Die Katastrophe droht in dem Szenario aber hauptsächlich wenn wir weiter Arbeit und gesellschaftliche Aufgaben in einem profitorientierten, marktbasierten System organisieren in dem einige Wenige durch Besitz die Kontrolle über große Teile der Produktion und Dienstleistungen hat und dabei auf das Gemeinwohl scheißt.
Ich bin zwar für Zuwanderung (bzw. die Freiheit sich seinen Wohnort auszusuchen), aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die in Deutschland lebende Bevölkerung auch ohne Zuwanderung in der Lage wäre ein gutes Leben für alle zu erreichen, wenn das denn auch wirklich von einem sehr großen Teil gewollt wird.
Zusammengefasst ist das der Grund warum ich mich sowohl politisch links als auch immigrationskritisch betrachte. Solange wir im Kapitalismus leben sind Immigranten nur billige Ersatz Arbeitskräfte welche die Lohnentwicklung unterdrücken, und rassistische Ressentiments befeuern. Beides dient nicht der linken Sache.
Gleichzeitig ist jede Person die nicht in einem Kriegsgebiet oder einem Lager leben muss ein Gewinn für "die linke Sache". Asyl bzw. Geflüchtete aufnehmen ist wahrscheinlich der einfachste Weg (individuell und kollektiv) um international solidarisch zu sein.
Diese immigrationskritik ist weder neu noch von mir erdacht, und Ich beziehe mich offensichtlich nicht auf asylsuchende und anderweitig vertriebene, das sind humanitäre Fälle und keine wirtschaftlich motivierte Migration.
Davon ab, stellst du den ökonomischen und sozialen Effekt welchen Ich beschrieben habe in Frage? Ist es für dich nicht schlüssig dass der konstante Zustrom von billiger Arbeitskraft deutlich dazu beiträgt die Lohnentwicklung zu unterdrücken, im besonderen im Niedriglohnsektor?
Da der Arbeitsmarkt ein Markt ist, wird er von Angebot und Nachfrage geregelt. Wir sollten untersuchen, wie sich das Angebot an Arbeitskraft auf die Lohnentwicklung auswirkt. Wenn der Zuzug der Arbeitskräfte nur dazu dient, die Löhne zu senken, dann ist das nicht im Interesse der Bürger:innen. Das sollte den meisten Menschen auch klar sein.
Die "Katastrophe" droht wegen einer zu alten Bevölkerung und starrer Wirtschaft, die sich nicht anpassen will.
Den Fachkräftemangel gibt es nicht, egal wie oft das die Qualitätsmedien noch behaupten. Im schlimmsten Fall müssen in Zukunft ein paar Unternehmen dicht machen. Warum muss es zum Beispiel 10 verschiedene Hersteller für dasselbe Produkt geben, wenn es keinen Unterschied machen würde gäbe es nur 5?
Deutschland ist aber schon mit weniger Arbeitnehmern ausgekommen.
Wenn es nicht genug Pflegekräfte gibt, dann liegt das am Lohn, Arbeitszeiten, etc.
Man kann den demographischen Wandel nicht mit mehr und mehr Arbeitnehmer versorgen, irgendwann muss gekappt werden und die Arbeitskraft muss Wichtigerem gewidmet werden.
Hoffen wir mal für Dich, dass Du in der Pflege qualifiziertes Personal hast, wenn Du es brauchst. Und nicht zwangsumgeschulte Arbeitslose, die keinen Bick auf Menschen haben.
Heimische Familien finanziell unterstützen, damit sie wieder mehr Kinder bekommen. In einer bis zwei Generationen sollte alles wieder im Lot sein und wir brauchen keine ausländischen Arbeitskräfte mehr.
Heimische Familien finanziell unterstützen, damit sie wieder mehr Kinder bekommen.
Unironisch - wenn halbwegs zuverlässig klar wäre, dass ein Partner zu Hause bleiben kann ohne dass schlechter Lebensstandard oder Altersarmut drohen, dann hätte ich Kinder. So halt net.
Oder aber wir schaffen mehr gut bezahlte Arbeitsplätze fur einheimische Qualifizierte Arbeitskräfte.
Etwa indem wir diese Finanzielle Unterstützung lieber den Freunden von Politikern geben damit diese mehr Berater Posten für ehemalige Politiker schaffen können.
16 Comments
punkisundead@slrpnk.net · 17 pts · 1y
Die Katastrophe droht in dem Szenario aber hauptsächlich wenn wir weiter Arbeit und gesellschaftliche Aufgaben in einem profitorientierten, marktbasierten System organisieren in dem einige Wenige durch Besitz die Kontrolle über große Teile der Produktion und Dienstleistungen hat und dabei auf das Gemeinwohl scheißt.
Ich bin zwar für Zuwanderung (bzw. die Freiheit sich seinen Wohnort auszusuchen), aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die in Deutschland lebende Bevölkerung auch ohne Zuwanderung in der Lage wäre ein gutes Leben für alle zu erreichen, wenn das denn auch wirklich von einem sehr großen Teil gewollt wird.
GregorGizeh@lemmy.zip · 4 pts · 1y
Zusammengefasst ist das der Grund warum ich mich sowohl politisch links als auch immigrationskritisch betrachte. Solange wir im Kapitalismus leben sind Immigranten nur billige Ersatz Arbeitskräfte welche die Lohnentwicklung unterdrücken, und rassistische Ressentiments befeuern. Beides dient nicht der linken Sache.
punkisundead@slrpnk.net · 4 pts · 1y
Gleichzeitig ist jede Person die nicht in einem Kriegsgebiet oder einem Lager leben muss ein Gewinn für "die linke Sache". Asyl bzw. Geflüchtete aufnehmen ist wahrscheinlich der einfachste Weg (individuell und kollektiv) um international solidarisch zu sein.
RedPandaRaider@feddit.org · 3 pts · 1y
Dazu will ich erstmal Wahlergebnisse von eingebürgerten Migranten / Asylsuchenden sehen. Man hört schon genug von Immigranten, die die AfD wählen.
bungalowtill@lemmy.dbzer0.com · -7 pts · 1y
GregorGizeh@lemmy.zip · 2 pts · 1y
Diese immigrationskritik ist weder neu noch von mir erdacht, und Ich beziehe mich offensichtlich nicht auf asylsuchende und anderweitig vertriebene, das sind humanitäre Fälle und keine wirtschaftlich motivierte Migration.
Davon ab, stellst du den ökonomischen und sozialen Effekt welchen Ich beschrieben habe in Frage? Ist es für dich nicht schlüssig dass der konstante Zustrom von billiger Arbeitskraft deutlich dazu beiträgt die Lohnentwicklung zu unterdrücken, im besonderen im Niedriglohnsektor?
bungalowtill@lemmy.dbzer0.com · -1 pts · 1y
CyberEgg@discuss.tchncs.de · 6 pts · 1y
gandalf_der_12te@discuss.tchncs.de · 4 pts · 1y
Da der Arbeitsmarkt ein Markt ist, wird er von Angebot und Nachfrage geregelt. Wir sollten untersuchen, wie sich das Angebot an Arbeitskraft auf die Lohnentwicklung auswirkt. Wenn der Zuzug der Arbeitskräfte nur dazu dient, die Löhne zu senken, dann ist das nicht im Interesse der Bürger:innen. Das sollte den meisten Menschen auch klar sein.
RedPandaRaider@feddit.org · 2 pts · 1y
Die "Katastrophe" droht wegen einer zu alten Bevölkerung und starrer Wirtschaft, die sich nicht anpassen will.
Den Fachkräftemangel gibt es nicht, egal wie oft das die Qualitätsmedien noch behaupten. Im schlimmsten Fall müssen in Zukunft ein paar Unternehmen dicht machen. Warum muss es zum Beispiel 10 verschiedene Hersteller für dasselbe Produkt geben, wenn es keinen Unterschied machen würde gäbe es nur 5?
Deutschland ist aber schon mit weniger Arbeitnehmern ausgekommen.
aleisner@feddit.org · 1 pts · 1y
Dann frag mal in der Pflege nach, wo die fehlenden Fachkräfte sind. Der demografische Wandlel kann nicht geleugnet werden.
RedPandaRaider@feddit.org · 1 pts · 1y
Dann schau dir Mal die Arbeitslosenzahlen an.
Wenn es nicht genug Pflegekräfte gibt, dann liegt das am Lohn, Arbeitszeiten, etc.
Man kann den demographischen Wandel nicht mit mehr und mehr Arbeitnehmer versorgen, irgendwann muss gekappt werden und die Arbeitskraft muss Wichtigerem gewidmet werden.
aleisner@feddit.org · 1 pts · 1y
Hoffen wir mal für Dich, dass Du in der Pflege qualifiziertes Personal hast, wenn Du es brauchst. Und nicht zwangsumgeschulte Arbeitslose, die keinen Bick auf Menschen haben.
RedPandaRaider@feddit.org · 1 pts · 1y
Ich werde nicht in Pflege gehen. Da ist Suizid besser.
Yurnero91@feddit.org · -8 pts · 1y
Heimische Familien finanziell unterstützen, damit sie wieder mehr Kinder bekommen. In einer bis zwei Generationen sollte alles wieder im Lot sein und wir brauchen keine ausländischen Arbeitskräfte mehr.
varyingExpertise@feddit.org · 3 pts · 1y
Unironisch - wenn halbwegs zuverlässig klar wäre, dass ein Partner zu Hause bleiben kann ohne dass schlechter Lebensstandard oder Altersarmut drohen, dann hätte ich Kinder. So halt net.
aleisner@feddit.org · 1 pts · 1y
Du solltest Ironie kennzeichnen.
Elchi@feddit.org · 1 pts · 1y
Oder aber wir schaffen mehr gut bezahlte Arbeitsplätze fur einheimische Qualifizierte Arbeitskräfte. Etwa indem wir diese Finanzielle Unterstützung lieber den Freunden von Politikern geben damit diese mehr Berater Posten für ehemalige Politiker schaffen können.