Mein Opa hat mit Modelleisenbahnen gespielt bis er mit 91 gestorben ist.
Musste er halt im Keller machen weil das wortwörtlich nicht salonfähig war bzw. ist, deswegen hat man sowas "gesellschaftlich" nicht gesehen. Gab es aber. Die ganzen Leute die z.b. die Comics oder insgesamt Spielzeug überhaupt gemacht haben, waren auch alles Menschen die daran Spaß und Interesse hatten.
Sehe ich auch so, und ich denke der Autor ist da gar nicht so ungewöhnlich.
Persönlich fällt mir auf dass ich mit der Zeit immer linker werde ... früher hatte ich nur wenig politische Meinung und konzentrierte mich eher darauf in der Welt so wie sie ist klarzukommen. Aber je mehr ich lerne dass dieses "so wie sie ist" von geld- und machthungrigen Menschen geformt wird desto ausgesprochener werde ich.
Persönlich fällt mir auf dass ich mit der Zeit immer linker werde
Als Jugendlicher war ich so ein typischer Edgelord, der auf 4chan rumhing und sich über den "schwarzen Humor" mit Memes über Minderheiten lustig gemacht hat.
Heutzutage schäme ich mich dafür und hab eine 180°-Wende hingelegt. Man wird eben älter, und weiser (zumindest manche von uns).
Oh absolut, auf solchen Seiten haben sich viele Nutzer gemeinsam gegen Ausländer radikalisiert.
Zum Glück bin ich in einer eher linksmittigen Familie aufgewachsen und auch mein Freundeskreis war nicht rechts, sonst wäre ich da bestimmt auch voll reingerutscht.
nur weil die wachsende Anzahl Kerzen langsam nicht mehr auf den Geburtstagskuchen passt.
Wenn die Kerzen nicht mehr passen heißt das nur, dass der Kuchen zu klein ist. Ü
Sehe es auch nicht ein die Sachen an denen ich Freude habe aufzugeben, nur weil irgendwer spaßbefreites meint mir das vorschreiben zu wollen. Wenns danach ginge hätte ich mich gleich umlegen können, weil ich immer laut irgendwem (meistens meiner sogenannten "Mutter", scheiß auf diese Frau, wenn überhaupt hätte sie mit ihren Kinderplänen aufhören sollen, bevor ich geboren wurde) immer zu alt für alles war, was ich toll fand.
Hm. Irgendwie werde ich nicht damit konfrontiert, dass das "nicht angemessen" sei. Ich finde als Konsequenz halt niemanden mit dem ich face-to-face darüber quatschen könnte.
Die KiTa Eltern unterhalten sich halt über Golf und Tennis spielen, und was man gestern auf dem Weinfest so "erlebt" hat.
Da kann ich dann halt nicht mitreden. Aber mit "werd' mal erwachsen" kam mir halt noch niemand ¯\_(ツ)_/¯
Das einzige was ich mit dem Erwachsen werden (hat bei mir bis Anfang/Mitte 30 gedauert) aufgegeben habe ist saufen und alles an Drogen, mit der Ausnahme von Opiaten, Meth und Crack, in mich reinzuballern was ich in die Finger kriegen konnte. Da bin ich aber der Meinung, dass das 'ne ganz gute Sache ist, wenn man sowas hinter sich lässt (oder besser gar nicht damit anfängt).
9 Comments
it_depends_man@lemmy.world · 12 pts · 14d
Mein Opa hat mit Modelleisenbahnen gespielt bis er mit 91 gestorben ist.
Musste er halt im Keller machen weil das wortwörtlich nicht salonfähig war bzw. ist, deswegen hat man sowas "gesellschaftlich" nicht gesehen. Gab es aber. Die ganzen Leute die z.b. die Comics oder insgesamt Spielzeug überhaupt gemacht haben, waren auch alles Menschen die daran Spaß und Interesse hatten.
A_norny_mousse@piefed.zip · 7 pts · 14d
Sehe ich auch so, und ich denke der Autor ist da gar nicht so ungewöhnlich.
Persönlich fällt mir auf dass ich mit der Zeit immer linker werde ... früher hatte ich nur wenig politische Meinung und konzentrierte mich eher darauf in der Welt so wie sie ist klarzukommen. Aber je mehr ich lerne dass dieses "so wie sie ist" von geld- und machthungrigen Menschen geformt wird desto ausgesprochener werde ich.
lichtmetzger@discuss.tchncs.de · 4 pts · 14d
Als Jugendlicher war ich so ein typischer Edgelord, der auf 4chan rumhing und sich über den "schwarzen Humor" mit Memes über Minderheiten lustig gemacht hat.
Heutzutage schäme ich mich dafür und hab eine 180°-Wende hingelegt. Man wird eben älter, und weiser (zumindest manche von uns).
A_norny_mousse@piefed.zip · 3 pts · 14d
Gut dass du raus bist.
Gerade habe ich wieder drüber nachgedacht dass das hier:
für viele der erste Schritt in den Faschismus war.
lichtmetzger@discuss.tchncs.de · 1 pts · 14d
Oh absolut, auf solchen Seiten haben sich viele Nutzer gemeinsam gegen Ausländer radikalisiert.
Zum Glück bin ich in einer eher linksmittigen Familie aufgewachsen und auch mein Freundeskreis war nicht rechts, sonst wäre ich da bestimmt auch voll reingerutscht.
Chezus9247@lemmy.world · 7 pts · 15d
Ziemlich chilliger Blog, danke fürs teilen!
Tartufo@lemmy.world · 7 pts · 14d
Wenn die Kerzen nicht mehr passen heißt das nur, dass der Kuchen zu klein ist. Ü
Sehe es auch nicht ein die Sachen an denen ich Freude habe aufzugeben, nur weil irgendwer spaßbefreites meint mir das vorschreiben zu wollen. Wenns danach ginge hätte ich mich gleich umlegen können, weil ich immer laut irgendwem (meistens meiner sogenannten "Mutter", scheiß auf diese Frau, wenn überhaupt hätte sie mit ihren Kinderplänen aufhören sollen, bevor ich geboren wurde) immer zu alt für alles war, was ich toll fand.
kossa@feddit.org · 5 pts · 14d
Hm. Irgendwie werde ich nicht damit konfrontiert, dass das "nicht angemessen" sei. Ich finde als Konsequenz halt niemanden mit dem ich face-to-face darüber quatschen könnte.
Die KiTa Eltern unterhalten sich halt über Golf und Tennis spielen, und was man gestern auf dem Weinfest so "erlebt" hat.
Da kann ich dann halt nicht mitreden. Aber mit "werd' mal erwachsen" kam mir halt noch niemand ¯\_(ツ)_/¯
horse@feddit.org · 1 pts · 12d
Das einzige was ich mit dem Erwachsen werden (hat bei mir bis Anfang/Mitte 30 gedauert) aufgegeben habe ist saufen und alles an Drogen, mit der Ausnahme von Opiaten, Meth und Crack, in mich reinzuballern was ich in die Finger kriegen konnte. Da bin ich aber der Meinung, dass das 'ne ganz gute Sache ist, wenn man sowas hinter sich lässt (oder besser gar nicht damit anfängt).