Drinkpitt

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In den 1970ern, im städtischen Umfeld: „Wählen Sie am [Wahltermin] die [Partei XYZ], sie wird alles besser machen! [krachenden Lärm einblenden, der Musik gewesen sein könnte, bevor er durch die Lautsprecher gequetscht wurde]“

Gegenwart, im kleinstädtischen Umland: „[Klingelgeräusch] A-a-alteise-e-en! Alte Öf-e-e-en! [Klingelgeräusch]“

Off topic, aber eine junge Frau aus unserem Bekanntenkreis, die sich eine bisherige Stoppelfrisur länger wachsen lassen will, fragte in ihrer Stadt in mehreren Barbershops nach, ob man ihr dort als Einzelleistung die nachwachsenden Flaumhaare im Nacken sauber wegrasieren könne.

Antwort, wie gesagt von mehreren Dienstleistern: Nein, hier werden ausschließlich Männer bedient.

Eine weitere, unerwartete Form von Ausgrenzung. Ich musste lachen.

Ich kenne die Erweiterung "... und versteckt sich gern im Unterholz".

Ebenso, wie man Eichhörnchen und andere Tiere des Waldes nur mit Mühe in ihrer Deckung ausfindig machen kann, wird der sprichwörtliche Teufel auch erst dann sichtbar, wenn man sich durch die Details einer Aufgabe arbeitet.

Ich verstehe das Eichhörnchen-Sprichwort daher genau so: Bilde dir nicht ein, dass die Erledigung dieses Tasks ein Spaziergang wird. Die Schwierigkeiten stecken irgendwo unsichtbar im Geräusch. :)

Bereits vor dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs gab es doch schon keinen Grund mehr, klassisches Kabel-TV mit speziellem Receiver zu nutzen. Die einzigen Kunden, die auch heute noch nicht auf einen reinen Datenvertrag umgestellt haben (und dann wenn gewünscht auch das serielle Fernsehen über Streaming emfangen können), dürften diejenigen sein, die entweder technisch völlig unbedarft sind oder keine Lust haben, etwas an ihrer Empfangstechnik zu ändern. Und diese Gruppe schwindet mit den Jahren (altersbedingt?) einfach immer weiter.

Muss nicht so sein. Wenn man Mücken mit einem Papiertaschentuch zwischen den Fingern von der Wand "pflückt", zerdrückt man sie zwischen den Fingern und nicht an der Wand. Wenn doch mal ein Blutfleck entsteht: Sofort mit angefeuchtetem Schwamm und einem Hauch Spüli wegtupfen - nicht reiben. Nach meiner Erfahrung klappt das immer rückstandsfrei.

Irgendwie habe ich Zweifel an der Darstellung der Herkunft dieser Redensart.

Man schaue sich mal den Wikipedia Artikel zu Gertrud von Nivelles an:

Zum einen lese ich im Artikel von dem belgisch-wallonischen Ort Nivelles (und nicht "Neville", wie es auf der SWR-Seite heißt).

Zum anderen weist der Wikipedia-Artikel die gute Gertrud als Schutzheilige der Reisenden und Pilger, der Gärtner, der Spinnerinnen (!), der Armen und Witwen sowie der Katzen (!!) aus. Dem gegenüber behauptet der Autor des SWR-Artikels, Gertrud sei Schutzheilige der Ratten und Mäuse und würde auf Bildnissen mit einer Maus dargestellt - au contraire, mon ami: Mit einer Katze wird Gertrud dargestellt, also genau dem Widerpart der Maus.

Ob da wohl die Maus der Spinnerin den Faden abgebissen hat, so dass diese ihre Arbeit einstellen musste?

Und ob der Rolf-Bernhard vom SWR beim Schreiben seines Stücks wohl zu viel des süßen Weines intus hatte?

Sankt Urban, übernehmen Sie! :)

on Kulturfreitag · c/dach · 2 pts · 1y

Wir waren letztes Wochenende im auf Buchkunst und Typographie ausgelegten Klingspor-Museum Offenbach in der "Internationalen Kinderbuchausstellung", die noch bis zum 23. März zu sehen ist.

Zum einen bekamen wir dabei erstmals das renovierte, helle und irgendwie wohnliche Innere des Museums zu sehen, zum anderen war die Menge an aktuellen und älteren Kinderbüchern, die hier zum In-die-Hand-nehmen und Reinlesen zur Verfügung stehen, sehr ansprechend. (Tipp: Bis ganz hinten durch gehen und in dem großen Metallregal stöbern.)

Daneben gibt es einige Mitmachstationen und Sitzgelegenheiten, so dass die Ausstellung für Erwachsene und Kinder geeignet und interessant ist.

Erwachsene zahlen 4 Euro pro Person Eintritt, Kinder und "Jugendliche unter 18 Jahren" zahlen gar nix. :) Man sollte auch einen Blick in das umfangreiche Begleitprogramm werfen, hier wird vom Zeichenworkshop bis zur "Kinder-Comiclesung" einiges geboten.

on Stern 2 1993 · c/die_reklame · 2 pts · 1y

Ich kann heute Nacht bestimmt nicht schlafen, weil mich die Frage quälen wird:

Was ist bloß das viele andere Wichtige, das es - zusätzlich zu den vielen ohnehin schon im Gerät enthaltenen wichtigen Extras - nur gegen Aufpreis zu kaufen gab? Ein Platzdeckchen zum Draufstellen? Einen Staub-a-Lappen mit Logostickerei? Ein Kaltgerätekabel?

Oder waren die Geräte einfach nur billiger Schrott, der marktschreierisch verkauft werden musste? Könnte natürlich so gewesen sein.

on Quick 48 1956 · c/die_reklame · 1 pts · 1y

"Rama-Lama-Botterramm, kann ich ma die Lätta ham." (Marga v. Rine, "Adventsgedicht", 1987)