Kann ich ein bisschen nachvollziehen. Ich bin letztens mit dem neuen Auto meiner Schwiegereltern gefahren (allerdings ohne Abstandsautomat, also nur so mittel related zum Artikel), das auf einmal ein sehr lautes Geräusch von sich gab, da hab ich mich auch erschrocken. Dann schaute ich ins Display und da blinkte rot „BREMSEN“. Glücklicherweise gab es weit und breit keinen Grund zu bremsen, aber ich hab mir da auch die Frage gestellt, wäre es im Ernstfall nicht eher kontraproduktiv mich so zu erschrecken und die Aufmerksamkeit auf das Display zu lenken?
Ich finde Abstandstempomaten einerseits genial, aber manchmal steigen sie auch brachial in die Bremse, wenn der Mindestabstand erreicht ist, statt vorher bereits langsam zu bremsen.
deswegen sollten, wie beim Auffahrwarner im LKW, die Assistenten bei WIRKLICH kritischen Situationen, die zweifelsfrei erkannt werden, die von den Assistenzsystemen eingeleiteten Maßnahmen auch nicht mehr vom Menschen übersteuerbar sein.
Und wenn jetzt die Ausrede "ja, wenn ich auf der Autobahn unnötig bremse, knallt mir ja einer hinten rein" kommt, dann sei gesagt: Nein, NICHT die Bremsung verursacht den Unfall, sondern die Tatsache, dass der Hintermann nicht den ausreichenden Abstand eingehalten und somit den Unfall ausgelöst hat.
Lustig ist btw. auch, dass bspw. in der Luftfahrt schon seit Jahrzehnten 95% der "Unfälle" auf "menschliches Versagen" zurückzuführen sind und deswegen ALLE Maßnahmen, die existieren, nur dazu da sind, um den menschlichen Faktor so gut wie nur irgend möglich aus der Gleichung herauszunehmen. Die letzten 5% sind btw. "höhere Gewalt". So etwas wie "Systemfehler" gibt es gar nicht, da ein Systemfehler, wenn das System vorher vom Menschen richtig gewartet und eingestellt wurde. keinen Fehler macht, keinen Fehler machen KANN.
4 Comments
kaida@feddit.org · 6 pts · 15h
Kann ich ein bisschen nachvollziehen. Ich bin letztens mit dem neuen Auto meiner Schwiegereltern gefahren (allerdings ohne Abstandsautomat, also nur so mittel related zum Artikel), das auf einmal ein sehr lautes Geräusch von sich gab, da hab ich mich auch erschrocken. Dann schaute ich ins Display und da blinkte rot „BREMSEN“. Glücklicherweise gab es weit und breit keinen Grund zu bremsen, aber ich hab mir da auch die Frage gestellt, wäre es im Ernstfall nicht eher kontraproduktiv mich so zu erschrecken und die Aufmerksamkeit auf das Display zu lenken?
einkorn@feddit.org · 5 pts · 16h
Ich finde Abstandstempomaten einerseits genial, aber manchmal steigen sie auch brachial in die Bremse, wenn der Mindestabstand erreicht ist, statt vorher bereits langsam zu bremsen.
bjoern_tantau@swg-empire.de · 1 pts · 10h
Ein Lehrer hat uns mal erzählt, dass das wohl auch schon oft passiert ist, als ABS neu war. Weil sich diese hämmernde Bremse falsch und kaputt anfühlt
gajustempus@feddit.org · 1 pts · 10h
deswegen sollten, wie beim Auffahrwarner im LKW, die Assistenten bei WIRKLICH kritischen Situationen, die zweifelsfrei erkannt werden, die von den Assistenzsystemen eingeleiteten Maßnahmen auch nicht mehr vom Menschen übersteuerbar sein.
Und wenn jetzt die Ausrede "ja, wenn ich auf der Autobahn unnötig bremse, knallt mir ja einer hinten rein" kommt, dann sei gesagt: Nein, NICHT die Bremsung verursacht den Unfall, sondern die Tatsache, dass der Hintermann nicht den ausreichenden Abstand eingehalten und somit den Unfall ausgelöst hat.
Lustig ist btw. auch, dass bspw. in der Luftfahrt schon seit Jahrzehnten 95% der "Unfälle" auf "menschliches Versagen" zurückzuführen sind und deswegen ALLE Maßnahmen, die existieren, nur dazu da sind, um den menschlichen Faktor so gut wie nur irgend möglich aus der Gleichung herauszunehmen. Die letzten 5% sind btw. "höhere Gewalt". So etwas wie "Systemfehler" gibt es gar nicht, da ein Systemfehler, wenn das System vorher vom Menschen richtig gewartet und eingestellt wurde. keinen Fehler macht, keinen Fehler machen KANN.