Die Regierungschefs der Bundesländer fordern laut einem Medienbericht vom Bund eine Verpflichtung von Asylbewerbern zu gemeinnütziger Arbeit. Ein entsprechender Beschlussvorschlag werde auch von den SPD-regierten Ländern mitgetragen.
Die Regierungschefs der Bundesländer fordern laut einem Medienbericht vom Bund eine Verpflichtung von Asylbewerbern zu gemeinnütziger Arbeit. Ein entsprechender Beschlussvorschlag werde auch von den SPD-regierten Ländern mitgetragen.
13 Comments
scorpionix@feddit.de · 43 pts · 2y
Mopswasser@feddit.de · 9 pts · 2y
Ist ja eigentlich fast egal, da das so erwirtschaftete Geld ohnehin (fast) vollständig zur Finanzierung des Aufenthalts herangezogen werden muss.
Aber klar, damit Unternehmen das nicht auszunutzen ist Mindestlohn sicher eine gute Basis.
scorpionix@feddit.de · 16 pts · 2y
Also mein Lohn geht auch fast vollständig drauf für die Finanzierung meines Aufenthalts in Deutschland. Nennt sich Leben. Oder missverstehe ich dich gerade?
Grundsätzlich halte ich es für sogar gut, wenn Migranten direkt eine Arbeit erhalten. In einem fremden Land nur herumsitzen zu müssen und von Leuten, die man schlecht bis gar nicht versteht, durch die Gegend geschoben zu werden, ist für niemanden schön. Arbeit stiftet vielen Leuten einen Sinn im Leben.
Und ja, wie du schreibst, muss dafür gesorgt werden, dass sie nicht als Lohnsklaven missbraucht werden. Und sie sollten auch über diesen Lohn frei verfügen können. Diese Scheindebatte über Sachleistungen statt Geld ist absolut erniedrigend. Die Leute wissen selbst, was sie brauchen. Es gibt viele Untersuchungen zu dem Thema, die zeigen, dass es eine verschwindende Minderheit von Sozialhilfeempfängern ist, die das Geld, das sie bekommen, stereotypisch in Alkohol oder Drogen investieren.
JoKi@feddit.de · 9 pts · 2y
Ich befürchte allerdings, dass ist genau die Intention dieses Vorstoßes. Ohne eigenen Einfluss auf Zuruf zugeteilt. Am Besten schön öffentlich um den Bürgern zu zeigen wie streng der Staat die Asylbewerber ran nimmt.
Mopswasser@feddit.de · 3 pts · 2y
Klar sollten sie insofern über das Geld verfügen dass gesichert ist, dass Kost und Logis bezahlt sind. Problematisch ist, dass Aufnahmeeinrichtungen mit einem regulären Mietpreis kaum zu bezahlen sind. Dann muss man gerechte Pauschalen erheben, dass ihnen nicht alles in Rechnung gestellt wird.
Wirrvogel@feddit.de · 33 pts · 2y
Warum müssen Geflüchtete auf solche Kurse warten, wenn sie der zentrale Anfangspunkt für den Aufenthalt, vielleicht sogar für ein zukünftiges, unbegrenztes Leben hier sind?
Und nein, diese Warterei ist nicht der Grund, denn jahrelang hat man ihnen das Arbeiten systematisch verboten und Ausnahmegenehmigungen, die möglich gewesen wären und immer noch sind, entweder grundsätzlich nicht erteilt "die bösen Asylanten nehmen uns die Arbeitsplätze weg" oder kommt nicht hinterher weil man das Personal nicht hat die Anträge zu bearbeiten:
Was ABSOLUT NIEMAND BRAUCHT: Arbeitsbeschaffungsmassnahmen bei denen Leute an der Straße Müll aufsammeln oder ähnliches, während hier beim Ausländeramt in meiner Stadt die Leute täglich ab 6 Uhr morgens in Dreierreihe vor dem Amt stehen und doch nicht dran kommen, Leute die jederzeit mit einer richtigen Arbeit anfangen könnten und die wir so dringend brauchen.
Und wer soll denn diese Maßnahmen durchführen wenn wir SCHON KEINE VERFICKTEN SPRACHKURSE ZEITNAH HINKRIEGEN?
Haben denn jetzt einfach alle Lack gesoffen? Keiner kennt mehr die bestehenden Gesetze? Alle leiden unter Amnesie wenn es darum geht wie vehement man Arbeitsverbote erteilt hat?
JoKi@feddit.de · 15 pts · 2y
Riecht nach Symbolpolitik, bei der vermutlich wirklich Leute plakativ Müll aufsammeln müssen, während weiterhin händeringend versucht wird trotz Rechtsruck Fachkräfte aus anderen Ländern zu überzeugen, dass es in Deutschland für sie ja eigentlich ganz schön wird.
IljaRogoff@feddit.de · 12 pts · 2y
Bin gespannt, wann der Erste schreit: "Jetzt nehmen sie auch noch unsere Arbeitsplätze weg!"
ladicius@lemmy.world · 7 pts · 2y
Zumal das Anleiten und Beaufsichtigen von Menschen bei der Arbeit echt aufwändig ist. Sehr sogar, wie jeder weiß, der entry level einstellt, einarbeitet und anleitet.
Wenn die Unternehmen schon keinen Bock mehr auf und keine Ressourcen für Ausbildung haben, wie sollen die notorisch überlasteten Kommunen denn da noch die ausreichende Anzahl an (zudem dafür geeigneten und motivierten) Vorarbeitern zusammenkratzen?
Zu spät zu wenig. Jetzt schon ein Schuss in den Ofen.
Oozlebamboozle@feddit.de · 13 pts · 2y
Und was genau stellt man sich hier überhaupt vor? Das BAMF hat doch schon wahnsinnige Probleme überhaupt irgendwelche Ausbildungen und Abschlüsse anzuerkennen, also wird man hier genau was machen? Das riecht doch schon wieder nach Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der 2000er auf Wish bestellt. Die werden dann wieder irgendwas machen ohne eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt und kostet die Verwaltung sicherlich am Ende wieder zusätzlich Zeit und Ressourcen. Da die Kommunen sowieso kein Geld haben wird es darauf hinauslaufen, was @scorpionix@feddit.de meint: Die bekommen einfach nen symbolischen Euro und wenn die zu den Maßnahmen nicht erscheinen, entzieht man ihnen das Geld oder Sachleistungen.
Sachleistungen? Stimmt, da war noch was:
Tja, kaum sind zwei Landtagswahlen mit starkem, rechten Rand rum, schon gilt schon nicht mehr was man vor 6 Tagen noch so vehement abgestritten hat. Aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Ich wäre noch dafür, dass die auf ihrer Länderkonferenz noch was mit "Grenzen schließen gegen die IlLeGaLeN MiGrAnTeN", dann hätten wir das Bullshitbingo wenigstens komplett.
TwoCubed@feddit.de · 4 pts · 2y
Wenn es vernünftig gemacht wird, könnte es aber durchaus funktionieren oder? Wenn ich mir Japan mal anschaue. Da hat jeder irgendwie eine noch so banale Aufgabe. All diese vermeintlich banalen Aufgaben führen aber dazu, dass dort die Züge innerhalb von 5 Minuten komplett gereinigt sind (an jedem Bahnhof), die Straßen sauber sind, man nirgends warten muss etc. etc.
Wenn Migranten dadurch wertgeschätzt werden, weil sie was für das Umfeld hier tun, könnten sich die Spannungen in der Gesellschaft auch wieder entspannen oder?
Es muss aber vernünftig geschehen. Die Zeit in der gemeinnützigen Arbeit muss zwingend als Arbeitserfahrung anerkannt werden. Auch müssen sie die Chance haben, an Sprachkursen teilnehmen zu können und mit deutschen Staatsbürgern zusammenarbeiten zu können etc. etc.
Also ich gehe davon aus, dass Deutschland es mal wieder verkacken wird. Aber ich glaube es könnte funktionieren und für alle einen Vorteil geben.
Edit: das mit den Sachleistungen ist natürlich die völlig falsche Richtung und bestätigt meine Vermutung, dass Deutschland es verkacken wird.
Oozlebamboozle@feddit.de · 6 pts · 2y
Vernünftig wäre es, wenn das Ganze nicht aus Zwang (ohne Repressalien) und mit ordentlicher Entlohnung passieren würde. Meiner Vermutung nach wird aber beides nicht geschehen. Denn wenn es diese Jobs bräuchte, wären sie normal ausgeschrieben. Und warum sollten diese dann, polemisch gesagt, nur den Migranten vorbehalten sein und nicht anderen auch? Und wenn man mal die Aussage "GEMEINNÜTZIGE" Arbeit hier sich etwas auf der Zunge zergehen lässt redet man entweder von a) Jobs, die kein anderer machen will, oder b) wird halt wenn überhaupt/schlecht bezahlt. Schau dir am Besten die folgende Statistik der Friedrich-Ebert-Stiftung an:
Da heißt es auch:
"Gemeinnützige Arbeit", wie hier vorgeschlagen, ist einfach ein "Wir ändern nichts am System, das BAMF ist weiterhin völlig überfordert und überbürokratisiert. Dafür können wir jetzt schönen Statistiken zeigen, dass die Leute doch beschäftigt sind". Nichts wird sich an der Argumentation bezüglich "Einwanderung in die Sozialsysteme" ändern, wenn die Leute von ihrer gemeinnützigen Arbeit noch immer von Sozialhilfe abhängig sind.
anti_paywall_bot@lemmy.lemist.de · 2 pts · 2y
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