Die haben eine extrem genaue Aufarbeitung der Zivilisationen vorgenommen die einfach als "komplexe Jäger- & Sammlergesellschaften" aufgezeichnet wurden. Viele dieser als "primitiv" abgestempelten Zivilisationen hat reichhaltige politische Kultur, teilweiße sogar im Wandel. Die Menschen hatten der Auffassung der beiden nach ein sehr ausgeprägtes, explizites Verständnis ihrer politischen Struktur und viele davon waren extrem egalitär.
Wenn du unter Demokratie nur Parlament und repräsentative Demokratie zählst dann ja. Ich sehe Gesellschaften mit ausgeprägten, egalitären Systemen als deutlich stärkere Demokratien an. Wir dürfen am Ende ja oder nein sagen, oder Personen wählen die das hoffentlich für uns machen. Echter Konsens ist für mich demokratischer.
Es ist ein Wahnsinn wie viel davon einfach hingenommen wird. Auf allen Ebenen: das geht von Beamten über Gemeindepositionen und Bürgermeister*Innen zu Förderungen auf Landesebene und Projekte auf Bundesebene bis zur EU (Stichwort Katar).
Wenn das nicht schon tragisch genug wäre gibt es noch die Dinge die im Geiste Korruption sind aber irgendwie legalisiert wurden. Lobbying und was auch immer die EU als Expertenräte der Industrie einsetzt sind offensichtlich fehlgeleitet.
Sogar die Institutionen die wir als "gut" empfinden sind bis aufs Mark zersetzt vom "in die eigene Tasche wirtschaften". Lese gerade "Silent Coup", das setzt sich damit auseinander wie Hilfsgelder missbraucht werden um durch die Hintertür internationale Konzerne zu subventionieren. Von dem Geld werden Fünf Sterne Hotels in Burma neben Slums gebaut und Luxushäuser in El Salavador - natürlich mit hohen Zäunen damit der Pöbel es nicht sieht.
Ja. Der Faden hier und der oben mit barsoap haben bei mir auch einige Dinge geklärt. Meine Aussage war so nicht korrekt und hat das schon aufgeblasen.
Ich gestehe ihm die Freiheit voll zu, ich glaube Kritik ist bei Kunst essentiell. So schaut für mich ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Material aus.
Wie unten erwähnt mag ich Pispers auch gerne, ich finde der Witz ist nur untypisch polemisch.
Er ist sonst so stark daran historischen Kontext anzuerkennen, aber bei der einen Massenbewegung die ihm persönlich zu nahe kommt blockt er ab.
Bin ein großer Fan von Hegel, ich denke dass Zeit + schwarz/weiß denken zu einer Synthese führen kann - da kommt für mich echte Erkenntnis raus. Ich glaube auch im Feminismus ist das passiert.
Wenn die Reaktion auf Kritik abblocken ist verzögert man damit diese Synthese nur.
Er ist so gut die Nuancen rauszuholen vor allem im Kolonialismus. Ich finde es schade dass er die gleichen Standards nicht auch für die anderen Themen ansetzt.
Ich habe absichtlich nicht den Teil rausgeholt wo er Alice Schwarzer als Bildzeitungsnutte beschimpft. Ich würde andere Wörter wählen aber er hat damit nicht ganz Unrecht.
Ich mag Pispers. Er hat oft messerscharfe Kritik an Ereignissen die mir immer mehr fehlt. Er schafft es diese Dinge in einer Sprache und mit einem Humor auszudrücken der viele Leute abholen kann. Ich finde er ist einer der besten deutschen Kabarettisten.
Der Grund warum mich der Ausschnitt stört - und warum er besprochen gehört ist folgender:
Es ist ein unironischer Seitenhieb gegen eine Strömung die seine Verbündeten sein könnten.
"haha feminismus schlecht" ist nicht nur von seiner Position her für mich unverständlich sondern auch so weit weg von dem scharfen Intellekt und historischen Verständnis das mich so fasziniert. Zu keinem Zeitpunkt hat er (meines Wissens nach) so etwas plumpes über Rassismus oder Kolonialismus gesagt. Was mich zu der Überlegung bringt dass er sich emotional verletzt fühlt.
Ich will mehr von ihm, ich hätte gerne dass er jetzt ein Programm macht um Corona zu analysieren.
Nicht jede Kritik ist ein Aufruf zum canceln. Wenn wir nicht über Kunst reden ist es keine Kunst, sondern nur Konsum.
https://www.kpoe.at/der-konflikt-um-die-ukraine/
Die haben sich noch nicht 100% von ein paar Russlandliebhabern befreit, aber der Großteil von denen sind stabile Demokraten.
Ich arbeite öfter mit der KP zusammen, bin in Wien politisch organisiert.
Die häufigste Kritik von Linken in Österreich ist dass sie bürgerlich, reformistisch und zahnlizs sind.
David Wengrow und David Graeber's Arbeit der letzten zehn Jahre widersprechen dem. https://en.wikipedia.org/wiki/The_Dawn_of_Everything
Die haben eine extrem genaue Aufarbeitung der Zivilisationen vorgenommen die einfach als "komplexe Jäger- & Sammlergesellschaften" aufgezeichnet wurden. Viele dieser als "primitiv" abgestempelten Zivilisationen hat reichhaltige politische Kultur, teilweiße sogar im Wandel. Die Menschen hatten der Auffassung der beiden nach ein sehr ausgeprägtes, explizites Verständnis ihrer politischen Struktur und viele davon waren extrem egalitär.
Wenn du unter Demokratie nur Parlament und repräsentative Demokratie zählst dann ja. Ich sehe Gesellschaften mit ausgeprägten, egalitären Systemen als deutlich stärkere Demokratien an. Wir dürfen am Ende ja oder nein sagen, oder Personen wählen die das hoffentlich für uns machen. Echter Konsens ist für mich demokratischer.
Für alle Demokratien waren Marktwirtschaften bräuchte ich eine Quelle.
Athen? Die nordamerikanischen Zivilisationen vor den USA? Teile der muslimischen Welt im Mittelalter?
Es ist ein Wahnsinn wie viel davon einfach hingenommen wird. Auf allen Ebenen: das geht von Beamten über Gemeindepositionen und Bürgermeister*Innen zu Förderungen auf Landesebene und Projekte auf Bundesebene bis zur EU (Stichwort Katar).
Wenn das nicht schon tragisch genug wäre gibt es noch die Dinge die im Geiste Korruption sind aber irgendwie legalisiert wurden. Lobbying und was auch immer die EU als Expertenräte der Industrie einsetzt sind offensichtlich fehlgeleitet.
Sogar die Institutionen die wir als "gut" empfinden sind bis aufs Mark zersetzt vom "in die eigene Tasche wirtschaften". Lese gerade "Silent Coup", das setzt sich damit auseinander wie Hilfsgelder missbraucht werden um durch die Hintertür internationale Konzerne zu subventionieren. Von dem Geld werden Fünf Sterne Hotels in Burma neben Slums gebaut und Luxushäuser in El Salavador - natürlich mit hohen Zäunen damit der Pöbel es nicht sieht.
https://www.buendnis1202.at/
vllt interessiert dich das, ist thematisch auch passend
Diese Genoss*in geschichtet. Rosa Luxemburg hat das schon gut erkannt, Revolution und Reform sind keine Gegenteile sondern können synergieren.
Das braucht mehr als eine Unterschrift. Musst wohl oder übel vor die Wirtschaftskammer sobotkan.
Kann ich nur bestätigen: Wochenende war zu kurz. Wie wärs mit 4-3 statt 5-2?
Das ist fast noch dreister als es einfach bleiben zu lassen. "Ja is geklaut, nein darfst nicht wiederhaben"
Danke! Hab ich mir mal direkt abonniert, top.
Dachte es passt hier vllt rein. Wir haben in Österreich auch (noch) eine Demokratie.
Bin mitm nightjet nach Berlin. Schlafwagen war ausgebucht, am sitzplatz im Abteil kannst ned trickan.
Kaffee muss heute regeln.
danke, ja das war auch irgendwie mein bild. bei den punkten wo sie präsent sind oft gut - aber sonst eher wenig oder wenig gutes da.
das polizei/militär ding hat mich abgeschreckt muss ich sagen.
ich finde nicht alles toll was er gesagt hat, das ist auch schon 200 jahre her.
warum versuchst du mich mit einem 'gotcha' zu kriegen anstatt zu versuchen zu verstehen wo ich herkomme? hab ich dir weh getan?
Ja. Der Faden hier und der oben mit barsoap haben bei mir auch einige Dinge geklärt. Meine Aussage war so nicht korrekt und hat das schon aufgeblasen.
Ich gestehe ihm die Freiheit voll zu, ich glaube Kritik ist bei Kunst essentiell. So schaut für mich ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Material aus.
Ja was soll ich da noch sagen, geil dass wir darüber geredet haben. Danke, ich hab einiges mitnehmen können :)
Das sind ein paar gute Punkte, danke.
Wie unten erwähnt mag ich Pispers auch gerne, ich finde der Witz ist nur untypisch polemisch.
Er ist sonst so stark daran historischen Kontext anzuerkennen, aber bei der einen Massenbewegung die ihm persönlich zu nahe kommt blockt er ab.
Bin ein großer Fan von Hegel, ich denke dass Zeit + schwarz/weiß denken zu einer Synthese führen kann - da kommt für mich echte Erkenntnis raus. Ich glaube auch im Feminismus ist das passiert. Wenn die Reaktion auf Kritik abblocken ist verzögert man damit diese Synthese nur.
Er ist so gut die Nuancen rauszuholen vor allem im Kolonialismus. Ich finde es schade dass er die gleichen Standards nicht auch für die anderen Themen ansetzt.
Ich habe absichtlich nicht den Teil rausgeholt wo er Alice Schwarzer als Bildzeitungsnutte beschimpft. Ich würde andere Wörter wählen aber er hat damit nicht ganz Unrecht.
Ich mag Pispers. Er hat oft messerscharfe Kritik an Ereignissen die mir immer mehr fehlt. Er schafft es diese Dinge in einer Sprache und mit einem Humor auszudrücken der viele Leute abholen kann. Ich finde er ist einer der besten deutschen Kabarettisten.
Der Grund warum mich der Ausschnitt stört - und warum er besprochen gehört ist folgender: Es ist ein unironischer Seitenhieb gegen eine Strömung die seine Verbündeten sein könnten. "haha feminismus schlecht" ist nicht nur von seiner Position her für mich unverständlich sondern auch so weit weg von dem scharfen Intellekt und historischen Verständnis das mich so fasziniert. Zu keinem Zeitpunkt hat er (meines Wissens nach) so etwas plumpes über Rassismus oder Kolonialismus gesagt. Was mich zu der Überlegung bringt dass er sich emotional verletzt fühlt.
Ich will mehr von ihm, ich hätte gerne dass er jetzt ein Programm macht um Corona zu analysieren. Nicht jede Kritik ist ein Aufruf zum canceln. Wenn wir nicht über Kunst reden ist es keine Kunst, sondern nur Konsum.
https://www.youtube.com/watch?v=bHttCLAKv-o 2:45
gibt noch ein paar andere, sind halt verstreut über seine programme. absolut kindliche trotzreaktion, null reflektiert.
bei migrationsthemen war er meistens aber deutlich besser muss ich sagen.
Wirtschafltich ja. Außenpolitisch auch. Hast schon mal sein Zeug zu Feminismus gehört? Da klingeln sofort alle Glocken.