Nichts Neues, nur zusätzlich mit neuer Studie unterfüttert: Große, etablierte Unternehmen können nur bestehende Geschäftsmodelle verbessern. Neue, gänzliche andere Geschäftsmodelle können diese nicht aufbauen, da die internen Strukturen dem zuwiderlaufen.
Edit: Das einzig Neue ist der Überbringer der Nachricht. Die IG-Metall kritisiert die Chefetage Innovationshemmend zu sein und widerspricht dem Zeitgeist, die staatliche Bürokratie wäre Schuld an allem.
Dem möchte ich noch folgenden Gedanken spenden. Deutschland hat das allgemeine Problem, zu viele große, etablierte, marktbeherrschende Unternehmen zu haben. Wenig Mittel- und Kleinunternehmen. Die paternalistische Industriepolitik verfolgt idR den Erhalt von Arbeitsplätzen als oberstes Ziel, wie die Zuschüsse bei Corona gezeigt hat. Firmen die To big to fail (Arbeitsplätze) sind, werden gestützt und gestärkt. ZB Automobilbau. Andere Firmen werden zum Schutz der Etablierten geopfert zB Solarindustrie, Windindustrie vs. China als Autokunde und Energiekonzerne.
Mit so einer Politik ist es einfach extrem schwierig ein neues Geschäftsfeld/ neue Industrie aufzubauen und richtig groß zu machen. Das klappte bisher in DE nur in der IT, da Computer ganz neu waren und keine Etablierten den Schutzdchirm der Politik bekamen.
Meine Rede. Wir ersticken in altem Geld. 3/4 der großen Deutschen Vermögen stammen aus der Zeit vor der Bundesrepublik.
Die Vermögenden haben alles zu verlieren. Und was sie gewinnen können, fällt nicht groß ins Gewicht, weil sie schon so viel besitzen.
Früher waren Familienunternehmen wertvoll, weil sie nicht in Börsenwaurtalen gedacht haben. Heute stehen sie im Weg und verhindern Innovation und bessere Politik.
Finde auch, dass es positiv ist. Man sieht ja bei den Silizium Tal Firmen, dass die alle zurück rudern und KI gar nicht die versprochenen Resultate brachte.
Wenn ich mir überlege, wie das bei mir in der Firma ist, dann kann man manchmal wirklich an der internen Bürokratie verzweifeln. Wenn man sich das allerdings mal genauer anschaut, ist es sehr gezielt darauf ausgerichtet, dass keiner Geld aus dem Konzern entwenden kann. Und dass geltende Gesetze eingehalten werden und es auch die nötige Security gibt. Wir haben auch und an mal neue Kollegen, die dann relativ schnell wieder gehen, weil sie auf ihren Rechnern eben nicht das vorgegebene Windows wollen, sondern ein MacOS oder irgendwelche Spezialsoftwares oder groß schimpfen, dass sie lieber Slack statt Teams nutzen wollen, aber gleichzeitig ist es natürlich absolut nötig für eine IT-Abteilung, die mehrere tausend Rechner betreut, dass sie ein einheitliches System hat und dass nicht jeder random irgendwelche Software installieren kann, denn sonst ist dann der Cybervorfallfall schon vorprogrammiert.
8 Comments
DrunkenPirate@feddit.org · 19 pts · 5d
Nichts Neues, nur zusätzlich mit neuer Studie unterfüttert: Große, etablierte Unternehmen können nur bestehende Geschäftsmodelle verbessern. Neue, gänzliche andere Geschäftsmodelle können diese nicht aufbauen, da die internen Strukturen dem zuwiderlaufen.
Kurz auch Innovators Dilemma benannt: https://en.wikipedia.org/wiki/The_Innovator%27s_Dilemma
Edit: Das einzig Neue ist der Überbringer der Nachricht. Die IG-Metall kritisiert die Chefetage Innovationshemmend zu sein und widerspricht dem Zeitgeist, die staatliche Bürokratie wäre Schuld an allem.
Dem möchte ich noch folgenden Gedanken spenden. Deutschland hat das allgemeine Problem, zu viele große, etablierte, marktbeherrschende Unternehmen zu haben. Wenig Mittel- und Kleinunternehmen. Die paternalistische Industriepolitik verfolgt idR den Erhalt von Arbeitsplätzen als oberstes Ziel, wie die Zuschüsse bei Corona gezeigt hat. Firmen die To big to fail (Arbeitsplätze) sind, werden gestützt und gestärkt. ZB Automobilbau. Andere Firmen werden zum Schutz der Etablierten geopfert zB Solarindustrie, Windindustrie vs. China als Autokunde und Energiekonzerne.
Mit so einer Politik ist es einfach extrem schwierig ein neues Geschäftsfeld/ neue Industrie aufzubauen und richtig groß zu machen. Das klappte bisher in DE nur in der IT, da Computer ganz neu waren und keine Etablierten den Schutzdchirm der Politik bekamen.
smokeysnilas@feddit.org · 6 pts · 5d
Als jemand im IGM Großkonzern kann ich vieles so unterschreiben.
Wo bitte hat das geklappt? Sag jetzt nicht SAP, deren Kernkompetenz ist nicht IT sondern Verwaltungsprozesse.
brewbart@feddit.org · 5 pts · 5d
Aber dEr DeUtScHe MiTtElStAnD höre ich sie rufen...
WalterLego@lemmy.zip · 4 pts · 4d
Meine Rede. Wir ersticken in altem Geld. 3/4 der großen Deutschen Vermögen stammen aus der Zeit vor der Bundesrepublik.
Die Vermögenden haben alles zu verlieren. Und was sie gewinnen können, fällt nicht groß ins Gewicht, weil sie schon so viel besitzen.
Früher waren Familienunternehmen wertvoll, weil sie nicht in Börsenwaurtalen gedacht haben. Heute stehen sie im Weg und verhindern Innovation und bessere Politik.
Chais@sh.itjust.works · 8 pts · 5d
…
Ooops@feddit.org · 7 pts · 5d
👍
voodoocode@feddit.org · 7 pts · 4d
Finde auch, dass es positiv ist. Man sieht ja bei den Silizium Tal Firmen, dass die alle zurück rudern und KI gar nicht die versprochenen Resultate brachte.
muelltonne@feddit.org · 4 pts · 4d
Wenn ich mir überlege, wie das bei mir in der Firma ist, dann kann man manchmal wirklich an der internen Bürokratie verzweifeln. Wenn man sich das allerdings mal genauer anschaut, ist es sehr gezielt darauf ausgerichtet, dass keiner Geld aus dem Konzern entwenden kann. Und dass geltende Gesetze eingehalten werden und es auch die nötige Security gibt. Wir haben auch und an mal neue Kollegen, die dann relativ schnell wieder gehen, weil sie auf ihren Rechnern eben nicht das vorgegebene Windows wollen, sondern ein MacOS oder irgendwelche Spezialsoftwares oder groß schimpfen, dass sie lieber Slack statt Teams nutzen wollen, aber gleichzeitig ist es natürlich absolut nötig für eine IT-Abteilung, die mehrere tausend Rechner betreut, dass sie ein einheitliches System hat und dass nicht jeder random irgendwelche Software installieren kann, denn sonst ist dann der Cybervorfallfall schon vorprogrammiert.