Spanische Exklave: Spanien schätzt Zahl der nach Ceuta gelangten Menschen auf fast 50.000
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2026-07/melilla-migranten-marokko-grenze-spanien
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2026-07/melilla-migranten-marokko-grenze-spanien
43 Comments
armed_tortoise@feddit.org · 14 pts · 15d
Klassischer Fall von hybrider Kriegsführung. Marokko hat Beef mit Spanien, weil das seine Beziehungen zu Algerien normalisiert hat. Spanien ist zudem bei den USA unbeliebt und Marokko dafür ein großer Trump Fan.
Das der Fall jetzt edit: medial ausgenutzt wird ist auch irgendwo klar, aber zeigt auch: Offene Arme und co. funktionieren schon lange nicht mehr.
SubArcticTundra@lemmy.ml · 1 pts · 15d
Ja. Siehe auch: Weißrussland
armed_tortoise@feddit.org · -3 pts · 15d
Joa, die haben das Gleiche gemacht. Und die "Fachkräfte" mit denen von bestimmten Leuten geworben wird: Die kommen in der Regel regulär rein und fliehen nicht. Und wenn, bleiben die meistens in der Gegend.
Latschenkiefer@feddit.org · 3 pts · 15d
Die "Fachkräfte" müssen aber auch manchmal fliehen. Flücht ist für niemanden eine schöne Situation, aber man kannwenigstens das Beste aus der gegebenen Situation machen und die Geflohenen in den Arbeitsmarkt integrieren.
Niemand behauptet, dass die Flüchtlinge alles Fachkräfte sind die hier für Jobs herkommen. Niemand schaut sich die Kriese in Spanien an und sagt boah so viele Fachkräfte. Aber schöner Strohmann.
armed_tortoise@feddit.org · 0 pts · 15d
Das hat nichts mit Strohmann zu tun. Das ist die Realität. Ich kenne persönlich drei Leute aus meinem Bekannten- und Arbeitsumfeld, die hochqualifiziert nach Deutschland gekommen sind: Eine Japanerin, einen Ukrainer und einen Afghanen. Und alle drei haben den regulären Prozess durchgemacht und sich ihre Abschlüsse anerkennen lassen. Nur weil du in Afghanistan einmal Kabel in einen Schacht geworfen hast, heißt das nicht, dass du das Gleiche auch in Deutschland als "Elektriker" machen kannst - dafür sind die hier geforderten Kenntnisse viel höher.
Latschenkiefer@feddit.org · 2 pts · 15d
Hadt du meinen Kommentar überhaupt gelesen? Strohmann bezog sich darauf, dass du so tust als hätte irgendwer behauptet, dass die Leute die gerade Ceuta einrennen alles Fachkräfte sind.
Abgesehen davon sind die 3 Leute aus deinem persönlichen Umfeld nicht die Realität. Man kann auch als hochqualifizierter Mensch als Flüchtling über die Grenze kommen und dann seinen Abschluss hier anerkennen lassen.
dreamless_day@feddit.org · 1 pts · 15d
„Also die Kommentare, die sagen ‚sowas darf nicht passieren“ werden hier runter gewählt 🤷♂️
Latschenkiefer@feddit.org · 1 pts · 15d
Müsstest du mir jetzt einen Kommentar zeigen. Kann je nach Kontext alles Bedeuten.
broom@piefed.social · -2 pts · 15d
Spanien sollte diese Exklave endlich aufgeben. Die bringt doch nix und verursacht nur Probleme und Kosten...
Wrufieotnak@feddit.org · 3 pts · 15d
Und vor allem ist es ziemlich heuchlerisch sich über Gibraltar aufzuregen und selber so eine Exklave zu haben. Und ob diese Exklave wirklich was bringt, ist die Frage. Gibraltar gibt dem UK ja Einfluss wo es sonst keinen hat. Aber Spanien ist ja schon an der Meerenge dran und Marokko auch. Also würde sich da nicht wirklich was ändern. Aber wenn Spanien diese Region unter einer nicht-rechten Regierung abgibt, dann werden diese Francisten das Ausschlachten bis zum geht nicht mehr. Und die Nachfolger Francos werden das nicht abgeben.
dreamless_day@feddit.org · 6 pts · 15d
Da leben halt größtenteils Spanier
Wrufieotnak@feddit.org · 2 pts · 15d
Ja, und? In Gibraltar leben größtenteils Briten? Die negativen Folgen von Kolonialismus zu beheben ist nie einfach und für die Erben der Koloionalherren nie schön. Aber einfach weiter zu machen ist auch nicht die Lösung.
Und klar haben diejenigen, die dort geboren und aufgewachsen sind, mehr Anrecht dort zu sein als jemand dessen Großeltern oder noch davor dort gelebt haben. Aber wie gesagt, die Folgen von Kolonialismus zu beheben obliegt dem Täter, nicht dem Opfer.
Man könnte ja zum Beispiel auch ein Abkommen treffen, was den dort lebenden die Staatsbürgerschaft beider Länder gibt und Pensionen etc. ins Ausland bezahlt udn trotzdem das Land zurück geben.
dreamless_day@feddit.org · 10 pts · 15d
Ceuta gehört übrigens seit ~600 Jahren zu Portugal / Spanien. Ich glaub du kannst noch ein paar Generationen weiter gehen als Großeltern
Wrufieotnak@feddit.org · 10 pts · 15d
Du hast Recht, da hätte ich mich besser belesen sollen. Ich nahm an, es wäre im Zuge der afrikanischen Kolonialisierung der restlichen europäischen Mächte erobert worden, aber stattdessen wurde es bereits im Zuge der Reconquista erobert. Damit ist mein ursprünglicher Punkt auch hinfällig, da das dann doch sehr lange Zeiträume sind seit der gewaltsamen Eroberungund die Gesellschaftlichen Zusammenhänge anders als ich es erst dachte.
broom@piefed.social · 3 pts · 15d
Wow, hätte auch nicht erwartet, dass Ceuta schon so lange zu Portugal / Spanien gehört.
poVoq@slrpnk.net · 9 pts · 15d
Ich glaube du solltest dich erstmal genauer mit der politischen Situation in Marokko beschäftigen bevor du solche stark generalisierte Thesen auf diesen Fall anwendest.
Wrufieotnak@feddit.org · 10 pts · 15d
Jupp, gerade getan und muss zugeben, da war ich uninformiert und mein ursprünglicher Punkt ist hier so nicht vertretbar.
SrMono@feddit.org · 6 pts · 15d
Hut ab dafür, dass Du nochmal nachliest und es direkt überall einräumst. Schaffen heutzutage leider die Wenigsten.
Fettes Like!
Latschenkiefer@feddit.org · 6 pts · 15d
An wen? An die Römer?
dreamless_day@feddit.org · 2 pts · 15d
Ah ja Geschichtsrevision, was kann da nur schief gehen. Also hat Russland doch das Recht die Krim zu annektieren?
Wrufieotnak@feddit.org · 3 pts · 15d
Interessant, wie kommst du darauf, dass die spanische Exklave in Afrika Geschichtsrevision ist und mit Russland und der Krim vergleichbar ist? Das müsstest du jetzt etwas genauer erläutern.
dreamless_day@feddit.org · 3 pts · 15d
Gehe an einen beliebigen Zeitpunkt in der Vergangenheit zurück und behaupte dieser Zustand ist der richtige. Nehme diese Begründung um diesen Zustand wieder herzustellen.
Wrufieotnak@feddit.org · 3 pts · 15d
Das.... ist nicht was Geschichtsrevisionismus ist. Und auch nicht was ich behauptet habe. Geschichtsrevisionismus setzt sich zusammen aus 2 Wörtern: Geschichte revidieren. Es bedeutet geschichtliche Vorgänge anders darzustellen, als es gesellschaftlich anerkannt ist. Ich behaupte nicht, dass die tatsächlich abgelaufene Geschichte nicht so passiert ist, damit betreibe ich keinen Geschichtsrevisionismus. Was ich fordere ist Dekolonisierung.
GardenGeek@europe.pub · -5 pts · 15d
Aluhut-Theorie:
Bald sind Wahlen. Und schon gibt es wieder Anschläge und Flüchtlingskrisen... letztere aufgrund von ,,Gerüchten über eine Grenzöffnung".
dreamless_day@feddit.org · 16 pts · 15d
Wegen Wahlen in 3 deutschen Bundesländern wird eine Flüchtlingskrise an der anderen Seite des Kontinents erzeugt?
GardenGeek@europe.pub · 4 pts · 15d
In den USA sind im Herbst Midterms und die Republikaner haben Migration und Innere Sicherheit als Themen.
/edit: Eine ,,Invasion" muslimischer Flüchtlinge in ein ,,weißes" Land wie Spanien lässt sich in diesem Kontext gut nutzen um Ausländerfeindlichkeit, die Trump mit ins Amt gebracht hat, zu kultivieren.
Zudem gibt es Spannungen zwischen der linken spanischen Regierung und Israel/USA wegen des Kriegs im nahen Osten.
https://www.youtube.com/watch?v=gLb0wNhLsoI
... mit einer Flüchtlingskrise lässt sich die linke Regierung (die vor kurzem mirgationsfreundliche politische Entscheidungen getroffen hat) gut diskreditieren.
Authentizität ist noch nicht geklärt aber das Video wurde vorhin gepostet:
https://blorp.europe.pub/home/posts/https%3A%2F%2Flemmy.world%2Fpost%2F50122726
...ist allerdings eine .ml community, bei denen weiß man nie.
dreamless_day@feddit.org · 2 pts · 15d
Auf reddit wird eher eine Auseinandersetzung zwischen Spanien und Marokko vermutet.
Ist letztendlich auch egal, ob von jemanden geplant oder nicht, der Vorfall sollte deutlich machen, wie verwundbar die europäischen Außengrenzen sind. 50000 Menschen sind illegal in eine 85000 Einwohner Stadt eingedrungen, sowas darf nicht passieren.
GardenGeek@europe.pub · -2 pts · 15d
Stimmmt, darf es nicht.
Allerdings finde ich macht es schon einen unterschied ob die Leute von sich aus dort aufgetaucht sind oder von einer dritten Partei aktiv als Waffe eingesetzt werden.(Ähnliche Siutationen hatten wir ja auch schon an der polnischen und türkischen Grenze)
Oder um es mal anders zu formulieren: Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird in China in 20 Jahren keine eigenen Soldaten schicken müssen um Europa zu zerstören. Es wird vollkommen ausreichen die Heerscharen von hungrigen Menschen zu bewaffnen die ohnehin auf dem Weg nach Europa sind. Da hilft dann auch kein Frontex mehr, die gesamte Außengrenze wird niemand mit Gewalt verteidigen könnnen.
dreamless_day@feddit.org · -5 pts · 15d
Wenn wir ehrlich sind, bleibt uns nichts anderes übrig. Wir werden nicht sämtliche Fluchtursachen bekämpfen können, besonders die Klimakrise lässt sich kaum von Europa allein aufhalten. Und wie du sagst, Flüchtlinge können und werden bereits als Waffe eingesetzt.
GardenGeek@europe.pub · 5 pts · 15d
Es ist kein realistisches Szenario. Dafür ist die Außenregrenze viel zu groß und die Kosten wären zu enorm.
Ist ja auch nicht notwendig.
Wenn man allerdings einfach weiter macht wie bisher (aktuell soll ja alles was nach Klima riecht aufgeweicht werden) und den ärmerem Staaten nicht hilft sich ans Klima anzupassen (Lösungen gibt es heute schon mehr als genug, nur politischer Wille und Geld ist keins da) braucht man sich auch nicht wundern. Zumal die Auswirkungen nicht an den EU Außengrenzen halt machen sondern uns in Form von Extremwetter, Waldbränden, Ernteausfällen und Krankheiten auch selbst treffen werden.
Zu glauben wir könnten uns als Kontinent isolatonistisch von den Kosenquenzen unseres Handels der letzten 300 Jahre abschotten halte ich in einer immer vernetzteren Welt für realitätsfremd.
dreamless_day@feddit.org · 0 pts · 15d
Grade die europäschen Grenzen lassen sich doch ganz gut verteidigen. Ist ja nicht so wie in den USA, dass wir hunderte kilometerlange Grenzen über Land haben. Die Grenze besteht größtenteils aus Wasser, lediglich im Osten Richtung Russland gibt es lange Landgrenzen. Da behaupte ich mal, dass Russland nicht ewig komplett feindlich gegenüber Europa gestimmt ist.