In meinem letzten Post habe ich geschrieben, wie mir ein Kontrolleur eine Geldstrafe auferlegt hat, obwohl ich ihm mehrmals erklärt habe, dass ich auf meinem Android-Handy kein Internet hatte, und dass ich ihm den heruntergeladenen QR-Code sowie die Rechnung für den laufenden Monat (September) vorzeigen könnte. Auf der Rechnung sind die Art der Abonnement, die Gültigkeitsdauer, mein vollständiger Name, meine Adresse, der Preis des Abonnements sowie meine Kundennummer deutlich zu erkennen. Der Kontrolleur weigerte sich wiederholt, die Rechnung anzusehen, und er weigerte sich, zu dokumentieren, dass ich ihn mehrmals gebeten hatte, in sein Gerät einzutragen, dass ich ihm die Rechnung gezeigt hatte. Der Kontrolleur hat meinen Personalausweis gesehen.
Das Unternehmen ist der Rhein-Main-Verkehrsverbund punkt de
Sollte das Verkehrsunternehmen die Geldstrafe als rechtmäßig bestätigen, würde ich gerne weiter Einspruch einlegen, weiß aber nicht, an wen ich mich wenden soll. Die Geldstrafe beträgt 60 Euro.
Gibt es in Deutschland ein Gericht für Streitigkeiten in dieser Höhe? Denn ich glaube nicht, dass sich ein Anwalt für einen Fall wie diesen interessieren würde.
Gibt es einen Bürgerbeauftragten oder Ombudsmann, an den ich mich wenden kann? Die ganze Situation erscheint mir surreal, und ich finde es absurd, von einer Person für schuldig erklärt zu werden, die weder Polizist noch Richter ist.
Wie kann ich dieser Angelegenheit mehr Aufmerksamkeit verschaffen? Ich glaube nicht, dass ich die einzige Person bin, die es erdulden musste, wie ein Straftäter behandelt zu werden, obwohl ich mit meinen Zahlungen im Reinen war.
11 Comments
ranslite@pie.dasneuland.de · 13 pts · 1d
Du solltest bei der Kontrolle eine Fahrpreisnacherhebung erhalten haben, das ist der Zettel mit allen Daten drauf. Irgendwo unten steht, wo du einen Widerspruch einlegen kannst, idealerweise innerhalb 2 Wochen. Bitte schildere deinen Fall unter Angabe der FN-Nummer dort genau, bleib aber höflich aber direkt. Dann heißt es warten.
Ich habe selbst drei Jahre Fahrkarten kontrolliert, man stumpft irgendwann ab. Man wird häufig belogen und will einfach die Kontrolle so schnell wie möglich zu Ende bringen.
paperblue@feddit.org · 4 pts · 1d
dein Kommentar hilft mir sehr!
Ich habe die Geldstraffe am 8.9 erhalten. Noch am selben Tag habe ich dem Unternehmen eine detaillierte Schilderung des Sachverhalts mit Anhängen geschickt. Höflich und direkt.
Nun lese ich auf der Geldstraffe, dass ich bis zum 15.09 Zeit habe, entweder 60 Euro Bußgeld zu zahlen oder, falls ich persönlich zur Zentrale gehe, um nachzuweisen, dass ich Kunde bin, 7 Euro.
Die Unterlagen, die ich vorlegen würde, wenn ich persönlich vorbeikomme, sind dieselben, die ich bereits online als Anhänge verschickt habe, daher verstehe ich diese Klausel nicht.
Was passiert, wenn ich bis zum 15.09. nicht bezahle?
Meine Schilderung habe ich sowohl als Formular online eingetragen als auch als E-Mail geschickt.
ranslite@pie.dasneuland.de · 3 pts · 23h
Ich hoffe du hast es als Widerspruch geschrieben, denn das hebt die Frist auf.
paperblue@feddit.org · 1 pts · 20h
Gut, dass du das sagst, da ich kein Anwalt bin. Ich habe mich gerade informiert:
Hier habe gerade gelesen, dass "Teilweise können Sie Ihren Widerspruch auch per Fax oder E-Mail versenden. Ob das möglich ist, steht in der Rechtsbehelfsbelehrung. Allerdings können bei einer E-Mail besondere Anforderungen gelten, durch die ein vollwertiger Ersatz für Ihre handschriftliche Unterschrift gewährleistet werden soll."
In der Geldstrafe wird nichts zur Rechtsbehelfsbelehrung gesagt.
Reicht es aus, wenn ich meine E-Mail einfach so umformuliere, wie hier vorgeschlagen wird? Also:
Betreff: Widerspruch gegen der Geldstrafe vom ________________
Sehr geehrte Rhein-Main-Verkehrsverbund punkt de,
hiermit lege ich Widerspruch gegen der Strafe vom ________________ (Datum des Gelstrafe) mit dem Strafnummer ________________ ein.
Begründung des Widerspruchs:
(Detaillierte Erklärung hier…“)
Ich bitte um eine Überprüfung der Geldstrafe und eine schriftliche Bestätigung des Eingangs dieses Widerspruchs. Sollten Sie weitere Informationen oder Unterlagen benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Für Ihre Unterstützung bedanke ich mich im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen,
Unterschrift: _______________________
Name des Absenders:
Ich kann das Ganze als Word-Datei schreiben, drucken, unterschreiben, scannen und als PDF mit meiner Unterschift per E-Mail schicken. Reicht das so?
ZonenRanslite@feddit.org · 1 pts · 20h
Besser:
Betreff: Widerspruch gegen das erhöhte Beförderungsentgeld vom
Sehr geehrte Rhein-Main-Verkehrsverbund punkt de,
hiermit lege ich Widerspruch gegen das erhöhte Beförderungsentgeld vom (Datum des Gelstrafe) mit dem Nummer ein.
Lass das Strafe weg und nenne es erhöhtes Beförderungsentgelt. Mit Unterschrift und eingescannt, denke, ich reicht. Viel Erfolg, auf der anderen Seite sitzen auch nur Menschen.
paperblue@feddit.org · 1 pts · 20h
warte mal, auf das Zettel stehen 2 Beförderungsentgelden: Einmal 60 Euro und einmal 7 Euro, wenn ich bis 15.09.26 "nachweise, dass ich Kunde bin", was ich eigentlich immer war und sie jederzeit prüfen können.
ich verstehe nichts.
ZonenRanslite@feddit.org · 3 pts · 19h
Das normale erhöhte Beförderungsentgeld beträgt 60€, wenn du nachweisen kannst, dass du zum Zeitpunkt der Kontrolle im Besitz einer personalisierten Fahrkarte (an deine Person gebunden) bist, dann verringert sich der Betrag auf 7€.
Du hast jetzt zwei Optionen:
Frage dich selber, ob dir der Aufwand 7€ wert ist. Bei Option 2 wirst du im besten Fall 0€, schlimmsten Fall 7€ bezahlen, hast aber die Arbeit.
paperblue@feddit.org · 1 pts · 19h
wenn ich sowas akzeptiere, muss ich immer, wenn ich kein Internet am Smartphone habe, 7 Euro zahlen. Finde ich sehr ungerecht. Es gibt Internetausfälle in Deutschland. Es gibt Menschen, die kein ambulantes Internet wollen. Wieso Zwangsdigitalisierung?
Ich habe Widerspruch per E-Mail eingelegt, mit Kopie des Schreibens als PDF mit Unterschrift und nochmal die Rechnung.
Bist du sicher, dass sie das Beförderungsentgelt nicht noch als Vergeltung erhöhen können, nachdem ich ihnen einen Widerspruch geschickt habe?
für mich ist es eine Frage der Gerechtigkeit, so ich bestehe auf meine Meinung. Es ist nicht fair für niemanden, dass Firmen dir das Geld auf diese Weise wegnemmen.
Gibt es in Deutschland keine Verbraucherorganisationen, die sich für diese Themen interessiert? Ich finde das etwas ausbeuterisch. Es sollte gesetzliche Regelungen geben, die dafür sorgen, dass man für seine Fahrkarten nicht auf das Internet angewiesen ist. Das ist nicht fair.
Ich habe mich an die Schlichtungsstelle Reise & Verkehr e.V. gewandt. Kennst du andere?