Mieterbund: 1,4 Millionen Wohnungen fehlen

https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/mehr-als-eine-million-wohnungen-fehlen-100.html

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22 Comments

Waterpumpee@lemmus.org · 20 pts · 7d

Warum wohnen die nicht einfach im Hotel?

Mfg F Merz

Feddinat0r@feddit.org · 13 pts · 7d

Dann baut doch welche.

Ihre Tanja Gotthelf

fisch@lemmy.world · 3 pts · 5d

Gedankenexperiment: Wenn die Mieten halb so hoch wären wie jetzt, würden dann immer noch 1,4 Millionen Wohnungen fehlen?

Warum ist es so schwer umzuziehen? Liegt es daran dass es keine Wohnungen gibt, oder liegt es nicht eher daran, dass niemand umziehen will, weil es finanzieller Selbstmord ist, einen Altmietvertrag zu kündigen?

Was ist der Wohnungsmarkt? Ist es die Menge aller Wohnungen in eine Stadt oder ist es nicht eher die Menge aller Wohnungen, die jetzt gerade inseriert sind. Die Menge der inserierten Wohnungen wäre deutlich höher, wenn mehr Menschen umziehen würden. Warum zieht niemand um? Siehe zweiter Absatz.

it_depends_man@lemmy.world · 1 pts · 6d

Umfrage Antworten in "sehr groß", "groß", "weniger groß", "gar nicht" einzuteilen ist scheisse.

FooBarrington@lemmy.world · 1 pts · 5d (17 replies)

Wenn mehr Wohnungen sinnvoll wären, hätte der Markt sie doch schon lange gebaut? 🤔

Es muss die Realität sein, die falsch liegt.

plyth@feddit.org · 1 pts · 5d (16 replies)

Ein funktionierender Markt hätte sie gebaut.

Es gibt aber nicht genügend Bauland und zu viele Vorschriften mit langen Genehmigungsverfahren und teuren Anforderungen. Der Markt tut dann das, was er kann: Das knappe Gut Wohnung wird solange teurer bis sich nur noch genauso viele eine neue Wohnung leisten können wie es neue Wohnungen gibt.

FooBarrington@lemmy.world · 3 pts · 4d (15 replies)

Dass Bauland und Vorschriften die limitierenden Faktoren sind wird häufig wiederholt, aber wenn das fast überall der Fall ist, scheint mir die einfachere Erklärung: das Geld ist falsch aufgeteilt, und bedient nur die Bedürfnisse der Reichen.

plyth@feddit.org · 1 pts · 4d (14 replies)

Wenn es nicht genügend Bauland gibt ist Geld egal. Es können nicht noch mehr Wohnungen gebaut werden.

Es ist ein politisches Problem, denn Bauland entsteht durch politische Abstimmungen, in denen der Nutzungsplan geändert wird.

Dass es überall der Fall ist zeigt nur, dass sich die Politik abgesprochen hat. Es müsste wachsende Städte mit viel Bauland geben.

Der Grund wird sein, dass mit viel Bauland die Immobilienpreise massiv fallen würden. Da es mehr Eigentümer als Mieter gibt, hat die Politik klare Präferenzen.

FooBarrington@lemmy.world · 3 pts · 4d (13 replies)

Natürlich kannst du Bauland sinnvoller oder weniger sinnvoll nutzen. Wenn du auf einem großen Grundstück ein Einfamilienhaus baust, haben wir weniger Wohnungen, als wenn du ein Apartmenthaus mit vielen Stockwerken baust.

Es gibt besonders am unteren Marktrand viel zu wenig Angebot, u.A. weil immer mehr Fokus auf größeren Luxuswohnungen liegt. Das passiert primär, weil die Leute selbst viel zu wenig Geld haben, um es entsprechend ihrer Interessen zu investieren.

Wenn die Bevölkerung ökonomisch fair beteiligt werden würde, wäre es umso mehr in ihrem Interesse, regional mehr Bauland zu verkaufen.

plyth@feddit.org · 1 pts · 4d (12 replies)

Natürlich kannst du Bauland sinnvoller oder weniger sinnvoll nutzen.

Genau. Es ist aber die Politik, die festlegt, was auf dem Bauland gebaut werden darf. Sie könnten für viele Wohnungen in Apartmenthäusern sorgen.

weil immer mehr Fokus auf größeren Luxuswohnungen liegt.

Das ist kein Problem. Jeder der in eine Luxuswohnung zieht, zieht aus einer normalen Wohnung aus.

Es darf nur kein Leerstand entstehen. D.h. u.U. braucht man eine Leerstandssteuer um alte Luxuswohnungen auf den Markt zu bringen.

Das passiert primär, weil die Leute selbst viel zu wenig Geld haben, um es entsprechend ihrer Interessen zu investieren.

Wenn die Leute hohe Mieten zahlen können dann können sie auch die Tilgung oder Mieten für günstige Wohnungen zahlen. Das Problem ist eher, dass Mieter keinen Einfluss auf den Stadtrat haben.

FooBarrington@lemmy.world · 3 pts · 4d (11 replies)

Das ist kein Problem. Jeder der in eine Luxuswohnung zieht, zieht aus einer normalen Wohnung aus.

Bitte denk darüber nochmal ein paar Minuten nach. Wenn jemand eine große Wohnung baut anstatt zwei kleiner, haben wir nur halb so viele Wohnungen. Das sollte offensichtlich sein...

Wenn die Leute hohe Mieten zahlen können dann können sie auch die Tilgung oder Mieten für günstige Wohnungen zahlen.

Ist dir bewusst, dass das Bezahlen einer Mietwohnung wesentlich einfacher ist als das Bezahlen einer Eigentumswohnung, besonders wenn andere Marktteilnehmer viel mehr Anbieten können? Dass keine günstigen Wohnungen gebaut werden, weil die Leute mit viel Geld alles in Luxuswohnungen investieren?

Das, was du erzählst, ergibt hinten und vorne keinen Sinn.

plyth@feddit.org · 1 pts · 4d

Wenn jemand eine große Wohnung baut anstatt zwei kleiner, haben wir nur halb so viele Wohnungen.

Das gilt für Einfamilienhäuser. Bei Hochhäusern kann doppelt so hoch gebaut werden. Wenn die Wohnungen vermietet sind, werden anderswo normale Wohnungen frei.

Ist dir bewusst, dass das Bezahlen einer Mietwohnung wesentlich einfacher ist als das Bezahlen einer Eigentumswohnung

Ja. Sollte nicht sein, ist aber die Geschäftsgrundlage der Vermieter.

Dass keine günstigen Wohnungen gebaut werden, weil die Leute mit viel Geld alles in Luxuswohnungen investieren

Was zu erwarten ist, da dort die Renditen am höchsten sind. Für günstige Wohnungen brauchen wir aber keine Neubauten. Jede neue Luxuswohnung sorgt für eine freie alte Mietwohnung. Das ist der Dreh- und Angelpunkt, warum der Wohnungsmarkt funktioniert, wenn es genug Bauland gibt. Es gibt dann viele freie Wohnungen, bei denen die Miete solange sinkt bis sie bezahlbar sind.

Aktuell gibt es nur so wenig Bauland, dass nur Leute mit viel Geld es bekommen. Wenn es mehr Bauland gibt, ist auch welches übrig für Leute mit weniger Geld. Dann könnten sie auch direkt Wohnungen bauen.

Wenn alle Menschen mehr Geld haben, bekommen die mit dem wenigsten Geld weiterhin keine neuen Wohnungen. Die knappe Resource ist Bauland. Geld alleine hilft nicht.

Das, was du erzählst, ergibt hinten und vorne keinen Sinn.

Es widerspricht dem Narrativ. Die Konsequenz ist, dass auch die SPD trotz Mehrheiten in Städten die hohen Mieten durch fehlendes Bauland verursacht hat und dass es keine Partei gibt, die man wählen kann, die das ändern würde. Es darf keinen Sinn machen, denn sonst wäre dieses Land zutiefst asozial.