Neue Bilanz: Krawallportal "Nius" rutscht tiefer in die roten Zahlen
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_101258246/julian-reichelt-portal-nius-rutscht-tiefer-in-die-roten-zahlen.html
94 points · 38 comments · view on lemmy.world
38 Comments
elvith@feddit.org · 38 pts · 81d
Tja, das passiert, wenn man "Angst, Hass, Titten und den Wetterbericht (und Sportteil)" auf die ersten beiden Themen reduziert ¯\_(ツ)_/¯
5ibelius9insterberg@feddit.org · 15 pts · 81d
Ich sehe vor meinem inneren Auge schon das Nachfolgeportal: „SPOCHT- exklusiv mit oben-ohne Wetterbericht“
Edelscheiss@lemmy.world · 11 pts · 81d
Das neueste vom Spocht: Boris Becker hat einen neuen Schläger, der alte störte Becker!
Zabjam@feddit.org · 4 pts · 81d
Neuigkeiten vom Eishocken: Kalter Arsch
plyth@feddit.org · 3 pts · 81d
Wieso schafft es der linke Teil der Gesellschaft nicht, ein eigenes Medienportal zum gleichen Themenkomplex aufzubauen und so 50% der Stimmen zu holen?
brewbart@feddit.org · 13 pts · 81d
Geld. Es gibt einfach zu wenig Geldquellen sowas zu pushen. Überreiche sind in der Regel egoistisch, sonst wären sie nicht überreich. Da rechte / faschistische Politik denen erstmal hilft (bis die Nazis sagen sie seien unerwünschte Menschen und denen alles weg nehmen) wird gerne finanziert was die Kasse klingeln lässt.
plyth@feddit.org · 1 pts · 81d
So wie alle. Ansonsten könnten 100.000 normale Bürger 100 Euro in ein Medienunternehmen investieren. Das Geld wäre noch nicht mal weg. Wenn dann noch weitere Menschen helfen, es populär zu machen, etabliert es sich ohne großen Aufwand.
Dafür dass Linke von sich selbst organisierenden Gesellschaften träumen sind sie zu sehr in konservativen Strukturen gefangen.
renormalizer@feddit.org · 4 pts · 81d
Jetzt vielleicht nicht als direkten Gegenpol zu nius, aber für 500€ kann man Genossy bei der taz werden. Da sind noch nicht 100k, aber schon 25k dabei -- aktuell mit 25,4M€ Kapital.
plyth@feddit.org · 1 pts · 81d
Genau. Die TAZ als Boulevard Medium fehlt.
Spatz@feddit.org · 2 pts · 80d
Ist doch genau das, was der taz immer vorgeworfen wird?
Das Problem ist nicht das Geld, das Problem sind wir Linken. Wir stehen uns selber permanent im Weg. taz ist ein gutes Beispiel: wie viele, selbst Linke, verachten die taz - aus diversen Gründen. Manche dieser Gründe sind wirklich lächerlich ("der Dominik Johnsen hat mal so einen pro-Krieg Artikel geschrieben, seit dem...", "der Tom vom sounsovielsten war frauenfeindlich") Linke urteilen ständig über Linke, wer links genug ist, um links sein zu dürfen. Für die einen ist die taz nicht links genug, für die anderen eine unlesbares Boulevardblatt. Der Runterwähli auf deinem Post zeigts. Die taz möchte dieses Jahr ihre 50.000 Digital-Abos zusammen bekommen, ihr dürft also: taz-zahl-ich Das ist übrigens eine reine Solidarveranstaltung: diese 50.000 Leute machen es möglich, das die taz ohne Bezahlschranke auskommt, ich glaube Nius träumt von einer solchen Solidarität.
renormalizer@feddit.org · 2 pts · 81d
Also Volksverpetzer-Genossenschaft?
plyth@feddit.org · 2 pts · 81d
Das wäre schön. Ich denke allerdings, dass der Volksverpetzer noch weniger Boulevard ist als die TAZ. Es geht dort um Fakten und Richtigstellungen. Ein linker Boulevard müsste dagegen attraktiver schreien als die Bild. Ich denke das sind verschiedene Zielgruppen.
ctenidium@lemmy.world · 3 pts · 80d
Naja, man muss es sich auch leisten können. Wer mal eben zweistellige Millionenbeiträge zuschießt, kann wahrscheinlich hinterher noch beim Bäcker Brötchen holen gehen und sich keine Sorgen um seine Rente machen.
plyth@feddit.org · 2 pts · 80d
100 Euro sollte von jedem Durchschnittshaushalt leistbar sein. Natürlich ist es einfacher, wenn man Millionen hat. Die Zeiten des kalten Krieges sind allerdings vorbei, in denen die Elite ein Interesse hatte, dass der Kapitalismus ein freundliches Gesicht hatte. Jetzt muss der Bürger selber für eine funktionierende Demokratie sorgen und 100 Euro ist verglichen wenig. Die Mieten, Gesundheitskosten und Energiepreise sind bei Weitem noch nicht ausgereizt.
ctenidium@lemmy.world · 2 pts · 80d
Mir scheint, wir sind uns im Prinzip einig.
Legeres_Idol@feddit.org · 4 pts · 81d
Entspricht das nicht der TAZ? Meines Wissens kann dort jeder Genossenschaftsanteile zeichnen.
plyth@feddit.org · 3 pts · 81d
Im Prinzip schon bis auf die Zielgruppe, da die TAZ nicht Boulevard ist.
Die TAZ ist Zeitung nach dem Selbstverständnis der Linken. Für die Eroberung der Mitte braucht es andere Inhalte und vor allem eine andere Form.
GardenGeek@europe.pub · 28 pts · 81d
Macht nichts.
Es gibt sicherlich genug Schattengeldgeber aus den Top 0,1%, Russland, China und USA deren Gelder nicht in der Bilanz auftauchen.
A_norny_mousse@piefed.zip · 12 pts · 81d
Nicht unrealistisch.
Andererseits scheinen wir da auch heimisches zu haben:
germanatlas@lemmy.blahaj.zone · 8 pts · 81d
Ein signifikanter Teil von Nius' Kapital kommt von Frank Gotthardt, dem Gründer der CompuGroup Medical.
Zum Glück gehen viele Ärzte bereits zu anderen Softwareanbietern um diesem Faschisten und seinen ähnlich ausgerichteten Propagandakanälen (Nius, exxpress etc.) kein Geld mehr zu geben.
Lemmchen@feddit.org · 21 pts · 81d
Das Portal existiert nicht um Gewinn zu generieren. Das Portal existiert um die Menschen zu radikalisieren und der AfD Wählerstimmen zu beschaffen. Von daher geht der Businessplan leider absolut auf und die Verluste sind als Werbungskosten zu sehen.
Ooops@feddit.org · 14 pts · 80d
Wäre wirtschaftlicher Gewinn das Ziel von Nius, wäre das relevant.
In Wahrheit ist es aber eine Investition in die Destabilisierung und Zerstörung der Demokratie und als solche überaus effektiv und ein echtes Erfolgskonzept.
Novocirab@feddit.org · 1 pts · 80d
Es ist sehr wohl relevant, weil man fortan die Darstellung als "Stimme der Mehrheit" zünftig mit einem Verweis auf den eklatanten Mangel an Abonnenten kontern kann. Irgendwann wird so eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit auch für Rechtsextreme peinlich – bestes Beispiel Nius selbst, das sich eben nur noch "Überparteilich. Populär" zu nennen wagt.
Ganz wichtig: Den Spott schön auf andere Mehrheitssprecherlein übertragen: "Soso, Vertreter einer schweigenden Mehrheit bist du? Ganz so wie Nius, ja? – die Stimme der Mehrheit des Milliardärs Frank Gotthard, die nach drei Jahren, trotz erfahrenstem Personal und zig Millionen Euro Zuschüssen, immer noch weniger Abonnenten zählt als die Schülerzeitung von Buxtehude?"
Ooops@feddit.org · 1 pts · 79d
Leider, das selbe Problem. Das wäre relevant, wenn Rechte Scham kennen oder sich für Fakten interessieren würden.
Die Schülerzeitung aus Buxtehude werd' ich aber nie zu Gesicht bekommen und es ist egal, was da drin steht. Währenddessen wird Nius-Müll konstant von Medien aufgegriffen, führende Regierungspolitiker geben dort Interviews, und von Nius frei erfundene Lügenmärchen dominieren teilweise wochenlang die Medienlandschaft (von Social Media ganz zu schweigen). Also ja, Abonnentenzahlen wären interessant, wenn es um Profit ginge. Geht es aber nicht und in der tatsächlich beansichtigten vergiftenden Wirkung ist Nius ganz weit oben.
nahostdeutschland@feddit.org · 10 pts · 80d
Das ist halt das Bittere an der Geschichte. Diese rechten Krawallseiten brauchen kein Businessmodell. Sie können einfach schön ohne Paywall und ohne irgendeine sinnvolle Monetarisierungsstrategie, finanziert von Milliardären, Ihren Dreck abladen. Seriöser Journalismus muss sich hingegen finanzieren und ist daher weniger zugänglich
Dayroom7485@lemmy.world · 0 pts · 80d
Unterschätze mal nicht, wie gierig die Faschos sind. 22 Millionen tun auch Frank Gotthardt weh :)
Dayroom7485@lemmy.world · 6 pts · 81d
gutenachrichten@feddit.org
CyberEgg@discuss.tchncs.de · 5 pts · 81d
Schön.
Gnergy@piefed.europe.pub · 5 pts · 81d
"Die Stimme der Mehrheit" haben sie sich genannt? Vielleicht sollten sie sich und ihre Anhänger einfach als "die Mehrheit" bezeichnen.
Klingt aber auf Deutsch vielleicht ein bisschen doof, vielleicht sollte man es zuerst in eine Fremdsprache übersetzen, wie wäre es mit Russisch?
Melchior@feddit.org · 3 pts · 81d
Ich erinnere an die "Wir sind das Volk" Rufe von Pegida. Das machen die Rechten ernsthaft so.
plyth@feddit.org · -3 pts · 81d
“Wir sind das Volk” war für Kapitalismus in einem sozialistischen Land, mit starker Beteiligung der Kirche. Wie kann das was anderes ausser Rechts gewesen sein?
Pegida ist nur noch rechter.
You@feddit.org · 1 pts · 81d
gnihihi
You@feddit.org · 1 pts · 81d
Falls die Umbenennung kommt, nenne ich Reichelt dann Bolschewik.
IratePirate@feddit.org · 1 pts · 80d
Nicht nötig. Sollte der Befehl zur Umbenennung von Nius kommen, kommt er sowieso auf Russisch, direkt aus Moskau.
A_norny_mousse@piefed.zip · 5 pts · 81d
Mal schaun wann sie "Überparteilich" streichen. Obwohl, dieses Wieselwort hat lange Tradition in der doitschen Presselandschaft.
zaphod@sopuli.xyz · 1 pts · 81d
"Stimme der Mehrheit" heißt doch auch nur populär.
brainwashed@feddit.org · 3 pts · 81d
der Markt ist halt auch overcrowded, da kann halt jeder Larry mit Telegram gegenhalten und seine eigene Schwurbelei verbreiten
Teppichbrand@feddit.org · 1 pts · 81d
Ich höre die manchmal zur Belustigung im Auto. Ist gar nicht mal so lustig, man fühlt sich wie bei den MAGAs. Und die Musikauswahl ist echt grottig. Rechtsradikale haben keine Seele.