Das Problem ist eher ein praktisches, als ein juristisches: Du hast halt immer noch ~40% der Bevölkerung die mit dieser Ideologie sympathisieren, davon vielleicht ein Drittel das darin fest verankert ist und in diesem Drittel eine unbekannte Menge an gewaltbereiten Personen.
Klar lässt sich die AfD verbieten, die Regierung muss dann aber auch bereit sein die "Drecksarbeit" zu machen und das Verbot auch wirksam durchzusetzen... und ob die Regierung die darauf folgenden Wahlen überlebt ist mehr als fraglich. Man darf auch nicht vergessen, dass die AfD nicht in einem Vakuum existiert und international Unterstützung hat. Ein Verbot würde mit Sicherheit massiv ausgeschlachtet und wäre die Bestätigung für viele unserer verstrahlten Mitbürger das DE eine Diktatur ist... was dann wieder zu einer größeren Zahl gewalttätiger "Einzelfälle" führen wird.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin definitiv FÜR ein Verbot und eine konsequente Durchsetzung - mit allen gebotenen Mitteln, nur wird das dann eben "unschön".
Klar lässt sich die AfD verbieten, die Regierung muss dann aber auch bereit sein die “Drecksarbeit” zu machen und das Verbot auch wirksam durchzusetzen…
Das heißt z.B., dass der AfD nicht weiterhin mein Steuergeld in den Arsch geblasen wird. Das heißt, dass die AfD sich im Fernsehen nicht wieter den Arsch platt sitzen und lügen und verhetzen kann. Ich bin dafür.
und ob die Regierung die darauf folgenden Wahlen überlebt ist mehr als fraglich.
Das sollte unerheblich sein. Außerdem: Die Nazi-Fans hätten die doch sowieso nicht gewählt und eine Regierung, die das durchzieht hätte nicht nur bei mir ein Stein im Brett.
nur wird das dann eben “unschön”.
Für die künftigen Opfer der Nazi Brut wird es noch unschöner wenn man weiter feige den Kopf in den Sand steckt.
Außerdem, was ist das für eine Logik des Sigmar "Lobby" Gabriel? Sind die Nazis klein, dann kann man die nicht erbieten weil sie klein sind. Sind die Nazis groß, dann kann man die nicht erbieten weil sie groß sind. Das ist eine offen Verhöhnung unserer Verfassung und widerspricht grundlegend dem zugrundeliegendem Gedanken. Das GG wurde schließlich als Reaktion auf und nach schmerzvoller Erfahrung mit dem Nazi-Terror geschrieben. Das GG ist ein anti-faschistischer Aufruf.
Schau mal was die Corona Maßnahmen (und die Social Media Kampagnen rundherum) mit den Hirnen der Menschen angerichtet hat - die Maßnahmen die es zumindest zeitweise zur Eindämmung der wahrscheinlichen Reaktionen auf ein AfD Verbot bräuchte wären nochmal eine deutliche Spur härter (Ausgangssperren, Checkpoints, allgemein mehr Überwachung...) und trotzdem würde es zu Anschlägen und Scharmützeln mit der Polizei kommen.
Du hast halt immer noch ~40% der Bevölkerung die mit dieser Ideologie sympathisieren
Das glaube ich gar nicht.
Das wäre so bei einer Partei, die ihre Werte und ihre Absichten offen und ehrlich vertritt, was die Afd aber nicht tut. Ich glaube, die meisten ihrer Wähler wissen gar nicht, welche Ziele diese uneheliche Partei verfolgt.
Aus den 40% "Geköderten" werden beim Verbot zwar 40% Enttäuschte, also Ent-Täuschte, aber die sollen danach (hoffentlich) mal lernen, was für eine Täuschung das war, die da zu Ende gegangen ist.
Aus den 40% “Geköderten” werden beim Verbot zwar 40% Enttäuschte, also Ent-Täuschte, aber die sollen danach (hoffentlich) mal lernen, was für eine Täuschung das war, die da zu Ende gegangen ist.
Nur weil die AfD weg ist heißt das nicht, dass deren Vorfeld nicht mehr die Social Media Kanäle befeuert wird... dass da plötzlich die große Enttäuschung einsetzt bezweifle ich, eher dass ein "Siehste? Die hatten Recht! DIK-TA-TUR!!!" Denkmuster übernehmen würde.
Ich will hier gar nicht das Verbot schlechtreden - ganz im Gegenteil - ich denke aber nur, dass sich viele in der eher linken Lemmy Bubble die Nachwirkungen davon etwas zu einfach vorstellen.
Doch, natürlich denken die Leute an die Nachwirkungen. Es ist mittlerweile aber eben alternativlos. Da ändert auch das 10. imaginäre Problem nichts.
Wir befassen uns sogar viel zu sehr damit, was nach einem Verbot vielleicht alles passieren könnte. Und das schon so lange, dass es bald zu spät für's Verbot sein könnte.
Also einfach Mal weniger Angst davor haben, was vielleicht passieren könnte, wenn ich versuche an der Scheiße in der wir hier sitzen was zu ändern und mehr machen.
Nein, aber wenn wir als Gesellschaft ein Verbot anstrengen wird man mit den Konsequenzen (Terroranschläge, evtl. offene bewaffnete Aufstände etc.) und den Reaktionen hierauf wie massive (temporäre?) Grundrechtseinschränkungen etc. leben müssen.
ICH halte ein Verbot und die Durchsetzung davon für notwendig, ob der (nicht AfD wählende) Rest der Bevölkerung das auch so sieht ist ein anderes Thema...
Wenn ich das richtig im Kopf habe, mobilisiert die AfD vor allem vorherige Nichtwählende. In gewisser Anteil (wie groß der wäre, keine Ahnung) könnte also durchaus nach einem Verbot wieder in der Versenkung verschwinden.
und ob die Regierung die darauf folgenden Wahlen überlebt ist mehr als fraglich.
Don't threaten me with a good time. Die Regierungen der letzten ~25 Jahre haben in so vielen Bereichen so dermaßen Verantwortungslos gehandelt (auch und gerade beim Thema aufkeimender Rechtsextremismus - ich meine, es ist ja nicht so, als würden wir hier stehen und könnten ehrlich sagen, die Regierungen hätten alles in ihrer Macht stehende gegen Rechtsextremisten getan), dass sie ihre Zeche endlich mal zahlen müssen (nur nicht, indem wir eine rechtsextreme AfD-geführte Regierung bekommen). Allerdings wäre die AfD dann auch nicht mehr da und es gäbe keine zentrale Sammelstelle für Faschostimmen.
Ein AfD-Verbot würde einige Finanzierungs- und Koordinierungsstrukturen der Rechtsextremen zerschlagen und diese eine geballte Sammlung an Wählerstimmen auflösen.
Acht bis neun rechtsextreme Parteien, die an der 5%-Hürde scheitern sind mir wesentlich lieber als eine mit parlamentarischen Mehrheiten (selbst, wenn eine oder zwei dieser kleinen Parteien doch in die Parlamente kämen).
Und natürlich ist das nicht das Ende des Weges, aber es würde uns Zeit kaufen, die Versäumnisse der letzten Jahre aufzuholen.
Und natürlich ist das nicht das Ende des Weges, aber es würde uns Zeit kaufen, die Versäumnisse der letzten Jahre aufzuholen.
DAS wäre wirklich wichtig... nur (ich weiß, ich klinge heute morgen irgendwie fatalistisch), welche Partei in der aktuellen Landschaft soll das machen?
War nicht mal die Argumentation das die AfD zu klein wäre um sie zu verbieten. Jetzt heißt es sie ist zu groß um sie zu verbieten. Was ist den Sweetspot wo man Parteien verbieten kann wenn sie Verfassungsfeindlich sind?
Zwischen 13,3333333333333333333333% und 13,3333333333333333333334% davor sind sie zu klein, danach zu groß. Also zumindest wohl wenn man bestimmte Politiker fragt. Der facto also nie. Ist dann eben dumm.
Doch, lässt sie sich, wenn die die Rechtsgrundlage dafür klar ist, zumal die 40% ein regionaler und kein bundesweiter Umfragewert sind. Was dem Verbot eher entgegen steht und mit den "40%" weit mehr zu tun hat, ist der fehlende politische Wille von Leuten wie Sigmar Gabriel.
Was er wohl denkt, wenn jemand ihm sagt, dass Faschisten auch eine… (checkt letzte bundesweite Sonntagsfrage) 12-Prozent-Partei verbieten könnten? Das wäre dann zum Beispiel die SPD.
Das ist dem Typen wahrscheinlich letztendlich komplett egal.
Man muss nur mal schauen, wie er sich seine Politkarriere vergolden ließ und lässt: Rheinmetall, Brunswick Group, Siemens Energy, Deutsche Bank, Eurasia Group, Thyssenkrupp Steel Europe[, Tönnies Holding, Zentrum für Arbeitgeberattraktivität (Zeag GmbH), Deloitte, Holtzbrinck-Verlagsgruppe, VIB – International Strategy Group, International Crisis Group, ommunication, Network, Service GbR.
Der macht soviel Lobby, da ist wohl keine Zeit um an die Sozialdemokratie zu denken, zumal er selbst ja auch eher wenig mit Sozialdemokratie ("demokratischer Sozialismus") am Hut hat, wie man aus seiner aktiven Politikerzeit weiß..
Das sind Protestwähler, zumindest zum Teil, nur richtet sich der Protest gegen die Strukturen, in denen es sich $PD und €DU so kuschelig eingerichtet haben, kuschelige Posten, nahrhafte Diäten, ergiebige Korruption Netzwerke.
Der Mann müsste also erstmal seiner Partei eine Neuorientierung in Richtung sozial und demokratisch verordnen... Ach nee, das ist ja unbequem, klingt nach viel Arbeit... Dann doch lieber hohle Worte in die Mikrofone labern.
Heilige Scheiße, erstmal abwarten und gucken wie es entwickelt und später sind die dann zu groß zum verbieten. Was für ein Dünnpfiff. Will wohl egal wie in der Presse stehen, sonst kann man sich das wohl nicht erklären.
Mich wundert dass die SPD Gabriel nicht schon lange verboten hat. Können wir mal kurz über die Lebensleistung dieses Narzisten sprechen? Er war in so gut wie allen Spitzenpositionen bei der SPD involviert, am Ende hat er sich den Seeheimer Niedergang mit einem Posten als Außenminister vergoldet, vermutlich in der Hoffnung auf ein Präsidenten-Amt, ob seiner unbegrenzten Weisheit. Das Ergebnis sehen wir nicht in Umfragen, sondern Wahlmisserfolgen: die SPD ist dank solch einer überzeugenden Führungskraft, in Deutschland gerne Elite tituliert, nur noch unter "Sonstige" zu finden. Aber immer wieder gut von Erfolgsmenschen zu hören, aus dem off sozusagen.
Die wirklich interessante Frage ist, was da die Alternative sein soll: Lässt man die AfD an die Regierung, zerstört sie alles, was gut und wichtig ist. Lässt man sie nicht an die Regierung, hat man kaum noch zu bildende Koalitionen bei deren Mehrheitsverhältnissen. Die AfD Propagandanetzwerke wird man nicht zerstören können, wenn sie eine legale Partei ist und nebenbei von Musk, Zuckerberg, Google und Co. massiv gepusht wird.
Im Endeffekt wird man die ganze Gemengelage nicht unter Kontrolle bekommen ohne wirklich massiv die Sozialen Medien zu regulieren und - jetzt kommt das böse Wort - zu zensieren. Wir sind einfach jetzt an einem Scheideweg an dem die Regierung entschlossen und autoritär handeln müsste um langfristig eine liberale Ordnung aufrechtzuerhalten... was dann aber auch nicht ohne etwas zerschlagenes Geschirr auf dem diplomatischen Parkett gehen wird.
Dafür haben wir den Verfassungsschutz, dafür haben wir die Möglichkeit, solche Leute aus dem öffentlichen Dienst zu entfernen. Wir haben sogar die Möglichkeit, ihnen die Beteiligung an Wahlen zu verbieten. Also unterhalb dieser Verbotsschwelle gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten, und ich staune, dass die nicht genutzt werden und stattdessen die große Keule rausgeholt wird des Verbots, wo wir doch ahnen, dass man eine in Sachsen-Anhalt 40-Prozent-Partei nicht mal eben verbieten kann.
Ich finde sein "wo wir doch ahnen" sehr wichtig. Es ist schon eine spannende Frage, was nach einem Verbot passieren würde. Die latent-rassistische Einstellung bei vielen AfD-Wählern verschwindet dadurch nicht. Sein "Staunen" teile ich ebenfalls. Kurz: Verteufeln würde ich Gabriel wegen dieses Interviews nicht.
(Disclaimer: Ich bin für einen AfD-Verbotsantrag so schnell wie möglich.)
Die latent-rassistische Einstellung bei vielen AfD-Wählern verschwindet dadurch nicht.
Die können gern so latent-rasistisch sein, wie sie wollen, solange ihnen endlich wieder klar gemacht wird, dass sie ihren menschenverachtenden Scheiß dann aber gerne für sich behalten können.
Aber wir (also primär Politik und Medien) machen ja kollektiv das Gegenteil und erzählen ihnen jeden Tag, "Ja, wir nehmen euch ernst. Erzählt uns mehr. Wir wollen ja auch gar nicht sagen, dass euer abartiger Menschenhass falsch ist. " 🤮
Ich würde eher die Individuen in Rechenschaft nehmen, die illegale Inhalte (etwa in Form von Reden oder Parteizielen) verbreiten oder dulden.
Man könnte auch im ersten Schritt eine Warnung geben mit konkreten Korrekturvorgaben. Im zweiten Schritt dann mit Vorlauf die Auflösung (ggf mit Neuwahlen) fordern.
Was aber nun wirklich nicht geht ist, kurz vor oder nach Wahlen wenn einem das Ergebnis nicht gefällt die Opposition zu verbieten.
Insofern, ja, die Rechtsprechung die NPD war zu unbedeutend zum verbieten war quatsch.
wie würdest du denn, mit einem Spitznamen und zu 100% passend jemanden bezeichnen, der gegen die Ideale und Grundidee der eigenen Partei und Mitglieder gehandelt, die Werte verraten und aktiv an deren Aushöhlung mitgewirkt hat, so dass aus einer ehemaligen, staatstragenden Partei mittlerweile eine geworden ist, die demnächst unter "Sonstige" zu finden sein wird?
würde passen, finde ich aber in diesem Falle tatsächlich zu allgemein und unspezifisch.
U-Boot hätte noch gepasst. Oder Totengräber. Eventuell auch noch Brutus.
Allerdings frage ich mich, warum man sich, wenn es um die Sache geht, explizit so sehr an der alternativen Deutung des Namens festklammert, wo die Intention und Message, die er ausstrahlt, doch ziemlich klar macht, dass er EIGENTLICH eine Persona Non Grata sein sollte und KEINER, der auch nur noch einen Funken von Integrität hat, ihn zum Interview laden würde. Denn allein durch diese Diskussion verbrennen wir so viel Energie, die an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt wäre.
Fast so als wäre es einfacher Probleme früh zu bekämpfen wenn sie noch klein sind. Klimawandel, Rente, Mieten, Migration, Milliardäre, Bahn, Digitalisierung, Putin, Trump. Komisch wie man das als Normalbürger alles mitkriegt aber Politiker scheinen dafür zu doof.
Klar geht das. Aber dann ist halt auch das allerletzte Feigenblatt der Demokratie weg und der Zulauf zur nächsten Extrempartei wird noch massiver. Das kann ma noch ein par Jahrzehnte wiederholen. Ob das Verfassungsgericht beim Mundtotmachen von 40% der Wählerschaft bereits nein sagt oder wartet bis eine 50%, 60% oder 70% Partei verboten wird... wir werden sehen. Was dann? Einfach das Verfassungsgericht ignorieren?
Man muss 40% der Wähler nicht ernst nehmen. Man muss nicht gucken, was die dazu bringt AFD zu wählen. Man muss auch nicht die Ursachen angehen und für Zufriedenheit bei der Wählerschaft sorgen. Man kann einfach weitermachen wie bisher - bis einem halt die schwere Bürde des Regierens abgenommen wird.
Parteiverbote können das für eine Weile verzögern. Aber wirklich verhindern kann man den Rechtsruck nur mit ordentlicher Politik.
51 Comments
CyberEgg@discuss.tchncs.de · 114 pts · 2d
Kann mir mal jemand helfen? Ich hab vergessen in welchem GG-Artikel die Umfragewerte genannt werden, die für Parteiverbote relevant sind.
aaaaaaaaargh@feddit.org · 69 pts · 2d
Gabriels großartiges General-Grundgesetz, § 1 Abs. 1 ff: "Die Würdelosigkeit vieler heutiger SPD-Funktionäre ist unerreichbar"
Sibbo@sopuli.xyz · 15 pts · 2d
Ah, das GGGG. Das ist besser als das GG, weil es doppelt so viele Gs hat.
HieroProtagonist@feddit.org · 31 pts · 2d
Das Problem ist eher ein praktisches, als ein juristisches: Du hast halt immer noch ~40% der Bevölkerung die mit dieser Ideologie sympathisieren, davon vielleicht ein Drittel das darin fest verankert ist und in diesem Drittel eine unbekannte Menge an gewaltbereiten Personen.
Klar lässt sich die AfD verbieten, die Regierung muss dann aber auch bereit sein die "Drecksarbeit" zu machen und das Verbot auch wirksam durchzusetzen... und ob die Regierung die darauf folgenden Wahlen überlebt ist mehr als fraglich. Man darf auch nicht vergessen, dass die AfD nicht in einem Vakuum existiert und international Unterstützung hat. Ein Verbot würde mit Sicherheit massiv ausgeschlachtet und wäre die Bestätigung für viele unserer verstrahlten Mitbürger das DE eine Diktatur ist... was dann wieder zu einer größeren Zahl gewalttätiger "Einzelfälle" führen wird.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin definitiv FÜR ein Verbot und eine konsequente Durchsetzung - mit allen gebotenen Mitteln, nur wird das dann eben "unschön".
SapphireSphinx@feddit.org · 42 pts · 2d
Das heißt z.B., dass der AfD nicht weiterhin mein Steuergeld in den Arsch geblasen wird. Das heißt, dass die AfD sich im Fernsehen nicht wieter den Arsch platt sitzen und lügen und verhetzen kann. Ich bin dafür.
Das sollte unerheblich sein. Außerdem: Die Nazi-Fans hätten die doch sowieso nicht gewählt und eine Regierung, die das durchzieht hätte nicht nur bei mir ein Stein im Brett.
Für die künftigen Opfer der Nazi Brut wird es noch unschöner wenn man weiter feige den Kopf in den Sand steckt.
Außerdem, was ist das für eine Logik des Sigmar "Lobby" Gabriel? Sind die Nazis klein, dann kann man die nicht erbieten weil sie klein sind. Sind die Nazis groß, dann kann man die nicht erbieten weil sie groß sind. Das ist eine offen Verhöhnung unserer Verfassung und widerspricht grundlegend dem zugrundeliegendem Gedanken. Das GG wurde schließlich als Reaktion auf und nach schmerzvoller Erfahrung mit dem Nazi-Terror geschrieben. Das GG ist ein anti-faschistischer Aufruf.
Edit:
Hier findet man i.ü mal mal einige Eckdaten dieses "Sozialdemokraten": https://lobbypedia.de/wiki/Sigmar_Gabriel
HieroProtagonist@feddit.org · -15 pts · 2d
Schau mal was die Corona Maßnahmen (und die Social Media Kampagnen rundherum) mit den Hirnen der Menschen angerichtet hat - die Maßnahmen die es zumindest zeitweise zur Eindämmung der wahrscheinlichen Reaktionen auf ein AfD Verbot bräuchte wären nochmal eine deutliche Spur härter (Ausgangssperren, Checkpoints, allgemein mehr Überwachung...) und trotzdem würde es zu Anschlägen und Scharmützeln mit der Polizei kommen.
Zwuzelmaus@feddit.org · 20 pts · 2d
Das glaube ich gar nicht.
Das wäre so bei einer Partei, die ihre Werte und ihre Absichten offen und ehrlich vertritt, was die Afd aber nicht tut. Ich glaube, die meisten ihrer Wähler wissen gar nicht, welche Ziele diese uneheliche Partei verfolgt.
Aus den 40% "Geköderten" werden beim Verbot zwar 40% Enttäuschte, also Ent-Täuschte, aber die sollen danach (hoffentlich) mal lernen, was für eine Täuschung das war, die da zu Ende gegangen ist.
HieroProtagonist@feddit.org · 5 pts · 2d
Nur weil die AfD weg ist heißt das nicht, dass deren Vorfeld nicht mehr die Social Media Kanäle befeuert wird... dass da plötzlich die große Enttäuschung einsetzt bezweifle ich, eher dass ein "Siehste? Die hatten Recht! DIK-TA-TUR!!!" Denkmuster übernehmen würde.
Ich will hier gar nicht das Verbot schlechtreden - ganz im Gegenteil - ich denke aber nur, dass sich viele in der eher linken Lemmy Bubble die Nachwirkungen davon etwas zu einfach vorstellen.
ComfortableRaspberry@feddit.org · 9 pts · 2d
Doch, natürlich denken die Leute an die Nachwirkungen. Es ist mittlerweile aber eben alternativlos. Da ändert auch das 10. imaginäre Problem nichts.
Wir befassen uns sogar viel zu sehr damit, was nach einem Verbot vielleicht alles passieren könnte. Und das schon so lange, dass es bald zu spät für's Verbot sein könnte.
Also einfach Mal weniger Angst davor haben, was vielleicht passieren könnte, wenn ich versuche an der Scheiße in der wir hier sitzen was zu ändern und mehr machen.
plyth@feddit.org · 1 pts · 2d
So klar ist die Grenze nicht.
Die AfD in Baden-Württemberg könnte Özdemir untersuchen lassen. Völkisch schätzt er aber nur einige andere Landesverbände ein.
https://feddit.org/post/34702845
mlatu@moist.catsweat.com · 9 pts · 2d
achso, klar, die nazis mal machen lassen ist dann nicht "unschön"?
HieroProtagonist@feddit.org · 1 pts · 2d
Nein, aber wenn wir als Gesellschaft ein Verbot anstrengen wird man mit den Konsequenzen (Terroranschläge, evtl. offene bewaffnete Aufstände etc.) und den Reaktionen hierauf wie massive (temporäre?) Grundrechtseinschränkungen etc. leben müssen.
ICH halte ein Verbot und die Durchsetzung davon für notwendig, ob der (nicht AfD wählende) Rest der Bevölkerung das auch so sieht ist ein anderes Thema...
CyberEgg@discuss.tchncs.de · 9 pts · 2d
Wenn ich das richtig im Kopf habe, mobilisiert die AfD vor allem vorherige Nichtwählende. In gewisser Anteil (wie groß der wäre, keine Ahnung) könnte also durchaus nach einem Verbot wieder in der Versenkung verschwinden.
Don't threaten me with a good time. Die Regierungen der letzten ~25 Jahre haben in so vielen Bereichen so dermaßen Verantwortungslos gehandelt (auch und gerade beim Thema aufkeimender Rechtsextremismus - ich meine, es ist ja nicht so, als würden wir hier stehen und könnten ehrlich sagen, die Regierungen hätten alles in ihrer Macht stehende gegen Rechtsextremisten getan), dass sie ihre Zeche endlich mal zahlen müssen (nur nicht, indem wir eine rechtsextreme AfD-geführte Regierung bekommen). Allerdings wäre die AfD dann auch nicht mehr da und es gäbe keine zentrale Sammelstelle für Faschostimmen.
Ein AfD-Verbot würde einige Finanzierungs- und Koordinierungsstrukturen der Rechtsextremen zerschlagen und diese eine geballte Sammlung an Wählerstimmen auflösen.
Acht bis neun rechtsextreme Parteien, die an der 5%-Hürde scheitern sind mir wesentlich lieber als eine mit parlamentarischen Mehrheiten (selbst, wenn eine oder zwei dieser kleinen Parteien doch in die Parlamente kämen).
Und natürlich ist das nicht das Ende des Weges, aber es würde uns Zeit kaufen, die Versäumnisse der letzten Jahre aufzuholen.
HieroProtagonist@feddit.org · 3 pts · 2d
DAS wäre wirklich wichtig... nur (ich weiß, ich klinge heute morgen irgendwie fatalistisch), welche Partei in der aktuellen Landschaft soll das machen?
jenesaisquoi@feddit.org · 3 pts · 2d
Wir müssen es nicht tun weil es einfach ist, sondern weil es das Richtige ist.
summercatcouncil@sh.itjust.works · 49 pts · 2d
War nicht mal die Argumentation das die AfD zu klein wäre um sie zu verbieten. Jetzt heißt es sie ist zu groß um sie zu verbieten. Was ist den Sweetspot wo man Parteien verbieten kann wenn sie Verfassungsfeindlich sind?
Ravi@feddit.org · 56 pts · 2d
Im Bereich 19,33% bis 19,45%
Tarogar@feddit.org · 11 pts · 2d
Zwischen 13,3333333333333333333333% und 13,3333333333333333333334% davor sind sie zu klein, danach zu groß. Also zumindest wohl wenn man bestimmte Politiker fragt. Der facto also nie. Ist dann eben dumm.
HieroProtagonist@feddit.org · 8 pts · 2d
Exakt sobald Sie 18,88% erreicht haben
Slashme@lemmy.world · 5 pts · 2d
Es war die NPD, die zu klein zu verbieten war.
HaraldvonBlauzahn@feddit.org · 44 pts · 2d
Ah, die gleiche Argumentation wie beim Klimawandel !
jagermo@feddit.org · 39 pts · 2d
Doch. Doch, das geht.
Juviz@lemmy.zip · 38 pts · 2d
Hätte er das bloß damals den deutschen Widerstandskämpfern im NS Staat gesagt, dann wär das alles kein Problem gewesen.
Verdammt nochmal… Nazis bleiben Nazis und es ist unser ALLER PFLiCHT!!! Gegen diese Idioten mit allen Mitteln des Rechtsstaats vorzugehen
rustydrd@sh.itjust.works · 36 pts · 2d
Doch, lässt sie sich, wenn die die Rechtsgrundlage dafür klar ist, zumal die 40% ein regionaler und kein bundesweiter Umfragewert sind. Was dem Verbot eher entgegen steht und mit den "40%" weit mehr zu tun hat, ist der fehlende politische Wille von Leuten wie Sigmar Gabriel.
xlf42@feddit.org · 18 pts · 2d
Was er wohl denkt, wenn jemand ihm sagt, dass Faschisten auch eine… (checkt letzte bundesweite Sonntagsfrage) 12-Prozent-Partei verbieten könnten? Das wäre dann zum Beispiel die SPD.
SapphireSphinx@feddit.org · 5 pts · 2d
Das ist dem Typen wahrscheinlich letztendlich komplett egal.
Man muss nur mal schauen, wie er sich seine Politkarriere vergolden ließ und lässt: Rheinmetall, Brunswick Group, Siemens Energy, Deutsche Bank, Eurasia Group, Thyssenkrupp Steel Europe[, Tönnies Holding, Zentrum für Arbeitgeberattraktivität (Zeag GmbH), Deloitte, Holtzbrinck-Verlagsgruppe, VIB – International Strategy Group, International Crisis Group, ommunication, Network, Service GbR.
Der macht soviel Lobby, da ist wohl keine Zeit um an die Sozialdemokratie zu denken, zumal er selbst ja auch eher wenig mit Sozialdemokratie ("demokratischer Sozialismus") am Hut hat, wie man aus seiner aktiven Politikerzeit weiß..
DmMacniel@feddit.org · 17 pts · 2d
Gabriel denkt immer noch, dass AfD Wähler Protest Wähler sind... Anscheinend hat sich der Alte es sich vor der Brandmauer auch bequem gemacht.
ladicius@lemmy.world · 9 pts · 2d
Das sind Protestwähler, zumindest zum Teil, nur richtet sich der Protest gegen die Strukturen, in denen es sich $PD und €DU so kuschelig eingerichtet haben, kuschelige Posten, nahrhafte Diäten, ergiebige
KorruptionNetzwerke.Der Mann müsste also erstmal seiner Partei eine Neuorientierung in Richtung sozial und demokratisch verordnen... Ach nee, das ist ja unbequem, klingt nach viel Arbeit... Dann doch lieber hohle Worte in die Mikrofone labern.
plyth@feddit.org · 4 pts · 2d
Der Mann hat inzwischen einen anderen Job. https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmar_Gabriel
Goldholz@lemmy.blahaj.zone · 17 pts · 2d
Warum zitieren wie die ehemaligen Parteileitung einer "Sonstigen" Partei?
gedfromgont@piefed.ca · 15 pts · 2d
Heilige Scheiße, erstmal abwarten und gucken wie es entwickelt und später sind die dann zu groß zum verbieten. Was für ein Dünnpfiff. Will wohl egal wie in der Presse stehen, sonst kann man sich das wohl nicht erklären.
zeroclue@sopuli.xyz · 15 pts · 2d
Mich wundert dass die SPD Gabriel nicht schon lange verboten hat. Können wir mal kurz über die Lebensleistung dieses Narzisten sprechen? Er war in so gut wie allen Spitzenpositionen bei der SPD involviert, am Ende hat er sich den Seeheimer Niedergang mit einem Posten als Außenminister vergoldet, vermutlich in der Hoffnung auf ein Präsidenten-Amt, ob seiner unbegrenzten Weisheit. Das Ergebnis sehen wir nicht in Umfragen, sondern Wahlmisserfolgen: die SPD ist dank solch einer überzeugenden Führungskraft, in Deutschland gerne Elite tituliert, nur noch unter "Sonstige" zu finden. Aber immer wieder gut von Erfolgsmenschen zu hören, aus dem off sozusagen.
Jackhammer_Joe@lemmy.world · 13 pts · 2d
https://afd-verbot.jetzt/de
Tudsamfa@lemmy.world · 8 pts · 1d
Gerhard Baum
plyth@feddit.org · 7 pts · 2d
Was ist noch mal sein aktueller Job? https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmar_Gabriel
Wen wollen die USA an der Macht sehen?
muelltonne@feddit.org · 6 pts · 2d
Die wirklich interessante Frage ist, was da die Alternative sein soll: Lässt man die AfD an die Regierung, zerstört sie alles, was gut und wichtig ist. Lässt man sie nicht an die Regierung, hat man kaum noch zu bildende Koalitionen bei deren Mehrheitsverhältnissen. Die AfD Propagandanetzwerke wird man nicht zerstören können, wenn sie eine legale Partei ist und nebenbei von Musk, Zuckerberg, Google und Co. massiv gepusht wird.
HieroProtagonist@feddit.org · 2 pts · 2d
Im Endeffekt wird man die ganze Gemengelage nicht unter Kontrolle bekommen ohne wirklich massiv die Sozialen Medien zu regulieren und - jetzt kommt das böse Wort - zu zensieren. Wir sind einfach jetzt an einem Scheideweg an dem die Regierung entschlossen und autoritär handeln müsste um langfristig eine liberale Ordnung aufrechtzuerhalten... was dann aber auch nicht ohne etwas zerschlagenes Geschirr auf dem diplomatischen Parkett gehen wird.
copacetic@discuss.tchncs.de · 4 pts · 2d
Ich finde sein "wo wir doch ahnen" sehr wichtig. Es ist schon eine spannende Frage, was nach einem Verbot passieren würde. Die latent-rassistische Einstellung bei vielen AfD-Wählern verschwindet dadurch nicht. Sein "Staunen" teile ich ebenfalls. Kurz: Verteufeln würde ich Gabriel wegen dieses Interviews nicht.
(Disclaimer: Ich bin für einen AfD-Verbotsantrag so schnell wie möglich.)
Ooops@feddit.org · 3 pts · 2d
Die können gern so latent-rasistisch sein, wie sie wollen, solange ihnen endlich wieder klar gemacht wird, dass sie ihren menschenverachtenden Scheiß dann aber gerne für sich behalten können.
Aber wir (also primär Politik und Medien) machen ja kollektiv das Gegenteil und erzählen ihnen jeden Tag, "Ja, wir nehmen euch ernst. Erzählt uns mehr. Wir wollen ja auch gar nicht sagen, dass euer abartiger Menschenhass falsch ist. " 🤮
Waterpumpee@lemmus.org · 4 pts · 1d
Ich würde eher die Individuen in Rechenschaft nehmen, die illegale Inhalte (etwa in Form von Reden oder Parteizielen) verbreiten oder dulden.
Man könnte auch im ersten Schritt eine Warnung geben mit konkreten Korrekturvorgaben. Im zweiten Schritt dann mit Vorlauf die Auflösung (ggf mit Neuwahlen) fordern.
Was aber nun wirklich nicht geht ist, kurz vor oder nach Wahlen wenn einem das Ergebnis nicht gefällt die Opposition zu verbieten.
Insofern, ja, die Rechtsprechung die NPD war zu unbedeutend zum verbieten war quatsch.
marius@feddit.org · 4 pts · 2d
Dann ist ja gut, dass die nur bei 28% sind
jenesaisquoi@feddit.org · 4 pts · 2d
Doch, das geht.
gajustempus@feddit.org · 2 pts · 2d
weshalb wird dieser Judas eigentlich immer wieder interviewt?
jenesaisquoi@feddit.org · 3 pts · 2d
Judas? Wo sind wir hier, im Vatikan?
gajustempus@feddit.org · 3 pts · 1d
wie würdest du denn, mit einem Spitznamen und zu 100% passend jemanden bezeichnen, der gegen die Ideale und Grundidee der eigenen Partei und Mitglieder gehandelt, die Werte verraten und aktiv an deren Aushöhlung mitgewirkt hat, so dass aus einer ehemaligen, staatstragenden Partei mittlerweile eine geworden ist, die demnächst unter "Sonstige" zu finden sein wird?
jenesaisquoi@feddit.org · 1 pts · 1d
Verräter, Taugenichts
gajustempus@feddit.org · 2 pts · 1d
würde passen, finde ich aber in diesem Falle tatsächlich zu allgemein und unspezifisch.
U-Boot hätte noch gepasst. Oder Totengräber. Eventuell auch noch Brutus.
Allerdings frage ich mich, warum man sich, wenn es um die Sache geht, explizit so sehr an der alternativen Deutung des Namens festklammert, wo die Intention und Message, die er ausstrahlt, doch ziemlich klar macht, dass er EIGENTLICH eine Persona Non Grata sein sollte und KEINER, der auch nur noch einen Funken von Integrität hat, ihn zum Interview laden würde. Denn allein durch diese Diskussion verbrennen wir so viel Energie, die an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt wäre.
jenesaisquoi@feddit.org · 1 pts · 1d
Ich reagiere bei stark religiös konnotierten Ausdrücken ablehnend, weil ich die Kirche ablehne. Ihre Verbrechen sind zahllos.
theTarrasque@lemmy.world · 2 pts · 2d
Schnauze Sigmar, du hast genug angerichtet.
AntonMuster@discuss.tchncs.de · 2 pts · 2d
Fast so als wäre es einfacher Probleme früh zu bekämpfen wenn sie noch klein sind. Klimawandel, Rente, Mieten, Migration, Milliardäre, Bahn, Digitalisierung, Putin, Trump. Komisch wie man das als Normalbürger alles mitkriegt aber Politiker scheinen dafür zu doof.
Kaligalis@lemmy.world · -1 pts · 1d
Klar geht das. Aber dann ist halt auch das allerletzte Feigenblatt der Demokratie weg und der Zulauf zur nächsten Extrempartei wird noch massiver. Das kann ma noch ein par Jahrzehnte wiederholen. Ob das Verfassungsgericht beim Mundtotmachen von 40% der Wählerschaft bereits nein sagt oder wartet bis eine 50%, 60% oder 70% Partei verboten wird... wir werden sehen. Was dann? Einfach das Verfassungsgericht ignorieren?
Man muss 40% der Wähler nicht ernst nehmen. Man muss nicht gucken, was die dazu bringt AFD zu wählen. Man muss auch nicht die Ursachen angehen und für Zufriedenheit bei der Wählerschaft sorgen. Man kann einfach weitermachen wie bisher - bis einem halt die schwere Bürde des Regierens abgenommen wird.
Parteiverbote können das für eine Weile verzögern. Aber wirklich verhindern kann man den Rechtsruck nur mit ordentlicher Politik.