Ich brauche eine CT-Untersuchung, und dort, wo ich wohne, will jede Praxis, dass ich entweder eine überlastete Hotline anrufe, was Zeit- und Geldverschwendung bedeutet und nichts bringt, oder ein Konto bei Doctolib einrichte, einem Unternehmen, dem ich nicht vertraue.
Früher habe ich einfach eine E-Mail geschrieben, und schon haben sie mich gebucht, aber das machen sie heute nicht mehr. Und zwar bei allen dreien, die ich kontaktiert habe.
Ich möchte nicht, dass meine medizinischen Daten gehackt werden, und ich möchte nicht, dass meine medizinischen Daten dazu verwendet werden, dass ein Unternehmen seine LLM-Modelle trainiert.
Kann ich was tun, um Termine ohne Doctolib und ohne unterbesetzte Hotline zu vereinbaren?
Das wird mit der Zeit nur noch schlimmer werden.
13 Comments
dwt@feddit.org · 9 pts · 25d
Doctolib vermittelt Termine, eigentlich solltest du deine Untersuchungsergebnisse selbst, per Post, oder über andere Wege zu deinem Arzt bringen können.
Sollte DoctoLib gehackt werden, sollten nur der Fakt, dass du einen Termin dort hattest, bekannt werden. Das ist auch nicht gut aber sollte ein anderes Bedrohungsprofil sein.
Hilft dir das?
sp3ctre@feddit.org · 8 pts · 25d
Absolut nachvollziehbar. Doctolib ist umstritten und soweit ich weiß, gibts auch irgendwie nichts was Arztpraxen dazu verpflichtet datenschutzfreundlichere Alternativen anzubieten...
Läuft dann auf einen indirekten Zwang hinaus, wenn es keine alternative Praxis in deiner Nähe gibt...
Feddinat0r@feddit.org · 3 pts · 25d
Ist es eine Option einfach vorbei zu gehen?
molker348@feddit.org · 2 pts · 24d
ja, ich glaube aber, dass das nichts bringt: Wie gesagt, habe ich die drei radiologische Praxen per E-Mail kontaktiert und die drei haben mir explizit gesagt, dass Termine nur durch Doctolib vermittelt werden.
Ich möchte nicht in die Praxis gehen und erneut das hören.
Lumidaub@feddit.org · 1 pts · 25d
Und dann was? Selbst wenn du dann direkt einen Termin kriegst, deine Daten werden erfasst.
EyIchFragDochNur@lemmy.world · 7 pts · 25d
Die Arztpraxis muss deine Daten auch erfassen, wenn du dich dort behandeln lässt, dazu sind die gesetzlich verpflichtet. Sie müssen sich ja auch schon deinen Namen aufschreiben, wenn du einen Termin vereinbarst. Ohne deine Zustimmung werden sie deine Daten aber nicht mit Unternehmen teilen.
Lumidaub@feddit.org · 1 pts · 24d
Okay, aber die Praxen, wo OP angerufen hat, werden ihr Prozedere nicht ändern, wenn man persönlich vorbei kommt, und das Prozedere beinhaltet Doctolib.
molker348@feddit.org · 1 pts · 24d
richtig
EyIchFragDochNur@lemmy.world · 1 pts · 24d
Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass die das nicht auch anders machen würden, wenn man freundlich darum bittet. Es gibt ja noch genug Leute die das online nicht hinbekommen. Die werden sie nicht alle abweisen, alte sind für die eine wichtige Einnahmequelle. Meine E-Mailadresse habe ich auch nie bei einer Praxis angeben müssen. (Aber freiwillig weil das die Kommunikation vereinfacht.) Ich finde es verständlich, wenn sie die Leute, von denen sie glauben, dass sie es online alleine hinbekommen würden, aus Zeitgründen erstmal darum bitten sich selbst um die Terminbuchung zu kümmern.
molker348@feddit.org · 1 pts · 24d
das ist nicht das Problem, das Problem ist immer noch eine Firma, die mit meinen Daten verhandelt und profitiert, nicht die Praxen.
Lumidaub@feddit.org · 1 pts · 24d
Ja, weiß ich doch? Die Hürde dabei ist doch aber, dass die Praxen die Daten, die sie nötigerweise aufnehmen, weitergeben.
rbn@sopuli.xyz · 2 pts · 25d
Du könntest über den Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigungen (Rufnummer 116117) versuchen einen Termin zu bekommen. Manche Krankenkassen haben auch noch spezifischere Dienstleistungen nur für deren eigene Kundschaft.
pantherina@feddit.org · 1 pts · 24d
116117 gibts noch, auch als website. Für die meisten Fachärzte braucht man einen Überweisungscode vom Hausarzt