Hör doch mal auf dieses überaus progressive Unternehmen zu kritisieren, das sich nur um das Wohl seiner Mitarbeiter sorgt und dabei sogar geschlechtergerechte Sprache benutzt. Was willst Du denn mehr erwarten?
Der Vorteil ist, dass es für ein wenig soziale Umverteilung beim busfahren sorgt. Leute mit weniger Geld geben halt kein Trinkgeld, und Leute mit mehr Geld zahlen dann halt etwas mehr. Naja, ob das wirklich so ist, weiß ich nicht.
Aus eigener Erfahrung (und um ehrlich zu sein ist das auch noch 20 Jahre her) ist das nicht so. Habe ein FSJ als Rettungssanitäter gemacht was (zumindest damals) auch viel Krankentransport bedeutet hat. Trinkgeld war unüblich und meine Kollegen und ich haben es immer abgelehnt - aber die Wahrscheinlichkeit war höher bei Leuten die augenscheinlich wirtschaftlich weniger gut gestellt waren. Das waren auch die Patienten, die wesentlich dankbarer für deine Arbeit waren.
Meine alte Erfahrung aus der Gastro und jetzt (deutlich weniger, da Büro) besagt eher, dass Leute mit weniger eher etwas geben und es eher zu schätzen wissen, wenn man etwas für sie macht, als gutsituierte Menschen. Letztere betrachten es eher als ihren Anspruch auf etwas und versuchen auch mal bei Rechnungen "zu diskutieren".
Mann ich so zustimmen, ist im Essenslieferdienst genauso. Wahrscheinlich weil die Situation greifbarer ist, wenn man selbst näher an Mindestlohnjobs ist
13 Comments
aaaaaaaaargh@feddit.org · 13 pts · 120d
Wie ist das eigentlich rechtlich, ist Trinkgeld zumindest nicht meistens in bar und damit Steuerhinterziehung?
(Jetzt komme ich mir bei dieser Frage sehr deutsch vor, aber es interessiert mich halt)
MsFlammkuchen@lemmy.blahaj.zone · 17 pts · 120d
Wenn sie angestellt sind, sollte das in diesem Fall steuerfrei sein (§3 Nr. 51 EStG).
Flipper@feddit.org · 6 pts · 120d
Wahrscheinlich weil es einfach viel zu schwer durchzusetzten wäre und es trotzdem jeder machen würde.
aaaaaaaaargh@feddit.org · 4 pts · 120d
Wirklich - Das hab ich nicht gewusst, danke für den Link!
MsFlammkuchen@lemmy.blahaj.zone · 8 pts · 120d
Ich hab keine Ausbildung im Steuerrecht. Ich hab das tatsächlich gerade von Wikipedia.
aaaaaaaaargh@feddit.org · 9 pts · 120d
Eine gute Antwort ist eine gute Antwort.
Zacryon@feddit.org · 3 pts · 119d
Jo, statt Arbeitnehmys vernünftig zu bezahlen bei der Kundschaft um steuerfreies Extrageld betteln.
trollercoaster@sh.itjust.works · 3 pts · 119d
Hör doch mal auf dieses überaus progressive Unternehmen zu kritisieren, das sich nur um das Wohl seiner Mitarbeiter sorgt und dabei sogar geschlechtergerechte Sprache benutzt. Was willst Du denn mehr erwarten?
Sibbo@sopuli.xyz · 2 pts · 119d
Der Vorteil ist, dass es für ein wenig soziale Umverteilung beim busfahren sorgt. Leute mit weniger Geld geben halt kein Trinkgeld, und Leute mit mehr Geld zahlen dann halt etwas mehr. Naja, ob das wirklich so ist, weiß ich nicht.
Zabjam@feddit.org · 11 pts · 119d
Aus eigener Erfahrung (und um ehrlich zu sein ist das auch noch 20 Jahre her) ist das nicht so. Habe ein FSJ als Rettungssanitäter gemacht was (zumindest damals) auch viel Krankentransport bedeutet hat. Trinkgeld war unüblich und meine Kollegen und ich haben es immer abgelehnt - aber die Wahrscheinlichkeit war höher bei Leuten die augenscheinlich wirtschaftlich weniger gut gestellt waren. Das waren auch die Patienten, die wesentlich dankbarer für deine Arbeit waren.
glasratz@feddit.org · 8 pts · 119d
Wenn dem so wäre, würde die "trickle down economy" funktionieren.
You@feddit.org · 8 pts · 119d
Meine alte Erfahrung aus der Gastro und jetzt (deutlich weniger, da Büro) besagt eher, dass Leute mit weniger eher etwas geben und es eher zu schätzen wissen, wenn man etwas für sie macht, als gutsituierte Menschen. Letztere betrachten es eher als ihren Anspruch auf etwas und versuchen auch mal bei Rechnungen "zu diskutieren".
Micromot@piefed.social · 7 pts · 119d
Mann ich so zustimmen, ist im Essenslieferdienst genauso. Wahrscheinlich weil die Situation greifbarer ist, wenn man selbst näher an Mindestlohnjobs ist