Soweit ich das beruflich mitbekommen habe, ist das Studium zum Physicians Assistant sowieso etwas unausgegoren, da es nicht an Hochschulen mit medizinischer Fakultät unterrichtet wird. Sattdessen soll so ziemlich das gesamte praktische Wissen über Praktika an Kliniken in den Semesterferien vermittelt werden. Insofern ist es womöglich nich so viel unterschied, ob man hier ein Fernstudium macht. Die Praktika muss man sowieso in Präsenz machen.
Warum das etwas unausgegoren ist: Eigentlich bräuchten PAs eine fundierte praktische Ausbildung. Das ist über einige Wochen Praktikum an Kliniken, die oft nicht mal darauf ausgelegt sind unter Umständen schwierig. Ich kenne eine Klinik, die nach einem Durchlauf ausgestiegen ist, weil sie selbst gesagt haben, dass sie das im laufenden Betrieb nicht leisten können, auch wenn sie die absolventen dringend brauchen könnten.
Im medizinischen Bereich greift man vermutlich am ehesten zu Privatschulen, weil die Plätze an den öffentlichen Universitäten sehr knapp sind. Dort bezahlt man eher die Hälfte oder weniger, und kriegt dafür noch günstiges Mittagessen und ein Ticket für den Nahverkehr. Über die Berufsaussichten im medizinischen Bereich kann ich nicht viel sagen, aber die öffentlichen Hochschulen haben in Deutschland generell einen guten Ruf.
Wenn du studieren willst, würde ich vielleicht noch andere Möglichkeiten in Betracht ziehen, falls es mit Medizin nicht direkt klappt. Eventuell gibt es ja in der Nähe auch was in Richtung Biologie, Pharmakologie, Pflegewissenschaften oder Management mit Schwerpunkt Medizin/Pharma/Pflege usw. Masterstudiengänge bieten teilweise auch gute Chancen für einen "Quereinstieg", man kann teilweise etwa einen Bachelor in Bio und dann seinen Master in Biochemie machen o.ä.
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glasratz@feddit.org · 6 pts · 105d
Soweit ich das beruflich mitbekommen habe, ist das Studium zum Physicians Assistant sowieso etwas unausgegoren, da es nicht an Hochschulen mit medizinischer Fakultät unterrichtet wird. Sattdessen soll so ziemlich das gesamte praktische Wissen über Praktika an Kliniken in den Semesterferien vermittelt werden. Insofern ist es womöglich nich so viel unterschied, ob man hier ein Fernstudium macht. Die Praktika muss man sowieso in Präsenz machen.
Warum das etwas unausgegoren ist: Eigentlich bräuchten PAs eine fundierte praktische Ausbildung. Das ist über einige Wochen Praktikum an Kliniken, die oft nicht mal darauf ausgelegt sind unter Umständen schwierig. Ich kenne eine Klinik, die nach einem Durchlauf ausgestiegen ist, weil sie selbst gesagt haben, dass sie das im laufenden Betrieb nicht leisten können, auch wenn sie die absolventen dringend brauchen könnten.
UnfortunateShort@lemmy.world · 3 pts · 105d
Im medizinischen Bereich greift man vermutlich am ehesten zu Privatschulen, weil die Plätze an den öffentlichen Universitäten sehr knapp sind. Dort bezahlt man eher die Hälfte oder weniger, und kriegt dafür noch günstiges Mittagessen und ein Ticket für den Nahverkehr. Über die Berufsaussichten im medizinischen Bereich kann ich nicht viel sagen, aber die öffentlichen Hochschulen haben in Deutschland generell einen guten Ruf.
Wenn du studieren willst, würde ich vielleicht noch andere Möglichkeiten in Betracht ziehen, falls es mit Medizin nicht direkt klappt. Eventuell gibt es ja in der Nähe auch was in Richtung Biologie, Pharmakologie, Pflegewissenschaften oder Management mit Schwerpunkt Medizin/Pharma/Pflege usw. Masterstudiengänge bieten teilweise auch gute Chancen für einen "Quereinstieg", man kann teilweise etwa einen Bachelor in Bio und dann seinen Master in Biochemie machen o.ä.