Und zu deinem eigentlichen Punkt: Video trägt sich meiner Überzeugung nach nur über Spenden. Nicht über Werbung, nicht über Abos, nicht über technische Kniffe, die die Kosten kleinrechnen.
Deshalb steht die Finanzierung bei mir von Anfang an im Konzept und nicht erst dann auf der Tagesordnung, wenn es eng wird. Genau daran sind die Instanzen gescheitert, die du meinst.
@oliver Die Sorge ist berechtigt, Video ist teuer. WebTorrent hilft aber nur, solange viele gleichzeitig dasselbe schauen. Bei den meisten Videos sieht nach der ersten Woche kaum noch jemand zu, und dann liefert wieder der Server allein.
Mein Ansatz liegt woanders: einfacher Einstieg statt Technik für Technikaffine. PeerTube ist von Leuten gebaut, die sich auskennen, für Leute, die sich auskennen. Genau dort steigen die aus, die ich erreichen möchte.
Und ich wünsche mir, dass mehr Leute diesen Mut aufbringen. Das Fediverse braucht Leute, die etwas aufbauen und dabeibleiben, auch wenn es mühsam wird. Nicht mich, sondern viele.
Deshalb meine Annahme: Es trägt nur über Spenden und ein Konzept, das die Kosten von Anfang an einrechnet.
Ob das aufgeht, weiß ich nicht, und ich behaupte auch nicht, die Lösung zu haben. Ich probiere sie aus: in Europa, dazu in Deutschland, wo es rechtlich eher schwerer ist, und als Privatperson statt als Firma.
PeerTube kann das seit Jahren über Redundanz, genutzt wird es kaum, und an den Kosten sind größere Instanzen eingegangen.
Das eigentliche Problem der Föderation ist aber ein anderes: durchhalten. Meine beiden Mastodon-Instanzen laufen seit 2018, und ehrlich gesagt war ich zwischendurch selbst kurz vorm Aufgeben. Das schaffen die wenigsten, und bei Video wird es teurer, nicht leichter.
@Lemmchen Korrekt. Die Videodateien liegen zentral und werden von dort ausgeliefert, derzeit direkt aus dem Objektspeicher, später über ein vorgelagertes Auslieferungsnetz. Föderiert sind Identität, Ankündigungen und Kommentare, nicht die Dateien selbst.
Das ist Absicht, nicht Bequemlichkeit. Video wirklich zu föderieren hieße, dass mehrere Server dieselbe Datei vorhalten und ausliefern, und das kostet jeden davon Geld.
@baleanar Stimmt, das kann PeerTube genauso, da hast du recht. Der Unterschied liegt eine Stufe davor: Du meldest dich mit dem Fediverse-Konto an, das du schon hast, und brauchst kein zweites.
Die Stelle im Text war missverständlich, ich habe sie eben geändert. Danke fürs Nachhaken, wir bessern nach, wo es hakt.
@Lemmchen Zur Frage, was daran föderiert ist: Jeder Kanal ist ein eigener ActivityPub-Actor, mit Inbox, Outbox, Followers und WebFinger. Von hier abonnierbar, neue Videos landen im Feed, Antworten werden zu Kommentaren unterm Video. Prüfbar ohne Konto:
@oliver Weder noch, und das bewusst. Die Videos liegen als HLS im Objektspeicher und werden von dort direkt ausgeliefert, mein Server schickt nur die Seite drumherum. Skalieren muss also der Speicher, nicht die Maschine.
Gegen WebTorrent spricht für mich vor allem, dass sich die Zuschauer dabei gegenseitig sehen: Jeder Peer kennt die IPs der anderen. Für eine Seite, die Aufrufe bei Do Not Track gar nicht erst zählt, wäre das ein Widerspruch. Den Traffic zahle ich dafür selbst.
Und zu deinem eigentlichen Punkt: Video trägt sich meiner Überzeugung nach nur über Spenden. Nicht über Werbung, nicht über Abos, nicht über technische Kniffe, die die Kosten kleinrechnen.
Deshalb steht die Finanzierung bei mir von Anfang an im Konzept und nicht erst dann auf der Tagesordnung, wenn es eng wird. Genau daran sind die Instanzen gescheitert, die du meinst.
@oliver Die Sorge ist berechtigt, Video ist teuer. WebTorrent hilft aber nur, solange viele gleichzeitig dasselbe schauen. Bei den meisten Videos sieht nach der ersten Woche kaum noch jemand zu, und dann liefert wieder der Server allein.
Mein Ansatz liegt woanders: einfacher Einstieg statt Technik für Technikaffine. PeerTube ist von Leuten gebaut, die sich auskennen, für Leute, die sich auskennen. Genau dort steigen die aus, die ich erreichen möchte.
Und ich wünsche mir, dass mehr Leute diesen Mut aufbringen. Das Fediverse braucht Leute, die etwas aufbauen und dabeibleiben, auch wenn es mühsam wird. Nicht mich, sondern viele.
Deshalb meine Annahme: Es trägt nur über Spenden und ein Konzept, das die Kosten von Anfang an einrechnet.
Ob das aufgeht, weiß ich nicht, und ich behaupte auch nicht, die Lösung zu haben. Ich probiere sie aus: in Europa, dazu in Deutschland, wo es rechtlich eher schwerer ist, und als Privatperson statt als Firma.
PeerTube kann das seit Jahren über Redundanz, genutzt wird es kaum, und an den Kosten sind größere Instanzen eingegangen.
Das eigentliche Problem der Föderation ist aber ein anderes: durchhalten. Meine beiden Mastodon-Instanzen laufen seit 2018, und ehrlich gesagt war ich zwischendurch selbst kurz vorm Aufgeben. Das schaffen die wenigsten, und bei Video wird es teurer, nicht leichter.
@Lemmchen Korrekt. Die Videodateien liegen zentral und werden von dort ausgeliefert, derzeit direkt aus dem Objektspeicher, später über ein vorgelagertes Auslieferungsnetz. Föderiert sind Identität, Ankündigungen und Kommentare, nicht die Dateien selbst.
Das ist Absicht, nicht Bequemlichkeit. Video wirklich zu föderieren hieße, dass mehrere Server dieselbe Datei vorhalten und ausliefern, und das kostet jeden davon Geld.
@baleanar Stimmt, das kann PeerTube genauso, da hast du recht. Der Unterschied liegt eine Stufe davor: Du meldest dich mit dem Fediverse-Konto an, das du schon hast, und brauchst kein zweites.
Die Stelle im Text war missverständlich, ich habe sie eben geändert. Danke fürs Nachhaken, wir bessern nach, wo es hakt.
@Lemmchen Zur Frage, was daran föderiert ist: Jeder Kanal ist ein eigener ActivityPub-Actor, mit Inbox, Outbox, Followers und WebFinger. Von hier abonnierbar, neue Videos landen im Feed, Antworten werden zu Kommentaren unterm Video. Prüfbar ohne Konto:
curl -H 'Accept: application/activity+json' https://fedi.stream/channels/NAME
Der Login über ein bestehendes Konto ist Bequemlichkeit, nicht der Kern.
Bei Loops hast du recht. Fragen hätte übrigens auch gereicht, ich lese hier mit.
@oliver Weder noch, und das bewusst. Die Videos liegen als HLS im Objektspeicher und werden von dort direkt ausgeliefert, mein Server schickt nur die Seite drumherum. Skalieren muss also der Speicher, nicht die Maschine.
Gegen WebTorrent spricht für mich vor allem, dass sich die Zuschauer dabei gegenseitig sehen: Jeder Peer kennt die IPs der anderen. Für eine Seite, die Aufrufe bei Do Not Track gar nicht erst zählt, wäre das ein Widerspruch. Den Traffic zahle ich dafür selbst.