Antisemitismusvorwurf gegen Berliner Linke • Foto: Funke Foto Services/IMAGO
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7 Comments
LinkeSocke@feddit.org · 19 pts · 25d
Enttäuscht von der Linkspartei, mal wieder so schnell auf Mediendruck einzuknicken und dem Rapper, der ihre Veranstaltung supportet hat, so in den Rücken zu fallen. Vor kurzem noch beschlossen, dass sie den Genozid anerkennen würden, nun doch aber ein Problem mit Solidarisierung mit den Opfern und Verurteilung des Täters. Mit „Death to the IDF“ sind keine Juden gemeint, sondern die israelische Organisation, die aktuell den Genozid ausübt. Israel ist nicht der Staat aller Juden, nicht jeder Jude ist Israeli, nicht jeder Israeli ist Jude. Nicht jeder Jude steht hinter Israel. Der geforderte „Tod“ einer Organisation ist eine Metapher für das Ende dieser. Das Ende der Taten dieser. Eigentlich sollten sich Linke mit solchen Slogans auskennen. Ich muss sicherlich keinem Linken erklären, dass ACAB nicht individuelle einzelne Polizisten meint. Es wird nicht gesagt, dass Juden etwas zustoßen solle, es wird nichtmals gesagt, dass etwas Israelis zustoßen solle. Es wird gesagt, dass die Organisation enden soll. Zivilisten oder der individuelle Soldat sind nicht gemeint. Ich verurteile ebenso zutiefst Putin und die russische Armee. Ich würde auch nicht schlucken, wenn jemand den Tod der russischen Armee forderte. Jeder könnte das im Kontext der in der Ukraine stattfindenden Kriegsverbrechen nachvollziehen, woher diese polemische und emotionale Aussage kommt, und es nicht ummünzen, man würde den Tod von Russen fordern. Die Russen sind als Individuen nicht schuld, die Israelis sind als Individuen nicht schuld. Kritik und Angriff gebühren der Führung, der ausübenden Organisation. Natürlich könnte man nun darüber diskutieren, ob diese polemische Ausdrucksweise konstruktiv ist. Würde ich auch kritisch betrachten. Da es Teil eines Songtextes ist, der im Deutschrap üblicherweise provoziert, passt solch polemische Ausmalung aber vielleicht doch gut ins Bild. Eins ist der Aufruf sicher nicht. Antisemitisch. Ich verurteile die Verwässerung dieses Begriffs.
Solidarität mit Dahabflex 🇵🇸 Solidarität mit allen unterdrückten Völkern
Enkrod@feddit.org · 1 pts · 4d
foenkyfjutschah@programming.dev · -5 pts · 24d
ganz schön aufwendig, solchen scheiß zu rechtfertigen. ich muß sicherlich niemandem erklären, daß die ACAB-parole nicht gerade unbekloppt ist.
LinkeSocke@feddit.org · 5 pts · 24d
Benutze ich auch nicht. Wenn du zu Ende gelesen hast, habe ich der Parole, um die es ging, die Konstruktivität abgesprochen. Das gilt auch für die erwähnten Beispiele. Alles Polemik. Aber es ging darum, ob es antisemitisch ist, und das kann ich klar mit „Nein“ beantworten. Gerechtfertigt wurde nichts, sondern erklärt. Ich bin nicht Dahabflex, ich muss mich für gar nichts rechtfertigen. Ich nutze diese Slogans auch nicht. Aber ich wundere mich nicht, wenn man so was in Raptexten hört. Wenn so was hineinpasst, dann da. Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt. Vor allem halte ich es für abscheulich, dass ausgerechnet in Deutschland der Antisemitismusbegriff so verwässert wird. Dagegen sollte sich gewehrt werden. Ich halte es für antisemitisch, wenn man bei einer Kritik an Israel immer sofort denkt, man würde alle Juden meinen. Weil im Kopf einer Person, die so denkt, Judentum und Israel scheinbar dasselbe sind. Und im Kopf so einer Person scheinen alle Juden hinter Genozid zu stehen. Das tun sie nicht! Eine Menge Juden verurteilen den Genozid aufs Tiefste. Nicht jeder Jude ist aus Israel und nicht jeder Israeli ist Jude! Alle Juden so mit dem Genozid gleichzusetzen, ist antisemitisch. Das sind individuelle Menschen. Eine solche Gleichsetzung mit einem Staat ist, wenn schon, das Antisemitische hier. Man traut den Menschen so gar keine eigene Meinung zu. Es gibt sogar Antideutsche, die Israel kritische Juden immerzu mit „selbsthassenden Juden“ beschimpfen. Und das ist wie jeder Antisemitismus aufs tiefste zu verurteilen. Ich hoffe du erkennst die Problematik an dieser Denkweise wenn man Menschen und Staat so gleichsetzt. Nach der Logik wäre ich auch Amerikaner Hasser weil ich ICE und Trump verurteile. Nach der Logik wäre ich auch Russen Hasser weil ich Putin und die Russische Arme verurteile. Und vorallem Christentum Hasser, weil MAGA stellen sich ja auch wie die Oberchristen da. Bedeutet das dann das andere Christen auch kein recht auf eigene Meinung mehr haben?
Ich wünsch dir noch einen schönen Tag.
cows_are_underrated@feddit.org · 2 pts · 23d
Gebrüllt wie ein Löwe
PotatoesFall@discuss.tchncs.de · 7 pts · 24d
Linkspartei Politiker vs einfach mal grade stehen und Rückgrat zeigen challenge (impossible)
LinkeSocke@feddit.org · 3 pts · 24d
Zumindest der verantwortliche KV scheint ihm doch nicht in den Rücken zu fallen. https://feddit.org/post/34854999
Bababasti@feddit.org · 4 pts · 24d
Mamdani hatte erst kürzlich selbst in einem Interview gesagt dass einen erfolgreichen Politiker Ehrlichkeit und Prinzipien ausmachen. Wer nie weiß, wie ein:e Politiker:in sich zu einem Thema verhalten wird, weil eh immer hin und her geschwankt und rumlaviert wird, der wird diesen Poltiker:innen auch nie vertrauen/wählen. An Mamdani wussten selbst seine Gegner:innen zu schätzen, dass sie immerhin wüssten wofür er stehe und konnten seine Standpunkte bei vielen Themen nachvollziehen und sich sicher sein, dass er sie vertreten würde. Das ist nun hier bei der Linkspartei wieder mal gescheitert. Plötzlich schwenkt man um weil man Angst hat dass irgendein Furzmedium wieder ein Artikel veröffentlich dass die Linke in Berlin plötzlich anitisemitisch geworden ist...