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Zugleich sei die Schülerschaft in den vergangenen Jahren unterschiedlicher geworden, fügte Greiff hinzu. Grund sei nicht nur Zuwanderung. Es gebe stärkere soziale Unterschiede und immer mehr psychosoziale Problemlagen. "Die Trennlinie läuft nicht zwischen Jugendlichen mit und ohne Zuwanderungshintergrund, sondern zwischen Jugendlichen aus sozial privilegierten und sozial benachteiligten Familien", sagte der Experte.
"Die Frage ist, wie gut das Bildungssystem auf Unterschiede eingestellt ist", fügte er hinzu. "Viele Staaten schaffen es, unterschiedliche Voraussetzungen in eine Stärke der Vielfalt umzuwandeln." In Deutschland klappe das nicht überall. Als Problemlagen nannte Greiff frühkindliche Bildung, Lehrkräftemangel und Digitalisierung.
9 Comments
5ibelius9insterberg@feddit.org · 28 pts · 22h
Und solange das nicht akzeptiert und angegangen wird, wird sich dahingehend auch nicht viel ändern. Wenn Armen Menschen immer mehr die gesellschaftliche Teilhabe entzogen wird, wird diese Trennlinie nicht verschwinden.
MarcomachtKuchen@feddit.org · 7 pts · 20h
Ich frage mich ob diese Spaltung wohl auch irgendwann mal politisch ein Problem werden könnte und damit auch kritische Parteien große Wählerschaften errichten könnte… Hmmmmmmmmm
Ooops@feddit.org · 5 pts · 18h
Hä? Was meinst du mit "akzeptiert und angegangen"? Es ist doch als Tatsache akzeptiert und die Politik arbeitet aktiv und erfolgreich daran, es schlimmer zu machen, weil arme und ungebildete Wähler viel leichter abzulenken sind, während man ihnen auch noch die letzten Flusen aus der Tasche stielt.
BigShammy80@feddit.org · 4 pts · 20h
Und es werden immer mehr "Arme"...
Aber das will die Politik doch so... ein schön dummes Volk
plyth@feddit.org · -2 pts · 18h
Ist in Kanada die Bildung für den niedrigeren Status besser oder für den höheren Status schlechter?
Wenn IQ nicht zufällig verteilt ist, ist doch zu erwarten, dass beruflich erfolgreiche Eltern schlauere Kinder bekommen. Wichtig wäre zu wissen, welchen Wert wir für sozial benachteiligten Schüler hätten erreichen müssen im internationalen Vergleich.
5ibelius9insterberg@feddit.org · 5 pts · 18h
Kanada hat zumindest seit 2000 durchgängig einen höheren Pisa-Score als Deutschland.
Beruflicher Erfolg hängt in Deutschland weniger vom IQ der Eltern, sondern eher Geldbeutel der Eltern ab. Du setzt hier (bewusst oder unbewusst) den sozioökonomischen Status mit dem IQ in einen kausalen Zusammenhang. Das halte ich für falsch, weil dadurch die Vorstellung verstärkt wird, wer viel Geld hat, wäre fähiger, bzw. wer wenig Geld hat, hat selber Schuld.
plyth@feddit.org · 1 pts · 17h
Wenn Einkommen von IQ abhängt, ist geringes Einkommen gerade kein eigenes Verschulden.
Für die leistungsstarken gilt:
https://www.dw.com/de/die-reichsten-menschen-sind-nicht-die-schlausten/a-64695720
Nur für das obere Prozent gilt:
comrade_twisty@feddit.org · 10 pts · 20h
Was zur Hölle hat das jetzt bitte schon wieder mit magelnder Digitalisierung zu tun wie man in dem Artikel argumentiert?
Meiner Meinung nach absolut gar nichts, gute Pädagogen brauchen weder iPads noch Smartboards in Klassenräumen. In meiner Grundschule gab es damals weder einen Photokopierer noch einen Overhead Projektor, trotzdem habe ich eine bessere Bildung bekommen als die iPad Kids von heute.
Ooops@feddit.org · 3 pts · 18h
Digitalisierung in Deutschland ist Code für "Alles genauso belassen wie es ist, nur mit den Daten auf Festplatten statt in Aktenordnern (Bonus: die kann man auch viel leichter in die USA schaffen), und dann endlich noch mehr kaputt sparen, weil ja jetzt alles digitalisiert ist und effizienter laufen sollte".
Deshalb ist Digitalisierung auch in jeden Thema wichtig, denn Kaputtsparen ist höchstes deutsches Kulturgut. Wie soll man denn sonst immer und immer mehr Geld für den Transfer nach oben abzweigen?