PreppaWuzz

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Kein Problem. Die Reichweite sinkt, aber niemand muß frieren. Im Gegenteil, fast alle aktuellen BEV lassen sich remote vorklimatisieren und man steigt in ein warmes, eisfreies Auto ein, oder im Sommer in ein schön kühles.

Der Verbrauch ist im Winter je nach Fahrzeug und Ausstattung so 15-25% höher. Das liegt aber nicht nur an der Kälte, Winterreifen tragen da auch bei, genauso wie beim Verbrenner.

Trotzdem sollte sich der Verkäufer Mühe geben, Du sollst ja auch für Wartung, Reparaturen und das nächste Fahrzeug auch wieder kommen. Und bei unter 20% sieht es bei den MEB-Fahrzeugen schonmal scheiße aus, dass die Reichweiten-Warnleuchte die ganze Zeit angezeigt wird und ggf. zeitweise noch die großflächige Warnung, dass man doch bitte die nächste Ladesäule suchen möchte. Genau das würde ich als Verkäufer vermeiden, das schreckt doch gerade unbedarfte Interessenten ab. Man kommt mit 15% beim großen Akku immer noch gut 50km, da bleibt man nicht liegen, aber es ist einfach ungeschickt ein Fahrzeug so zu übergeben.

Als wir 2020 unseren Citigo e gekauft haben, gab es bei den Wartungs- und Übergabeprotokollen für E-Fahrzeuge bei Skoda noch einen Punkt "Hochvoltbatterie: Vollladen (min. 80%)". Ich hab gerade mal nachgeschaut, den haben sie inzwischen geändert auf "Hochvolt-Batterie-Ladezustand: Prüfen, ggf. Laden (nur auf Kundenwunsch)", Strom ist wohl zu teuer. Aber damals war das noch ein Punkt, um die Leute zufrieden zu stellen.

Leider war so der Ersteindruck da ich nur 20 Minuten und 15% Akku bekommen hab eher naja

Das ist halt auch echt ein Problem der Autohäuser, wenn Sie Dir kein gescheites Fahrzeug für die Probefahrt hinstellen.

Ich kenn das auch und ich verstehe echt nicht, warum das passiert. An Stelle des Verkäufers würde ich für Probefahrten immer ein komplett ausgestattes Modell im Top-Zustand hinstellen, damit dem Interessenten beim Fahren der Sabber aus den Mundwinkeln läuft, was es alles gibt, und er danach möglichst viele Kreuze bei den Optionen macht.

Ähnlich auch bei Werkstatt-Ersatzfahrzeugen, da hab ich auch schon Gurken bekommen, die würde ich selbst nicht so aussehen lassen. Auch da ist das Auto für mich ein Spiegel der Qualität des Autohaus.

Und trotzdem fällst du brav in den typisch deutschen Chor ein, dass das ja alles kein Problem ist. Und ohne Problem braucht man auch keine Lösung. Perfekt! Es kann alles bleiben, wie es ist.

Du siehst hier ein nationales Problem, wo es ein lokales ist. In Deiner Gegend gibt es nicht ausreichend Lademöglichkeiten, im Großteil des Landes gibt es die aber.

Ja, das ist blöd, aber man kann beim lokalen Versorger, den Stadtwerken, etc. auch mal nachfragen. Wenn das genug Menschen tun, kann sich da etwas bewegen.

Das Ladenetz ist in Deutschland gut ausgebaut und für die aktuelle Flotte durchaus ausreichend. Es geht immer mehr und es wird auch ausgebaut, aber Angebot und Nachfrage entwickeln sich weitestgehend parallel.

Wie gesagt, ich spreche aus Erfahrung, ich weiß wie ich seit 6 Jahren lade und welche Probleme ich hatte. Eine fehlende Lademöglichkeit war da noch nie ein Problem. Und ich hatte auch schon jede Menge Gespräche mit Menschen ohne BEV, die dachten, Ladesäulen finden wäre ein Problem, obwohl es ausreichend gibt. Einfach weil sie sie im Alltag nicht erkennen. Eine kleine Ladesäule ist nicht so auffällig wie eine Tankstelle.

"Ich geh mal schauen, ob die Ladesäule frei ist" (weil so zuverlässig sind die Apps leider nicht),

Doch, sind sie. Es ist immer noch möglich, dass jemand anderes zwischen dem Schauen und dem Hinfahren dazwischenkommt, aber der Normalfall ist das nicht, zumal die meisten Ladestellen mehr als einen Ladepunkt haben. Wenn es Probleme gibt, dann liegt das meist nicht an den Apps, sondern an den Daten der Säule und dann sollte man mal den Säulenbetreiber anschreiben. Der hat ja Interesse, dass die Säule auch angefahren wird.

Schnelllader sind nicht die Lösung - das wäre planerisch auch völliger Wahnsinn

Schnelllader sind genau die Lösung. Am Supermarkt müssen es auch nicht die 400kW Hypercharger sein, die gehören an die Autobahn-Raststätten. Am Supermarkt tun es 50-100kW, und genau das machen Aldi, Lidl&Co. Lidl hat inzwischen fast flächendeckend 60kW, Aldi 50-150kW (dafür meiner Beobachtung nach nur einfaches, statisches Lastmanagement).

Ich kann dann in den 30-60 Minuten für den Wocheneinkauf das Auto fast bis ganz aufladen.

Unnötiger Wahnsinn sind AC-Säulen, die dann wegen schlechter Erreichbarkeit zusammen mit der langen Ladezeit, Blockiergebühren und schlimmstenfalls mieser Tarifverfügbarkeit über den roaming-faulen, lokalen Versorger nicht sinnvoll nutzbar sind. Das sind nämlich genau die Punkte, die Dich gerade vom E-Auto abhalten und mich davon, an AC-Säulen zu laden, selbst wenn welche verfügbar sind. Der Ablauf an der DC-Säule passt viel besser zu alltäglichen Abläufen, und die Preise machen kaum einen Unterschied, Anbieter wie EnBW bieten sowieso schon keine unterschiedlichen Preise mehr für AC und DC an.

Um das mal in Relation zu setzen... z.B. unsere niederländischen Nachbarn (weil das sind die, an denen ich am nächsten dran bin) haben (Stand 2025) knapp 200000 einfache, meist Straßenladepunkte auf ca. 500000 angemeldete eAutos

DE hat Stand 07/26 155.264 AC und 54.341 DC Ladepunkte.

(Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/E-Mobilitaet/Ladesaeulenkarte/start.html )

Ja, NL ist besser ausgestattet als DE, das kann ich aus eigener Erfahrung dort sagen, aber DE ist nicht schlecht ausgestattet und ich habe in jetzt bald 6 Jahren BEV noch nie ein Problem gehabt, eine Lademöglichkeit zu finden.

Das wird doch nicht besser, wenn das Zeug verpackt ist. Du weißt genausowenig, wer das Zeug beim ernten oder verpacken angefasst hat und Du weißt nicht, welche Mäuse, Ratten oder sonstiges Getier bei der Lagerung drübergelaufen sind und Ihre Auscheidungen hinterlassen haben.

Ich hab auch gerne dieses latente Gefühl, dass verpackt hygienischer ist, vermutlich geht das den meisten Menschen so, aber das ist eine trügerische Sicherheit.

Das mit der Mikrowelle wird ja gerne mal erwähnt, ich halte das nicht für eine sinnvoll umsetzbare Variante.

Ich hab das schon mit normalen RFID-Karten gemacht, und ich kann berichten, dass der Chip nach nichtmal 2 Sekunden in der Mikrowelle komplett durchgebrannt und die Karte an der Stelle einige Millimeter entlang der Leiterbahnen gut schwarz ist. Ich glaub nicht, dass so ein Ausweis an vielen Stellen noch als gültig angenommen wird.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass PV in der Sommerhitze ca. 20% einbüsst, aber nix abschalten muss. Und das ganz ohne Kühlung.

Könnte man ja mal drüber nachdenken...

Speicher nochmal ca. 20% Lade/Entladeverluste. Wenn man mal davon ausgeht, dass 50% des Bedarfs gespeichert werden muss (wird tatsächlich eher weniger sein) bleiben worst case immer noch 65-70% der Ausbeute übrig.

Und dann gibt's ja auch noch Wind.

Ich bin mir nicht so sicher. Das ganze war zu amateurhaft, das sollte nicht funktionieren. So dumm kann niemand sein, dass man nur eine Drohne nimmt, die dann auch noch manuell abgefangen wird und der Zünder funktioniert nicht.

Das war eine reine Angst-Mach Aktion, und die kommt sowohl Putin, als auch Thiel und der Palantir-Truppe entgegen.

Beiden Gruppierungen traue ich alles zu und ich würde mich über eine möglichst lückenlose Aufklärung freuen. Aber das wird auch nicht passieren, denn auch Dobrindt und seinen Kumpels kommt das nicht ungelegen, und da könnte die Wahrheit stören.

Mal schauen, ob unabhängige Journalisten da in ein paar Jahren mehr berichten können.

Dennoch gibt es Widerstand. Bürgerinitiativen kämpfen seit Jahren gegen das Projekt. Eine Aktivistin ist Hildegard Beyfuß. Die Rentnerin kontrolliert regelmäßig die Baustellen. Für sie steht fest: Die veranschlagten 10 Mrd. Euro für SuedLink sind verschwendet.

„Dieses Projekt ist nicht bezahlbar und wir sehen einfach auch diesen wahnsinnigen Flächenverbrauch und diese Zerstörung von Natur und Umwelt“, sagt Hildegard Beyfuß von der Bürgerinitiative gegen SuedLink.

Nein Hildegard, das ist Blödsinn. Verschwendet sind die Milliarden, die jährlich für fossile Energieträger ins Ausland überwiesen werden. Und nur weil man den Klima-Mißbrauch dadurch nicht regelmäßig besuchen und kontrollieren kann, und die Auswirkungen nicht so direkt sieht, ist die Zerstörung und der Flächenverbrauch dadurch noch deutlich größer, als jede Baustelle in Deutschland je erreichen könnte.

Wer solchen Blödsinn verzapft, sollte einfach die Kosten für Redispatch, die aus der Verzögerung der Baumaßnahmen entsteht, selbst tragen. Will mal sehen, wie schnell sich die Meinung dann ändert.

Wieso bequeme Position. Die neoliberale Scheiße, die uns in diese Position gebracht hat, ist keine Naturkonstante. Sie ist u.A. durch die Politik gefördert entstanden und kann genauso durch die Politik wieder zurückgedrängt werden.

Wenns ganz dumm läuft, kann sie auch ohne Politik, mit Gewalt verändert werden, aber das will eigentlich niemand.

Und jetzt "investieren" durch Otto-Normalverbraucher als Lösung darzustellen, ist schon eine Verhöhnung diesen gegenüber, denn gerade durch das Ungleichgewicht der finanziellen Mittel hat der "Bürger" gegen die großen Unternehmen beim investieren gar keine Chance. In den meisten Fällen befeuert man das Ganze damit auch noch, indem die begrenzten Mittel an irgendeiner Stelle auch wieder bei den Großen landen.

Zwei Punkte:

  1. Der "Bürger" möchte nicht investieren, er möchte was für sein Leben auf der hohen Kante haben.

Hoch-Risiko-Anlagen sind daher nicht arg beliebt. Wir sind schon jetzt in der Situation, dass viele, die sich auf Ihre ETFs verlassen, im schlimmsten Fall dumm da stehen, wenn sie kurzfristig Geld benötigen und die Kurse gerade mal wieder abgesackt sind. Und ETFs sind ja sogar noch vergleichsweise wenig riskant.

  1. Der "Bürger" hat keine hohen Geldmengen zum investieren, er kann also nicht mal eben mit einem Unternehmen in Gespräche gehen und sich sinnvolle Konditionen aushandeln. Dann bleibt nur, jemandem das Geld zu geben, der dann gesammelt in größerer Menge eine Verhandlungsposition aufbauen kann, und das wird auch wieder ein Unternehmen sein. Das ändert die Situation nicht wirklich, am Ende hat der "Bürger" kaum Einfluß auf seine Investition, trägt dabei aber das volle Risiko.

Und zuletzt meine eigene Meinung: "Investieren" oder noch schlimmer "Investor" sind Unwörter, die aus dem anglo-amerikanischen Raum unreflektiert übernommen wurden und werden hier inzwischen gerne inflationär für viele Situationen verwendet, die mit investieren gar nichts zu tun haben.

Im Privatbereich sollten wir besser weiterhin von Geldanlage sprechen, von mir aus auch von sparen.

Das Problem sind nicht die Wechselrichter selbst, sondern dass man für Inselbetrieb das öffentliche Netz komplett trennen muss. Zum einen natürlich, damit man im Fall eines Stromausfalls den erzeugten Strom nicht ins Netz "vergeudet", und natürlich, weil im Fall einer geplanten Abschaltung die Techniker draußen ein wirklich abgeschaltetes Netz brauchen und nicht plötzlich irgendwoher doch Strom anliegen haben.

Und so eine Netztrennung ist nicht per steckerfertigem Gerät machbar, denn das braucht mindestens einen Trennschalter, Messung der externen Stromversorgung (beides typ. direkt nach dem Zähler), um einen Ausfall erkennen zu können. Im Falle einer 1-phasigen Notstromversorgung braucht man auch noch eine Kopplung der 3 Phasen innerhalb der Insel, um alle bestehenden Verbraucher weiterhin versorgen zu können.

Das alles muss fest am Übergabepunkt installiert werden, braucht Platz im Anschlusskasten und ist auch nicht ganz günstig.

Wir haben so etwas mit unserer PV-Anlage zusammen installieren lassen, und das braucht zwei Reihen im Haus-Anschlusskasten, natürlich die entsprechende Verkabelung zum Speicher, und hat grob 2500€ zusätzlich gekostet.

Theoretisch könnte man sowas auch günstiger haben, wenn man einen rein manuellen Trennschalter verbaut, sich auf eine Phase beschränkt, und der Inselbetrieb am Wechselrichter irgendwie hart über den Trennschalter mit gesteuert wird. Dann könnte man bei Stromausfall zum Anschlusskasten latschen, den Trennschalter umlegen und wenn der Strom wieder da ist, wieder zurück. Aber das bedeutet trotzdem Installation durch einen Elektriker, und wer eine steckerfertige Anlage nimmt, will den ja typischerweise vermeiden.

Der einfachste Fall ist dann eben ein System mit Notstrom-Steckdose direkt am Speicher, dann muss nichts installiert werden und bei Stromausfall steckt man die wichtigen Geräte halt mal per Verlängerungskabel dort dran.