Vielleicht macht weniger Alkohol die Gesellschaft gar nicht besser
https://krautreporter.de/sinn-und-konsum/6379-vielleicht-macht-weniger-alkohol-die-gesellschaft-gar-nicht-besser?shared=ebdbbf39-ec17-4611-855a-434322dc86b1
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31 Comments
SapphireSphinx@feddit.org · 43 pts · 73d
Doch, macht es. Ich hab die Nachts um drei Uhr grölenden, in die Hauseingänge pissenden (und sogar kackenden) Suffkis satt, die hier immer einfallen. Alles ist besser ohne die.
Dann kifft was wenn ihr euch nüchtern gegenseitig nicht ertragt. Ist doch nicht so schwer. Du bist i.ü immer noch ein Weirdo.
Edit:
Und für die Weirdos, die das hier runter gewählt haben:
https://www.bag.admin.ch/de/alkohol-und-gewalt
Also ja, weniger Alkohol macht die Gesellschaft auf jeden Fall besser.
ComfortableRaspberry@feddit.org · 19 pts · 73d
Sekundiere!
Meine Generation ist die erste seit Jahrzehnten in meiner Familie ohne Alkoholkranke und das sicherlich auch nur deshalb, weil meine Mutter es geschafft hat nicht abzukacken. Alkohol ist scheiße gefährlich und unser gesellschaftlicher Umgang damit alles andere als angemessen.
FatVegan@leminal.space · 14 pts · 73d
Die guten gespräche? Ich trinke seit 12 jahren nicht mejr und ich habe am Wochenende aushilfshalber in einer bar gearbeitet. Die leute meinen sie haben gute Unterhaltungen weil sie absolut betrunken sind. Absolut unangenehm einem oder mehreren betrunkenen typen zuzuhören.
Gladaed@feddit.org · 9 pts · 73d
Ja, allerdings genügt das zum Beweis nicht. Du musst auch zeigen, dass sie sich anders und besser verhalten würden wenn sie keinen hatten.
So reicht es nur um Wegnahme zum Leid verursachen zu rechtfertigen.
SapphireSphinx@feddit.org · 7 pts · 73d
Ich glaube der Zusammenhang von Alkohol und Aggression wurde schon mehrfach untersucht. Z.B.:
https://di.aerzteblatt.de/int/archive/article/147679
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7674681/
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4798910/
horse@feddit.org · 2 pts · 73d
Als jemand der sehr lange, sehr viel gekifft hat, hat Kiffen meiner Erfahrung nach (und glaube ich bei den meisten anderen auch), den gegenteiligen Effekt von Alkohol in sozialen Situationen. Bekifft unter Menschen zu sein, die man nicht gut kennt, fand ich immer äußerst unangenehm.
SapphireSphinx@feddit.org · 1 pts · 73d
Ich kiffe auch. Allerdings mehr so niedrig dosierte, homöopathische Dosen weil mir das bei einem medizinischen Problem hilft bei dem die Kassen-Medizin nichts wirklich hilfreiches anzubieten hat.
Das kann ich jetzt nicht so unterschreiben. Ich kiffe ab und an mal eine größere Portion und selbst dann habe ich das eigentlich nicht. Das ist vielleicht von Person zu Person verschieden oder es liegt daran, dass du damals sehr viel bzw. zu viel gekifft und irgendwie so eine leichte und beginnende Paranoia geschoben hast. Das ist aber natürlich auch nur eine unbelegte Theorie.
suff@piefed.social · 2 pts · 73d
In wenigen Jahren sehen wir, wohin Antialkoholkampagnen führen. In Dänemark.
probable_possum@leminal.space · 1 pts · 73d
Spinks
brainwashed@feddit.org · 1 pts · 73d
Da scheint mir eher das Gröhlen und Scheissen das Problem. Mir dann eigentlich egal, mit wechem Stoff die sich davor zugedöhnt haben.
SapphireSphinx@feddit.org · 1 pts · 73d
Ja und die Endhemmung kommt ja irgendwo her.
Mir auch. Hier kiffen auch Leute und was soll ich sagen? Die Probleme gibt es mit denen die saufen und nicht mit denen die kiffen. Letztere fressen mir höchstens den Döner weg.
brainwashed@feddit.org · 1 pts · 73d
In den Großstädten, die ich frequentiere, fallen mir besonders Menschen auf, die weder kiffen noch saufen beziehungsweise wo das nicht das Hauptproblem ist. Gegen diese Drogen haben wir schon eine Prohibition, hilft nur nicht, wenn man insbesondere auch die Begleiterscheinungen nicht effektiv bekämpft.
nocteb@feddit.org · -3 pts · 73d
Mein Runterwähl ist ausschließlich für das Ad hominem, wenn du dir das sparen könntest hätte ich hoch gewählt.
SapphireSphinx@feddit.org · 3 pts · 73d
Welches Ad hominem meinst Du? Das hier?
Das ist kein Ad hominem. Die Autorin schreibt selbst über sich:
Daran hat hat sich ja durch die Abstinenz der anderen nichts geändert. Es fällt ihr offenbar nur nicht mehr so auf. Wenn sie vorher ein Weirdo war, dann ist sie das jetzt immer noch. Sie hat ja nichts an sich verändert.
nocteb@feddit.org · -3 pts · 73d
Es ist aber ein Unterschied ob das jemand selbst scherzhaft über sich schreibt oder jemand anderes jemanden damit runter macht.
KatherinaReichelt@feddit.org · 25 pts · 73d
Irgendwie ein merkwürdiger Artikel. Er vermischt individuelle Erfahrungen mit völlig unbegründeten Pauschalaussagen über die gesamte Gesellschaft. Kann ja sein, dass hier jemand Probleme hat, Gespräche ohne Alkohol zu führen oder dass die Crowd, wo man abhängt, das nicht hinkriegt. Das bedeutet aber nicht, dass es pauschal unmöglich ist, sich gut mit Menschen zu unterhalten, die nüchtern sind. Gleichzeitig gibt es definitiv auch Gruppen, in denen man keinerlei sinnvolle Gespräche mehr führen kann, wenn sie saufen.
Und dann bringt uns ein Artikel mit solchen Pauschalaussagen auch irgendwie nicht wirklich weiter. Natürlich ist Alkohol ein gesellschaftliches Schmiermittel. Natürlich ist so ein gepflegter Rausch in einer Gruppe glücklicher Menschen richtig angenehm. Das Problem, was wir hier allerdings haben, ist, dass dieser Rausch dann gesundheitlich schädlich ist und dass viel zu viele Menschen dann auf diesem Rausch abstürzen. Sei es, dass sie übertreiben und dann völlig betrunken sind, oder dass sie diesen Rausch dann zu häufig haben wollen.
Gleichzeitig verkennen viele Menschen auch, wie Alkohol wirkt. Er enthemmt. Das bedeutet, aber im Umkehrschluss, dass man, wenn man betrunken gute Gespräche führen kann, dies auch schaffen kann, wenn man nüchtern ist. Leider bedeutet es auch, dass das betrunkene Mega-Arschloch tragischerweise auch nüchtern ein (leicht gehemmtes?) Mega-Arschloch ist. Die Amis reden ja gerne über "Drunk Me". Und das ist einfach nur eine harte Ausrede dafür, dass man selber ein absoluter Vollidiot ist.
D_a_X@feddit.org · 3 pts · 73d
Ich denke, du kannst den Artikel eher als Kommentar betrachten.
KatherinaReichelt@feddit.org · 5 pts · 73d
Ich erwarte aber auch von Kommentaren, dass sie irgendwie einen lesenswerten Inhalt haben und nicht völlig random am Kernthema vorbei schwafeln
NecroticEuphoria@lemmy.ml · 24 pts · 73d
Alkoholismus ist übrigens nicht nur, dass man sich regelmäßig hart untern Tresen säuft, sondern auch, dass man ohne Feierabendbier nicht entspannen kann oder anderer Spaß nur mit Alkohol, wenn auch nur in geringerer Menge, stattfinden kann.
Also ich befürworte das Schwinden der Alkoholismus-Epidemie, die schon allzu lange verkannt worden ist.
schnurrito@discuss.tchncs.de · 21 pts · 73d
Nur als zusätzliche Information: das wird hier https://lorienpsych.com/2021/02/23/alcoholism/ so erklärt, dass bei denen, die gar nicht trinken, u.a. auch ehemalige Alkoholiker, sehr arme und sehr kranke Menschen dabei sind.
D_a_X@feddit.org · 19 pts · 73d
Ich hab den Beitrag eigentlich ohne Bezahlschranke freigegeben. Kann das jemand überprüfen, ob sie wirklich weg ist?
Nachtrag: ich habe bei den Krautreportern explizit nachgefragt, ob ich die Artikel veröffentlichen darf und Rico meinte, das sei ok, wenn ich ab und zu ein wenig Werbung für Krautreporter machen würde. Hab ich hiermit getan ;-)
CyberEgg@discuss.tchncs.de · 6 pts · 73d
Ich hatte beim Post-Link keine Bezahlschranke. Danke Guenter.
flyingSock@feddit.org · 3 pts · 73d
für mich funktionierr der link oben
bmpvy@piefed.social · 3 pts · 73d
Hat geklappt! Danke
AbsolutelyNotSpez@lemmy.world · 3 pts · 73d
Funktioniert. :)
Zacryon@feddit.org · 16 pts · 73d
Doch. Alleine schon, weil es die Anzahl an vermeidbaren Krebserkrankungen deutlich senken kann.
Alkoholkonsum, wie üblicherweise über Getränke erhältlich, ist in der höchsten Stufe der Karzinogenen eingeordnet und schädlich ab dem ersten Tropfen. Es gibt keine Menge, die gesundheitlich unbedenklich wäre.
GardenGeek@europe.pub · 8 pts · 73d
Selbst wenn wir die Prämisse akzeptieren, dass Alkohol in einer verklemmten Gesellschaft nützlich sein kann weil er enthemmt und offener macht... stellt sich immernoch die Frage nach Kosten vs. Nutzen.
Wenn ich mir die Statistiken zu Alkoholkranken und Todesfällen ansehe würde ich das kalr mit nein beantworten.
Auf der anderen Seite ist Alkohol auch wieder eher der Versuch von Individuen sich mit Drogen selbst zu therapieren, heißt nur verbieten reicht nicht: Man müsste mindestens zweigleisig fahren und den Menschen wieder beibringen auch dann offen mit einander zu reden wenn sie nicht dicht sind. Aber das ist gesellschaftlich wieder ein weiter Weg...
probable_possum@leminal.space · 3 pts · 73d
Wenn man nur Alkohol und Tabak hat, richtet sich auch die Diskussion darauf aus. Tradition und persönliche Prägung durch das gesellschaftliche Umfeld werden auch einen Einfluss haben.
Alkohol ist eine der heftigeren Drogen, wenn ich mich nicht irre. Wenn man den Menschen weniger harte Drogen erlauben würde. Und die Bildung über die evidenzbasierten Fakten verbesserte. Dann könnte der Einzelne sich für das weniger schädliche Gift entscheiden. Oder er mischt es dann mit Alkohol. Tja...
bmpvy@piefed.social · 1 pts · 73d
gandalf_der_12te@feddit.org · -4 pts · 73d
Fast jedes toxin ist in geringen dosen sogar gesund (Hormese).
Das gilt natürlich auch für Alkohol.
Nennt sich sexuelle Anziehung. Ist weithin verfügbar, aber in unserer modernen gesellschaft unterdrückt weil "das ist ja schmutzig und schmutz ist schlecht (siehe Hormese oben), und überhaupt wir sind ja nicht so wie die minderwertigen franzosen und italiener die es nie geschafft haben ordentlich zu industrialisieren" oder was weiß ich was da in den köpfen der leute sich abspielt.
Zacryon@feddit.org · 9 pts · 73d
Nö.
D_a_X@feddit.org · 3 pts · 73d
Hier der Wiki-Artikel in Deutsch