Freut mich, dass Du wieder Spaß am lesen hast. Aber ich versteh nicht so ganz, was sich geändert hat. Ist es einfach nur die Gamification? Du liest, um das Spiel zu gewinnen, und dass Du dabei was lernst ist ein willkommener Nebeneffekt?
Weil Du historische Sachbücher erwähnst: Ich kann Stille Jahre in Gertlauken von Marianne Peyinghaus empfehlen. Eine junge Lehrerin wird 1941 von Köln in die tiefste Pampa nach Ostpreußen versetzt und muß da den Mangel verwalten und am Ende fliehen. Es passiert eigentlich kaum etwas, aber es ist schön geschrieben und ich fand es unglaublich interessant, ein bißchen in den Kopf und den harten Alltag von einem jungen, unpolitischen Menschen aus dieser Zeit reinzugucken.
You misunderstand me. I agree that being a pedestrian or cyclist should be more convenient and safer, and I don't care if that means car drivers are inconvenienced by whatever it is that needs to be done to achieve that goal.
But you are inconveniencing car drivers while also making the situation worse for pedestrians, cyclists and everyone else. What you are doing has no positive effects for anyone, except maybe you feeling righteous for a moment.
::: spoiler Spoiler
"beschlagnaderungsorientiert" sounds like a dangerous words from the funniest joke in the world.
:::
Deciding what is good for random strangers and then forcing them to enjoy whatever it is you came up with doesn't sound like very good idea.
And how is this helping your situation? Breaking and accelerating increases noise and pollution. If cars have to spend more time on the street instead of being at their destination, they either need more road space or they spend more time in traffic jams that, again, increase noise and pollution. Cars are the least likely to be involved in accidents when they are cruising, so you are also making your city less safe.
Just to be clear: I'm absolutely in favour of banning cars in cities, but you are making the already bad situation worse for everyone.
Man könnte ja mal damit anfangen, dass Arbeitende (oder ehemals arbeitende Arbeitsunfähige) grundsätzlich ein Aufenthaltsrecht haben. Das wäre nicht nur im Interesse der Geflüchteten, sondern auch im Interesse des Arbeitgebers und des sozialen Umfelds (Familien, Freunde, Vereine, usw.).
Für Leute, die aktiv das Grundgesetz ablehnen (z.B. frauenfeindliche Islamisten, die im Ursprungsland besser integriert wären) könnte man Ausnahmen machen. Das wär auch nicht immer leicht zu belegen, aber es würde zumindest grundsätzlich Sinn machen. Integrierte Menschen abzuschieben, die ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten, ist dagegen schon vom Grundsatz her absurd.
Noch ein Datenpunkt: In den USA sind KI-Gaskraftwerke geplant oder im Bau befindlich, die den CO2-Ausstoß des Landes um ein Fünftel erhöhen. Wenn sie durchgehend laufen (was bei Rechenzentren wahrscheinlich ist) wäre es sogar ein Drittel.
Die Kritik ist nicht, dass Scholz die Wohnung hat obwohl er sie eigentlich gar nicht will. Natürlich ist es schön, über überzählige Wohnungen (oder andere Ressourcen) zu verfügen. Es geht vielmehr darum, dass er sie hat, obwohl andere sie sehr viel nötiger bräuchten.
Das ist laut Deinem Artikel so viel wie Deutschland, eine der reichsten Industrienationen der Welt und der bevölkerungsreichste Staat in Europa, insgesamt produziert. Um die KI-Rechenzentren zu kompensieren, müßte man also Deutschland komplett envölkern. Ich versteh nicht, warum das wenig sein soll.
Und wie gesagt, KI ist nur ein einziger, relativ kleiner Bereich von vielen, die immer mehr Energie verschlingen.
Vielleicht können wir 2040 den Strom nachhaltig erzeugen, den wir heute brauchen (hab's nicht nachgerechnet), aber bis dahin wird sich unser Energiehunger sehr wahrscheinlich noch vervielfachen. Guck Dir nur mal den Verbrauch der KI-Rechenzentren an. Und es gibt Milliarden Menschen, die gerne so Leben würden wie Du und ich, sich zur Zeit aber nur einen winzigen Bruchteil von unserem Konsum leisten können.
Und Strom ist ja nicht die einzige Ressource, die wir vergeuden. Ökosysteme, Wasser, sogar Sand zum Bauen wurde schon knapp.
Das ist halt nicht relevant solange Du nicht ausschließlich perfekte Kreislaufprodukte kaufst. Und mir fällt auf Anhieb kein einziges ein. Selbst die nachhaltigste Holzzahnbürste kommt sehr wahrscheinlich aus einem mit einer benzinbetriebenen Motorsäge gefällten Baum, wird in einem Betongebäude hergestellt und dann mit Diesel durch die halbe Welt gekarrt.
Wir verbrauchen jedes Jahr die Ressourcen von 1.7 Erden (https://en.wikipedia.org/wiki/Ecological_overshoot/). Eine Kreislaufwirtschaft, in der 100 % aller Ressourcen wiederverwertet werden ist noch viele Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte entfernt.
Selbst wenn sich plötzlich alle einig wären, dass wir dahin wollen, würde es noch Jahrzehnte dauern, bis die entsprechenden Technologien erforscht, zur Marktreife gebracht und großflächig ausgerollt wären.
Du hast zwar gesagt, dass Du keine Ratschläge willst, aber ich kann das so nicht stehen lassen.
Fleisch ist für mich eine relativ günstige Möglichkeit, genug Kalorien und Eiweiß zu bekommen. Dazu kommen Reis, Nudeln, Kartoffeln, Haferflocken usw. Das ist einfach mein normales Essen.
Fleisch ist so ziemlich das teuerste Lebensmittel und ernährungstechnisch nicht wirklich notwendig wenn Du viel Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse isst. Lass einfach das Fleisch weg und kauf Dir stattdessen einmal im Monat B12-Tabletten für ~2-3 €. Wenn Du jeden Tag Fleisch isst, solltest Du dadurch locker einen zweistelligen Betrag sparen können. Wenn es nicht immer das billigste Supermarkfleisch ist, wahrscheinlich mehr.
Ich kann mir nicht leisten, jedes T-Shirt für 50 oder 100 € bei irgendeiner nachhaltigen Marke zu kaufen.
Ich will eigentlich keine Werbung machen, aber bei grundstoff.net oder avocadostore.de gibt's T-Shirts für gut 10 €. Das ist vielleicht doppelt so teuer wie bei H&M, aber wieviele T-Shirts braucht man? Vielleicht drei pro Jahr?
Es gibt natürlich andere Gründe, keinen Bock auf ethischen Konsum zu haben. Ich bin selber arm und weiß, dass man davon leicht schlechte Laune kriegt, und mit schlechter Laune fällt es einem ungleich schwerer, sich über die Bedürfnisse von Leuten Gedanken zu machen, die so weit weg und fremd sind, dass sie eigentlich nur theoretisch existieren. Und wenn man doch mal gute Laune hat und sie mit einem Eis oder Döner feiern will, dann ist man sofort wieder betrübt, weil man was Böses getan hat.
Um die eigene Armut irgendwie herumzukonsumieren ist ohnehin schon nicht leicht, und es wird definitiv nicht einfacher, wenn man sich auch noch um die Armut anderer Gedanken machen muss. Ich kann total gut verstehen, wenn Du da keinen Bock mehr drauf hast und aufgibst.
Aber es geht. Irgendwie. Meistens. Und wenn es mal nicht geht, oder wenn man einfach gerade keine verfickte Lust hat, dann ist das vollkommen in Ordnung! Wenn Du Deinen Fleischkonsum auch nur um 1 % reduzierst, bist Du ethisch auf dem richtigen Weg und sparst sogar noch Geld dabei. Wenn Deine Ansprüche an Dich zu hoch sind, dann schraub Deine Ansprüche runter und schmeiß nicht einfach alles hin. Du musst es nicht von "Fleisch ist die Grundlage jeder Mahlzeit" zu "ich esse nichts was einen Schatten wirft" einem Schritt schaffen. Es ist sogar in Ordnung, nie ans Ziel zu gelangen, solange Du immer wieder in paar kleine Schritte in die richtige Richtung gehst, so wie es eben gerade geht.
Freut mich, dass Du wieder Spaß am lesen hast. Aber ich versteh nicht so ganz, was sich geändert hat. Ist es einfach nur die Gamification? Du liest, um das Spiel zu gewinnen, und dass Du dabei was lernst ist ein willkommener Nebeneffekt?
Weil Du historische Sachbücher erwähnst: Ich kann Stille Jahre in Gertlauken von Marianne Peyinghaus empfehlen. Eine junge Lehrerin wird 1941 von Köln in die tiefste Pampa nach Ostpreußen versetzt und muß da den Mangel verwalten und am Ende fliehen. Es passiert eigentlich kaum etwas, aber es ist schön geschrieben und ich fand es unglaublich interessant, ein bißchen in den Kopf und den harten Alltag von einem jungen, unpolitischen Menschen aus dieser Zeit reinzugucken.
But you are still driving your car because it benefits you. Nobody thinks they are helping others by driving through a busy city center.
You misunderstand me. I agree that being a pedestrian or cyclist should be more convenient and safer, and I don't care if that means car drivers are inconvenienced by whatever it is that needs to be done to achieve that goal.
But you are inconveniencing car drivers while also making the situation worse for pedestrians, cyclists and everyone else. What you are doing has no positive effects for anyone, except maybe you feeling righteous for a moment.
::: spoiler Spoiler "beschlagnaderungsorientiert" sounds like a dangerous words from the funniest joke in the world. :::
No, they don't drive their cars because they think it's good for you, they drive them because they think it's good for them.
Deciding what is good for random strangers and then forcing them to enjoy whatever it is you came up with doesn't sound like very good idea.
And how is this helping your situation? Breaking and accelerating increases noise and pollution. If cars have to spend more time on the street instead of being at their destination, they either need more road space or they spend more time in traffic jams that, again, increase noise and pollution. Cars are the least likely to be involved in accidents when they are cruising, so you are also making your city less safe.
Just to be clear: I'm absolutely in favour of banning cars in cities, but you are making the already bad situation worse for everyone.
Man könnte ja mal damit anfangen, dass Arbeitende (oder ehemals arbeitende Arbeitsunfähige) grundsätzlich ein Aufenthaltsrecht haben. Das wäre nicht nur im Interesse der Geflüchteten, sondern auch im Interesse des Arbeitgebers und des sozialen Umfelds (Familien, Freunde, Vereine, usw.).
Für Leute, die aktiv das Grundgesetz ablehnen (z.B. frauenfeindliche Islamisten, die im Ursprungsland besser integriert wären) könnte man Ausnahmen machen. Das wär auch nicht immer leicht zu belegen, aber es würde zumindest grundsätzlich Sinn machen. Integrierte Menschen abzuschieben, die ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten, ist dagegen schon vom Grundsatz her absurd.
Noch ein Datenpunkt: In den USA sind KI-Gaskraftwerke geplant oder im Bau befindlich, die den CO2-Ausstoß des Landes um ein Fünftel erhöhen. Wenn sie durchgehend laufen (was bei Rechenzentren wahrscheinlich ist) wäre es sogar ein Drittel.
https://www.heise.de/news/Neue-Gaskraftwerke-fuer-KI-Enormer-CO2-Anstieg-befuerchtet-11418710.html?seite=all
Relevant sketch from A Bit of Fry & Laurie from ~30 years ago.
Die Kritik ist nicht, dass Scholz die Wohnung hat obwohl er sie eigentlich gar nicht will. Natürlich ist es schön, über überzählige Wohnungen (oder andere Ressourcen) zu verfügen. Es geht vielmehr darum, dass er sie hat, obwohl andere sie sehr viel nötiger bräuchten.
Das ist laut Deinem Artikel so viel wie Deutschland, eine der reichsten Industrienationen der Welt und der bevölkerungsreichste Staat in Europa, insgesamt produziert. Um die KI-Rechenzentren zu kompensieren, müßte man also Deutschland komplett envölkern. Ich versteh nicht, warum das wenig sein soll.
Und wie gesagt, KI ist nur ein einziger, relativ kleiner Bereich von vielen, die immer mehr Energie verschlingen.
Vielleicht können wir 2040 den Strom nachhaltig erzeugen, den wir heute brauchen (hab's nicht nachgerechnet), aber bis dahin wird sich unser Energiehunger sehr wahrscheinlich noch vervielfachen. Guck Dir nur mal den Verbrauch der KI-Rechenzentren an. Und es gibt Milliarden Menschen, die gerne so Leben würden wie Du und ich, sich zur Zeit aber nur einen winzigen Bruchteil von unserem Konsum leisten können.
Und Strom ist ja nicht die einzige Ressource, die wir vergeuden. Ökosysteme, Wasser, sogar Sand zum Bauen wurde schon knapp.
Das ist halt nicht relevant solange Du nicht ausschließlich perfekte Kreislaufprodukte kaufst. Und mir fällt auf Anhieb kein einziges ein. Selbst die nachhaltigste Holzzahnbürste kommt sehr wahrscheinlich aus einem mit einer benzinbetriebenen Motorsäge gefällten Baum, wird in einem Betongebäude hergestellt und dann mit Diesel durch die halbe Welt gekarrt.
Wir verbrauchen jedes Jahr die Ressourcen von 1.7 Erden (https://en.wikipedia.org/wiki/Ecological_overshoot/). Eine Kreislaufwirtschaft, in der 100 % aller Ressourcen wiederverwertet werden ist noch viele Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte entfernt.
Selbst wenn sich plötzlich alle einig wären, dass wir dahin wollen, würde es noch Jahrzehnte dauern, bis die entsprechenden Technologien erforscht, zur Marktreife gebracht und großflächig ausgerollt wären.
Du hast zwar gesagt, dass Du keine Ratschläge willst, aber ich kann das so nicht stehen lassen.
Fleisch ist so ziemlich das teuerste Lebensmittel und ernährungstechnisch nicht wirklich notwendig wenn Du viel Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse isst. Lass einfach das Fleisch weg und kauf Dir stattdessen einmal im Monat B12-Tabletten für ~2-3 €. Wenn Du jeden Tag Fleisch isst, solltest Du dadurch locker einen zweistelligen Betrag sparen können. Wenn es nicht immer das billigste Supermarkfleisch ist, wahrscheinlich mehr.
Ich will eigentlich keine Werbung machen, aber bei grundstoff.net oder avocadostore.de gibt's T-Shirts für gut 10 €. Das ist vielleicht doppelt so teuer wie bei H&M, aber wieviele T-Shirts braucht man? Vielleicht drei pro Jahr?
Es gibt natürlich andere Gründe, keinen Bock auf ethischen Konsum zu haben. Ich bin selber arm und weiß, dass man davon leicht schlechte Laune kriegt, und mit schlechter Laune fällt es einem ungleich schwerer, sich über die Bedürfnisse von Leuten Gedanken zu machen, die so weit weg und fremd sind, dass sie eigentlich nur theoretisch existieren. Und wenn man doch mal gute Laune hat und sie mit einem Eis oder Döner feiern will, dann ist man sofort wieder betrübt, weil man was Böses getan hat.
Um die eigene Armut irgendwie herumzukonsumieren ist ohnehin schon nicht leicht, und es wird definitiv nicht einfacher, wenn man sich auch noch um die Armut anderer Gedanken machen muss. Ich kann total gut verstehen, wenn Du da keinen Bock mehr drauf hast und aufgibst.
Aber es geht. Irgendwie. Meistens. Und wenn es mal nicht geht, oder wenn man einfach gerade keine verfickte Lust hat, dann ist das vollkommen in Ordnung! Wenn Du Deinen Fleischkonsum auch nur um 1 % reduzierst, bist Du ethisch auf dem richtigen Weg und sparst sogar noch Geld dabei. Wenn Deine Ansprüche an Dich zu hoch sind, dann schraub Deine Ansprüche runter und schmeiß nicht einfach alles hin. Du musst es nicht von "Fleisch ist die Grundlage jeder Mahlzeit" zu "ich esse nichts was einen Schatten wirft" einem Schritt schaffen. Es ist sogar in Ordnung, nie ans Ziel zu gelangen, solange Du immer wieder in paar kleine Schritte in die richtige Richtung gehst, so wie es eben gerade geht.