Die Nordsee ist zwar ein kleines Meer, aber immer noch sehr groß. Allgemein skaliert Sprengen sehr schlecht, deswegen hat auch nie jemand versucht, einen größeren Sprengsatz als die Zarbombe zu zünden, obwohl das technisch durchaus machbar wäre.
Walfleisch als Lebensmittel dürfte wegen des Schadstoffgehalts (insbesondere Schwermetalle) in Deutschland nicht so ganz legal sein. Außerdem gibt es strenge Auflagen für Fleisch von kranken Tieren. Und schon verendete Tiere dürfen gar nicht zu Lebensmitteln verarbeitet werden.
Die ganzen besoffenen, "Deutschland!"-grölenden Schwurbler waren vielleicht auch nur deshalb so interessiert, weil sie etwas ins Meer abschieben wollten. Scheiß drauf, was danach passiert.
Nicht falsch oder unpassend aber irgendwie auch nichts neues.
Ja, es ist alles ungerecht.
Ja, das war vermutlich auch alles sinnlos und Symbolpolitik und ein reines Medienspektakel obendrein.
Ja, man hätte das alles sinnvoller und humaner veranstalten können.
Aber was sind denn die Konsequenzen daraus?
Es fühlt sich einfach so an als würde in den Wind gepredigt werden.
Es gibt nun mal Leute die solche Politiker wählen und dann auch das bekommen was sie gewählt haben.
Auch wenn Leute sich Augen und Ohren vor der Wahrheit zu halten, dürfen die immer noch wählen.
Und das scheint halt nun mal ein beängstigend großer Anteil der Bevölkerung zu sein.
Ich habe Mitgefühl mit dem Tier, aber das ganze Medienereignis von vorne herein so sehr ich konnte ignoriert. Wenn so ein Hype, Gafferei und Selbstdarstellerei auf dem Level betrieben werden, dann kommt selten etwas gutes dabei raus und dann macht man durch die eigene Aufmerksamkeit selten noch etwas besser.
Das war ein Tiefseeserver von Bill Gates, der zu Wartungszwecken angelandet wurde. Der ist jetzt wieder im Meer um die Fische mittels 6G-Strahlen schwul zu drehen. Und alles nur um mir das Schnitzel wegzunehmen!
Ein Peilsender sollte dokumentieren, wo sich der zuvor gestrandete Wal nun hinbewegt. Doch scheinbar funktioniert die GPS- Übertragung nicht.
Naja, GPS funktioniert nicht unter Wasser, sondern nur, wenn der Wal auftaucht. Und Wale können ihren Atem nur maximal eine Stunde anhalten. Wenn sie nicht ertrunken sind...
Wale haben übrigens keinen Atemreflex, sondern sind bewusste Atmer, das heißt, ein Wal, der nicht auftauchen kann, wird eher ersticken, als ertrinken, weil er nicht atmet, solange er nicht an der Oberfläche ist.
Das Problem ist, dass die Fahrt teuer, wahrscheinlich unnütz und für den Wal mit Stress und Quälerei verbunden war. In einem anderen Artikel wurde etwa beschrieben, dass der Wal in seinem Boot immer wieder gegen die Wände geprallt sei und wohl auch mit einem an seiner Flosse befestigen Seil befestigt/gezogen worden sein soll, was bei Walen zu schweren Verletzungen führen kann und nie nie nie passieren sollte. Der Tod auf der Sandbank wäre weniger qualvoll gewesen und man hatte wenigstens wissenschaftlich was draus lernen und die Ressourcen anderweitig nutzen können.
Die wohlhabenden Damen und Herren haben zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, eine Stiftung zu gründen, die sich für das Wohl der Wale (Walwohl) einsetzt. Sie könnte "Timmy H. Wal-Stiftung" heißen und sich für Forschung und Bestandsschutz einsetzen.
Was das Ausmaß der Qual angeht: Das kann ich nicht beurteilen. Wenn das Ziel aber ist, dem Wal durch menschliche Eingriffe zu einem humaneren Tod zu verhelfen, wäre Sprengen evtl. wirklich besser gewesen.
Der Politiker, der die Sprengung vorschlägt, hätte vermutlich selbst einen Sprengsatz in seinem Briefkasten gefunden.
Das hat mich an der Geschichte am Meisten verängstigt: Wie komplett abseits jeglicher Rationalität die öffentliche Meinung inzwischen ist.
Wie komplett abseits jeglicher Rationalität die öffentliche Meinung inzwischen ist.
Da hatten wir in der Lokalpolitik auch so beispiele. Hauptsache irgendein dummes Aufregerthema hochjazzen, für das sich vor 10 Jahren noch keine Sau interessiert hätte. Querdenker etc. natürlich vorne mit dabei.
Wenn es wirklich so ist, dass der Wal Reste eines Fischernetzes geschluckt haben soll, dann ist das Schicksal des Tieres schon besiegelt, als es auf der Sandbank gestrandet ist. Die ganze Zeit, wo er gelegen hat, hat der Wal ja auch nichts gefressen. Ich glaube, es ging eigentlich nur darum, dass der Wal nicht vor der eigenen Haustür verenden sollte, weil das etwas ist, was einem den Spiegel vorhält - nämlich, wie wir (als Menschheit) mit unserer Fauna umgehen. Viele Influencer und Tierschützer haben diese Gelegenheit genutzt, um sich zu profilieren, aber geholfen hat es, wenn überhaupt, nur ihnen. Dem Wal nicht. Es stellt sich mir (als selbsternannten Walexperten aus dem Homeoffice, der sich nur am Rande mit dem Thema beschäftigt hat) die Frage, warum man den Wal nicht gleich, nachdem er bereits das erste mal gestrandet war, zurück ins offene Meer transportiert hat.
Der Wal wird wohl ertrunken sein, da er schon zu sehr geschwächt war. Das ist ein Tod, der in der freien Natur wahrscheinlich sehr häufig eintritt, und schneller, als im seichten Wasser langsam dahinzusiechen. Der Wal wäre so oder so verendet, die Natur ist bei sowas sehr grausam.
Woanders habe ich (zumindest in der Überschrift) gelesen, dass die Retter die Daten des Peilsenders wohl nicht freigeben (wollen?).
32 Comments
30p87@feddit.org · 40 pts · 97d
Vor allem muss Team #SprengtTimmy jetzt die ganze Nordsee sprengen
FleetingTit@feddit.org · 19 pts · 97d
Das sollte ja ein Klacks sein, bei den ganzen Sprengstoffaltlasten, die dort verklappt wurden.
trollercoaster@sh.itjust.works · 9 pts · 97d
Einfach Wal an der gleichen Stelle verklappen, wie die Sprengstoffaltlasten, dann sprengt der sich quasi von selbst.
trollercoaster@sh.itjust.works · 7 pts · 97d
Die Nordsee ist zwar ein kleines Meer, aber immer noch sehr groß. Allgemein skaliert Sprengen sehr schlecht, deswegen hat auch nie jemand versucht, einen größeren Sprengsatz als die Zarbombe zu zünden, obwohl das technisch durchaus machbar wäre.
Latschenkiefer@feddit.org · 7 pts · 97d
Eine einfache Taurus wird ja jetzt nicht mehr reichen, deshalb finde ich muss man mal wieder über die deutsche Atombombe reden.
Vinylraupe@lemmy.zip · 3 pts · 94d
Hätte dem Wal ne Hohlladung gegönnt!
Darukhnarn@feddit.org · 29 pts · 97d
Vielleicht verkaufen sie ihn ja in Stückchen wie die Berliner Mauer?
Sythas@discuss.tchncs.de · 7 pts · 97d
Eher wie den Wels letztes Jahr vom Brombachsee. An irgendein Restaurant verkaufen und dann verfüttern
trollercoaster@sh.itjust.works · 1 pts · 91d
Walfleisch als Lebensmittel dürfte wegen des Schadstoffgehalts (insbesondere Schwermetalle) in Deutschland nicht so ganz legal sein. Außerdem gibt es strenge Auflagen für Fleisch von kranken Tieren. Und schon verendete Tiere dürfen gar nicht zu Lebensmitteln verarbeitet werden.
PixeIOrange@lemmy.world · 1 pts · 89d
Illegal ists nur wenn man arm ist.
alleycat@feddit.org · 3 pts · 97d
Wird eher zu Globuli verarbeitet und an die ganzen Schwurbler verkauft.
renormalizer@feddit.org · 3 pts · 95d
Nordseewasser ist bestimmt Buckelwal D12
trollercoaster@sh.itjust.works · 18 pts · 98d
Das war vorher klar.
NecroticEuphoria@lemmy.ml · 16 pts · 97d
Die ganzen besoffenen, "Deutschland!"-grölenden Schwurbler waren vielleicht auch nur deshalb so interessiert, weil sie etwas ins Meer abschieben wollten. Scheiß drauf, was danach passiert.
RoflmasterBigPimp@feddit.org · 12 pts · 97d
Bedrückender Artikel.
Nicht falsch oder unpassend aber irgendwie auch nichts neues.
Ja, es ist alles ungerecht.
Ja, das war vermutlich auch alles sinnlos und Symbolpolitik und ein reines Medienspektakel obendrein.
Ja, man hätte das alles sinnvoller und humaner veranstalten können.
Aber was sind denn die Konsequenzen daraus?
Es fühlt sich einfach so an als würde in den Wind gepredigt werden.
Es gibt nun mal Leute die solche Politiker wählen und dann auch das bekommen was sie gewählt haben. Auch wenn Leute sich Augen und Ohren vor der Wahrheit zu halten, dürfen die immer noch wählen. Und das scheint halt nun mal ein beängstigend großer Anteil der Bevölkerung zu sein.
Obin@feddit.org · 11 pts · 97d
Ich habe Mitgefühl mit dem Tier, aber das ganze Medienereignis von vorne herein so sehr ich konnte ignoriert. Wenn so ein Hype, Gafferei und Selbstdarstellerei auf dem Level betrieben werden, dann kommt selten etwas gutes dabei raus und dann macht man durch die eigene Aufmerksamkeit selten noch etwas besser.
Sibbo@sopuli.xyz · 11 pts · 98d
lol
brainwashed@feddit.org · 10 pts · 97d
Sehr schön, dann haben wir noch unendlich viel Potenzial für Verschwörungstheorien, rund um den Wal.
Majoran@feddit.org · 14 pts · 97d
Deutsche MH370 - Der Wal wurde vom BND gestohlen und wird nächstes Jahr in die Frankfurter Skyline fliegen
brainwashed@feddit.org · 12 pts · 97d
Du denkst noch immer, dass das ein WAL war? Schlafschaaf!! /s
AntonMuster@discuss.tchncs.de · 7 pts · 97d
Das war ein Tiefseeserver von Bill Gates, der zu Wartungszwecken angelandet wurde. Der ist jetzt wieder im Meer um die Fische mittels 6G-Strahlen schwul zu drehen. Und alles nur um mir das Schnitzel wegzunehmen!
brainwashed@feddit.org · 5 pts · 97d
Naja und als Backup für die Daten von Epstein Island natürlich.
alleycat@feddit.org · 8 pts · 97d
Naja, GPS funktioniert nicht unter Wasser, sondern nur, wenn der Wal auftaucht. Und Wale können ihren Atem nur maximal eine Stunde anhalten. Wenn sie nicht ertrunken sind...
trollercoaster@sh.itjust.works · 2 pts · 91d
Wale haben übrigens keinen Atemreflex, sondern sind bewusste Atmer, das heißt, ein Wal, der nicht auftauchen kann, wird eher ersticken, als ertrinken, weil er nicht atmet, solange er nicht an der Oberfläche ist.
RalfWausE_der_zwote@feddit.org · 7 pts · 97d
rustydrd@sh.itjust.works · 17 pts · 97d
Das Problem ist, dass die Fahrt teuer, wahrscheinlich unnütz und für den Wal mit Stress und Quälerei verbunden war. In einem anderen Artikel wurde etwa beschrieben, dass der Wal in seinem Boot immer wieder gegen die Wände geprallt sei und wohl auch mit einem an seiner Flosse befestigen Seil befestigt/gezogen worden sein soll, was bei Walen zu schweren Verletzungen führen kann und nie nie nie passieren sollte. Der Tod auf der Sandbank wäre weniger qualvoll gewesen und man hatte wenigstens wissenschaftlich was draus lernen und die Ressourcen anderweitig nutzen können.
RalfWausE_der_zwote@feddit.org · 7 pts · 97d
rustydrd@sh.itjust.works · 7 pts · 97d
Die wohlhabenden Damen und Herren haben zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, eine Stiftung zu gründen, die sich für das Wohl der Wale (Walwohl) einsetzt. Sie könnte "Timmy H. Wal-Stiftung" heißen und sich für Forschung und Bestandsschutz einsetzen.
Was das Ausmaß der Qual angeht: Das kann ich nicht beurteilen. Wenn das Ziel aber ist, dem Wal durch menschliche Eingriffe zu einem humaneren Tod zu verhelfen, wäre Sprengen evtl. wirklich besser gewesen.
mech@feddit.org · 3 pts · 97d
Der Politiker, der die Sprengung vorschlägt, hätte vermutlich selbst einen Sprengsatz in seinem Briefkasten gefunden.
Das hat mich an der Geschichte am Meisten verängstigt: Wie komplett abseits jeglicher Rationalität die öffentliche Meinung inzwischen ist.
brainwashed@feddit.org · 3 pts · 97d
Da hatten wir in der Lokalpolitik auch so beispiele. Hauptsache irgendein dummes Aufregerthema hochjazzen, für das sich vor 10 Jahren noch keine Sau interessiert hätte. Querdenker etc. natürlich vorne mit dabei.
plyth@feddit.org · 1 pts · 97d
Immer hat gewesen!
DirtPuddleMisfortune@feddit.org · 2 pts · 97d
Schrödingers Wal
j4yc33@piefed.social · 6 pts · 97d
Der Millionär hat etwas Geklappt?
Wem könnt das vorsehen?!
(Irgendwer … Irgendwer könnte das vorhergesehen haben …)
nicerdicer@feddit.org · 4 pts · 97d
Wenn es wirklich so ist, dass der Wal Reste eines Fischernetzes geschluckt haben soll, dann ist das Schicksal des Tieres schon besiegelt, als es auf der Sandbank gestrandet ist. Die ganze Zeit, wo er gelegen hat, hat der Wal ja auch nichts gefressen. Ich glaube, es ging eigentlich nur darum, dass der Wal nicht vor der eigenen Haustür verenden sollte, weil das etwas ist, was einem den Spiegel vorhält - nämlich, wie wir (als Menschheit) mit unserer Fauna umgehen. Viele Influencer und Tierschützer haben diese Gelegenheit genutzt, um sich zu profilieren, aber geholfen hat es, wenn überhaupt, nur ihnen. Dem Wal nicht. Es stellt sich mir (als selbsternannten Walexperten aus dem Homeoffice, der sich nur am Rande mit dem Thema beschäftigt hat) die Frage, warum man den Wal nicht gleich, nachdem er bereits das erste mal gestrandet war, zurück ins offene Meer transportiert hat.
Der Wal wird wohl ertrunken sein, da er schon zu sehr geschwächt war. Das ist ein Tod, der in der freien Natur wahrscheinlich sehr häufig eintritt, und schneller, als im seichten Wasser langsam dahinzusiechen. Der Wal wäre so oder so verendet, die Natur ist bei sowas sehr grausam.
Woanders habe ich (zumindest in der Überschrift) gelesen, dass die Retter die Daten des Peilsenders wohl nicht freigeben (wollen?).