Kurz und knapp: Minijobs weg, Ehegattensplitting weg, Regelungen bei Zuverdienst unter Bezug staatlicher Leistungen reformieren, aktuelle Diskussion dumm, Regierung doof
Was mir in dem (sonst sehr guten) Artikel noch fehlt sind Entlastungen, die mehr Luft für Arbeit schaffen. Bspw. Mehr Kitaplätze und eine bessere Pflegeversorgung. Klar kostet das auch wieder ArbeiterInnen, aber es schafft halt auch die Möglichkeit für die Betreuenden, mehr arbeiten zu gehen.
In solchen Konstellationen ist es für den Partner mit dem kleineren Einkommen finanziell oft unattraktiv, mehr zu arbeiten
🙄. Steuersystem nicht verstanden. Wenn man sich an einer "gläsernen Decke" (überwiegend für den finanziell schwächeren Ehepartner) abarbeiten möchte, dann die Grenze für Familienversicherung, das ist Blödsinn.
Das tun viele - die schauen nur auf den Monatsverdienst anstelle dem gemeinsamen Jahresverdienst (da gleicht sich der steuerliche Nachteil dann nämlich aus und man bekommt Steuern erstattet)
Ebenso ist im Menschen die Verlustangst höher als die Mehrfreude und die Leute tun alles um Steuern zu sparen: Lieber weniger verdienen und weniger Steuern zahlen, als mehr verdienen und mehr Steuern zahlen. Das bei Option zwei dann auch mehr Geld auf dem Tisch bleibt sehen die Leute nicht.
(Mehr verdienen = Stundenzahl raufschrauben wenn’s geht anstelle bei MiniJob bleiben wegen Steuern)
Ja, als ich das erlebt habe, bin ich vom Glauben abgefallen.
Ich hatte eine sehr lange Diskussion um das Ehegattensplitting, in der ich immer wieder darauf pochte "Es gibt keinen Fall, in dem man weniger Einkommen hat, sobald der Ehepartner arbeiten geht. Man zahlt ggf. anteilig mehr Steuern, aber man hat auch immer mehr Netto. Aber wer in dieser Welt optimiert denn nach seinem Steuersatz und nicht nach dem verfügbaren Einkommen?" Und dann hatte ich ein random anderes Gespräch mit den Schwiegereltern, in dem rauskam: die optimieren nach Steuersatz. Da bin ich echt abgebrochen 😅
11 Comments
valgarf@discuss.tchncs.de · 42 pts · 204d
Ein wunderbarer Schlusssatz:
haerrii@feddit.org · 37 pts · 204d
Kurz und knapp: Minijobs weg, Ehegattensplitting weg, Regelungen bei Zuverdienst unter Bezug staatlicher Leistungen reformieren, aktuelle Diskussion dumm, Regierung doof
DrunkenPirate@feddit.org · 23 pts · 204d
Es fehlt noch der Punkt: Arbeit weniger und leistungsloses Vermögen (Erbschaft, Aktien,..) höher besteuern.
Dann klappt das mit der Leistungsbereitschaft auch wieder.
Black616Angel@discuss.tchncs.de · 4 pts · 204d
Was mir in dem (sonst sehr guten) Artikel noch fehlt sind Entlastungen, die mehr Luft für Arbeit schaffen. Bspw. Mehr Kitaplätze und eine bessere Pflegeversorgung. Klar kostet das auch wieder ArbeiterInnen, aber es schafft halt auch die Möglichkeit für die Betreuenden, mehr arbeiten zu gehen.
Jackhammer_Joe@lemmy.world · 4 pts · 205d
Good read!
kossa@feddit.org · 2 pts · 204d
🙄. Steuersystem nicht verstanden. Wenn man sich an einer "gläsernen Decke" (überwiegend für den finanziell schwächeren Ehepartner) abarbeiten möchte, dann die Grenze für Familienversicherung, das ist Blödsinn.
DrunkenPirate@feddit.org · 4 pts · 204d
Das tun viele - die schauen nur auf den Monatsverdienst anstelle dem gemeinsamen Jahresverdienst (da gleicht sich der steuerliche Nachteil dann nämlich aus und man bekommt Steuern erstattet)
Ebenso ist im Menschen die Verlustangst höher als die Mehrfreude und die Leute tun alles um Steuern zu sparen: Lieber weniger verdienen und weniger Steuern zahlen, als mehr verdienen und mehr Steuern zahlen. Das bei Option zwei dann auch mehr Geld auf dem Tisch bleibt sehen die Leute nicht.
(Mehr verdienen = Stundenzahl raufschrauben wenn’s geht anstelle bei MiniJob bleiben wegen Steuern)
kossa@feddit.org · 7 pts · 204d
Ja, als ich das erlebt habe, bin ich vom Glauben abgefallen.
Ich hatte eine sehr lange Diskussion um das Ehegattensplitting, in der ich immer wieder darauf pochte "Es gibt keinen Fall, in dem man weniger Einkommen hat, sobald der Ehepartner arbeiten geht. Man zahlt ggf. anteilig mehr Steuern, aber man hat auch immer mehr Netto. Aber wer in dieser Welt optimiert denn nach seinem Steuersatz und nicht nach dem verfügbaren Einkommen?" Und dann hatte ich ein random anderes Gespräch mit den Schwiegereltern, in dem rauskam: die optimieren nach Steuersatz. Da bin ich echt abgebrochen 😅
taguebbe@feddit.org · 2 pts · 204d
Wenn man das auf einen netto-stundenlohn runterrechnet, verstehe ich den Ansatz vollkommen 🤔
DrunkenPirate@feddit.org · 1 pts · 204d
Verstehe ich nicht
Ravi@feddit.org · 4 pts · 204d
Viele sparensich bei Minijobs auch die Rentenversicherung. Das sieht am Anfang nach mehr Geld aus, im Rentenalter bereit man das dann.