Jäger: "Trump hat einen 46 Jahre alten Bluff ruiniert"

https://www.n-tv.de/politik/Jaeger-Trump-hat-einen-46-Jahre-alten-Bluff-ruiniert-id31004192.html

Donald Trump schwächt die USA wie vor ihm kein anderer Präsident, sagt der Politikwissenschaftler Thomas Jäger im Interview mit ntv.de. Seine Macht im Nahen Osten schwinde, der Iran werde für jedes Zugeständnis etwas bekommen wollen.

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6 Comments

Ephera@lemmy.ml · 8 pts · 65d (3 replies)

Die Doktrin des damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, die den Nahen Osten zur Einflusssphäre der USA erklärte, besagt: "Wer den Persischen Golf schließt, bekommt es mit den USA militärisch zu tun."

Hmm, ja gut, und wenn man dann als Trumpete entscheidet, den Iran aus heiterem Himmel anzugreifen, dann haben die natürlich nichts mehr zu verlieren.
Das wirkt dann doch schon relativ offensichtlich. Also zumindest wird eine Nah-Ost-Expert*in sowas ziemlich sicher auf dem Schirm haben.

Würde mich echt interessieren, ob die keine Beratung in Anspruch genommen haben, oder sich blauäugig dachten, dass sie das mit roher Gewalt trotzdem lösen können.
Wobei ich mir letzteres irgendwie nicht vorstellen kann, so schnell und klein wie Trump dann doch beigesteuert hat.

Fribbizz@feddit.org · 10 pts · 65d (1 reply)

Würde mich echt interessieren, ob die keine Beratung in Anspruch genommen haben

Die haben wohl pünktlich vor dem Krieg Ihre Nahost-Experten entlassen. Quelle: https://www.latimes.com/world-nation/story/2026-03-19/state-department-cut-jobs-with-deep-expertise-in-middle-east-as-iran-crisis-escalates

Ich denke nicht, dass der innere Zirkel Beratung in irgendeiner Art und Weise zu schätzen weiß.

Legeres_Idol@feddit.org · 0 pts · 64d

Ich denke nicht, dass der innere Zirkel Beratung in irgendeiner Art und Weise zu schätzen weiß.

Von außen ist es immer etwas schwierig zu beurteilen, aber ich fürchte, davon ist auszugehen. Da hängen viele in ihrer eigenen Bubble fest oder machen nur Sachen, die bei ihren Wählern gut ankommen, während sie selbst versuchen mitzunehmen was geht.

plyth@feddit.org · 1 pts · 65d

Würde mich echt interessieren, ob die keine Beratung in Anspruch genommen haben, oder sich blauäugig dachten, dass sie das mit roher Gewalt trotzdem lösen können.

Sie haben bis zur Kontrolle Syriens gewartet, um so die Unterstützung des Irans für die Hisbollah im Libanon und damit die Gefahr für Israel zu minimieren.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie nicht über die Qualität und Anzahl der Raketen Bescheid wussten.

Wenn man annimmt, dass vieles Täuschung ist, kann es auch sein, dass die USA vorhatten, die Strasse zu sperren.

Das US Frackinggas macht nur bei hohen Preisen Sinn. Eigentlich war die Infrastruktur eine sinnlose Investition, ausser die Knappheit wurde schon eingeplant.

rumschlumpel@feddit.org · 3 pts · 66d (1 reply)

Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass das zu Zeiten der Irak-Kriege ein Bluff war.

Legeres_Idol@feddit.org · 6 pts · 66d

Es war vielleicht nicht immer ein Bluff, aber die Präsidenten vor ihm waren klug genug oder hatten auf klügere Berater gehört und sich nicht in solch eine Lage manövriert. Genau das ist ja eine seiner Aussagen, dass die Iraner nicht dumm waren und noch nie auf die Idee gekommen sind, die Straße von Hormus zu schließen. Vorher war nur noch keiner in der Situation zu verhandeln oder einen Krieg gegen den Iran führen zu müssen.