Seit Sommer 2023 gilt – auf Druck eines erfolgreichen Volksbegehrens – in Bayern das Radgesetz. Nach Angaben des Verkehrsministeriums wurden seit Inkrafttreten rund 600 Kilometer Radwege von Kommunen und Freistaat neu gebaut oder ausgebaut.
Auf BR-Nachfrage, wo diese Strecken liegen, verweist das Ministerium darauf, eine bayernweite Erfassung sei "unverhältnismäßig aufwendig". Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) ergänzt: "Natürlich können wir sagen, wo die 600 Kilometer sind, was da alles gefördert wurde, und das kann man notfalls auch auflisten. Allein in Niederbayern haben wir 100 Kilometer gebaut." Eine Übersicht liegt bislang nicht vor.
Ja, ich merk das täglich auf dem Arbeitsweg. Auf der gesamten Strecke von Haustür zu Haustür nicht ein einziger Radweg. Erstes Drittel ist reine Landstraße, Rest sind so Nebenstrecken wo Glücklicherweise fast nix los ist. Radweg gibts für mich nur, wenn ich einen ordentlichen Umweg nehm. Und der ist auch nur gebaut worden, weil wegen Touristen...
Dabei gäbe es aus Sicht von Radbeauftragten sowie VCD-Vertreter Sluka eine schnelle und kostenlose Maßnahme: langsamere Autos. "Bei Tempo 30 in Städten trauen sich die meisten Radfahrer einfach mitfahren auf der Fahrbahn", sagt Sluka. Auch die Befragten im Fahrrad-Monitor wünschen sich mehr Radwege und eine Trennung von den Autofahrern. Bayern muss das Rad nicht neu erfinden, sondern dafür sorgen, dass sich darauf niemand unsicher fühlen muss.
Langsamere Autos sind nicht nur kostenlos, sondern langsamer Fahren spart sogar noch Geld.... sowie Umweltbelastung, krankmachende Luftkrankmachende, Verkehrstote, und so weiter ....
Wäre dafür, dass Radfahrer generell auf Fußwege ausweichen dürfen. Also klar, mit Achtsamkeitspflicht etc., dass man nur so schnell fährt, damit man keine Fußgänger über den Haufen fährt.
Fußwege hier sind sowieso meistens fast leer, weil natürlich auch kein Mensch freiwillig einen Spaziergang bei Lärm + toxischer Luft macht. Und ich halte es nicht für zumutbar zwischen Autofahrern unterwegs sein zu müssen.
Gibt natürlich Lösungen, die vernünftiger wären, wie eben Tempo 30, aber wenn das mehrheitsfähig wäre, dann hätten wir das Problem von Anfang an nicht...
Zweischneidiges Schwert...dann sagen die Kommunen ja "geil, wir müssen jetzt gar nichts mehr machen", legen die Füße hoch und Fahrrad fahren macht gar keinen Sinn mehr, weil man auf der Straße angehupt und geschnitten wird (man soll auf den Fußweg), und auf dem Fußweg kommt man nicht mehr vorwärts, weil sich da die Omas und Kinderwägen stapeln.
Theoretisch gibt es ja für selten genutzte Fußwege zwischen Ortschaften das "gemeinsamer Fuß- und Radweg" Schild, das ja genau dafür da ist.
8 Comments
Rogue1633@discuss.tchncs.de · 6 pts · 2d
HaraldvonBlauzahn@feddit.org · 5 pts · 2d
DmMacniel@feddit.org · 4 pts · 2d
Als ob dem Straßenbauamt keine Übersicht vorläge, ah so ein Schmarn...
BlindPenguin@piefed.social · 4 pts · 2d
Ja, ich merk das täglich auf dem Arbeitsweg. Auf der gesamten Strecke von Haustür zu Haustür nicht ein einziger Radweg. Erstes Drittel ist reine Landstraße, Rest sind so Nebenstrecken wo Glücklicherweise fast nix los ist. Radweg gibts für mich nur, wenn ich einen ordentlichen Umweg nehm. Und der ist auch nur gebaut worden, weil wegen Touristen...
HaraldvonBlauzahn@feddit.org · 2 pts · 2d
HaraldvonBlauzahn@feddit.org · 4 pts · 2d
Langsamere Autos sind nicht nur kostenlos, sondern langsamer Fahren spart sogar noch Geld.... sowie Umweltbelastung, krankmachende Luftkrankmachende, Verkehrstote, und so weiter ....
Ephera@lemmy.ml · 1 pts · 2d
Wäre dafür, dass Radfahrer generell auf Fußwege ausweichen dürfen. Also klar, mit Achtsamkeitspflicht etc., dass man nur so schnell fährt, damit man keine Fußgänger über den Haufen fährt.
Fußwege hier sind sowieso meistens fast leer, weil natürlich auch kein Mensch freiwillig einen Spaziergang bei Lärm + toxischer Luft macht. Und ich halte es nicht für zumutbar zwischen Autofahrern unterwegs sein zu müssen.
Gibt natürlich Lösungen, die vernünftiger wären, wie eben Tempo 30, aber wenn das mehrheitsfähig wäre, dann hätten wir das Problem von Anfang an nicht...
kossa@feddit.org · 4 pts · 2d
Zweischneidiges Schwert...dann sagen die Kommunen ja "geil, wir müssen jetzt gar nichts mehr machen", legen die Füße hoch und Fahrrad fahren macht gar keinen Sinn mehr, weil man auf der Straße angehupt und geschnitten wird (man soll auf den Fußweg), und auf dem Fußweg kommt man nicht mehr vorwärts, weil sich da die Omas und Kinderwägen stapeln.
Theoretisch gibt es ja für selten genutzte Fußwege zwischen Ortschaften das "gemeinsamer Fuß- und Radweg" Schild, das ja genau dafür da ist.