pts · 2y
Was viele leider nicht verstehen zu scheinen ist, dass der Status quo kein stabiler Zustand ist.
Insgesamt geht es uns denke ich relativ gut, klar es gibt viel das besser sein könnte, aber zu wollen das es so bleibt wie es ist kann ich in mancher Hinsicht gut verstehen. Das Problem ist, dass genau die Veränderungen gegen die sich viele so streben nötig sind damit der insgesamte Zustand nachhaltig und langfristig haltbar ist.
aksdb@feddit.de · 13 pts · 2y
Mal abgsehen davon sind wir ja nur durch Veränderung da, wo wir jetzt sind. Wer glaubt, dass ausgerechnet die Gegenwart der Gipfel aller Entwicklung sei, muss geistig etwas beschränkt sein.
hellerpop@lemmy.world · 4 pts · 2y
Kann halt auch sein, dass es gar keine Verbesserung wird, sondern wir aus verschiedenen Verschlechterungen die beste versuchen zu erreichen. Das ist für die menschliche Natur nicht motivierend genug.
taladar@feddit.de · 1 pts · 2y
Das ist halt der Fehlschluss den viele zu machen scheinen. Dass gleiches Verhalten zu gleichen Ergebnissen führt. Das ist aber nichts so. Die Welt verändert sich, neue Reaktionen sind erforderlich um überhaupt eine Chance zu haben das gleiche Ergebnis zu bekommen.
Spzi@lemm.ee · 25 pts · 2y
Lesenswertes Interview! Ich kopiere mal zwei Teile, die ich besonders interessant fand:
Treczoks@lemmy.world · 5 pts · 2y
Sagt die Organisation, deren Lobbyarbeit mit dafür gesorgt hat, dass Menschen der Regierung, den Parteien und vielen Organisationen nicht mehr vertrauen.
anti_paywall_bot@lemmy.lemist.de · 3 pts · 2y
Link ohne Datenklaumauer
krey@sh.itjust.works · 1 pts · 2y
Mangosniper@feddit.de · 2 pts · 2y
Quellen? Und von wem gekauft? Zumindest die Sachen die ich gelesen habe, die Marcel Fratscher so sagt finde ich nicht so verkehrt. Aber lasse mich gerne eines besseren belehren. Was genau ist schlecht an denen?
Oiconomia@feddit.de · 2 pts · 2y
Du meinst das IdW nicht das DIW.
IdW - Institut der deutschen Wirtschaft ist ein dem Arbeitgeberverband nahestehendes Institut (und sehr Lobbylastig) DIW - Ist ein Wirtschaftsforschungsinstitut aus der Leibniz-Gesellschaft (unabhängige Forschungsfinanzierung) und ist tendentiell etwas Gewerkschaftsnäher als die anderen Großen (ifo München und ZEW Mannheim)