SierpinskiDreieck

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David Wengrow und David Graeber's Arbeit der letzten zehn Jahre widersprechen dem. https://en.wikipedia.org/wiki/The_Dawn_of_Everything

Die haben eine extrem genaue Aufarbeitung der Zivilisationen vorgenommen die einfach als "komplexe Jäger- & Sammlergesellschaften" aufgezeichnet wurden. Viele dieser als "primitiv" abgestempelten Zivilisationen hat reichhaltige politische Kultur, teilweiße sogar im Wandel. Die Menschen hatten der Auffassung der beiden nach ein sehr ausgeprägtes, explizites Verständnis ihrer politischen Struktur und viele davon waren extrem egalitär.

Wenn du unter Demokratie nur Parlament und repräsentative Demokratie zählst dann ja. Ich sehe Gesellschaften mit ausgeprägten, egalitären Systemen als deutlich stärkere Demokratien an. Wir dürfen am Ende ja oder nein sagen, oder Personen wählen die das hoffentlich für uns machen. Echter Konsens ist für mich demokratischer.

Es ist ein Wahnsinn wie viel davon einfach hingenommen wird. Auf allen Ebenen: das geht von Beamten über Gemeindepositionen und Bürgermeister*Innen zu Förderungen auf Landesebene und Projekte auf Bundesebene bis zur EU (Stichwort Katar).

Wenn das nicht schon tragisch genug wäre gibt es noch die Dinge die im Geiste Korruption sind aber irgendwie legalisiert wurden. Lobbying und was auch immer die EU als Expertenräte der Industrie einsetzt sind offensichtlich fehlgeleitet.

Sogar die Institutionen die wir als "gut" empfinden sind bis aufs Mark zersetzt vom "in die eigene Tasche wirtschaften". Lese gerade "Silent Coup", das setzt sich damit auseinander wie Hilfsgelder missbraucht werden um durch die Hintertür internationale Konzerne zu subventionieren. Von dem Geld werden Fünf Sterne Hotels in Burma neben Slums gebaut und Luxushäuser in El Salavador - natürlich mit hohen Zäunen damit der Pöbel es nicht sieht.

on G'sudert wird! · c/austria · 4 pts · 2y

Das braucht mehr als eine Unterschrift. Musst wohl oder übel vor die Wirtschaftskammer sobotkan.

on G'sudert wird! · c/austria · 6 pts · 2y

Kann ich nur bestätigen: Wochenende war zu kurz. Wie wärs mit 4-3 statt 5-2?

on G'sudert wird! · c/austria · 2 pts · 2y

Bin mitm nightjet nach Berlin. Schlafwagen war ausgebucht, am sitzplatz im Abteil kannst ned trickan.

Kaffee muss heute regeln.

Ja. Der Faden hier und der oben mit barsoap haben bei mir auch einige Dinge geklärt. Meine Aussage war so nicht korrekt und hat das schon aufgeblasen.

Ich gestehe ihm die Freiheit voll zu, ich glaube Kritik ist bei Kunst essentiell. So schaut für mich ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Material aus.

Das sind ein paar gute Punkte, danke.

Wie unten erwähnt mag ich Pispers auch gerne, ich finde der Witz ist nur untypisch polemisch.

Er ist sonst so stark daran historischen Kontext anzuerkennen, aber bei der einen Massenbewegung die ihm persönlich zu nahe kommt blockt er ab.

Bin ein großer Fan von Hegel, ich denke dass Zeit + schwarz/weiß denken zu einer Synthese führen kann - da kommt für mich echte Erkenntnis raus. Ich glaube auch im Feminismus ist das passiert. Wenn die Reaktion auf Kritik abblocken ist verzögert man damit diese Synthese nur.

Er ist so gut die Nuancen rauszuholen vor allem im Kolonialismus. Ich finde es schade dass er die gleichen Standards nicht auch für die anderen Themen ansetzt.

Ich habe absichtlich nicht den Teil rausgeholt wo er Alice Schwarzer als Bildzeitungsnutte beschimpft. Ich würde andere Wörter wählen aber er hat damit nicht ganz Unrecht.

Ich mag Pispers. Er hat oft messerscharfe Kritik an Ereignissen die mir immer mehr fehlt. Er schafft es diese Dinge in einer Sprache und mit einem Humor auszudrücken der viele Leute abholen kann. Ich finde er ist einer der besten deutschen Kabarettisten.

Der Grund warum mich der Ausschnitt stört - und warum er besprochen gehört ist folgender: Es ist ein unironischer Seitenhieb gegen eine Strömung die seine Verbündeten sein könnten. "haha feminismus schlecht" ist nicht nur von seiner Position her für mich unverständlich sondern auch so weit weg von dem scharfen Intellekt und historischen Verständnis das mich so fasziniert. Zu keinem Zeitpunkt hat er (meines Wissens nach) so etwas plumpes über Rassismus oder Kolonialismus gesagt. Was mich zu der Überlegung bringt dass er sich emotional verletzt fühlt.

Ich will mehr von ihm, ich hätte gerne dass er jetzt ein Programm macht um Corona zu analysieren. Nicht jede Kritik ist ein Aufruf zum canceln. Wenn wir nicht über Kunst reden ist es keine Kunst, sondern nur Konsum.