ABER DIE EXPLODIEREN DOCH, SIND ALS GEBRAUCHTWAGEN WERTLOS, MAN KANN NICHT TÄGLICH VON FLENSBURG NACH GARMISCH UND ZURÜCK FAHREN UND AUSSERDEM DIE GRÜÜÜÜÜNEN!
"Wenn Sie 2025 kein E-Mobil für unter 20.000 Euro anbieten, dann werden Sie - so fürchte ich - im Markt scheitern." Dann müsse sich VW konzentrieren auf Porsches und SUV und sei nicht mehr Volkswagen. "Dann bieten Sie nur noch Premiumwagen an und müssten sich in PW umbenennen", sagte der Grünenpolitiker.
Robert Habeck in 2019
Das ganze Geflecht aus Autobauern und Zulieferern und den starken Gewerkschaften bei etwa VW ist einfach zu dicht, als dass da jemand genug Eier in der Hose hätte, auf das Unvermeidbare hin zu arbeiten. Es war vor 10 Jahren schon klar, wohin die Reise geht. Habeck hat es vor 7 Jahren mehr als deutlich gesagt. Aber die haben sich alle schön weggeduckt, weil das ein massiver Umbau der deutschen Industrie wird. Davor haben offenbar alle Angst.
MAN KANN NICHT TÄGLICH VON FLENSBURG NACH GARMISCH UND ZURÜCK FAHREN
Hab andernorts schon von jemandem gelesen, der seinen Jahresurlaub 600 km entfernt mitsamt Blizzard (!) auf dem Weg als Referenz für seinen Kilometerbedarf beim E-Auto herangezogen hat.
1600Km nach Schweden, 3 Mal geladen pro Tour. Am Ende sind das irgendwelche Dieseldieter ihre Familie hassen und deswegen 13h am Stück durchballern wollen um es hinter sich zu bringen
700km Fahrt in den Urkaub, 36 Minuten geladen (insgesamt), zweimal 18 Minuten. Das Auto war beide Maske fertig bevor wir zurück beim Auto waren. Gesamtkosten 36€ für Strom (inkl. der Ladung mit der das Auto am Ende wiedet auf 80% war.
Ja, ich las den Post dort, während das Auto sagte, es könne weiter, ich aber noch auf meine Pommes warten musste. Völliges Nicht-Problem aber ich war auch noch nie in einem Blizzard.
Man kann den "goal post" halt stets immer so setzen, dass das gewünschte Ergebnis ("Ich will kein E-Auto"/"Ich will nur das eine E-Auto") bei rauskommt.
Es wäre natürlich wünschenswert, dass die Entwicklung der Ölpreise endlich zu einer entsprechenden Wende, auch und insbesondere bei der Infrastruktur, führen würde. Tatsache ist aber nun einmal, dass bis zum US-Angriff auf Iran gerade die E-Auto-Werke bei VW die Sorgenkinder waren und man dort deutlich mehr Tempo bei der Antriebswende prognostiziert hatte. Entgegen Habecks Prognose hat zuletzt gerade Porsche ja die größten Probleme, da es die erhoffte Nachfrage für die Umstellung auf E-Fahrzeuge nicht gab.
Porsche hat halt das Problem, dass sie nur mit dem Namen und sonst nichts für den Taycan geworben haben. Die Leistung und Ausstattung bekommste halt aus China für weniger als 20% des Preises. Und wer nen Porsche kauft, der will das Prestige haben.
Prestige, das der Taycan nicht vermitteln konnte, weil er eher halbherzig kam (und mit billigeren Zwilling von Audi, der bis aufs Logo fast nen 1:1 Klon ist und damit im Feld gewildert hat). Das hat den Preis gedrückt.
Was den Rest der ID-Modelle von VW angeht - die sind, wenn man sich ansieht, was man für das Geld bekommt, halt allesamt VIEL zu teuer, die Software könnte ein Dreijähriger besser programmieren und die Materialanmutung war selbst für China-Konkurrenz eher billig.
Zu schlecht, zu halbherzig, zu spät, zu teuer. Deswegen sind sie am Markt gescheitert
Was den Rest der ID-Modelle von VW angeht - die sind, wenn man sich ansieht, was man für das Geld bekommt, halt allesamt VIEL zu teuer, die Software könnte ein Dreijähriger besser programmieren
Auf welchen Stand sprichst Du an? Denn die aktuelle MEB Software ist soweit ganz ok, vor allem wenn man nicht zu viel Schnickschnack erwartet.
Problematisch waren leider die ersten Jahre, da gab es noch zu viele Probleme und zu wenig Features, das war IMO ein Fehler. Da hätte man lieber noch 1 Jahr länger entwickeln sollen und sich ein bißchen was bei Tesla abschauen.
Ich bin sowieso ein Fan der Tesla-Software, die ist bisher die beste, die ich sowohl im Infotainment-Teil, als auch im technischen Bereich wie Motorabstimmung bei einem BEV kenne.
Außerdem war es IMO ein Fehler die BEV-Reihe als hipp und trendig aufbauen zu wollen. Damit hat man die typischen Golf-Käufer verschreckt. Es wäre besser gewesen, den ID.3 als "normalen" Golf unter die Leute zu bringen. Für Spielereien mit Design und Schalala hatte man ja Cupra als Marke bereits aufgelegt.
Aber besonders die aktuellen Modelle wie der ID.Polo oder der Skoda Epiq haben jetzt alle Features, die man sich von einem modernen BEV wünschen würde. Da hat der VW-Konzern deutlich aufgeholt.
Und verglichen mit den Chinesen mag die Software dort evtl. bunter aussehen und viele Features vortäuschen, aber was man so liest, ist die Bedienung und die Zuverlässigkeit der Software oftmals nicht so überragend.
Bleibt noch der Preis. Da muss man sich aber von den Golf-Klasse-neu-für-20000€ Gedanken lösen, diese Zeiten sind auch bei den Verbrennern vorbei.
ich sags mal so: Die aktuelle Software ist nicht "gut". Sie ist "okay". Das ist kein Lob, das ist, was mal als Baseline von einer Fahrzeugsoftware im Jahre 2026 erwarten kann und MUSS. Die Abstürze und Hänger sind dadurch aber auch noch nicht vollends verschwunden, treten in meinem Bekanntenkreis (Referenzgröße: Ein paar tausend Teilnehmer der Elektrischen Community in Fulda sowie deren direkte Bekannte. Aus ganz Europa) durchaus erwähnenswert auf. Und die Handyapp ist und bleibt ein Krampf.
Volkswagen hilft halt gerade für die aktuellsten Modelle ENORM, dass sie die inkompetenten Münchner Volltrottel von CARIAD achtkantig rausgeworfen haben und in China mit Xpeng, für den übrigen Markt mit Rivian eingegangen sind. Spart nicht nur einige TAUSEND Leute mit wenig Können und Arbeitsmoral, sondern bringt auch Resultate.
Besonders negativ ist btw. bei den ganzen ID-Modellen, dass die Software NICHT abwärtskompatibel ist. Die Kunden der ersten Stunde (also alle, die ein 1st Edition außen dran pappen haben) werden so NIEMALS ein Softwareupdate auf den neuen Softwarestack bekommen. Selbst die 2.xer-Softwareversionen bekommen keine Updates mehr. Und die neuen Versionen wurden DERART auf links gedreht, dass vorher vorhandene Funktionen (wie etwa die Integration in Hausautomation oder externe Dienste wie elektronische Fahrtenbücher oder Flottenmanagement) keinen API-Zugriff mehr haben und somit ihren Dienst einstellen mussten. Laut Volkswagen kann man das selbst gegen Geld nicht mehr heilen, weil die den Software-Stack von Grund auf umgestellt haben und das alles nicht mehr vorgesehen ist. Das macht selbst ein Kia besser.
Und ja, Volkswagen bringt mit dem ID.Polo und den Konzernschwestern JETZT ein Auto, das man VOR FÜNF JAHREN noch als Innovation hätte verkaufen können. Effektiv sind die Autos für das, was sie bieten, knapp 50% zu teuer (Kollege von mir least jetzt einen BYD Dolphin Surf mit großem Akku...für unter 100 Euro im Monat. Inklusive Versicherung und alles, wohl gemerkt). 30k für einen "Polo", wenn man für 5k mehr bereits Autos wie ein Model Y bekommen und damit einfach mal zwei oder drei Fahrzeugklassen überspringen, dafür aber ein etabliertes und ausgereiftes Fahrzeug bekommen kann, ist schon eine Ansage. Und wer Tesla nicht mag, nimmt halt nen Xpeng G6 oder nen Leapmotor. Oder nen Polestar. Oder nen Hyundai, Citroen, GWM, BYD oder einen von über einem Dutzend anderer Hersteller, die mir gerade nicht spontan einfallen und in der ähnlichen Preisregion mehr Ausstattung, mehr Service, mehr Marktreife und schlicht und ergreifend MEHR AUTO fürs gleiche oder ähnliche Geld bieten.
VW hat versagt. Auf voller, ganzer Linie. Die zu schließenden Werke werden nicht die einzigen bleiben. Persönlich hab ich ne Wette laufen, welcher chinesische Hersteller in 10 Jahren der neue Eigentümer von Volkswagen sein wird. Mein Geld liegt aktuell auf CATL, da die DAS Know-How in Sachen Batterieproduktion und -packaging haben und bis dato noch keine eigenen Fahrzeuge herstellen, damit die Chance wahrnehmen und sich einfach in den Markt einkaufen könnten. Die Marke VW wird zwar bleiben (genau so wie Grundig, MG und Co. immer noch existieren), aber es wird halt eine reine Handelsmarke ohne echten Inhalt werden. Und das ist zu 100% die Schuld der Chefetage und all jener, die lieber die bereits altersschwache Cash-Cow auf Krampf zu melken versucht haben.
Sie ist "okay". Das ist kein Lob, das ist, was mal als Baseline von einer Fahrzeugsoftware im Jahre 2026
Ich denke, man holt mit nicht zu hipper Software viele ab, die sich vor einem, übertrieben gesagt "Smartphone auf Rädern" fürchten.
Wir haben einen Citigo e und ich muss sagen, rein von der Nutzung her ist das für viele, die nur ein Auto brauchen, eigentlich die bessere Wahl als viel zuviel Schnickschnack. Der kann zwar nix, aber um von A nach B zu kommen, reicht er vollkommen aus. Gibt's halt nicht mehr.
Und die Handyapp ist und bleibt ein Krampf.
Geht so. Im Vergleich zu Tesla ist sie ein Krampf, und für Techologie-Fans ist das auch zu wenig, für den 08/15-Nutzer ist aber alles drin.
Und die Historie betrachtet, hat sich sehr viel verbessert. Ich hab jetzt 6 Jahre Erfahrung mit der App und zu Beginn war es richtig grausig, inkl. regelmäßiger Ausfälle und falscher Meldungen.
Es hat sich seitdem schon einiges etan, aber es ist auch noch genug Luft nach oben.
Besonders negativ ist btw. bei den ganzen ID-Modellen, dass die Software NICHT abwärtskompatibel ist. Die Kunden der ersten Stunde (also alle, die ein 1st Edition außen dran pappen haben) werden so NIEMALS ein Softwareupdate auf den neuen Softwarestack bekommen.
Da muss ich dir voll zustimmen, das ist ein Punkt bei unserem Enyaq, der mich auch nervt. Das Thema Updates und Backports hätte sich der VW-Konzern definitiv von Tesla abschauen können.
30k für einen "Polo", wenn man für 5k mehr bereits Autos wie ein Model Y bekommen und damit einfach mal zwei oder drei Fahrzeugklassen überspringen, dafür aber ein etabliertes und ausgereiftes Fahrzeug bekommen kann, ist schon eine Ansage
Ein Model Y kostet aber auch 40k.
Wie gesagt, ich mag die Tesla-Software, ich bin auch gerne Tesla gefahren, aber ich kann auch verstehen, dass nicht jeder mit einem Model Y klar kommt. Ein ID.wasauchimmer ist dann doch näher an dem dran, was der typische Deutsche als Auto kennt.
Dazu kommt, das gerade Tesla auch nicht mehr allzuviel entwickelt. Die Facelifts für Model 3 und Y waren mehr zur Optimierung der Produktion als echte Updates, und es sieht aktuell nicht danach aus, als hätte Tesla neue Pfeile im Köcher. Deren echte Entwicklung ist 2022 stehen geblieben. An der Stelle hat der VW-Konzern seine Modelle seitdem deutlich stärker aufgewertet.
Und das ist zu 100% die Schuld der Chefetage und all jener, die lieber die bereits altersschwache Cash-Cow auf Krampf zu melken versucht haben.
Jein. Da kann ich nur zum Teil zustimmen. Natürlich ist es am Ende die Chefetage, aber die Chefetage hatte zwischenzeitlich durchaus BEV im Visier. Leider wurde das insgesamt nicht durchgehend ernst genug genommen und durch zu viele Wechsel auf der Ebene auch zuviele Strategie-Wechsel forciert.
Dann parallel leider der Schlingerkurs der Politik mit vielzuvielen Abbiegungen in die Verbrenner-Vergangenheit und die Springer-Propaganda, um die Menschen unnötigerweise beim Verbrenner zu halten.
Das hat leider zu gut funktioniert, sowohl gegenüber den Unternehmen, die einfach keine Planungssicherheit hatten, als auch gegenüber den Bürgern, die den Rattenfängern zu leicht gefolgt sein.
Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt. Ich denke nicht, dass VW den Weg von Grundig gehen wird, aber sie müssen schon schauen, wie sie die Produktion neu ausrichten. Das Problem sind IMO nicht die Modelle, die sie anbieten, sondern dass sie unter den aktuellen Bedingungen bei BEV zu wenig Eigenanteil an der gesamten Wertschöpfungskette haben.
Bei den Chinesen bin ich mal gespannt, wie es weitergeht. So langsam kommen sie ja nach Europa, was man lange vorhergesagt hat, aber bisher kaum passiert ist. Aber die Spatzen pfeifen auch schon von den Dächern, dass sich der BEV-Markt in China konsolidiert, und viele Hersteller das nicht überleben werden. Der Schritt nach Europa ist für einige evtl. noch der letzte Strohhalm, aber der wird Hersteller nicht retten, die auf dem Heimatmarkt fallen gelassen werden.
hey, der Dacia Spring EV ist streng genommen auch ein SUV - und das Ding bekommst du für so wenig Geld, dass du, wenn du das Ding least oder finanzierst, ne Familie hast und wenig genug verdienst, damit du die volle Förderung bekommst, den Wagen zwei Jahre lang mit Netto-PLUS (Sprich: Du hast nach zwei Jahren mehr Geld, als du vorher hattest. Plus noch den Wagen während der Zeit) aus der Sache rausgehst.
Als ich 14 Jahre alt war, habe ich gelernt, dass Öl nicht endlos ist und aus "schwierigen" Regionen kommt und dass die Zukunft des Automobils dem Elektromotor gehört. Auch dass die Klimaerwärmung statt findet und der Verbrennungsmotor ein großer Treiber ist.
Ich bin jetzt 44.
Die Konzerne hatten MEHR als genug Zeit sich auf die nötige Umstellung vor zu bereiten, aber Quartalszahlen waren immer wichtiger als die Zukunft. Unsere und ihre eigene.
Die gibt es seit Jahrzehnten und sind - Überraschung! - in Hybridfahrzeugen. Weil man zur Effizienzsteigerung das nutzbare Drehzahlband reduzieren muss, braucht man ein Hybridsystem wie Toyotas Hybrid Synergy Drive (kein so Plugin-Hybrid-Zeugs) um die Motordrehzahl von der Fahrgeschwindigkeit zu entkoppeln. Klein, leicht, aerodynamisch ist auch effizient. Ist alles nichts neues, die Physik kann man halt nicht austricksen (jaja, ich weiß, das Rumgekreische von rechts hat mit der Realität nur durch Zufall was zutun.)
Ein gut gemachter Hybrid ist zwar besser, aber im Vergleich zu rein elektrisch immer noch ineffizient. Selbst mit vorsichtiger Fahrweise brauchen die Toyotas immer noch 2-3x soviel Energie wie ein BEV.
Auf der Negativ-Seite hat man trotzdem noch den komplexen Verbrenner mit noch komplexerer Peripherie, und das obwohl man sämtliche BEV-Technik schon rumfährt. Man muss nur den Akku und den Motor größer machen und den Verbrenner rauswerfen, schon ist man beim BEV.
Ja, die werden gleich nach den wasserstoff-autos wirtschaftlich!
Das problem soweit ich weis ist, dass man fuer die anbauflaeche der efuels mehr energie in form von duenger, landwirtschaft, verarbeitung aufwenden muss als was man am ende in efuels rausbekommt. Kenen keinen, der sowas wirtschaftlich ohne subventionen hinbekommt.
Prinzipiell gibts die schon, aber für den Individualverkehr ist die Idee halt dumm, außer als Ausrede warum man weiter Verbrenner haben will.
Carbon Capture ist so aufwendig dass es Unfug ist CO₂ aus der Atmosphäre zu filtern , unter hohem Energieaufwand in eFuels zu verwandeln nur ums dann in einem Auto (das problemlos elektrifizierbar und mit dem Strom direkt aufladbar ist) wieder in die Atmosphäre zu pusten wenn wir sowieso schon zuviel davon in der Luft haben.
Genauso CO₂ aus Biomasse, das taugt höchstens als Agrarsubventionen, besser man stellt auf das Land Solarzellen zur Stromerzeugung (und mit dem Boden drunter kann man auch noch irgendwas machen).
Deutsche Autobauer wollen keine preiswerten E-Autos bauen. Gut, dann kaufen alle halt chinesische Autos.
Dass der Verbrenner als Massenprodukt langfristig tot ist, war ist seit zwei Jahrzehnten bekannt.
Allerdings dürfte der Konzern an dieser Entwicklung weniger verdienen, da der Gewinn je Elektroauto geringer ausfällt als bei vergleichbaren Modellen mit Verbrennungsmotor.
Tja, die Chinesen zum Beispiel haben das schon längst antizipiert. Nur unsere Autoindustrie natürlich nicht. Ist auch blöd für Alle, die gerade ein neues Auto kaufen wollen. Uns hat man gesagt 8 Monate wenn wir ein E-Auto bestellen. Und besonders viel schon fertige Autos stehen in den Autohäusern auch nicht herum.
Im Falle von China muss man noch die Rahmenbedingungen betrachten.
China hat einen fixen 20-Jahresplan. Der gibt klar vor, wie von den fossilen Energieträgern und der Abhängigkeit von diesen Weg kommt. Der erste Schritt, den man bei uns gar nicht mitbekommen hat, war das Verbot aller fossil angetriebenen Zweiräder. Seit etwa 2013 durfte da keines mehr zugelassen werden. Entsprechend groß war der Boom von elektrischen Vespas, Motorrädern und Co.
Den Autobauern wurde so auch Sicherheit gegeben. Die konnten sich drauf verlassen und entwickeln, während bei uns etwa erst lustlose Förderpolitik kam, dann Rolle rückwärts, dann doch wieder Förderung, dann wieder nicht, dann doch, dann nicht, dann doch - maximale Unsicherheit eben. Da traut sich keiner mehr, langfristige Investitionen zu tätigen. Dinge wie die Altmaier-Delle sind in der Wirtschaft noch SEHR präsent.
Ja, allerdings. Und die Umsetzung des Plans hat ja auch Schattenseiten, wie zum Beispiel die E-Auto-Friedhöfe wo fabrikneue, subventioniert gebaute Autos vor sich hin rotten. Oder die Überbleibsel von Fahrrad-Verleih-Firmen. Und hin und wieder lässt mal jemand (illegal) eine Drohne darüber fliegen um die Öffentlichkeit über das Ausmaß aufmerksam zu machen.
Aber ich würde schon sagen, dass sie recht erfolgreich sind ihre teils doch recht ehrgeizigen Ziele auch weitgehend umzusetzen. Und sie sind ja schon eine Weile dabei Schlüsselindustrien auszumachen und ihre Pläne umfassen auch KI-Entwicklung, Halbleiter, Robotik... Unsere Häfen aufzukaufen, in Infrastruktur-Projekte und Handelswege auf allen Kontinenten zu invertieren...
Eigentlich hatten wir ja auch mal vor, von dem ganzen Gas, Kohle und Öl wegzukommen. Die Bundesregierung wurde erfolgreich verklagt weil sie ihre Klimaziele nicht einhalten können... Und ich habe mal gelesen mit dem Geld was so ein Präsident Trump in einem dreiviertel Jahr an Staatsschulden neu aufnimmt, könnte man die komplette Elektrizität in der Bundesrepublik auf Wind, Solar und riesige Batterien umstellen.
man muss an dieser Stelle btw. auch mal hart trennen zwischen dem, was wirtschaftlich "normal" ist und was bewusst von einigen Leuten aufgebauscht wird. Denn nur, weil jemand mit einer Drohne gerade "irgendwelche schockierenden Bilder" zeigt, sie aber nicht einordnet, ist es noch keine Schlagzeile.
Derartige "Halden", auf denen fertig produzierte Fahrzeuge stehen und "warten", sind weder neu, noch exklusiv für Elektrofahrzeuge. Die gibt es auch nicht nur in China, sondern in etlichen anderen Ländern ebenfalls, manche sogar in Deutschland. Eine solche Halde - voll mit neuen Fahrzeugen aus Japan. Massig Pickups etwa - habe ich vor gut 10 Jahren im Hafen von Dubai vor sich hin verstauben sehen und selbst ablichten können. Gründe für solche Halden sind vielschichtig - sei es, weil die nötigen Papiere für Import oder Weiterverkauf fehlen, sei es, weil der Großauftragsgeber plötzlich pleite gegangen ist, sei es schlicht ein "Rest" einer Produktionslinie, den man noch irgendwo los werden musste, seien es Testfahrzeuge, um bestimmte Entwicklungen zu beobachten (etwa, wie Batterien auf die lange Stehzeit reagieren, was durch natürliche Alterung als erstes den Geist aufgibt etc.) oder eben schlicht und ergreifend, weil man auf die Weise etwas Preispoker betreibt.
Man sollte bei den Zahlen allerdings auch mal im Hinterkopf behalten: So ein Autowerk braucht nicht ewig, um so eine "Halde" zu füllen. Tesla in Grünheide etwa baut pro Woche rund 4000 Fahrzeuge. Das ist noch eine eher kleine Produktion. Dennoch laufen auch dort "Halden" sehr schnell voll - wenn etwa ein Transportschiff durch irgendwelche Verzögerungen nicht rechtzeitig im Hafen ankommt und somit das Verladen um ein oder zwei Wochen später verläuft. Einmal etwas Sahara-Sand, gefolgt von einem Regenguss und die Autos sehen uralt aus, bevor sie einmal richtig gewaschen wurden. Auch das kann einer der Gründe sein.
Ein weiterer ist etwa der Fall von einem Importeur, der Fahrzeuge auf eigenes Risiko hierher gebracht hat, aber keine Typzulassung bekommen hat. Die Fahrzeuge sind technisch einwandfrei, dürfen aber nicht in Europa fahren. Also wartet man, bis eine Entscheidung gefällt wurde. Und wenn die nicht kommt, wartet man eben teils seeeeehr lange.
Das alles zeigt meiner Meinung nach das Kernproblem dessen, was du sonst noch schreibst, überdeutlich: Wir hier bei uns hängen noch viel zu sehr in den alten Strukturen und Mustern. Man versucht immer noch gerne Schuldige oder Fehler bei anderen zu suchen, statt die Mängel bei uns selbst zu suchen. Das Grohmann etwa an Tesla verkauft wurde, damit Know-How in die USA gewandert ist und so Automatisierung ermöglicht, die unsere Autobauer nie hin bekommen haben, ist schmerzhaft. Warum Kuka schrittweise und dann schließlich vollends an Midea (ja, genau die mit den Portasplit-Klimageräten, auf die so ein Run stattgefunden hat!) verkauft werden konnte, obwohl sie auf dem Feld der Industrierobotik wegweisend waren, wird hier auch keiner plausibel erklären können. Oder das der Transrapid erst in China wirklich praktisch umgesetzt und dort erstmal FERTIG und WEITERENTWICKELT wurde, die ersten ICEs in China zuerst begeistert angenommen, dann aber durch eigene und WESENTLICH BESSERE Entwürfe ersetzt wurden, scheint auch keiner ernsthaft mitbekommen zu haben.
Und das China die Schürfrechte in etlichen DEUTSCHEN Minen bei uns in Deutschland aufgekauft hat, weil wir uns hierzulande zu schön sind, selbst die so begehrten, seltenen Erden, Lithium, Cobalt und Co. zu schürfen (all diese wichtigen Rohstoffe kommen bei uns nämlich auch vor. Das "Erzgebirge" heißt nicht ohne Grund so btw.), es jetzt praktisch gar nicht mehr dürfen und stattdessen viele dieser Rohstoffe der Zukunft teuer einkaufen MÜSSEN, hätte ja auch keiner ahnen können. Und nein, mehr als ein lächerliches Trinkgeld haben wir für die Schürfrechte nicht bekommen.
Die Liste kann man endlos weiterführen. Das meiste davon wird geflissentlich verdrängt. Lieber schiebt man allen auf der Welt den schwarzen Peter zu und zeigt mit dem gespreizten Finger auf alle möglichen anderen. Selbst bei CO2 und Klimawandel tönt es "aber China!" aus allen Mündern. Dabei hat China "Peak Oil" (also das Maximum des Ölverbrauchs) bereits letztes Jahr erreicht - seither SINKT der CO2-Ausstoß und auch der Bedarf an fossilen Energieträgern - bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum.
Eventuell sollte man den Leuten einmal deutlicher das Sprichwort unserer Eltern mitgeben: Wer mit dem Zeigefinger auf wen anders zeigt, der zeigt gleichzeitig mit drei Fingern auf sich selbst!
Sehr gut. Das Sprichwort kannte ich noch gar nicht.
Ja an die genauen Details mit den Fahrzeug-Friedhöfen erinnere ich mich nicht mehr so ganz. Ich fand's nur spektakulär so viele Autos zu sehen und soweit ich erinnere wuchsen zumindest in einem Video auch schon Bäume und Büsche überall dazwischen. Aber das ist tatsächlich schwer einzuordnen.
Ja, und ich finde es auch sehr schade was so mit Firmen wie KUKA passiert. Oder Industriezweigen wo wir das Potenzial hatten heute führend zu sein und heutzutage gibt's die Firmen überhaupt nicht mehr. Gerade so mit Maschinenbau kann man ja auch bei einem Ausflug im Urlaub ganz woanders bestaunen, dass dort deutsche Portalkräne stehen, Maschinen, Industrieroboter, vielleicht blinkt einem eine Siemens-Steuerung entgegen... Unter einem Transrapid habe ich hier letztens noch im Eisenbahnmuseum gestanden, der ist halt jetzt Geschichte...
Aber ich glaube die Leute die jetzt bei Klimapolitik noch mit dem Finger woandershin zeigen, die haben sie eh nicht mehr alle beisammen. Also das ist ja alles seit den 70gern(?) hinreichend bekannt? Und auch wenn die Klimamodelle von damals nicht auf's Grad korrekt waren, haben sie schon genau gezeigt wo die Reise dann auch hinging. Und letztlich spielt es auch keine Rolle. Also wenn ich mir jetzt ein BYD-Auto kaufe oder etwas bei TEMU bestelle, wird das dann aktuell in China unter Einsatz von 50% Kohleenergie produziert. Aber daraus kann ich ja nicht schließen, dass die Fabrik hier zwei Städte weiter jetzt auch genau 50% Kohle verfeuern muss?! Also das ist ja eh alles Quatsch. Und wenn ich nicht damit fein bin, dann sollte ich es halt nicht kaufen. Was für die Menschen und Wirtschaft hier wichtig ist, ist ja ob wir unsere eigene Energiepolitik (zum Beispiel) verbessert bekommen. Sonst wird die Situation in 10 Jahren nicht besser aussehen.
Soweit auf Wikipedia zu lesen ist, war die Vorbestellung so circa alle 12-18 Monte offen - für 2 Monate, weil dann war die Produktion scho wieder voll ausgelastet.
Und VW könnt ja kein Auto (oder gar ein eAuto ! ) in einer günstigeren Preisklasse anbieten, da machen sie ja weniger Gewinn pro Fahrzeug!
Es war ein tolles kleines Auto. Der hätte aber auf der Basis keine Zukunft gehabt. Die regulatorischen Anforderungen waren damit nicht mehr sinnvoll umsetzbar. Man hätte den komplett neu entwickeln müssen, was man leider zu spät angegangen ist.
Jetzt kommen so langsam erst die kleineren Modelle raus, locker 4 Jahre zu spät.
Kann nicht einfach Toyota mit einem Monitorhersteller fusionieren und dann Modellnamen wie "bZ4X3261UHSCP-W" machen? Nicht zu verwechseln mit dem bZ4X3261UISCP-W, der das äquivalente Modell ein Jahr später ist, aber völlig andere Komponenten verbaut hat, und dem bZ4X3261UHSCN-W, den es exklusiv bei einem spezifischen Elektrohändler in den USA zu kaufen gibt.
Wir hatten bei uns auf der Arbeit mal nen Haufen Lichtschranken, die wir einbauen sollten. Irgendwann haben wir uns gewundert, warum nur eine einzige von 4 identischen Neu Bestellten Lichtschranken funktionierte.
Die Lösung des Problems war, dass die anderen drei anderen Lichtschranken eine leicht andere Modellnummer mit einem einzigen anderen Buchstaben hatte und die beiden Unterschiedlichen Modelle vollkommen unterschiedliche Funktionsmechanismen hatten.
57 Comments
en1gma@lemmy.ml · 131 pts · 3d
ABER DIE EXPLODIEREN DOCH, SIND ALS GEBRAUCHTWAGEN WERTLOS, MAN KANN NICHT TÄGLICH VON FLENSBURG NACH GARMISCH UND ZURÜCK FAHREN UND AUSSERDEM DIE GRÜÜÜÜÜNEN!
Wir hätten Habeck als Kanzler haben können! 😞
state_electrician@discuss.tchncs.de · 31 pts · 3d
Das ganze Geflecht aus Autobauern und Zulieferern und den starken Gewerkschaften bei etwa VW ist einfach zu dicht, als dass da jemand genug Eier in der Hose hätte, auf das Unvermeidbare hin zu arbeiten. Es war vor 10 Jahren schon klar, wohin die Reise geht. Habeck hat es vor 7 Jahren mehr als deutlich gesagt. Aber die haben sich alle schön weggeduckt, weil das ein massiver Umbau der deutschen Industrie wird. Davor haben offenbar alle Angst.
doeknius_gloek@discuss.tchncs.de · 32 pts · 3d
Blöd nur, dass Angst keine Probleme löst.
brainwashed@feddit.org · 18 pts · 2d
Hab andernorts schon von jemandem gelesen, der seinen Jahresurlaub 600 km entfernt mitsamt Blizzard (!) auf dem Weg als Referenz für seinen Kilometerbedarf beim E-Auto herangezogen hat.
cjk@discuss.tchncs.de · 15 pts · 2d
Ca 1300km in den Urlaub (Cornwall), 3 mal für knapp 30 Minuten geladen. Weiss nicht, was alle rumheulen…
MaggiWuerze@feddit.org · 16 pts · 2d
1600Km nach Schweden, 3 Mal geladen pro Tour. Am Ende sind das irgendwelche Dieseldieter ihre Familie hassen und deswegen 13h am Stück durchballern wollen um es hinter sich zu bringen
cjk@discuss.tchncs.de · 1 pts · 2d
Na wenn die mal keine Prostata-Probleme haben… :P
APinkOrange@piefed.social · 13 pts · 2d
700km Fahrt in den Urkaub, 36 Minuten geladen (insgesamt), zweimal 18 Minuten. Das Auto war beide Maske fertig bevor wir zurück beim Auto waren. Gesamtkosten 36€ für Strom (inkl. der Ladung mit der das Auto am Ende wiedet auf 80% war.
brainwashed@feddit.org · 8 pts · 2d
Ja, ich las den Post dort, während das Auto sagte, es könne weiter, ich aber noch auf meine Pommes warten musste. Völliges Nicht-Problem aber ich war auch noch nie in einem Blizzard.
en1gma@lemmy.ml · 11 pts · 2d
Man kann den "goal post" halt stets immer so setzen, dass das gewünschte Ergebnis ("Ich will kein E-Auto"/"Ich will nur das eine E-Auto") bei rauskommt.
oliver@lemmy.ca · 8 pts · 3d
Es wäre natürlich wünschenswert, dass die Entwicklung der Ölpreise endlich zu einer entsprechenden Wende, auch und insbesondere bei der Infrastruktur, führen würde. Tatsache ist aber nun einmal, dass bis zum US-Angriff auf Iran gerade die E-Auto-Werke bei VW die Sorgenkinder waren und man dort deutlich mehr Tempo bei der Antriebswende prognostiziert hatte. Entgegen Habecks Prognose hat zuletzt gerade Porsche ja die größten Probleme, da es die erhoffte Nachfrage für die Umstellung auf E-Fahrzeuge nicht gab.
gajustempus@feddit.org · 4 pts · 2d
Porsche hat halt das Problem, dass sie nur mit dem Namen und sonst nichts für den Taycan geworben haben. Die Leistung und Ausstattung bekommste halt aus China für weniger als 20% des Preises. Und wer nen Porsche kauft, der will das Prestige haben.
Prestige, das der Taycan nicht vermitteln konnte, weil er eher halbherzig kam (und mit billigeren Zwilling von Audi, der bis aufs Logo fast nen 1:1 Klon ist und damit im Feld gewildert hat). Das hat den Preis gedrückt.
Was den Rest der ID-Modelle von VW angeht - die sind, wenn man sich ansieht, was man für das Geld bekommt, halt allesamt VIEL zu teuer, die Software könnte ein Dreijähriger besser programmieren und die Materialanmutung war selbst für China-Konkurrenz eher billig.
Zu schlecht, zu halbherzig, zu spät, zu teuer. Deswegen sind sie am Markt gescheitert
PreppaWuzz@discuss.tchncs.de · 1 pts · 2d
Auf welchen Stand sprichst Du an? Denn die aktuelle MEB Software ist soweit ganz ok, vor allem wenn man nicht zu viel Schnickschnack erwartet.
Problematisch waren leider die ersten Jahre, da gab es noch zu viele Probleme und zu wenig Features, das war IMO ein Fehler. Da hätte man lieber noch 1 Jahr länger entwickeln sollen und sich ein bißchen was bei Tesla abschauen.
Ich bin sowieso ein Fan der Tesla-Software, die ist bisher die beste, die ich sowohl im Infotainment-Teil, als auch im technischen Bereich wie Motorabstimmung bei einem BEV kenne.
Außerdem war es IMO ein Fehler die BEV-Reihe als hipp und trendig aufbauen zu wollen. Damit hat man die typischen Golf-Käufer verschreckt. Es wäre besser gewesen, den ID.3 als "normalen" Golf unter die Leute zu bringen. Für Spielereien mit Design und Schalala hatte man ja Cupra als Marke bereits aufgelegt.
Aber besonders die aktuellen Modelle wie der ID.Polo oder der Skoda Epiq haben jetzt alle Features, die man sich von einem modernen BEV wünschen würde. Da hat der VW-Konzern deutlich aufgeholt.
Und verglichen mit den Chinesen mag die Software dort evtl. bunter aussehen und viele Features vortäuschen, aber was man so liest, ist die Bedienung und die Zuverlässigkeit der Software oftmals nicht so überragend.
Bleibt noch der Preis. Da muss man sich aber von den Golf-Klasse-neu-für-20000€ Gedanken lösen, diese Zeiten sind auch bei den Verbrennern vorbei.
gajustempus@feddit.org · 2 pts · 1d
ich sags mal so: Die aktuelle Software ist nicht "gut". Sie ist "okay". Das ist kein Lob, das ist, was mal als Baseline von einer Fahrzeugsoftware im Jahre 2026 erwarten kann und MUSS. Die Abstürze und Hänger sind dadurch aber auch noch nicht vollends verschwunden, treten in meinem Bekanntenkreis (Referenzgröße: Ein paar tausend Teilnehmer der Elektrischen Community in Fulda sowie deren direkte Bekannte. Aus ganz Europa) durchaus erwähnenswert auf. Und die Handyapp ist und bleibt ein Krampf.
Volkswagen hilft halt gerade für die aktuellsten Modelle ENORM, dass sie die inkompetenten Münchner Volltrottel von CARIAD achtkantig rausgeworfen haben und in China mit Xpeng, für den übrigen Markt mit Rivian eingegangen sind. Spart nicht nur einige TAUSEND Leute mit wenig Können und Arbeitsmoral, sondern bringt auch Resultate.
Besonders negativ ist btw. bei den ganzen ID-Modellen, dass die Software NICHT abwärtskompatibel ist. Die Kunden der ersten Stunde (also alle, die ein 1st Edition außen dran pappen haben) werden so NIEMALS ein Softwareupdate auf den neuen Softwarestack bekommen. Selbst die 2.xer-Softwareversionen bekommen keine Updates mehr. Und die neuen Versionen wurden DERART auf links gedreht, dass vorher vorhandene Funktionen (wie etwa die Integration in Hausautomation oder externe Dienste wie elektronische Fahrtenbücher oder Flottenmanagement) keinen API-Zugriff mehr haben und somit ihren Dienst einstellen mussten. Laut Volkswagen kann man das selbst gegen Geld nicht mehr heilen, weil die den Software-Stack von Grund auf umgestellt haben und das alles nicht mehr vorgesehen ist. Das macht selbst ein Kia besser.
Und ja, Volkswagen bringt mit dem ID.Polo und den Konzernschwestern JETZT ein Auto, das man VOR FÜNF JAHREN noch als Innovation hätte verkaufen können. Effektiv sind die Autos für das, was sie bieten, knapp 50% zu teuer (Kollege von mir least jetzt einen BYD Dolphin Surf mit großem Akku...für unter 100 Euro im Monat. Inklusive Versicherung und alles, wohl gemerkt). 30k für einen "Polo", wenn man für 5k mehr bereits Autos wie ein Model Y bekommen und damit einfach mal zwei oder drei Fahrzeugklassen überspringen, dafür aber ein etabliertes und ausgereiftes Fahrzeug bekommen kann, ist schon eine Ansage. Und wer Tesla nicht mag, nimmt halt nen Xpeng G6 oder nen Leapmotor. Oder nen Polestar. Oder nen Hyundai, Citroen, GWM, BYD oder einen von über einem Dutzend anderer Hersteller, die mir gerade nicht spontan einfallen und in der ähnlichen Preisregion mehr Ausstattung, mehr Service, mehr Marktreife und schlicht und ergreifend MEHR AUTO fürs gleiche oder ähnliche Geld bieten.
VW hat versagt. Auf voller, ganzer Linie. Die zu schließenden Werke werden nicht die einzigen bleiben. Persönlich hab ich ne Wette laufen, welcher chinesische Hersteller in 10 Jahren der neue Eigentümer von Volkswagen sein wird. Mein Geld liegt aktuell auf CATL, da die DAS Know-How in Sachen Batterieproduktion und -packaging haben und bis dato noch keine eigenen Fahrzeuge herstellen, damit die Chance wahrnehmen und sich einfach in den Markt einkaufen könnten. Die Marke VW wird zwar bleiben (genau so wie Grundig, MG und Co. immer noch existieren), aber es wird halt eine reine Handelsmarke ohne echten Inhalt werden. Und das ist zu 100% die Schuld der Chefetage und all jener, die lieber die bereits altersschwache Cash-Cow auf Krampf zu melken versucht haben.
PreppaWuzz@discuss.tchncs.de · 1 pts · 1d
Ich denke, man holt mit nicht zu hipper Software viele ab, die sich vor einem, übertrieben gesagt "Smartphone auf Rädern" fürchten.
Wir haben einen Citigo e und ich muss sagen, rein von der Nutzung her ist das für viele, die nur ein Auto brauchen, eigentlich die bessere Wahl als viel zuviel Schnickschnack. Der kann zwar nix, aber um von A nach B zu kommen, reicht er vollkommen aus. Gibt's halt nicht mehr.
Geht so. Im Vergleich zu Tesla ist sie ein Krampf, und für Techologie-Fans ist das auch zu wenig, für den 08/15-Nutzer ist aber alles drin. Und die Historie betrachtet, hat sich sehr viel verbessert. Ich hab jetzt 6 Jahre Erfahrung mit der App und zu Beginn war es richtig grausig, inkl. regelmäßiger Ausfälle und falscher Meldungen. Es hat sich seitdem schon einiges etan, aber es ist auch noch genug Luft nach oben.
Da muss ich dir voll zustimmen, das ist ein Punkt bei unserem Enyaq, der mich auch nervt. Das Thema Updates und Backports hätte sich der VW-Konzern definitiv von Tesla abschauen können.
Ein Model Y kostet aber auch 40k.
Wie gesagt, ich mag die Tesla-Software, ich bin auch gerne Tesla gefahren, aber ich kann auch verstehen, dass nicht jeder mit einem Model Y klar kommt. Ein ID.wasauchimmer ist dann doch näher an dem dran, was der typische Deutsche als Auto kennt.
Dazu kommt, das gerade Tesla auch nicht mehr allzuviel entwickelt. Die Facelifts für Model 3 und Y waren mehr zur Optimierung der Produktion als echte Updates, und es sieht aktuell nicht danach aus, als hätte Tesla neue Pfeile im Köcher. Deren echte Entwicklung ist 2022 stehen geblieben. An der Stelle hat der VW-Konzern seine Modelle seitdem deutlich stärker aufgewertet.
Jein. Da kann ich nur zum Teil zustimmen. Natürlich ist es am Ende die Chefetage, aber die Chefetage hatte zwischenzeitlich durchaus BEV im Visier. Leider wurde das insgesamt nicht durchgehend ernst genug genommen und durch zu viele Wechsel auf der Ebene auch zuviele Strategie-Wechsel forciert.
Dann parallel leider der Schlingerkurs der Politik mit vielzuvielen Abbiegungen in die Verbrenner-Vergangenheit und die Springer-Propaganda, um die Menschen unnötigerweise beim Verbrenner zu halten. Das hat leider zu gut funktioniert, sowohl gegenüber den Unternehmen, die einfach keine Planungssicherheit hatten, als auch gegenüber den Bürgern, die den Rattenfängern zu leicht gefolgt sein.
Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt. Ich denke nicht, dass VW den Weg von Grundig gehen wird, aber sie müssen schon schauen, wie sie die Produktion neu ausrichten. Das Problem sind IMO nicht die Modelle, die sie anbieten, sondern dass sie unter den aktuellen Bedingungen bei BEV zu wenig Eigenanteil an der gesamten Wertschöpfungskette haben.
Bei den Chinesen bin ich mal gespannt, wie es weitergeht. So langsam kommen sie ja nach Europa, was man lange vorhergesagt hat, aber bisher kaum passiert ist. Aber die Spatzen pfeifen auch schon von den Dächern, dass sich der BEV-Markt in China konsolidiert, und viele Hersteller das nicht überleben werden. Der Schritt nach Europa ist für einige evtl. noch der letzte Strohhalm, aber der wird Hersteller nicht retten, die auf dem Heimatmarkt fallen gelassen werden.
MaggiWuerze@feddit.org · 2 pts · 2d
Aber evtl liegt das auch daran, dass man nur SUVs für 60k aufwärts im Angebot hat und Habeck ja explizit von bezahlbaren gesprochen hat
gajustempus@feddit.org · 1 pts · 1d
hey, der Dacia Spring EV ist streng genommen auch ein SUV - und das Ding bekommst du für so wenig Geld, dass du, wenn du das Ding least oder finanzierst, ne Familie hast und wenig genug verdienst, damit du die volle Förderung bekommst, den Wagen zwei Jahre lang mit Netto-PLUS (Sprich: Du hast nach zwei Jahren mehr Geld, als du vorher hattest. Plus noch den Wagen während der Zeit) aus der Sache rausgehst.
Ist zwar das Minimum an Auto, aber funktioniert.
MaggiWuerze@feddit.org · 1 pts · 1d
Ja stimmt, dachte dabei aber eher an Stadtpanzern :D
Nachbar hat nen Spring, is ein nettes kleines Auto
SkavarSharraddas@gehirneimer.de · 3 pts · 2d
Bauen die nicht eh schon hauptsächlich Firmenwagen?
Gönnen wir ihm dass er sich nicht von dem Pedo im Weißen Haus das Knie begrabbeln lassen muss.
No_Money_Just_Change@feddit.org · 44 pts · 3d
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Enkrod@feddit.org · 40 pts · 2d
Als ich 14 Jahre alt war, habe ich gelernt, dass Öl nicht endlos ist und aus "schwierigen" Regionen kommt und dass die Zukunft des Automobils dem Elektromotor gehört. Auch dass die Klimaerwärmung statt findet und der Verbrennungsmotor ein großer Treiber ist.
Ich bin jetzt 44.
Die Konzerne hatten MEHR als genug Zeit sich auf die nötige Umstellung vor zu bereiten, aber Quartalszahlen waren immer wichtiger als die Zukunft. Unsere und ihre eigene.
Get fucked.
Localhorst86@feddit.org · 36 pts · 3d
TeChNoLoGiEoFfEn!
Koenig2005@feddit.org · 25 pts · 3d
HoChEfFiZiEnTeR vErBrEnNeR!!1!111!
SkavarSharraddas@gehirneimer.de · 5 pts · 2d
Die gibt es seit Jahrzehnten und sind - Überraschung! - in Hybridfahrzeugen. Weil man zur Effizienzsteigerung das nutzbare Drehzahlband reduzieren muss, braucht man ein Hybridsystem wie Toyotas Hybrid Synergy Drive (kein so Plugin-Hybrid-Zeugs) um die Motordrehzahl von der Fahrgeschwindigkeit zu entkoppeln. Klein, leicht, aerodynamisch ist auch effizient. Ist alles nichts neues, die Physik kann man halt nicht austricksen (jaja, ich weiß, das Rumgekreische von rechts hat mit der Realität nur durch Zufall was zutun.)
PreppaWuzz@discuss.tchncs.de · 3 pts · 2d
Ein gut gemachter Hybrid ist zwar besser, aber im Vergleich zu rein elektrisch immer noch ineffizient. Selbst mit vorsichtiger Fahrweise brauchen die Toyotas immer noch 2-3x soviel Energie wie ein BEV.
Auf der Negativ-Seite hat man trotzdem noch den komplexen Verbrenner mit noch komplexerer Peripherie, und das obwohl man sämtliche BEV-Technik schon rumfährt. Man muss nur den Akku und den Motor größer machen und den Verbrenner rauswerfen, schon ist man beim BEV.
GenosseFlosse@feddit.org · 4 pts · 2d
E-fUeLs!1!1
nao@sh.itjust.works · 1 pts · 2d
Lange nichts gehört davon, gibt es die noch?
GenosseFlosse@feddit.org · 2 pts · 2d
Ja, die werden gleich nach den wasserstoff-autos wirtschaftlich!
Das problem soweit ich weis ist, dass man fuer die anbauflaeche der efuels mehr energie in form von duenger, landwirtschaft, verarbeitung aufwenden muss als was man am ende in efuels rausbekommt. Kenen keinen, der sowas wirtschaftlich ohne subventionen hinbekommt.
SkavarSharraddas@gehirneimer.de · 1 pts · 2d
Prinzipiell gibts die schon, aber für den Individualverkehr ist die Idee halt dumm, außer als Ausrede warum man weiter Verbrenner haben will.
Carbon Capture ist so aufwendig dass es Unfug ist CO₂ aus der Atmosphäre zu filtern , unter hohem Energieaufwand in eFuels zu verwandeln nur ums dann in einem Auto (das problemlos elektrifizierbar und mit dem Strom direkt aufladbar ist) wieder in die Atmosphäre zu pusten wenn wir sowieso schon zuviel davon in der Luft haben.
Genauso CO₂ aus Biomasse, das taugt höchstens als Agrarsubventionen, besser man stellt auf das Land Solarzellen zur Stromerzeugung (und mit dem Boden drunter kann man auch noch irgendwas machen).
gajustempus@feddit.org · 12 pts · 3d
"Technogieoffenheit" bitte
Gruß und Kuss von Reiche
GarbadgeGoober@feddit.org · 2 pts · 2d
Sehr gut, ich wollte ihn auch schon korrigieren.
Das einzig sinnvolle das je aus dem Mund von der Gas-Kathi gekommen ist.
Kaligalis@lemmy.world · 23 pts · 2d
Deutsche Autobauer wollen keine preiswerten E-Autos bauen. Gut, dann kaufen alle halt chinesische Autos.
Dass der Verbrenner als Massenprodukt langfristig tot ist, war ist seit zwei Jahrzehnten bekannt.
nocteb@feddit.org · 21 pts · 3d
Aber bestimmt bekommen die dafür verantwortlichen Manager trotzdem einen Bonus ausgezahlt.
Melchior@feddit.org · 20 pts · 2d
Und deshalb setzt VW auf Verbrenner.
plyth@feddit.org · -3 pts · 2d
Ist VW die treibende Kraft und nicht doch die Ölindustrie und die US Aussenpolitik, die einen Hebel verliert, wenn ihr Ölembargo sinnlos wird?
Melchior@feddit.org · 8 pts · 2d
VW ist die treibende Kraft bei der Produktionsplanung von VW.
plyth@feddit.org · -1 pts · 2d
Welchen Anteil von VW kontollieren Blackrock und andere US Investoren?
Melchior@feddit.org · 6 pts · 2d
Die sind unter sonstige. Die Familie Porsche kontrolliert Volkswagen.
plyth@feddit.org · -1 pts · 2d
Die aber gespalten ist, so dass andere den entscheidenden Einfluss haben.
hendrik@palaver.p3x.de · 12 pts · 3d
Tja, die Chinesen zum Beispiel haben das schon längst antizipiert. Nur unsere Autoindustrie natürlich nicht. Ist auch blöd für Alle, die gerade ein neues Auto kaufen wollen. Uns hat man gesagt 8 Monate wenn wir ein E-Auto bestellen. Und besonders viel schon fertige Autos stehen in den Autohäusern auch nicht herum.
gajustempus@feddit.org · 9 pts · 2d
Im Falle von China muss man noch die Rahmenbedingungen betrachten.
China hat einen fixen 20-Jahresplan. Der gibt klar vor, wie von den fossilen Energieträgern und der Abhängigkeit von diesen Weg kommt. Der erste Schritt, den man bei uns gar nicht mitbekommen hat, war das Verbot aller fossil angetriebenen Zweiräder. Seit etwa 2013 durfte da keines mehr zugelassen werden. Entsprechend groß war der Boom von elektrischen Vespas, Motorrädern und Co.
Den Autobauern wurde so auch Sicherheit gegeben. Die konnten sich drauf verlassen und entwickeln, während bei uns etwa erst lustlose Förderpolitik kam, dann Rolle rückwärts, dann doch wieder Förderung, dann wieder nicht, dann doch, dann nicht, dann doch - maximale Unsicherheit eben. Da traut sich keiner mehr, langfristige Investitionen zu tätigen. Dinge wie die Altmaier-Delle sind in der Wirtschaft noch SEHR präsent.
hendrik@palaver.p3x.de · 2 pts · 2d
Ja, allerdings. Und die Umsetzung des Plans hat ja auch Schattenseiten, wie zum Beispiel die E-Auto-Friedhöfe wo fabrikneue, subventioniert gebaute Autos vor sich hin rotten. Oder die Überbleibsel von Fahrrad-Verleih-Firmen. Und hin und wieder lässt mal jemand (illegal) eine Drohne darüber fliegen um die Öffentlichkeit über das Ausmaß aufmerksam zu machen.
Aber ich würde schon sagen, dass sie recht erfolgreich sind ihre teils doch recht ehrgeizigen Ziele auch weitgehend umzusetzen. Und sie sind ja schon eine Weile dabei Schlüsselindustrien auszumachen und ihre Pläne umfassen auch KI-Entwicklung, Halbleiter, Robotik... Unsere Häfen aufzukaufen, in Infrastruktur-Projekte und Handelswege auf allen Kontinenten zu invertieren...
Eigentlich hatten wir ja auch mal vor, von dem ganzen Gas, Kohle und Öl wegzukommen. Die Bundesregierung wurde erfolgreich verklagt weil sie ihre Klimaziele nicht einhalten können... Und ich habe mal gelesen mit dem Geld was so ein Präsident Trump in einem dreiviertel Jahr an Staatsschulden neu aufnimmt, könnte man die komplette Elektrizität in der Bundesrepublik auf Wind, Solar und riesige Batterien umstellen.
gajustempus@feddit.org · 5 pts · 2d
man muss an dieser Stelle btw. auch mal hart trennen zwischen dem, was wirtschaftlich "normal" ist und was bewusst von einigen Leuten aufgebauscht wird. Denn nur, weil jemand mit einer Drohne gerade "irgendwelche schockierenden Bilder" zeigt, sie aber nicht einordnet, ist es noch keine Schlagzeile.
Derartige "Halden", auf denen fertig produzierte Fahrzeuge stehen und "warten", sind weder neu, noch exklusiv für Elektrofahrzeuge. Die gibt es auch nicht nur in China, sondern in etlichen anderen Ländern ebenfalls, manche sogar in Deutschland. Eine solche Halde - voll mit neuen Fahrzeugen aus Japan. Massig Pickups etwa - habe ich vor gut 10 Jahren im Hafen von Dubai vor sich hin verstauben sehen und selbst ablichten können. Gründe für solche Halden sind vielschichtig - sei es, weil die nötigen Papiere für Import oder Weiterverkauf fehlen, sei es, weil der Großauftragsgeber plötzlich pleite gegangen ist, sei es schlicht ein "Rest" einer Produktionslinie, den man noch irgendwo los werden musste, seien es Testfahrzeuge, um bestimmte Entwicklungen zu beobachten (etwa, wie Batterien auf die lange Stehzeit reagieren, was durch natürliche Alterung als erstes den Geist aufgibt etc.) oder eben schlicht und ergreifend, weil man auf die Weise etwas Preispoker betreibt.
Man sollte bei den Zahlen allerdings auch mal im Hinterkopf behalten: So ein Autowerk braucht nicht ewig, um so eine "Halde" zu füllen. Tesla in Grünheide etwa baut pro Woche rund 4000 Fahrzeuge. Das ist noch eine eher kleine Produktion. Dennoch laufen auch dort "Halden" sehr schnell voll - wenn etwa ein Transportschiff durch irgendwelche Verzögerungen nicht rechtzeitig im Hafen ankommt und somit das Verladen um ein oder zwei Wochen später verläuft. Einmal etwas Sahara-Sand, gefolgt von einem Regenguss und die Autos sehen uralt aus, bevor sie einmal richtig gewaschen wurden. Auch das kann einer der Gründe sein.
Ein weiterer ist etwa der Fall von einem Importeur, der Fahrzeuge auf eigenes Risiko hierher gebracht hat, aber keine Typzulassung bekommen hat. Die Fahrzeuge sind technisch einwandfrei, dürfen aber nicht in Europa fahren. Also wartet man, bis eine Entscheidung gefällt wurde. Und wenn die nicht kommt, wartet man eben teils seeeeehr lange.
Das alles zeigt meiner Meinung nach das Kernproblem dessen, was du sonst noch schreibst, überdeutlich: Wir hier bei uns hängen noch viel zu sehr in den alten Strukturen und Mustern. Man versucht immer noch gerne Schuldige oder Fehler bei anderen zu suchen, statt die Mängel bei uns selbst zu suchen. Das Grohmann etwa an Tesla verkauft wurde, damit Know-How in die USA gewandert ist und so Automatisierung ermöglicht, die unsere Autobauer nie hin bekommen haben, ist schmerzhaft. Warum Kuka schrittweise und dann schließlich vollends an Midea (ja, genau die mit den Portasplit-Klimageräten, auf die so ein Run stattgefunden hat!) verkauft werden konnte, obwohl sie auf dem Feld der Industrierobotik wegweisend waren, wird hier auch keiner plausibel erklären können. Oder das der Transrapid erst in China wirklich praktisch umgesetzt und dort erstmal FERTIG und WEITERENTWICKELT wurde, die ersten ICEs in China zuerst begeistert angenommen, dann aber durch eigene und WESENTLICH BESSERE Entwürfe ersetzt wurden, scheint auch keiner ernsthaft mitbekommen zu haben.
Und das China die Schürfrechte in etlichen DEUTSCHEN Minen bei uns in Deutschland aufgekauft hat, weil wir uns hierzulande zu schön sind, selbst die so begehrten, seltenen Erden, Lithium, Cobalt und Co. zu schürfen (all diese wichtigen Rohstoffe kommen bei uns nämlich auch vor. Das "Erzgebirge" heißt nicht ohne Grund so btw.), es jetzt praktisch gar nicht mehr dürfen und stattdessen viele dieser Rohstoffe der Zukunft teuer einkaufen MÜSSEN, hätte ja auch keiner ahnen können. Und nein, mehr als ein lächerliches Trinkgeld haben wir für die Schürfrechte nicht bekommen.
Die Liste kann man endlos weiterführen. Das meiste davon wird geflissentlich verdrängt. Lieber schiebt man allen auf der Welt den schwarzen Peter zu und zeigt mit dem gespreizten Finger auf alle möglichen anderen. Selbst bei CO2 und Klimawandel tönt es "aber China!" aus allen Mündern. Dabei hat China "Peak Oil" (also das Maximum des Ölverbrauchs) bereits letztes Jahr erreicht - seither SINKT der CO2-Ausstoß und auch der Bedarf an fossilen Energieträgern - bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum.
Eventuell sollte man den Leuten einmal deutlicher das Sprichwort unserer Eltern mitgeben: Wer mit dem Zeigefinger auf wen anders zeigt, der zeigt gleichzeitig mit drei Fingern auf sich selbst!
hendrik@palaver.p3x.de · 2 pts · 2d
Sehr gut. Das Sprichwort kannte ich noch gar nicht.
Ja an die genauen Details mit den Fahrzeug-Friedhöfen erinnere ich mich nicht mehr so ganz. Ich fand's nur spektakulär so viele Autos zu sehen und soweit ich erinnere wuchsen zumindest in einem Video auch schon Bäume und Büsche überall dazwischen. Aber das ist tatsächlich schwer einzuordnen.
Ja, und ich finde es auch sehr schade was so mit Firmen wie KUKA passiert. Oder Industriezweigen wo wir das Potenzial hatten heute führend zu sein und heutzutage gibt's die Firmen überhaupt nicht mehr. Gerade so mit Maschinenbau kann man ja auch bei einem Ausflug im Urlaub ganz woanders bestaunen, dass dort deutsche Portalkräne stehen, Maschinen, Industrieroboter, vielleicht blinkt einem eine Siemens-Steuerung entgegen... Unter einem Transrapid habe ich hier letztens noch im Eisenbahnmuseum gestanden, der ist halt jetzt Geschichte...
Aber ich glaube die Leute die jetzt bei Klimapolitik noch mit dem Finger woandershin zeigen, die haben sie eh nicht mehr alle beisammen. Also das ist ja alles seit den 70gern(?) hinreichend bekannt? Und auch wenn die Klimamodelle von damals nicht auf's Grad korrekt waren, haben sie schon genau gezeigt wo die Reise dann auch hinging. Und letztlich spielt es auch keine Rolle. Also wenn ich mir jetzt ein BYD-Auto kaufe oder etwas bei TEMU bestelle, wird das dann aktuell in China unter Einsatz von 50% Kohleenergie produziert. Aber daraus kann ich ja nicht schließen, dass die Fabrik hier zwei Städte weiter jetzt auch genau 50% Kohle verfeuern muss?! Also das ist ja eh alles Quatsch. Und wenn ich nicht damit fein bin, dann sollte ich es halt nicht kaufen. Was für die Menschen und Wirtschaft hier wichtig ist, ist ja ob wir unsere eigene Energiepolitik (zum Beispiel) verbessert bekommen. Sonst wird die Situation in 10 Jahren nicht besser aussehen.
SkaveRat@discuss.tchncs.de · 12 pts · 2d
Tja.
germanatlas@lemmy.blahaj.zone · 12 pts · 2d
So denkt doch bitte jemand an die Aktionäre
Ephera@lemmy.ml · 8 pts · 3d
Hui Bube, wenn das nicht die Modelle wären, die gut laufen, hätte ich noch. eine Idee. warum die. Modelle nicht so. ankommen
Musste die Aufzählung echt dreimal anfangen zu lesen...
rumschlumpel@feddit.org · 16 pts · 3d
Und der E-Up, der soweit ich weiß sehr gut lief, wurde eingestellt...
ikirin@feddit.org · 9 pts · 2d
Soweit auf Wikipedia zu lesen ist, war die Vorbestellung so circa alle 12-18 Monte offen - für 2 Monate, weil dann war die Produktion scho wieder voll ausgelastet.
Und VW könnt ja kein Auto (oder gar ein eAuto ! ) in einer günstigeren Preisklasse anbieten, da machen sie ja weniger Gewinn pro Fahrzeug!
ComfortableRaspberry@feddit.org · 5 pts · 2d
Dass was läuft, hat einfach nicht ins Gejammer gepasst. Weg damit!
PreppaWuzz@discuss.tchncs.de · 3 pts · 2d
Es war ein tolles kleines Auto. Der hätte aber auf der Basis keine Zukunft gehabt. Die regulatorischen Anforderungen waren damit nicht mehr sinnvoll umsetzbar. Man hätte den komplett neu entwickeln müssen, was man leider zu spät angegangen ist.
Jetzt kommen so langsam erst die kleineren Modelle raus, locker 4 Jahre zu spät.
connaisseur@feddit.org · 10 pts · 3d
Toyota hat noch wirrere Modellbezeichnungen für E-Fahrzeuge, da könnte man glatt meinen das sei Absicht.
Toyota Urban Cruiser Toyota bZ4X Toyota bZ4X Touring Toyota C-HR+
Jesus_666@lemmy.world · 14 pts · 2d
Kann nicht einfach Toyota mit einem Monitorhersteller fusionieren und dann Modellnamen wie "bZ4X3261UHSCP-W" machen? Nicht zu verwechseln mit dem bZ4X3261UISCP-W, der das äquivalente Modell ein Jahr später ist, aber völlig andere Komponenten verbaut hat, und dem bZ4X3261UHSCN-W, den es exklusiv bei einem spezifischen Elektrohändler in den USA zu kaufen gibt.
cows_are_underrated@feddit.org · 10 pts · 2d
Wir hatten bei uns auf der Arbeit mal nen Haufen Lichtschranken, die wir einbauen sollten. Irgendwann haben wir uns gewundert, warum nur eine einzige von 4 identischen Neu Bestellten Lichtschranken funktionierte.
Die Lösung des Problems war, dass die anderen drei anderen Lichtschranken eine leicht andere Modellnummer mit einem einzigen anderen Buchstaben hatte und die beiden Unterschiedlichen Modelle vollkommen unterschiedliche Funktionsmechanismen hatten.
connaisseur@feddit.org · 3 pts · 2d
MonkderVierte@lemmy.zip · 5 pts · 2d
Wäh.
Diplomjodler3@lemmy.world · 1 pts · 3d
Danke Trump! Alles was er anfasst wird zu Scheiße. In den Fall ist das tatsächlich was Gutes.