Fraunhofer-Institut: Studie sieht Wegfall von bis zu 726.000 Jobs in Europas Autoindustrie
https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-07/fraunhofer-institut-automobilsektor-beschaeftigungsverlust-europa-arbeitsplaetze-gxe
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26 Comments
Mighty@lemmy.world · 19 pts · 33d
Das wäre eine gar nicht so schlechte Neuigkeit in einer Welt mit Grundeinkommen und sozialer Sicherheit. Viele dieser Jobs sind nicht wirklich gut oder notwendig. Das ist die Sorte Jobs, die durch automatisierte Prozesse ersetzt werden können.
Leider hat das im turbo Kapitalismus kaum gute Auswirkungen, weil diese Leute es sehr schwer haben werden, umzuschulen oder neue Jobs zu finden
dreamless_day@feddit.org · 5 pts · 33d
Die meisten Jobs fallen weg, weil Elektroautos eben kein aufwendiges Getriebe mehr haben.
Melchior@feddit.org · 4 pts · 33d
Selbst ohne geht das total. Die Babyboomer gehen bis 2040 in Rente und die jüngeren Jahrgänge sind viel kleiner. Dann gibt es Effekte wie die Ukrainer, wo wahrscheinlich auch viele bei einem Kriegsende in die Ukraine zurückziehen werden. Sprich wenn es nicht starke Zuwanderung gibt, wird die Zahl der Erwerbstätigen wahrscheinlich sinken. Schon jetzt ist die Arbeitslosigkeit recht niedrig.
Außerdem reden wir hier von 13,5 Jahren. Da werden sich viele sowieso umorientieren. Anderen Branchen geht es ja auch nicht unbedingt schlecht.
dreamless_day@feddit.org · -8 pts · 33d
Du findest es keine schlechte Nachricht, wenn Leute nicht mehr arbeiten und ihr Einkommen selbst verdienen und stattdessen von der Allgemeinheit finanziert werden müssen?
Don_alForno@feddit.org · 14 pts · 33d
Du fändest es also eine schlechte Nachricht, wenn die Automatisierung sich endlich mal zum Wohle der breiten Mehrheit so auswirken würde, dass wir alle nicht mehr so viel und so lange arbeiten müssten?
dreamless_day@feddit.org · -4 pts · 33d
Das tut sie doch. Aber nicht in dem wir Innovation besteuern, sondern indem Innovation Produkte billig macht.
Denkst du ohne Automatisierung könnte man Smartphones für 300€ herstellen? Denkst du ohne Automatisierung kannst du ne Packung Käse für 2,50€ kaufen? Denkst du ohne Automatisierung kann man Flugzeuge günstig genug produzieren, um für 800€ ans andere Ende der Erde zu fliegen?
Wir alle müssen nicht mehr so viel arbeiten. Wer will kann Teilzeit machen, damit lässt es sich - dank Automatisierung - immer noch gut leben
Havald@lemmy.world · 8 pts · 33d
Stimmt, die fließbandarbeiter bei Daimler sollen einfach Teilzeit machen, damit verdienen sie ja genug dass sie ihre Familien ernähren können wegen >guckt auf Notizen< Automatisierung.
dreamless_day@feddit.org · -2 pts · 33d
Die Fließbandarbeiter bei Daimler nehmen alle mindestens an die 3000€ Netto mit (35 Stunden Woche), also ja, die können gut in Teilzeit leben.
Havald@lemmy.world · 6 pts · 33d
Laut kununu, keine Ahnung wie verlässlich die Seite ist, sind das 3000 brutto im Schnitt. Da bleiben dann 2000 übrig und dann willst du noch Teilzeit machen? Und dann eventuell noch eine Familie haben mit Kindern und evtl mal alle 2 Jahre in den Urlaub fahren? Na viel Spaß.
Von 3000 netto lässt es sich als alleinstehender gut leben, ja. Aber nicht mit einer Familie und schon gar nicht wenn du nur noch 50-70% arbeitest.
dreamless_day@feddit.org · -4 pts · 33d
Also willst du nicht in Teilzeit arbeiten, bzw. deinen Lebensstandard entsprechend anpassen. Das ist deine Entscheidung, du könntest auch auf vieles verzichten und Teilzeit arbeiten.
Als Keynes 1930 gesagt hat, man müsse 2030 nur noch 15 Stunden arbeiten, hat er nicht bedacht, dass Leute lieber ihren Lebensstandard steigern. Ich würde mal sagen viele könnten heute locker mit 15 Stunden so leben wie 1930.
bier@lemmy.blahaj.zone · 5 pts · 33d
Oh ja die Einsparung durch weniger Mitarbeiter weil Auto einfacher Baubar wird bestimmt an den end Verbraucher weitergegeben? Ganz bestimmt musst einfach nur mehr und produktiver arbeiten dann wirst auch du an den Rekordhoch Dividenden enden der Autoindustrie bereichert.
dreamless_day@feddit.org · 0 pts · 29d
Scheint so ja :)
https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse/2026/presseinfo-11-elektroautos-preise-modelle-2020-2025.html
bier@lemmy.blahaj.zone · 1 pts · 29d
Die Studie bezieht sich auf den gesamten deutschen Automarkt inkl. china autos und sonstige Hersteller. Wir reden aber von deutschen Produzenten.
dreamless_day@feddit.org · 1 pts · 29d
Ich glaube nicht dass wir nur von deutschen Produzenten reden.
Legianus@programming.dev · 4 pts · 33d
Denke es läuft dann eher drauf hinaus, dass Leute Zeit haben auf was anderes umzuschulen. Derzeit ist es schwer ohne Geld oder mit Arbeitslosengeld wirklich sein Feld zu wechseln. Vor allem in einer Welt die tendenziell dazu über geht "einfache" jobs wegzuautomatisieren. Man braucht also immer mehr Zeit fürs umschulen.
Da würde doch unbedingtes Grundeinkommen als Überbrückung helfen oder?
Plus das würde dann auch weniger die Allgemeinheit tragen als dass man mal Maschinen und so auch besteuern müsste. Gerade wird hauptsächlich Arbeit oder der Ertrag aus dieser besteuert. Wenn man das jetzt wegautomatisiert und nicht besteuert fehlt das schlichtweg.
zaphod@sopuli.xyz · 4 pts · 33d
Ist wie mit der Kohleindustrie, da muss(te) auch geguckt werden, was man mit den Leuten und den Regionen nach dem Kohleausstieg passieren soll, aber das wir aus der Kohle raus wollen ist hoffentlich unstrittig. Ähnlich sieht es mit Verbrennerautos aus, da fällt vieles weg, was man für E-Autos nicht braucht. Und so eine harte Abhängigkeit von einer einzigen Industrie ist allgemein auch nicht gut.
dreamless_day@feddit.org · 1 pts · 33d
Und wenn man sich anschaut, was mit den Gebieten mit ehemaliger Kohleindustrie passiert ist, ist das eine ziemlich schlechte Nachricht.
DrunkenPirate@feddit.org · 3 pts · 33d
Das würde ich so pauschal nicht sagen. Im Ruhrgebiet haben es einige Städte gut geschafft und prosperieren nun. Allerdings nicht alle.
Trotzdem muss ein Strukturwandel kommen. Man kann ja nicht jahrelange die Modernisierung verschleppen - wie bisher. Je früher man den Wandel herbeiführt, je eher kann man ihn sanft gestalten. Ansonsten knallt es einfach und dann wird es düster.
einkorn@feddit.org · 3 pts · 33d
Hach Ja, immer diese Leute, die es nicht schaffen einfach mal die sich die Entwicklung der letzten Jahrhunderte anzusehen ...
gewindestift@feddit.org · 3 pts · 33d
Die Unterschiede:
Es wird etwas nicht mehr produziert was micht mehr benötigt wird
Die Leute haben den ganzen Tag frei und können was sinnvolles machen (mit oder ohne Entlöhnung)
sind doch eigentlich zwei positive Punkte, nicht?
B0rax@feddit.org · 2 pts · 33d
Ich denke du solltest dir das mal anschauen… ein bedingungsloses grundeinkommen ist eigentlich nicht schwer zu finanzieren:
https://finanzierung.mein-grundeinkommen.de/
xlf42@feddit.org · 9 pts · 33d
Eine Industrie, die die Transformation verschlafen und ignoriert hat. Von ganz oben (wo die Vorstände und Aufsichtsräte lieber die Augen bei einem Dieselskandal zugemacht haben) bis ganz unten (wo die Gewerkschaften sich viel zu lange gegen den Wandel gewehrt haben). Eine Zulieferindustrie, die es sich in der verbrenner-Welt bequem gemacht hat (und deren Betriebsräte auch irgendwie Angst hatten, ihren Kollegen zu erklären, dass zB Getriebe bald eine Nische sein werden).
TheProtagonist@lemmy.world · 5 pts · 33d
Das ist krass, das wäre fast jeder zweite Arbeitsplatz in der Branche, der betroffen wäre. Kaum auszudenken, was das für die Wirtschaft und den Wohlstand hierzulande bedeuten wird...
Verdorrterpunkt@feddit.org · 3 pts · 33d
Wie geht die Gesellschaft damit um, wenn schlicht Arbeitsplätze wegfallen durch Elektrifizierung?
Ach, gar nicht.