Wenn man sich in den Kommentarspalten der Welt (Namensgleiche Schmierblätter ausdrücklich eingeschlossen) umschaut, wird man feststellen, dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist, wenn unsere Medien ab und zu mal absolut grundlegende naturwissenschaftliche Konzepte wiederholen.
Größter Durchsatz ist mathematisch bei 80km/h.
deswegen gerne auch diese Geschwindigkeit bei Engstellen wie Baustellen.
gilt natürlich mit Einhaltung des entsprechenden Sicherheitsabstand, den kaum jemand einhält und dennoch würde ich diese Geschwindigkeit als Goldstandard sehen.
100-120km/h könnte evtl das beste was zeit und Spritverbrauch sein, wobei es vll doch eher noch langsamer ist, aber da kommt dann die Ungeduld des Menschens hinzu und dann ist gefühlte zeit deutlich länger?
Nein, das hilft nicht, weil während der Beschleunigung bekanntlich alle einwirkenden Kräfte linear ansteigen, sowas lernt man doch schon in der TikTok-Schule.
Sorry, aber was soll diese bescheuerte Fragestellung bei so einem offensichtlichen Thema? Das ist Bild Niveau, aber wir lesen hier was vom ÖRR. Natürlich spart langsames fahren Kraftstoff.
Ich find's gut. Natürlich ist das absolut offensichtlich, stimmt auch mit den Dingen überein, die du in der Mittelstufe im Physikunterricht gelernt hast und du kannst das auch live beim Autofahren auf der Anzeige deines Autos beobachten und damit ist so ein Artikel eigentlich überflüssig. Aber: Es rennen da draußen halt auch haufenweise verstrahlte Leute rum. Irgendwo da draußen behauptet garantiert ein Arbeitskollege oder Onkel, dass schneller Autofahren weniger Benzin verbraucht, weil man ja schneller am Ziel ist und daher weniger lange fährt. Und dann ist es gut, wenn man denen einen Artikel aus einem seriösen Medium um die Ohren hauen kann.
Außerdem hast du auf der Autobahn wo man nunmal am schnellsten fährt ein anderes fahrverhalten als auf der langsameren Landstraße. Größtenteils gerade aus, wenig beschleunigen und bremsen, anhalten und neu hochbeschleunigen quasi nur im Stau.
Bei der Landstraße hat man dagegen viele kurven, regelmäßig Ampeln bei denen man dann von 100 auf 0 auf 100 beschleunigt und weitere Gründe warum man relativ zur Autobahn bei selber Geschwindigkeit mehr verbraucht.
Ich selbst habe ein relativ ähnlichen Verbrauch zwischen Autobahn und Landstraße, fahre aber auch möglichst spritsparend mit Tempomat, ausrollen lassen, möglichst hohem Gang. Raus kommt aber trotzdem eine signifikant langsamere Geschwindigkeit für den Verbrauch, schlicht durch die Art der Straße.
Wenn jetzt Diesel Dieter sein 6. Gang nur auf der Autobahn rein macht, auf der Landstraße viel "sportlich" fährt glaube ich ihm sogar wenn er meint, er braucht auf der Autobahn weniger. Dass dann der Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Verbrauch nicht offensichtlich ist ist da zumindest naheliegend.
Ich glaube nicht, dass du die Zielgruppe des Artikels bist. Ich find bei den ganzen Fakenews, Nebelkerzen und 'Experten' so nen basierten Faktenartikel mal ganz entspannend.
Bild Niveau wäre eher AUTOHAMMER! Müssen wir bald alle zur Arbei laufen?
Mir war als nicht-Autofahrer tatsächlich nicht bewusst, dass die Unterschiede so groß sind. Es wird ja immer nur diese 5%-Zahl in den Raum geworfen, aber die bezieht sich anscheinend auf den gesamtgesellschaftlichen Ölverbrauch, nicht den Ölverbrauch durch Autos. Wobei ich mir gerade nicht sicher bin, seit wann fast jeder Neuwagen den aktuellen Treibstoffverbrauch anzeigt; mittlerweile hat man als Schnellfahrer eigentlich nicht mehr so viele Ausreden.
Seit 2020 für alle neuen Typenzulassung, seit 2021 generell für all Neuwagen.
PS: Daher kommen übrigens auch die PHEV Daten, aus denen wir wissen, was für ein Beschiss Hybriden sind, wie auch dass Porschefahrer besonders resistent dagegen sind die Batterie zu benutzen. Denn die Daten werden (anonymisiert) tatsächlich für alle erfasst und da braucht sich dann niemand beschweren, dass die Zahlen nicht repräsentativ sind.
Da hat mir mal einer ein video geschickt, welches ernsthaft beweisen wollte, dass die Autoradios mehr Sprit verbrauchen als Tempolimits einsparen würden 🤣
(Natürlich wurde weniger stop and go mit Tempolimit komplett ignoriert)
Das Optimum liegt i.d.R. irgendwo zwischen 60-90 km/h. Wenn man noch langsamer fährt, dann steigt der Verbrauch wieder, weil dann halt die Verluste im Motor und Getriebe usw. wieder überwiegen.
In Diskussionen über Tempolimits hört man die Raser immer behaupten, dass jeder doch einfach langsamer fahren könne, wenn er oder sie das möchte. Vielleicht sollten wir daher versuchen, etwa 10 % der Autofahrenden dazu zu bewegen, mit 30/80/100 unterwegs zu sein.
Na hömma!
Is ja woll so. Wenn die leistungsallergischen Geringverdiener sich kein angemessenes Tempo mehr leisten können, sollen sie halt langsamer machen. Aber dann bleibt mir weg von der linken Spur! Eure Armut kotzt mich so schon genug an.
Man spart sich real gegenüber einem Tempolimit von 130 fast nichts.
Es gibt eh schon nur wenige unlimitierte Bereiche und auch da kann man nicht ständig volles Rohr durchballern, mehr als 2-3 Minuten spart man da auf 100km nicht.
100 als Limit wie in NL wäre mir auch zu wenig, aber 130 finde ich ok.
Obwohl ich durchaus auch gerne mal schneller fahre, finde ich es bspw. auf französischen Autobahnen deutlich entspannter und mit gleichmäßigerem Fluß als in Deutschland. Wer sich mal ein Bild davon machen möchte, kann ja mal Freiburg-Karlsruhe einmal auf der deutschen Seite A5 und dann nochmal auf der parallel verlaufenden französischen A35 ausprobieren.
Als positiver Nebeneffekt kann man da auch den Tempomat besser nutzen und noch entspannter unterwegs sein, wenn einem nicht ständig einer beim Überholen in der Stoßstange hängt.
34 Comments
connaisseur@feddit.org · 60 pts · 117d
Physik tut Physik-Dinge, faszinierend. So hat man wenigstens auch mal Pressemeldungen zum Schmunzeln.
RQG@lemmy.world · 30 pts · 117d
Beim aktuellen Bildungswesen ist ein bisschen grundlegende Physik in den Nachrichten ja gar nicht so schlecht.
SomeOneWithA_PC@feddit.org · 2 pts · 115d
ach geh doch weg mit deiner Ideologie von ... Wissenschaft? Die ändert sich doch eh ständig! /s
bleistift2@sopuli.xyz · 50 pts · 117d
tl;dr: Ja.
Jackhammer_Joe@lemmy.world · 46 pts · 117d
Kurze Antwort: ja
Lange Antwort: jaaaaa
HaraldvonBlauzahn@feddit.org · 1 pts · 115d
Man beachte, das genau diese Überschrift des BR zum Thema dieser unangenehmen Erkenntnis, Betteridges Law of Headlines verletzt.
"Handelt unsere Regierung doch nicht korrupt??"
Zacryon@feddit.org · 29 pts · 117d
Profi-Tipp: Maximale Spriteinsparungen erzielt man bei 0 km/h.
nibbler@discuss.tchncs.de · 19 pts · 117d
Im Leerlauf und stehendem kfz geht der Verbrauch pro 100km gegen unendlich!!!1!
Kissaki@feddit.org · 2 pts · 115d
Noch weniger, wenn man dabei den Motor abschaltet!
Goldholz@lemmy.blahaj.zone · 13 pts · 116d
Ja. Das ist physik 6. Klasse! Mehr geschwindigkeit = mehr benötigte energie
Also bitte!
SpongyAneurysm@feddit.org · 1 pts · 115d
Wenn man sich in den Kommentarspalten der Welt (Namensgleiche Schmierblätter ausdrücklich eingeschlossen) umschaut, wird man feststellen, dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist, wenn unsere Medien ab und zu mal absolut grundlegende naturwissenschaftliche Konzepte wiederholen.
DirtSona@feddit.org · 1 pts · 115d
Aber mehr Geschwindigkeit = weniger Zeit.
Die Frage ist bei welcher Geschwindigkeit die Energie pro Strecke am geringsten ist.
Und noch weiter: mehr beschleunigen und bremsen ist ineffizient. Was ist die bester Geschwindigkeit für einen möglichst flüssigen Verkehr
SomeOneWithA_PC@feddit.org · 2 pts · 115d
Größter Durchsatz ist mathematisch bei 80km/h. deswegen gerne auch diese Geschwindigkeit bei Engstellen wie Baustellen. gilt natürlich mit Einhaltung des entsprechenden Sicherheitsabstand, den kaum jemand einhält und dennoch würde ich diese Geschwindigkeit als Goldstandard sehen. 100-120km/h könnte evtl das beste was zeit und Spritverbrauch sein, wobei es vll doch eher noch langsamer ist, aber da kommt dann die Ungeduld des Menschens hinzu und dann ist gefühlte zeit deutlich länger?
marius@feddit.org · 1 pts · 115d
Energie ist Kraft mal Weg. Zeit ist egal
aaaaaaaaargh@feddit.org · 12 pts · 117d
Nein, das hilft nicht, weil während der Beschleunigung bekanntlich alle einwirkenden Kräfte linear ansteigen, sowas lernt man doch schon in der TikTok-Schule.
Sorry, aber was soll diese bescheuerte Fragestellung bei so einem offensichtlichen Thema? Das ist Bild Niveau, aber wir lesen hier was vom ÖRR. Natürlich spart langsames fahren Kraftstoff.
JensSpahnpasta@feddit.org · 26 pts · 117d
Ich find's gut. Natürlich ist das absolut offensichtlich, stimmt auch mit den Dingen überein, die du in der Mittelstufe im Physikunterricht gelernt hast und du kannst das auch live beim Autofahren auf der Anzeige deines Autos beobachten und damit ist so ein Artikel eigentlich überflüssig. Aber: Es rennen da draußen halt auch haufenweise verstrahlte Leute rum. Irgendwo da draußen behauptet garantiert ein Arbeitskollege oder Onkel, dass schneller Autofahren weniger Benzin verbraucht, weil man ja schneller am Ziel ist und daher weniger lange fährt. Und dann ist es gut, wenn man denen einen Artikel aus einem seriösen Medium um die Ohren hauen kann.
sobanto@feddit.org · 8 pts · 117d
Außerdem hast du auf der Autobahn wo man nunmal am schnellsten fährt ein anderes fahrverhalten als auf der langsameren Landstraße. Größtenteils gerade aus, wenig beschleunigen und bremsen, anhalten und neu hochbeschleunigen quasi nur im Stau. Bei der Landstraße hat man dagegen viele kurven, regelmäßig Ampeln bei denen man dann von 100 auf 0 auf 100 beschleunigt und weitere Gründe warum man relativ zur Autobahn bei selber Geschwindigkeit mehr verbraucht.
Ich selbst habe ein relativ ähnlichen Verbrauch zwischen Autobahn und Landstraße, fahre aber auch möglichst spritsparend mit Tempomat, ausrollen lassen, möglichst hohem Gang. Raus kommt aber trotzdem eine signifikant langsamere Geschwindigkeit für den Verbrauch, schlicht durch die Art der Straße.
Wenn jetzt Diesel Dieter sein 6. Gang nur auf der Autobahn rein macht, auf der Landstraße viel "sportlich" fährt glaube ich ihm sogar wenn er meint, er braucht auf der Autobahn weniger. Dass dann der Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Verbrauch nicht offensichtlich ist ist da zumindest naheliegend.
ManfredMumpitz@feddit.org · 11 pts · 117d
Ich glaube nicht, dass du die Zielgruppe des Artikels bist. Ich find bei den ganzen Fakenews, Nebelkerzen und 'Experten' so nen basierten Faktenartikel mal ganz entspannend. Bild Niveau wäre eher AUTOHAMMER! Müssen wir bald alle zur Arbei laufen?
rumschlumpel@feddit.org · 6 pts · 117d
Mir war als nicht-Autofahrer tatsächlich nicht bewusst, dass die Unterschiede so groß sind. Es wird ja immer nur diese 5%-Zahl in den Raum geworfen, aber die bezieht sich anscheinend auf den gesamtgesellschaftlichen Ölverbrauch, nicht den Ölverbrauch durch Autos. Wobei ich mir gerade nicht sicher bin, seit wann fast jeder Neuwagen den aktuellen Treibstoffverbrauch anzeigt; mittlerweile hat man als Schnellfahrer eigentlich nicht mehr so viele Ausreden.
Ooops@feddit.org · 8 pts · 117d
https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/on-board-fuel-consumption-meter-obfcm-eu-macht-verbrauchsmessgeraete-zur-pflicht/
Seit 2020 für alle neuen Typenzulassung, seit 2021 generell für all Neuwagen.
PS: Daher kommen übrigens auch die PHEV Daten, aus denen wir wissen, was für ein Beschiss Hybriden sind, wie auch dass Porschefahrer besonders resistent dagegen sind die Batterie zu benutzen. Denn die Daten werden (anonymisiert) tatsächlich für alle erfasst und da braucht sich dann niemand beschweren, dass die Zahlen nicht repräsentativ sind.
Petter1@discuss.tchncs.de · 5 pts · 117d
Da hat mir mal einer ein video geschickt, welches ernsthaft beweisen wollte, dass die Autoradios mehr Sprit verbrauchen als Tempolimits einsparen würden 🤣
(Natürlich wurde weniger stop and go mit Tempolimit komplett ignoriert)
Kissaki@feddit.org · 2 pts · 115d
Wenn ich am Radio rumstelle, verfahre ich mich immer, und dann muss ich länger fahren und verbrauche auch mehr, ist doch logisch!
smokeysnilas@feddit.org · 9 pts · 117d
Das Optimum liegt i.d.R. irgendwo zwischen 60-90 km/h. Wenn man noch langsamer fährt, dann steigt der Verbrauch wieder, weil dann halt die Verluste im Motor und Getriebe usw. wieder überwiegen.
Dayroom7485@lemmy.world · 6 pts · 115d
Demnächst im BR: „Wasser: Ist es wirklich nass?“ „Luft: Hilft atmen gegen ersticken wirklich?“
HaraldvonBlauzahn@feddit.org · 2 pts · 115d
Betteridges Law of Headlines sagt nein!
vollkorntomate@infosec.pub · 6 pts · 116d
Mit 180 km/h habe ich ungefähr die doppelte kinetische Energie wie mit 130 km/h.
varyingExpertise@feddit.org · 4 pts · 115d
Das heißt, beim Bremsen¹ kann ich die doppelte Energie in den Akku reinladen. Ha, schachmatt ihr linksgrünversifften Spaßbremsen!
¹ Spaß, ich brems ja nicht, Lichthupe und im Zweifelsfall Standstreifen überholen, ICH BIN WICHTIG.
Stefan_S_from_H@piefed.zip · 4 pts · 117d
In Diskussionen über Tempolimits hört man die Raser immer behaupten, dass jeder doch einfach langsamer fahren könne, wenn er oder sie das möchte. Vielleicht sollten wir daher versuchen, etwa 10 % der Autofahrenden dazu zu bewegen, mit 30/80/100 unterwegs zu sein.
SpongyAneurysm@feddit.org · 1 pts · 115d
Na hömma! Is ja woll so. Wenn die leistungsallergischen Geringverdiener sich kein angemessenes Tempo mehr leisten können, sollen sie halt langsamer machen. Aber dann bleibt mir weg von der linken Spur! Eure Armut kotzt mich so schon genug an.
GaLiGrü euer Ulf P.
#freieFahrtfuerfreieBuerger
GameOverFlow@lemmy.zip · 4 pts · 117d
Doppelte Geschwindigkeit braucht 4 Fache Energie.
comrade_twisty@feddit.org · 3 pts · 117d
Was wir brauchen ist ein Bremsverbot! /s
remon@ani.social · -5 pts · 116d
Manchmal will man aber halt nicht sparen sondern früher da sein.
PreppaWuzz@discuss.tchncs.de · 6 pts · 116d
Man spart sich real gegenüber einem Tempolimit von 130 fast nichts.
Es gibt eh schon nur wenige unlimitierte Bereiche und auch da kann man nicht ständig volles Rohr durchballern, mehr als 2-3 Minuten spart man da auf 100km nicht.
100 als Limit wie in NL wäre mir auch zu wenig, aber 130 finde ich ok.
Obwohl ich durchaus auch gerne mal schneller fahre, finde ich es bspw. auf französischen Autobahnen deutlich entspannter und mit gleichmäßigerem Fluß als in Deutschland. Wer sich mal ein Bild davon machen möchte, kann ja mal Freiburg-Karlsruhe einmal auf der deutschen Seite A5 und dann nochmal auf der parallel verlaufenden französischen A35 ausprobieren.
Als positiver Nebeneffekt kann man da auch den Tempomat besser nutzen und noch entspannter unterwegs sein, wenn einem nicht ständig einer beim Überholen in der Stoßstange hängt.
polle@feddit.org · 1 pts · 116d
Common sensen't confirmed.