Jäger wollen Tiere im Wald vor dem Verdursten retten. Weil es so trocken ist, bringen sie im Main-Tauber-Kreis derzeit regelmäßig Tausende Liter Wasser in den Wald.
Jäger wollen Tiere im Wald vor dem Verdursten retten. Weil es so trocken ist, bringen sie im Main-Tauber-Kreis derzeit regelmäßig Tausende Liter Wasser in den Wald.
29 Comments
A_norny_mousse@piefed.zip · 2 pts · 5d
Warum nicht Förster? Oder gibt es solche gar nicht mehr?
Padit@feddit.org · 3 pts · 4d
Sind Förster nicht auch voll oft Jäger? Zumindest die paar die ich kenne
glasratz@feddit.org · 2 pts · 3d
Ein Förster muss im Studium einen Jagdschein machen, so weit ich weiß.
glasratz@feddit.org · 2 pts · 3d
Förster gibt es nur in Staatsforsten und wenn Waldbesitzer einen anstellen, was sich aber für den normalen Waldbauern kaum lohnen dürfte. Förster sind quasi Komplettverwalter eines Waldes, wer das selbst macht, braucht keinen. Die meisten Förster dürften Beamte sein und waren es historisch alle einmal.
Melchior@feddit.org · -1 pts · 5d
Damit die Bäume der Förster noch mehr von Rehen zerbissen werden?
A_norny_mousse@piefed.zip · 1 pts · 5d
Verstehe ich jetzt nicht.
Was ich meinte: eigentlich gehört geregeltes Wildschiessen ja zur Waldpflege. Ich weiss dass das oft ausgepachtet wird, weil Menschen eben geil drauf sind, aber ich frage mich halt warum jene jagdpächter auf diese Idee gekommen sind und nicht die Förster selbst. Es sei denn - spekulierte ich - dass es den Beruf Förster nicht mehr gibt.
zaphod@feddit.org · 6 pts · 5d
Muss man wissen.
Was ein Schwachsinn, natürlich gibt es Förster noch, die sind auch manchmal Jäger, kümmern sich aber eher um den Wald an sich und die Bäume. Wenn es die Aufgabe der Jäger ist sich um den Artbestand zu kümmern, dann können die sich auch um Wasserversorgung für Tiere im Sommer kümmern. War wahrscheinlich in der Vergangenheit nicht notwendig.
skunk@lemmy.zip · -1 pts · 5d
Oooh wie liiiieeeb 🥰🥰🥰 wow jäger*innen sind ja scheinbar ganz gut für die tiere 🤔🤔
CosmoNova@lemmy.world · 9 pts · 5d
Nachhaltigkeit sollte beim Jagen wie beim Fischen oberstes Gebot haben. Sonst schafft es sich selbst ab. Viele raffen das bestimmt nicht. Besonders nicht beim Fischen. Aber es gibt auch noch welche, mit ein bisschen Sinn und Verstand. Jäger würde Ich sogar als wertvoll für den Artenerhalt ansehen, einfach weil sie nah an der Materie dran sind und ein Gefühl dafür haben, wie es um die Wildtiere bestellt ist. Die Industrie setzt sich damit jedenfalls nicht auseinander.
trollercoaster@sh.itjust.works · 1 pts · 3d
Bei der Jagd ist das in Deutschland auch größtenteils so. Das größte Problem ist eher, dass man zu zimperlich mit invasiven Arten (z.B. Waschbären, für die verdammten Viecher gibt es Schonzeiten) und bei der Eindämmung von Seuchen ist, (z.B. Schweinepest, statt in den betroffenen Gebieten die Wildschweinpopulation für anschließende Wiederbesiedelung durch Einwanderung aus gesunden Beständen zu dezimieren, hat man das laufen lassen und sich eingeredet, dass man mit teuren Zäunen, über die ein Wildschein nur lacht, die Ausbreitung verhindern zu können) ist das Jagdwesen auf eine Erhaltung eines gesunden Wildbestands ausgelegt.
Bei der kommerziellen Fischerei ist die Erhaltung der Bestände leider nur eine Nebensache, wahrscheinlich, weil da die Lebensmittelindustrie mit drinsteckt und einfach durch die Bank Politiker schmiert, um ihre Profite zu maximieren, hast Du ja selbst gesagt.
Nicht umsonst muss man, um in Deutschland überhaupt jagen zu dürfen, einen Jagdschein machen, für den man so Einiges an Fachwissen über das Thema nachweisen muss. Die Jagd reguliert die Bestände in Abwesenheit eines Großteils der natürlichen Fressfeinde. (Die wurden schon vor Jahrhunderten ausgerottet, und eine Wiederansiedelung auf einem Niveau, dass sich dadurch eine Bestandsregulierung einstellt, wird immer problematisch bleiben, außerdem ist der Mensch auch natürlicher Fressfeind von Wildtieren, auch wenn das so Einige nicht wahrhaben wollen)
A_norny_mousse@piefed.zip · 8 pts · 5d
Viele Leute die einfach nur scharf darauf sind Tiere abzuknallen werden sich hinter solchen Argumenten verstecken, aber in diesem Fall trifft es ja tatsächlich zu.
Und wer wie ich in einer Region lebt in der es mehr Rehe als Mücken gibt versteht auch dass am "Ersetzen natürlicher Feinde" wirklich was dran ist.
Jäger hat als Beruf tatsächlich mehr mit Wald- und Landschaftspflege zu tun.
Akelei@discuss.tchncs.de · 5 pts · 5d
Wer gibt den Tieren im Wald sonst Wasser, wenn keins da ist?
Zoneflasher@feddit.org · -2 pts · 4d
Förster (die häufig auch berufsbedingt Jäger sind) erscheint mir weniger moralisch heuchlerisch als Jäger aus einem Jagdverein
trollercoaster@sh.itjust.works · 2 pts · 3d
Was ist daran moralisch heuchlerisch?
Zoneflasher@feddit.org · 1 pts · 2d
Während Förster und Jagdpächter (wie ich eben gelernt habe) sich um die Verwaltung des Wildes kümmern (schließt ja auch Jagd mit ein) enthält die Gesamtheit der Jäger auch diejenigen, denen lediglich am Vergnügen der Jagd gelegen ist. Vielleicht ist es zu allgemein betrachtet, aber Jäger und Jagdverein schließt für mich auch diejenigen ein, die sich zwar an die (gesetzlichen) Regeln zur Jagd halten aber keine Empathie für die Tiere haben und deshalb auch weniger bis nicht auf das Leiden, das sie verursachen können, achten.
Diese Tiere dann mit Wasser zu versorgen und sich damit zu rühmen sie gerettet zu haben nur um sie später in Teilen zum Leiden zu zwingen ist für mich moralische Heuchelei (ethisch wäre hier vermutlich das bessere Wort gewesen).
Nur um es gesagt zu haben: Ich beziehe das explizit nicht auf die Gesamtheit aller Jäger. Insbesondere muss es sich nicht auf die beteiligten Jäger beziehen.
TL;DR: Die Gruppe "Jäger" beinhaltet Leute mit reinem Eigeninteresse, für die Gruppe "Förster" ist die Erhaltung / Verwaltung die Aufgabe. Damit ist Tiere retten und das öffentlich teilen für Jäger als Gruppe aus meiner Sicht wahrscheinlicher / mehr ethisch heuchlerisch als für Förster.
glasratz@feddit.org · 2 pts · 3d
So? Dann soll also jeder Waldbesitzer auf eigene Kosten einen Förster für die Aufgaben anstellen, für die Jäger ihm Pacht bezahlen, nur damit es nicht mehr heuchlerisch ist? Und was macht man, wenn der Förster, wie nicht selten, auch Mitglied eines Jagdvereins ist?
Ein Förster ist ein Waldverwalter, der sowohl für Wild- als auch für Holzwirtschaft zuständig ist. In einem Privatwald braucht man selten jemanden, der einem die Holzwirtschaft verwaltet, es sei denn man hat riesige Ländereien. Und für das Verwalten des Wildes sind die Jagdpächter zuständig.
Zoneflasher@feddit.org · -1 pts · 2d
Ich habe nie von wirtschaftlicher Rentabilität gesprochen. Ethische Bedenken gehen nicht immer mit Umsetzbarkeit einher, insbesondere im kleineren Maßstab. Trotzdem finde ich es wichtig auf die Eingangsfrage die ja auf "Wer kümmert sich um die Tiere bei Dürre?" hinausläuft eine aus meiner Sicht ethische bessere Antwort als "Diejenigen, die ein Interesse daran haben sie zu jagen" zu geben.
Ich habe explizit schon beigeschrieben, dass Förster auch häufig Jäger sind, was eine Mitgliedschaft in einem Jagdverein nicht ausschließt.
Danke für die Aufklärung, bin nicht so tief im Thema drin, dass ich die Unterscheidung Förster Jagdpächter und deren Aufgabengebiete sowie Bezahlung gewusst hätte
glasratz@feddit.org · 1 pts · 2d
Inwiefern wird es auf irgendeine Art und Weise ethischer, wenn man die Rollen von Jagd und Hege trennen würde? In der Regel kümmern sich Menschen um Tiere, weil sie an ihnen ein wie auch immer geartetes Interesse haben. Da könnte man auch sagen, ein Zoo sollte seine Tiere nicht selbst füttern, weil er ja ein wirtschaftliches Interesse an diesen hat. Oder sie sogar züchtet um sie an andere Zootiere zu verfüttern.
Zoneflasher@feddit.org · 0 pts · 2d
Die Trennung von Jagd und Hege wäre nicht ethischer. Das habe ich auch nie gesagt.
Es ist weniger ethisch heuchlerisch, Tiere zu versorgen und das dann zu veröffentlichen, wenn man nicht nur die Absicht verfolgt sie danach zu jagen, sondern sich zumindest generell um die Tiere kümmert.
Wenn wir von Ethik sprechen finde ich sowohl die Hobbyjagd als auch Zoos nicht ethisch vertretbar (PETA zu Jagd und Zoos)
Bei der Ethik geht es nicht um das Interesse am Tier, sondern ob das Tier dafür leidet. Einsperren, Töten, Qualzucht, nicht artgerechte Haltung sind aus meiner Sicht alle nicht ethisch vertretbar. Die Haustierhaltung kann z.B. für den Menschen mit Interesse an Gesellschaft / Liebe für das Tier gut sein, wenn das Tier gut versorgt ist und keine Qualzucht unterstützt wird
glasratz@feddit.org · 1 pts · 1d
Ok, ich denke wir brauchen nicht weiter zu diskutieren, wenn du Standards der PETA anführst. Der PETA geht es in erster Linie um PETA und nicht um Tierwohl. Anstatt sich für Tiere einzusetzen, werden lieber mit Schockaktionen Spenden für sich selbst gesammelt. Im Grunde ist es ein sektenartige Verein, der seine vollkommen eigene Definition von Ethik und "lebenswertem" Tierleben hat. Sie wirft meiner Ansicht nach durch ihren Extremismus ein schlechtes Licht auf andere, bessere Organisationen.
Siehe zum Beispiel die großen Einschläferaktionen leicht vermittelbarer Hunde und Katzen in den USA (https://www.zeit.de/gesellschaft/2013-04/peta-einschlaefern-usa-tiere). Oder die meiner Meinung nach sehr ernstzunehmenden Vorwürfe, dass die Organisation Videos fälsch oder sogar Tierfoltervideos selbst produzieren lässt (https://eu.indystar.com/story/news/crime/2019/11/14/peta-footage-indiana-farm-may-have-been-faked-police-say/4192340002/ und https://wwd.com/sourcing-journal/sustainability/peta-video-international-fur-federation-1238731770/)
Inwiefern es einen Unterschied zwischen "ethischer" und "weniger ethisch heuchlerisch" gibt, ist mir auch schleierhaft. Das ist Augewischerei. Und wieso ist die Hobbyjagd weniger ethisch vertretbar als die Berufsjagd? Gerade in öffentlichen Wäldern, in welchen bei uns Berufsjäger tätig sind, kommt es immer wieder zu radikalen Massenabschüssen.
Ich denke deine Haltung basiert hauptsächlich auf einem grundsätzlichen Missverständnis des deutschen Jagdrechts. "Hobbyjäger" sind bei uns vornehmlich Revierpächter und deren Mitgeher. Das sind Leute, die oft über Jahrzehnte im selben Waldstück jagen und den Tierbestand persönlich kennen. Sie haben also eine Beziehung zu "ihrem" Wald. Sie sind je nach Wildart an Abschusspläne gebunden. Die aber heute tendenziell so hoch sind, dass hier gerne eher nach oben als nach unten geflunkert wird. Es gibt keinen Jagdverband (außer vielleicht dem Ökologischen Jagdverband), dem der Satz "Wald vor Wild" nicht ein Dorn im Auge ist.
Berufsjäger sind weisungsgebunden und unsere Staatsforsten sind zum Teil industrielle Holzproduktionsstätten. Das ist meiner Ansicht nach kritikwürdig.
An den "Hobbyjägern" sollte man meiner Ansicht nach eher die teilweise sogar kriminellen Unsitten kritisieren, die oft als traditionell oder Kavaliersdelikte gesehen werden. Dabei geht es hauptsächlich um den Umgang mit Raubtieren, von Mardern über Raubvögel bis hin zum Wolf. Hier gibt es alles, von der Verwendung illegaler Fallen bis zum gezielten Vergiften. Wenn so etwas in den Medien kommt, dann kann man eigentlich davon ausgehen, dass ein Jäger der Schuldige ist.
Diplomjodler3@lemmy.world · -8 pts · 5d
Natürlich! Jagd ist schließlich angewandter Naturschutz! Und Sex ist angewandte Enthaltsamkeit.
Jumi@lemmy.world · 7 pts · 5d
Nachdem wir alle natürlichen Fressfeinde ausgerottet muss man schon schauen, dass der Bestand nicht überhand nimmt.
Das wir jeden Lebensraum dichtmachen hilft natürlich auch nicht wirklich.
Wir versuchen menschengemachte Problem auf die menschlichste Art und Weise zu lösen: Mord und Totschlag.
Diplomjodler3@lemmy.world · -3 pts · 5d
Meistens würde es schon reichen, die Viecher nicht noch extra zu füttern. Der Grund für die katastrophal hohen Wildbestäde in deutschen Wäldern ist, dass die Tiere von den Jägern aufgepäppelt werden damit sie was zum Abknallen haben.
Darukhnarn@feddit.org · 4 pts · 4d
Das große Problem sind landwirtschaftliche Nutzflächen. Fütterung ist mittlerweile weitestgehend verboten, aber selbst in Revieren ohne jeglichen jagdlichen Eintrag hast du durch den Nitrateintrag in Landwirtschaft und co. so eine Verkippung im Ökosystem, dass die Rehe über den ökologischen Limes gedrüwerden.
Jumi@lemmy.world · 1 pts · 4d
Wenn das stimmt ist das echt richtig schwach
A_norny_mousse@piefed.zip · 1 pts · 5d
Diplomjodler3@lemmy.world · 1 pts · 5d
Tatsächlich scheint es schwierig zu sein Quellen zu finden, die nicht direkt von der Jagdlobby stammen. Ich hatte früher jedenfalls Jäger in der Familie und ich kann aus Erfahrung sagen, das die ökologischen Aspekte da nur ein Feigenblatt sind. Da geht es immer erstmal ums ballern.
Edit: hier habe ich doch noch ein paar Quellen gefunden:
https://ag-wildtiere.com/2023/09/28/positionspapier-wild-futterungen/
https://www.tierschutz-austria.at/wildtierfuetterung-hege-jagd/
A_norny_mousse@piefed.zip · 1 pts · 5d
skunk@lemmy.zip · -2 pts · 5d
Bomben für den Frieden🤯
Diplomjodler3@lemmy.world · -1 pts · 5d
Gaskraftwerke für den Klimaschutz!
lookingforanALFpolycule@lemmy.world · -6 pts · 4d
“Hunters want to save animals”
Yeah so they have more of them to shoot :|