Die Ideen haben die schon lange. Deshalb sind sie auch alle mehr als bereit, jedes Schlangeöl- KI-Märchen zu glauben, wenn das irgendwie Hoffnung macht, diese dreckigen Angestellten mit ihren dämlich Lohnforderungen loszuwerden.
Die sollen nichts bezahlen. Aktuell verkauft man Dinge an Arbeiter, weil die Arbeiter weiterhin arbeiten sollen, bis Roboter & KI weit genug sind. Dann kann der ganze Ballast endlich abgeworfen werden, und die Wirtschaft kann sich komplett auf die Interessen der relevanten Menschen konzentrieren.
Natürlich wird in jedem Betrieb ständig daran gefeilt wie man Kosten reduzieren kann, und der Lohn ist da keine Ausnahme, nur weil es dabei um Menschen und deren Überleben geht, das wäre ja komplett unprofessionell.
Oder so Sachen wie Subunternehmer (Scheinselbständige).
Sorry aber was ein Quatsch! Wenn ich einen Menschen einstelle, muss ich auch damit rechnen das er mal krank ist und ich ihn dann weiter bezahlen um ihn bei der Gesundung zu unterstützen. Das ist sogar im Interesse des Arbeitgebers und es gibt auch keinerlei Grund auch das noch der Allgemeinheit aufzubürden! Gut das das nur vom Postillon ist. :-)
ich sag das ja schon seit längerer zeit immer wieder mal (aber unironisch):
der wirtschaft würde es besser gehen wenn wir ein BGE hätten weil dann die lohnkosten niedriger sein könnten ... dadurch würde es für firmen billiger werden leute einzustellen, sodass mehr produziert werden würde und mehr umsatz/gewinn würde auch gemacht.
Ehrliche Frage: Wenn es ein BGE geben sollte, wer fährt Pakete und Essen aus, wer putzt Toiletten an Autobahnen, wer sticht den Spargel? Unser Wirtschaftssystem basiert zu großem Teil auf Ausbeutung, ich frage mich ehrlich, wer sich mit einem BHE noch ausbeuten lassen würde.
Abgesehen von den anderen Argumenten: Möglicherweise wären diese Jobs dann nicht mehr so scheisse, weil man nicht auf verzweifelte Menschen zählen kann um die Arbeitsbedingungen zu drücken.
Das kommt drauf an, wie hoch das bedingungslose Grundeinkommen (hab ich die Abkürzung eh richtig verstanden?) wäre: wenn es nur gerade zum grundlegenden Überleben reichen würde, wäre ein etwas besserer Lebensstandard vielleicht trotzdem Anreiz genug.
Also du meinst Menschen gehen für ein paar hundert € im Monat mehr für Luxus-Artikel in die Massentierhaltungsfabrik und zerlegen Tiere? Also versteht mich nicht falsch, aber da ist schon sehr viel hopium dabei, oder? Ist mir aber auch klar das das BGE ein komplexes Thema ist und man das nicht in einem Kommentar beantworten kann.
Manches von dem sind aber eben auch Bedürfnisse, die durch den aktuellen Zustand erst erschaffen wurden. Das hohe Angebot an Essenslieferungen ist zum Teil auch Resultat einer Arbeitswelt, in der viele Menschen zu erschöpft sind, nach dem Vollzeitjob und anderen Pflichten noch selbst zu kochen. In anderen Ländern ist das ja auch nicht so extrem (und war es auch vor 20 Jahren hier nicht). Bei den Paketlieferungen könnte sich die Gesellschaft ja auch mal fragen, ob denn wirklich jeder jedes Paket am nächsten Tag braucht.
Man muss sich als Gesellschaft eben auch mal fragen, ob man wirklich alles in einer reinen Wirtschaftsmetrik ausdrücken kann. Schließlich gibt es ja auch viele Menschen, die ehrenamtliche Arbeit leisten. Eine konkrete Antwort darauf wäre natürlich komplex, aber verschiedene Programme und Argumentationslinien für ein besseres und glücklicheres Gemeinwohl sind schon denkbar, wenn man mal nicht davon ausgeht, dass nur die Arbeitsplatzzahl als einziger Indikator für einen funktionierenden Staat ausschlaggebend ist.
Das BGE wäre natürlich so zugeschnitten das es zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben wäre. Anders ist das mit der Kapitalistischen Verwertungslogik gar nicht zusammen zu bringen.
Maschinen. Schau dir an wie China und Amerika Roboter puschen. Die können dann auch gleich alte, für Menschen ausgelegte Arbeitsplätze weiterverwenden. Klar wird einiges noch dauern, aber wir brauchen nicht wirklich so viel mehr neues entdecken und erfinden damit wir komplett alle arbeiten von Maschinen erledigen lassen können. Könnte Utopie sein wird aber wahrscheinlich dann eher nur gut für die ausgehen, die die Maschinen "besitzen".
20 Comments
Senseless@feddit.org · 29 pts · 4d
Bringt sie doch nicht auf Ideen
Ooops@feddit.org · 11 pts · 4d
Die Ideen haben die schon lange. Deshalb sind sie auch alle mehr als bereit, jedes
Schlangeöl-KI-Märchen zu glauben, wenn das irgendwie Hoffnung macht, diese dreckigen Angestellten mit ihren dämlich Lohnforderungen loszuwerden.Senseless@feddit.org · 4 pts · 3d
Die Frage ist nur wovon diese dreckigen Ex-Angestellten denn den Mist bezahlen sollen, wenn sie arbeitslos sind.
FooBarrington@lemmy.world · 3 pts · 3d
Die sollen nichts bezahlen. Aktuell verkauft man Dinge an Arbeiter, weil die Arbeiter weiterhin arbeiten sollen, bis Roboter & KI weit genug sind. Dann kann der ganze Ballast endlich abgeworfen werden, und die Wirtschaft kann sich komplett auf die Interessen der relevanten Menschen konzentrieren.
Marzell@rollenspiel.forum · 8 pts · 4d
Die Idee ist seit Jahren im Umlauf, oder was glaubst du warum Firmen ihre Leute raus werfen während sie gleichzeitig den Managern ihre Boni erhöhen.
zaphod@sopuli.xyz · 4 pts · 3d
Die Idee sieht man bei jeder Gehaltsverhandlung.
A_norny_mousse@piefed.zip · 3 pts · 3d
Gute Satire ist in der Realität verwurzelt.
Natürlich wird in jedem Betrieb ständig daran gefeilt wie man Kosten reduzieren kann, und der Lohn ist da keine Ausnahme, nur weil es dabei um Menschen und deren Überleben geht, das wäre ja komplett unprofessionell.
Oder so Sachen wie Subunternehmer (Scheinselbständige).
A_norny_mousse@piefed.zip · 12 pts · 3d
Ach wunderbar, der erste Satz bringt mich schon zum lachen.
raven@feddit.org · 4 pts · 3d
Sorry aber was ein Quatsch! Wenn ich einen Menschen einstelle, muss ich auch damit rechnen das er mal krank ist und ich ihn dann weiter bezahlen um ihn bei der Gesundung zu unterstützen. Das ist sogar im Interesse des Arbeitgebers und es gibt auch keinerlei Grund auch das noch der Allgemeinheit aufzubürden! Gut das das nur vom Postillon ist. :-)
knomie@feddit.org · 7 pts · 3d
Nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe, aber ich glaube, du hast ein "fort" gelesen, dass da nicht steht. Es geht um alle Lohnzahlungen.
raven@feddit.org · 2 pts · 2d
Da hast Du leider recht.
gandalf_der_13te@feddit.org · 2 pts · 3d
ich sag das ja schon seit längerer zeit immer wieder mal (aber unironisch):
der wirtschaft würde es besser gehen wenn wir ein BGE hätten weil dann die lohnkosten niedriger sein könnten ... dadurch würde es für firmen billiger werden leute einzustellen, sodass mehr produziert werden würde und mehr umsatz/gewinn würde auch gemacht.
lokalhorst@feddit.org · 3 pts · 3d
Ehrliche Frage: Wenn es ein BGE geben sollte, wer fährt Pakete und Essen aus, wer putzt Toiletten an Autobahnen, wer sticht den Spargel? Unser Wirtschaftssystem basiert zu großem Teil auf Ausbeutung, ich frage mich ehrlich, wer sich mit einem BHE noch ausbeuten lassen würde.
Verdorrterpunkt@feddit.org · 6 pts · 3d
Abgesehen von den anderen Argumenten: Möglicherweise wären diese Jobs dann nicht mehr so scheisse, weil man nicht auf verzweifelte Menschen zählen kann um die Arbeitsbedingungen zu drücken.
schnurrito@discuss.tchncs.de · 3 pts · 3d
Das kommt drauf an, wie hoch das bedingungslose Grundeinkommen (hab ich die Abkürzung eh richtig verstanden?) wäre: wenn es nur gerade zum grundlegenden Überleben reichen würde, wäre ein etwas besserer Lebensstandard vielleicht trotzdem Anreiz genug.
lokalhorst@feddit.org · 1 pts · 3d
Also du meinst Menschen gehen für ein paar hundert € im Monat mehr für Luxus-Artikel in die Massentierhaltungsfabrik und zerlegen Tiere? Also versteht mich nicht falsch, aber da ist schon sehr viel hopium dabei, oder? Ist mir aber auch klar das das BGE ein komplexes Thema ist und man das nicht in einem Kommentar beantworten kann.
Majoran@feddit.org · 3 pts · 3d
Manches von dem sind aber eben auch Bedürfnisse, die durch den aktuellen Zustand erst erschaffen wurden. Das hohe Angebot an Essenslieferungen ist zum Teil auch Resultat einer Arbeitswelt, in der viele Menschen zu erschöpft sind, nach dem Vollzeitjob und anderen Pflichten noch selbst zu kochen. In anderen Ländern ist das ja auch nicht so extrem (und war es auch vor 20 Jahren hier nicht). Bei den Paketlieferungen könnte sich die Gesellschaft ja auch mal fragen, ob denn wirklich jeder jedes Paket am nächsten Tag braucht.
Man muss sich als Gesellschaft eben auch mal fragen, ob man wirklich alles in einer reinen Wirtschaftsmetrik ausdrücken kann. Schließlich gibt es ja auch viele Menschen, die ehrenamtliche Arbeit leisten. Eine konkrete Antwort darauf wäre natürlich komplex, aber verschiedene Programme und Argumentationslinien für ein besseres und glücklicheres Gemeinwohl sind schon denkbar, wenn man mal nicht davon ausgeht, dass nur die Arbeitsplatzzahl als einziger Indikator für einen funktionierenden Staat ausschlaggebend ist.
raven@feddit.org · 2 pts · 3d
Das BGE wäre natürlich so zugeschnitten das es zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben wäre. Anders ist das mit der Kapitalistischen Verwertungslogik gar nicht zusammen zu bringen.
SomeOneWithA_PC@feddit.org · 1 pts · 3d
Maschinen. Schau dir an wie China und Amerika Roboter puschen. Die können dann auch gleich alte, für Menschen ausgelegte Arbeitsplätze weiterverwenden. Klar wird einiges noch dauern, aber wir brauchen nicht wirklich so viel mehr neues entdecken und erfinden damit wir komplett alle arbeiten von Maschinen erledigen lassen können. Könnte Utopie sein wird aber wahrscheinlich dann eher nur gut für die ausgehen, die die Maschinen "besitzen".
lokalhorst@feddit.org · 1 pts · 3d
Also ich bin ganz bei deiner Utopie und nicht böse gemeint, aber das ist doch eher keine ernsthafte Antwort, oder?