Warum geht die Jungend nicht mehr feiern? Warum trinkt die Jugend nicht mehr so viel? Warum konsumiert die Jugend nicht mehr wie früher? Warum kriegt die Jugend keine Kinder mehr? Warum kauft die Jugend keine Immobilien mehr? Warum isst die Jugend nicht mehr so viel auswärts?
Es muss da doch irgendeinen Zusammenhand geben? *überleg*
Ich hab's! Die Jugend ist einfach dumm und zu faul sich zu bewegen! Das wird es sein!!
Der Gag ist ja, dass die Jugend da alles richtig macht: Weniger saufen ist gut. In einer überbevölkerten Welt mit Ressourcenproblemen sind weniger Kinder gut. Weniger Konsum ist gut. Weniger draußen in merkwürdigen Kaschemmen die ganze Kohle versaufen ist auch gut. Dafür wird sie dann wieder mal beschimpft. Wenn sie sich so richtig die Kante geben würde und im Nachtleben so richtig alles versaufen würde, würde sie garantiert auch wieder beschimpft
Ältere Leute (dazu zähl ich mich mal) gehen auch nicht mehr aus weil die Preise einfach unverschämt sind. Warum soll ich 12 Franken für ein 2 dezi Bier bezahlen nachdem ich schon 20 Franken Eintritt gelöhnt habe?
Nur leider sind die Preise oft so unverschämt weil die Pacht so unverschämt sind. Wir waren sonst immer in München zum Rockabend im Nerodom. Das Gebäude wurde verrerbt, dann hat der Laden dicht gemacht weil der neue Besitzer die Pacht so weit erhöht hat.
Bisschen dünne Analyse. Der Vergleich basiert ja auf einem Früher in dem es auch Kapitalismus gab, die Leute aber trotzdem ausgegangen sind.
Etwas spezifischer wäre da vielleicht die Inflation und die hinterherhinkende Reallohnentwicklung zu nennen.
aber du hast den Salonbolschwisten ja selbst markiert. Was trinkt man da als solcher eigentlich, während man sich mit seiner Havanna-Zigarre im Ohrensessel zurücklehnt? Doch nicht Wodka Gorbatschow?!
Bei mir in der unmittelbaren Umgebung gab es nur einen Club der (noch dazu sehr unregelmäßig) geile Techno-Events veranstaltet hat. Der hat mittlerweile leider geschlossen. Alle anderen Clubs, die in Frage kämen, sind weiter weg, was entweder heißt man muss sehr lange An- und Abreisezeiten mit (ggf. ausfallenden) öffentlichen Verkehrsmitteln in Kauf nehmen, übertrieben teure Taxifahrten einplanen, oder nüchtern bleiben und selbst fahren. Ist leider alles Arsch.
Was bei uns auch nicht hilft, ist das fehlende Geld in den Kommunen. Seit Jahren gibt es hier Kürzungen und das Angebot geht immer weiter zurück und wird immer teurer. Mit der Kultur kann man es ja machen ist ja nicht so wichtig. Konzertpreise haben sich seit meiner Jugend versechsfacht.
Ein Ansatz besagt, dass die Unlust auszugehen, die Folge der wirtschaftlichen Faktoren sein könnte: Weniger Kinder, weniger Zusammenleben mehrerer Generationen, höhere Förderung der wenigen Nachkommen und damit auch wieder mehr Zeit alleine.
Hinzu kommen die Möglichkeiten des Internets zur Kommunikation - Persönliche Messages, Social Media.
Was wahrscheinlich für die aktuelle Jugend prägend war, die COVID-Zeit mit Social Distancing und Unterricht über Plattformen wie WebEx, Zoom, Microsoft Teams und Co. Das könnte ein wenig sozialisiert haben.
Im Artikel steht, dass es keine belastbaren Zahlen zu Gewalt im Nachtleben gibt. Ich bin mir sicher, dass das Nachtleben früher™ im Zweifelsfalle gefährlicher war, mit wesentlich mehr Alkohol und ohne Handy. Allerdings, und das ist meine Kritik, machen wir uns als Gesellschaft total verrückt vor Angst, weil wir unsere Hirne ständig mit schrecklichen Anekdoten bombardieren, die Werbe-Klicks generieren und unsere Wahrnehmung verzerren. Dadurch steigt die gefühlte Gefahr, auch wenn das im Zweifel einfach nichts mit der Realität zu tun hat. Ich beobachte das in allen Bereichen. Auch Eltern verhalten sich, als ob Scharen von Übeltätern auf ihre Kinder lauern. Also bleiben die Menschen lieber in ihrer lauwarmen Komfortzone und erzählen sich, wie schlimm es da draußen sei. Auch dieser Artikel tut genau das.
Wenn du unbeschwert feiern gehen willst, dann such dir drei Freundis, bleib locker, stell nicht zu hohe Erwartungen und ziehe halt los. Und nimm 100€ mit, denn dieses Argument kann ich wiederum sehr gut verstehen. Ist alles brutal teuer geworden.
Das ist natürlich hahnebücherner Unsinn. Zum einen bist du schon rein statistisch als Mann häufiger Opfer von Gewalttaten. Auch und gerade im Nachtleben - wenn ich überlege, was ich in meiner Jugend schon alles erlebt habe, dann ist deine Aussage wirklich hart daneben. Da wurde dann ich oder Freunde bedroht oder verprügelt. Ausgeraubt, auch mit Gewalt oder durch Ausnutzung der Trunkenheit. Da gab es diverse sexuelle Übergriffe, auch auf Männer. Und KO-Tropfen werden bekanntlicherweise ja nicht nur gegen Frauen eingesetzt, sondern auch als biodeutscher Mann zwischen 20 und 35 bist du da einem Risiko ausgesetzt.
Deine Aussage ist daher schon sehr daneben. Bringt uns ja nicht weiter, wenn wir hier Leuten einreden wollen, dass sie nicht Opfer von Gewalttaten sein können.
Mir geht es um die „gefühlte Gefahr“ die OP geschrieben hat. Die hat Mann im öffentlichen Raum idR nicht.
Mann geht auch Nachts alleine durch Straßen. Mann geht auch alleine in Kneipen. Mann tanzt auch alleine auf der Tanzfläche. Frauen habe ich sowas nie großartig machen sehen.
Wie OP geschrieben hat: Die gefühlte Gefahr taucht als Thema immer wieder auf, aber ist halt eine gefühlte Gefahr. Deutschland ist auch für Frauen nachts alleine auf der Straße praktisch überall ein sicherer Ort. Und ja, ich weiß, dass diverse Frauen dann richtig Schiss haben alleine draußen, aber das ist halt gefühlte Gefahr. So blöd und unsensibel es klingt: In den meisten Büschen lauern halt keine Vergewaltiger.
Genau. Wir sind keine rationale Spezies und haben immer Angst vor den Dingen, mit denen wir uns beschäftigen. In Deutschland sterben täglich 55 Menschen an ärztlichen Behandlungsfehlern, 9 im Straßenverkehr, von Alkohol und Zigaretten ganz zu schweigen.
Junge Nichte von nem Bekannten ist im Bauwagen und auf Bierzelten unterwegs. Sie trinkt aus Furcht/Wissen vor KO-Tropen quasi nur AntiAlk aus Flaschen. Als ein Freund mal auschenkte dem sie vertraut hat Sie sich ein Bier getraut.
Soweit ich weiß, sind die meisten Stoffe, die als K.O.-Tropfen missbraucht werden, rezeptpflichtig. Aber wie bei anderen Drogen, schränkt ein Verbot die illegale Verbreitung nur sehr begrenzt ein.
29 Comments
Ooops@feddit.org · 58 pts · 84d
Warum geht die Jungend nicht mehr feiern? Warum trinkt die Jugend nicht mehr so viel? Warum konsumiert die Jugend nicht mehr wie früher? Warum kriegt die Jugend keine Kinder mehr? Warum kauft die Jugend keine Immobilien mehr? Warum isst die Jugend nicht mehr so viel auswärts?
Es muss da doch irgendeinen Zusammenhand geben? *überleg*
Ich hab's! Die Jugend ist einfach dumm und zu faul sich zu bewegen! Das wird es sein!!
nahostdeutschland@feddit.org · 33 pts · 84d
Der Gag ist ja, dass die Jugend da alles richtig macht: Weniger saufen ist gut. In einer überbevölkerten Welt mit Ressourcenproblemen sind weniger Kinder gut. Weniger Konsum ist gut. Weniger draußen in merkwürdigen Kaschemmen die ganze Kohle versaufen ist auch gut. Dafür wird sie dann wieder mal beschimpft. Wenn sie sich so richtig die Kante geben würde und im Nachtleben so richtig alles versaufen würde, würde sie garantiert auch wieder beschimpft
ragas@lemmy.ml · 2 pts · 84d
Egal was du als Jugendlicher machst, es ist falsch!
Wie kannst du nur!
almpeter@feddit.org · 19 pts · 84d
Ich vermute es hat mit diesen neumodischen "Computern" zu tun... ballern und strömen sind billiger als ne Pulle Wasser im Club.
gedfromgont@piefed.ca · 14 pts · 84d
Ah ja, diese Killerspiele wahrscheinlich! Sie glauben ja nicht was es da so alles gibt!
MaggiWuerze@feddit.org · 9 pts · 84d
brutale Killerspiele bitte schön
runiq@feddit.org · 11 pts · 84d
Auf die Erkenntnis erstmal 'ne Rentenerhöhung!
comrade_twisty@feddit.org · 43 pts · 84d
Ältere Leute (dazu zähl ich mich mal) gehen auch nicht mehr aus weil die Preise einfach unverschämt sind. Warum soll ich 12 Franken für ein 2 dezi Bier bezahlen nachdem ich schon 20 Franken Eintritt gelöhnt habe?
slevinkelevra@sh.itjust.works · 27 pts · 84d
Nur leider sind die Preise oft so unverschämt weil die Pacht so unverschämt sind. Wir waren sonst immer in München zum Rockabend im Nerodom. Das Gebäude wurde verrerbt, dann hat der Laden dicht gemacht weil der neue Besitzer die Pacht so weit erhöht hat.
comrade_twisty@feddit.org · 7 pts · 84d
Das Beispiel war auf nem Acker. Da war mit Sicherheit kaum Pacht im Spiel.
Wenns ne Halle gewesen wär dann hätte der Eintritt mindestens 40 oder 50 gekostet.
slevinkelevra@sh.itjust.works · 7 pts · 84d
Bei sowas treibt in Deutschland die GEMA das unsagbar in die Höhe...
runiq@feddit.org · 25 pts · 84d
Ohne den Artikel gelesen zu haben, verdächtige ich als alteingesessener Salonbolschewist zunächst einmal den Kapitalismus.
SpongyAneurysm@feddit.org · 4 pts · 83d
Bisschen dünne Analyse. Der Vergleich basiert ja auf einem Früher in dem es auch Kapitalismus gab, die Leute aber trotzdem ausgegangen sind.
Etwas spezifischer wäre da vielleicht die Inflation und die hinterherhinkende Reallohnentwicklung zu nennen.
aber du hast den Salonbolschwisten ja selbst markiert. Was trinkt man da als solcher eigentlich, während man sich mit seiner Havanna-Zigarre im Ohrensessel zurücklehnt? Doch nicht Wodka Gorbatschow?!
Lemmchen@feddit.org · 13 pts · 84d
Bei mir in der unmittelbaren Umgebung gab es nur einen Club der (noch dazu sehr unregelmäßig) geile Techno-Events veranstaltet hat. Der hat mittlerweile leider geschlossen. Alle anderen Clubs, die in Frage kämen, sind weiter weg, was entweder heißt man muss sehr lange An- und Abreisezeiten mit (ggf. ausfallenden) öffentlichen Verkehrsmitteln in Kauf nehmen, übertrieben teure Taxifahrten einplanen, oder nüchtern bleiben und selbst fahren. Ist leider alles Arsch.
GenosseFlosse@feddit.org · 1 pts · 84d
nocteb@feddit.org · 10 pts · 84d
Was bei uns auch nicht hilft, ist das fehlende Geld in den Kommunen. Seit Jahren gibt es hier Kürzungen und das Angebot geht immer weiter zurück und wird immer teurer. Mit der Kultur kann man es ja machen ist ja nicht so wichtig. Konzertpreise haben sich seit meiner Jugend versechsfacht.
nahostdeutschland@feddit.org · 4 pts · 84d
Das kommt sicherlich noch dazu. Wenn das Jugendzentrum erstmal zu ist, dann kann dort auch kein Jugendlicher mehr hingehen.
MutualInformation@lemmy.world · 8 pts · 84d
Ein Ansatz besagt, dass die Unlust auszugehen, die Folge der wirtschaftlichen Faktoren sein könnte: Weniger Kinder, weniger Zusammenleben mehrerer Generationen, höhere Förderung der wenigen Nachkommen und damit auch wieder mehr Zeit alleine. Hinzu kommen die Möglichkeiten des Internets zur Kommunikation - Persönliche Messages, Social Media. Was wahrscheinlich für die aktuelle Jugend prägend war, die COVID-Zeit mit Social Distancing und Unterricht über Plattformen wie WebEx, Zoom, Microsoft Teams und Co. Das könnte ein wenig sozialisiert haben.
DrunkenPirate@feddit.org · 1 pts · 84d
KO-Tropfen sind echt ein Fluch. Diese ständige Unsicherheit kann ich nachvollziehen. Gab’s früher einfach nicht, das Zeug.
Teppichbrand@feddit.org · 19 pts · 84d
Im Artikel steht, dass es keine belastbaren Zahlen zu Gewalt im Nachtleben gibt. Ich bin mir sicher, dass das Nachtleben früher™ im Zweifelsfalle gefährlicher war, mit wesentlich mehr Alkohol und ohne Handy. Allerdings, und das ist meine Kritik, machen wir uns als Gesellschaft total verrückt vor Angst, weil wir unsere Hirne ständig mit schrecklichen Anekdoten bombardieren, die Werbe-Klicks generieren und unsere Wahrnehmung verzerren. Dadurch steigt die gefühlte Gefahr, auch wenn das im Zweifel einfach nichts mit der Realität zu tun hat. Ich beobachte das in allen Bereichen. Auch Eltern verhalten sich, als ob Scharen von Übeltätern auf ihre Kinder lauern. Also bleiben die Menschen lieber in ihrer lauwarmen Komfortzone und erzählen sich, wie schlimm es da draußen sei. Auch dieser Artikel tut genau das.
Wenn du unbeschwert feiern gehen willst, dann such dir drei Freundis, bleib locker, stell nicht zu hohe Erwartungen und ziehe halt los. Und nimm 100€ mit, denn dieses Argument kann ich wiederum sehr gut verstehen. Ist alles brutal teuer geworden.
DrunkenPirate@feddit.org · -14 pts · 84d
Lass mich mal raten: du bist männlich, weiß, bio-deutsch und zwischen 20 und 35 Jahre alt, oder?
(Würdest also kein potenzielles Opfer einer Gewalttat sein. Anders kann ich mir deinen Kommentar nicht erklären)
nahostdeutschland@feddit.org · 16 pts · 84d
Das ist natürlich hahnebücherner Unsinn. Zum einen bist du schon rein statistisch als Mann häufiger Opfer von Gewalttaten. Auch und gerade im Nachtleben - wenn ich überlege, was ich in meiner Jugend schon alles erlebt habe, dann ist deine Aussage wirklich hart daneben. Da wurde dann ich oder Freunde bedroht oder verprügelt. Ausgeraubt, auch mit Gewalt oder durch Ausnutzung der Trunkenheit. Da gab es diverse sexuelle Übergriffe, auch auf Männer. Und KO-Tropfen werden bekanntlicherweise ja nicht nur gegen Frauen eingesetzt, sondern auch als biodeutscher Mann zwischen 20 und 35 bist du da einem Risiko ausgesetzt.
Deine Aussage ist daher schon sehr daneben. Bringt uns ja nicht weiter, wenn wir hier Leuten einreden wollen, dass sie nicht Opfer von Gewalttaten sein können.
DrunkenPirate@feddit.org · -1 pts · 84d
Mir geht es um die „gefühlte Gefahr“ die OP geschrieben hat. Die hat Mann im öffentlichen Raum idR nicht. Mann geht auch Nachts alleine durch Straßen. Mann geht auch alleine in Kneipen. Mann tanzt auch alleine auf der Tanzfläche. Frauen habe ich sowas nie großartig machen sehen.
nahostdeutschland@feddit.org · 17 pts · 84d
Wie OP geschrieben hat: Die gefühlte Gefahr taucht als Thema immer wieder auf, aber ist halt eine gefühlte Gefahr. Deutschland ist auch für Frauen nachts alleine auf der Straße praktisch überall ein sicherer Ort. Und ja, ich weiß, dass diverse Frauen dann richtig Schiss haben alleine draußen, aber das ist halt gefühlte Gefahr. So blöd und unsensibel es klingt: In den meisten Büschen lauern halt keine Vergewaltiger.
Teppichbrand@feddit.org · 7 pts · 84d
Genau. Wir sind keine rationale Spezies und haben immer Angst vor den Dingen, mit denen wir uns beschäftigen. In Deutschland sterben täglich 55 Menschen an ärztlichen Behandlungsfehlern, 9 im Straßenverkehr, von Alkohol und Zigaretten ganz zu schweigen.
zaphod@sopuli.xyz · 10 pts · 84d
Einmal den falschen Typen anrempeln und du hast auch als Mann nicht unbedingt so viel Spaß.
alleycat@feddit.org · 7 pts · 84d
Du hast cis und hetero vergessen - wenn wir hier schon Opferolympiade spielen. : /
loppwn@sh.itjust.works · 2 pts · 83d
Junge Nichte von nem Bekannten ist im Bauwagen und auf Bierzelten unterwegs. Sie trinkt aus Furcht/Wissen vor KO-Tropen quasi nur AntiAlk aus Flaschen. Als ein Freund mal auschenkte dem sie vertraut hat Sie sich ein Bier getraut.
alleycat@feddit.org · 1 pts · 84d
Sollten die nicht verboten werden? Also der Verkauf?
Chewy7324@discuss.tchncs.de · 5 pts · 84d
Soweit ich weiß, sind die meisten Stoffe, die als K.O.-Tropfen missbraucht werden, rezeptpflichtig. Aber wie bei anderen Drogen, schränkt ein Verbot die illegale Verbreitung nur sehr begrenzt ein.