Hintergrund | heise: KI-Müdigkeit: Fast drei Viertel wünschen sich die Arbeitswelt vor ChatGPT zurück

Hintergrund | heise: KI-Müdigkeit: Fast drei Viertel wünschen sich die Arbeitswelt vor ChatGPT zurück

Eigentlich sollte sie die Produktivität steigern – inzwischen sind Mitarbeiter frustriert von KI. Viele würden die Technologie am liebsten abschaffen... (weiter)

#Hintergrund #Arbeit #Arbeitswelt #KI #ChatGPT #KI-Müdigkeit #Technologie @dach

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30 Comments

lichtmetzger@discuss.tchncs.de · 31 pts · 5d (9 replies)

Die Kommentare der KI-Booster sind wieder wild:

Heute wird man permanent unterbrochen bzw. die Zeitslots in denen man überhaupt arbeiten kann sind zu kurz. Da hilft mir die KI echt weiter um den Überblick zu wahren

"Ich hab keine Zeit mehr, um meine Arbeit vernünftig zu machen, also rotze ich den ganzen Tag Slop raus. Endlich macht mir die Arbeit wieder Spaß (weil ich sie nicht mehr selbst machen muss)"

Was diese Leute wohl tun, wenn die Blase platzt und das Management die Kosten nicht mehr tragen will?

DmMacniel@feddit.org · 15 pts · 5d

Die zitierte Person soll halt einfach mal lernen Nein zu sagen und sich selbst Zeit zu blocken, damit man wieder vernünftig arbeiten kann.

jenesaisquoi@feddit.org · 5 pts · 4d (2 replies)

also rotze ich den ganzen Tag Slop raus.

Was oft nur eine Auslagerung der tatsächlichen Arbeit ist: denn die Empfänger des Slops müssen dann die Überlegungen anstellen, die der Absender einsparte, da der Slop offensichtlich Unsinn ist.

HaraldvonBlauzahn@feddit.org · 3 pts · 3d (1 reply)

Ich vergleiche das immer mit den Scannerksasen im Supermarkt: Angeblich wird die Arbeit wegautomatisiert. In Wirklichkeit erledigt der "Kunde" nun einen Wesentlichen Teil der Arbeit, wie das Überprüfen auf Richtigkeit, selber, bekommt dafür die Verantwortung, und gleichzeitig zu hören dass wegen der Technik die Arbeit verschwinde.

BigShammy80@feddit.org · 3 pts · 3d

Eben. Die Arbeit verschiebt sich nur.

GenosseFlosse@feddit.org · 2 pts · 4d (4 replies)

Gut möglich daß es genau wie Grafikkarten bald ki Beschleuniger gibt die man sich in den PC bauen kann, um sich teure Abos zu sparen. Von AMD gibt es schon eine kleine box I'm Mac Mini Format die das als externe Hardware loest, und leistungsmäßig etwa 2x besser ist als der Mac Mini den viele Leute als ai Server angeschafft haben.

Allerdings wäre das eine finanzielle Katastrophe für die AI Firmen die gerade teure Rechenzentren bauen, in der Hoffnung dass bald jeder dort ein Abo abschließt was dann genau wie jedes andere tech Produkt jedes Jahr teurer, schlechter und mit ads vollgestopft wird...

PreppaWuzz@discuss.tchncs.de · 1 pts · 3d (3 replies)

Gut möglich daß es genau wie Grafikkarten bald ki Beschleuniger gibt die man sich in den PC bauen kann, um sich teure Abos zu sparen. Von AMD gibt es schon eine kleine box I'm Mac Mini Format die das als externe Hardware loest, und leistungsmäßig etwa 2x besser ist als der Mac Mini den viele Leute als ai Server angeschafft haben.

Schwierig. AI braucht vor allem Speicher und der ist teuer. Grafikkarten oder KI-Beschleuiger mit 200GB+ sind dadurch sackteuer und das stellt sich keiner privat hin.

Ich hab auch eher die Hoffnung, dass es einfach performantere LLMs geben wird, die einfach nicht so resourcenhungrig sind.

GenosseFlosse@feddit.org · 1 pts · 3d (2 replies)

Kommt drauf an wie teuer die abos sind, vs hardware beschleuniger. Ab einem bestimmten preispunkt wird es leute geben die sich ausrechnen das 2 jahre abo teurer sind als eine lokale hardware die einen 4-stelligen betrag kostet. Ein anderes kaufargument koennte privatsphaere sein, oder das man seinen code, finanzen oder bauplaene nicht in die US cloud schickt.

Kann mir nicht vorstellen das man bei sowas softwareseitig noch viel optimieren kann. Wennes einfach waere, haette esi sicher schon jemand gemacht...

PreppaWuzz@discuss.tchncs.de · 1 pts · 3d (1 reply)

Vierstellig reicht halt nicht. Alleine eine RXT4090 oder 5090 liegt im Bereich 3-4.000€ und eine reicht nicht.

Die richtigen KI-Beschleuniger liegen ab 10.000€ (Nvidia A100) über den mittleren fünfstelligen Bereich (A200) bis in den sechsstelligen Bereich (H200).

Das alles rechnet sich nur, wenn man es auch wirklich ausführlich nutzt. Im Privatbereich definitiv zu teuer.

Daß man durchaus optimieren kann, zeigt ja gerade Kimi, die soweit ich das verstanden haben, zwar ein große Modell mit vergleichbar vielen Parametern im Training nutzen, aber bei der Verwendung eine eingeschränkte Anzahl Parameter auswerten. Keine Ahnung wie das genau geht, aber es deutet darauf hin, dass noch jede Menge Potential besteht. Ist auch eigentlich nicht verwunderlich, wir sind immer noch erst am Anfang dieser Technik, das ist noch lange nicht ausgereizt.

GenosseFlosse@feddit.org · 1 pts · 3d

Ne; dedizierte hardware, keine grafikkarte:

https://www.amd.com/en/products/processors/desktops/ryzen/ryzen-ai-halo.html

Derzeit 4000 USD.

ennof@feddit.org · 26 pts · 5d

LLM-Müdigkeit*

DmMacniel@feddit.org · 22 pts · 5d

Unternehmer so: Alles klar, also noch mehr KI damit wir nicht zurückbleiben!

copacetic@discuss.tchncs.de · 20 pts · 5d (6 replies)

Als Angestellter hat man ja auch nicht wirklich was davon. Der Job verändert sich. Als Softwareentwickler wird man zum KI-Manager. Das Unternehmen wird x% produktiver und das Gehalt erhöht sich dabei um 0%. Wer steckt denn den Gewinn durch die erhöhte Produktivität ein?

Unabhängig davon gibt es natürlich noch Diskussion, ob die Produktivität wirklich steigt. Als Einzelner fühlt man sich schon produktiver, aber wo sieht man das an Kennzahlen vom Gesamtunternehmen oder ganzen Wirtschaftsbranchen?

Don_alForno@feddit.org · 12 pts · 5d (2 replies)

Ich möchte lösen:

x=-10

Ooops@feddit.org · 7 pts · 5d (1 reply)

Optimist

HaraldvonBlauzahn@feddit.org · 1 pts · 3d

Eher -20%. Siehe die METR Studie.

HaraldvonBlauzahn@feddit.org · 4 pts · 3d (1 reply)

Das Unternehmen wird x% produktiver und das Gehalt erhöht sich dabei um 0%.

Da würde ich gerne mal einen soliden Nachweis für sehen. Die kolportierten Effizienzgewinne sind zum Teil sehr hypothetisch. Z.B. Softwareentwicköer können einen vermuteten Geschwindigkeitsvorteil auch gar nicht richtig einschätzen, wie die METR Studie zeigte - sie nehmen auch eine Beschleunigung wahr, wo es objektiv eine Verlangsamung gibt.

Es ist unwidersprochen, dass die KI Modelle in der Softwareentwicklung schnell viel Code generieren können. Abet einfach mehr Code ist in der Softwareentwicklung etwa so nützlich wie mehr Gewicht im Flugzeugbau oder eine Bleiweste beim Schwimmen lernen - es hilft so gar nicht. Mehr Code ist erstmal mehr Zeug, was man bei der Wartung und Weiterentwicklung verstehen muss. Und Verstehen kostet Zeit.

Es wird auch immer überschätzt, wie viel Code produktive Softwareentwickler schreiben, und wie viel Vorarbeit, Fehlersuche etc. dafür nötig ist. Selbst Linux Kernelentwickler schreiben in der Regel höchstens so 1000 Zeilen neuen Code pro Mannjahr(!) (eigentlich "Personenjahr", sind ja nicht alles Männer). Ein erfahrener Entwickler in einem sehr gut organisiertem, überschaubaren Greenfield-Projekt schreibt mit Glück 10000 Zeilen pro Jahr - das sind 40 Zeilen pro Arbeitstag. Das kann man in 15 Minuten eintippen. Der Rest ist klären und erfassen von Spezifikationen, nachdenken, Tests, Koordination, Fehlersuche, Dokumentation.

PreppaWuzz@discuss.tchncs.de · 1 pts · 3d

Es ist unwidersprochen, dass die KI Modelle in der Softwareentwicklung schnell viel Code generieren können. Abet einfach mehr Code ist in der Softwareentwicklung etwa so nützlich wie mehr Gewicht im Flugzeugbau oder eine Bleiweste beim Schwimmen lernen - es hilft so gar nicht

Das interessiert halt die ganzen Startups nicht, die müssen schnell irgendwas in den Markt werfen, egal wie es technisch aussieht. Entweder wird es dann später gefixt (Spoiler: Wird es trotzdem nicht) oder sie gehen drauf und niemand braucht den Code.

Bei alteingesessenen Unternehmen hält sich die KI-Einbindung meinen Beobachtungen nach stark in Grenzen.

sascha@friendica.de · 1 pts · 2d

@copacetic Also ich habe die Sachen die mich betreffen schon massiv ohne KI optimiert und da bringt die KI an sich nur noch Verschlimmbesserung. Ich habe just for fünf versucht das was ich gemacht habe von KI nachvollziehen bzw machen zu lassen. War wenig überzeugend.

knomie@feddit.org · 13 pts · 5d

Nicht nur die Arbeitswelt, Heise, nicht nur die Arbeitswelt...

JensSpahnpasta@feddit.org · 12 pts · 5d (7 replies)

Ehrlich gesagt würde es mir reichen, wenn nicht ungelogen 2-4x am Tag irgendwer mir erzählen oder irgendwo schreiben würde oder es durch die Nachrichten gehen würde, dass alle unsere Jobs jetzt an die KI ausgelagert werden und dass ich damit dann demnächst arbeitslos werden würde. Das macht definitiv keine gute Laune

Tartufo@lemmy.world · 10 pts · 5d (4 replies)

Wenn diese sogenannte KI halt gut wäre und es für alle ein bedingungsloses Grundeinkommen, von dem man gescheit leben kann, gäbe, könnte der PC meinen Job echt gern haben. Ich brauche den Job nicht um mich erfüllt zu fühlen, ich brauche den nur für Geld.

Das Problem ist: das KI-Zeug ist halt weder gut, noch gibt es ein bedingungsloses Grundeinkommen....

Ooops@feddit.org · 6 pts · 5d (2 replies)

noch gibt es ein bedingungsloses Grundeinkommen

Wird es auch nicht geben. Wir haben die letzten Jahrzehnte damit verbracht, kummulative Produktionssteigerungen von bereinigt um die 250% einfach komplett nach oben zu transferieren, während die Reallöhne stagnieren (und da an denen auch Steuern, Gesundheit, Rente und Soziales hängen, muss das alles jetzt von weniger als einem Drittel der Leistung -dem der Arbeiter- bezahlt werden und die Abgaben müssen ständig steigen).

Und jetzt träumen die selben Spinner halt davon, nicht etwa die Niedriglohnjobs oder den Blödsinn, den so mancher CEO verzapft, durch KI zu ersetzen (das wäre einigermaßen realistisch), sondern stattdessen qualifizierte Arbeitskräfte loszuwerden, um deren Löhne einzusparen. Alles brave, abhängige Niedriglöhner unter der Kontrolle weniger, die sich einbilden irgendeinen wichtigen Job zu machen, ist die neue Zielmarke. Dass KI das gar nicht kann, ist egal, wenn man nur fest genug dran glaubt und ausreichend Menschen vom Märchen überzeugt^

JensSpahnpasta@feddit.org · 4 pts · 5d

Genau das - die letzten Jahrzehnte haben mit jedem Technikschub dazu geführt, dass die Arbeit verdichtet wurde. Dann wurde die Stelle des Kollegens, der gegangen ist, nie nachbesetzt. Die Restmannschaft hat das dann irgendwie gewuppt.

Tartufo@lemmy.world · 3 pts · 5d

Das ist mir alles klar. Ich hab ja nur gesagt, wann ich diesen KI-Kack gut fände, nicht, dass das Szenario in dem ich den gut fände auch nur ansatzweise realistisch ist.

jenesaisquoi@feddit.org · 3 pts · 4d

Oder, wir geben das unvorstellbar viele Geld, was für ein bedingungsloses Grundeinkommen dann zur Verfügung stände, stattdessen den Ultrareichen. Das scheint mir besser.

Mit freundlichen Grüssen

Der rechtsliberale Politiker Ihres Vertrauens

Ooops@feddit.org · 4 pts · 5d (1 reply)

Aber so funktioniert Überzeugung nunmal heutzutage. Immer und immer und immer das selbe Märchen wiederholen, bis die Leute es glauben. Und wenn dein dann irgendwann Chef wirklich halluziniert, wie viel billiger und einfacher die Welt ohne die nervigen Angestellten wäre, ist die darauf folgende Vollkatastrophe schließlich nicht zum Schaden derer, die Unsummen in den Wahnsinn pumpen (und für die nochmal ein paar Millionen extra für die Verdummung von Menschen Peanuts sind...).

JensSpahnpasta@feddit.org · 8 pts · 5d

Wie Cory Doctorow so schön sagte: "Die KI kann deinen Job nicht machen. Ein KI-Verkäufer kann aber deinen Chef überzeugen, dass die KI deinen Job machen könnte"

Verdorrterpunkt@feddit.org · 7 pts · 4d (1 reply)

Gut möglich, dass das passiert wenn das Zeug nicht mehr quersubventioniert wird. Hoffen kann man.

jenesaisquoi@feddit.org · 4 pts · 4d

Echt mal. Kann die scheiß Blase endlich platzen?